Menachot 5
כָּל הַמְּנָחוֹת בָּאוֹת מַצָּה, חוּץ מֵחָמֵץ שֶׁבַּתּוֹדָה וּשְׁתֵּי הַלֶּחֶם, שֶׁהֵן בָּאוֹת חָמֵץ. רַבִּי מֵאִיר אוֹמֵר, שְׂאֹר בּוֹדֶה לָהֶן מִתּוֹכָן וּמְחַמְּצָן. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, אַף הִיא אֵינָהּ מִן הַמֻּבְחָר, אֶלָּא מֵבִיא אֶת הַשְּׂאֹר, וְנוֹתֵן לְתוֹךְ הַמִּדָּה, וּמְמַלֵּא אֶת הַמִּדָּה. אָמְרוּ לוֹ, אַף הִיא הָיְתָה חֲסֵרָה אוֹ יְתֵרָה:
Alle Getreideangebote müssen ungesäuert angeboten werden, mit Ausnahme der Sauerteigkuchen des Erntedankopfers und der beiden Brote [von Shavuot], die gesäuert angeboten werden. Rabbi Meir sagt: Er nimmt den Sauerteig von [den Getreidopfern] selbst und damit werden sie gesäuert. Rabbi Juda sagt: Das ist nicht der beste Weg, sondern [zuerst] bringt er Sauerteig und legt ihn in das Messgefäß und dann füllt er das Messgefäß [mit Mehl]. Aber sie sagten zu ihm: Trotzdem [es ist nicht zufriedenstellend], denn es wäre manchmal zu wenig und manchmal zu viel.
כָּל הַמְּנָחוֹת נִלּוֹשׁוֹת בְּפוֹשְׁרִין, וּמְשַׁמְּרָן שֶׁלֹּא יַחֲמִיצוּ. וְאִם הֶחֱמִיצוּ שְׁיָרֶיהָ, עוֹבֵר בְּלֹא תַעֲשֶׂה, שֶׁנֶּאֱמַר (ויקרא ב), כָּל הַמִּנְחָה אֲשֶׁר תַּקְרִיבוּ לַה' לֹא תֵעָשֶׂה חָמֵץ. וְחַיָּבִים עַל לִישָׁתָהּ, וְעַל עֲרִיכָתָהּ, וְעַל אֲפִיָּתָהּ:
Alle Getreideangebote müssen mit lauwarmem Wasser geknetet werden. Er muss sie beschützen, damit sie nicht gesäuert werden. Wenn der Rest gesäuert wurde, hat er ein negatives Gebot übertreten, denn es steht geschrieben: „Kein Getreidopfer, das du dem Herrn bringen sollst, soll gesäuert werden“ (3. Mose 2:11). Man haftet für das Kneten, das Rollen und das Backen [wenn er diese nach dem Sauerteig durchgeführt hat].
יֵשׁ טְעוּנוֹת שֶׁמֶן וּלְבוֹנָה, שֶׁמֶן וְלֹא לְבוֹנָה, לְבוֹנָה וְלֹא שֶׁמֶן, לֹא שֶׁמֶן וְלֹא לְבוֹנָה. וְאֵלּוּ טְעוּנוֹת שֶׁמֶן וּלְבוֹנָה, מִנְחַת הַסֹּלֶת, וְהַמַּחֲבַת, וְהַמַּרְחֶשֶׁת, וְהַחַלּוֹת, וְהָרְקִיקִין, מִנְחַת כֹּהֲנִים, וּמִנְחַת כֹּהֵן מָשִׁיחַ, וּמִנְחַת גּוֹיִם, וּמִנְחַת נָשִׁים, וּמִנְחַת הָעֹמֶר. מִנְחַת נְסָכִין טְעוּנָה שֶׁמֶן, וְאֵין טְעוּנָה לְבוֹנָה. לֶחֶם הַפָּנִים טָעוּן לְבוֹנָה, וְאֵין טָעוּן שָׁמֶן. שְׁתֵּי הַלֶּחֶם, מִנְחַת חוֹטֵא וּמִנְחַת קְנָאוֹת, לֹא שֶׁמֶן וְלֹא לְבוֹנָה:
Einige [Getreideangebote] erfordern Öl und Weihrauch, andere Öl, aber keinen Weihrauch, einige Weihrauch, aber kein Öl, und einige weder Öl noch Weihrauch. Diese erfordern Öl und Weihrauch: das Getreideangebot von feinem Mehl, das auf einer Bratpfanne zubereitet wurde, das in einer Pfanne zubereitet wurde, die Kuchen und Waffeln, das Getreidopfer der Priester, das Getreidopfer des gesalbten Hohepriesters, das Getreidopfer eines Nichtjuden, das Getreideangebot der Frauen und das Getreideangebot des Omer [Das besondere Gerstenangebot, das am Tag nach Pesach angeboten wurde und das den Verzehr des im letzten Jahr geernteten Getreides ermöglicht]. Das mit den Trankopfern angebotene Getreideangebot erfordert Öl, aber keinen Weihrauch. Das Schaubrot benötigt Weihrauch, aber kein Öl. Die beiden Brote, das Getreideangebot des Sünders und das Getreideangebot der Eifersucht, benötigen weder Öl noch Weihrauch.
וְחַיָּב עַל הַשֶּׁמֶן בִּפְנֵי עַצְמוֹ, וְעַל הַלְּבוֹנָה בִּפְנֵי עַצְמָהּ. נָתַן עָלֶיהָ שֶׁמֶן, פְּסָלָהּ. לְבוֹנָה, יִלְקְטֶנָּה. נָתַן שֶׁמֶן עַל שְׁיָרֶיהָ, אֵינוֹ עוֹבֵר בְּלֹא תַעֲשֶׂה. נָתַן כְּלִי עַל גַּבֵּי כְּלִי, לֹא פְסָלָהּ:
Und [in Bezug auf diese letzte Kategorie] haftet man für das Öl allein und für den Weihrauch allein. Wenn er Öl einfüllt, hat er es ungültig gemacht, aber wenn Weihrauch, kann er es entfernen. Wenn er den Rest mit Öl versieht, hat er kein negatives Gebot übertreten. Wenn er ein Gefäß [mit Öl] auf ein Gefäß [mit dem Getreideangebot] stellt, hat er es nicht ungültig gemacht.
יֵשׁ טְעוּנוֹת הַגָּשָׁה וְאֵינָן טְעוּנוֹת תְּנוּפָה, תְּנוּפָה וְלֹא הַגָּשָׁה, הַגָּשָׁה וּתְנוּפָה, לֹא תְנוּפָה וְלֹא הַגָּשָׁה. אֵלּוּ טְעוּנוֹת הַגָּשָׁה וְאֵינָן טְעוּנוֹת תְּנוּפָה, מִנְחַת הַסֹּלֶת, וְהַמַּחֲבַת, וְהַמַּרְחֶשֶׁת, וְהַחַלּוֹת, וְהָרְקִיקִין, מִנְחַת כֹּהֲנִים, מִנְחַת כֹּהֵן מָשִׁיחַ, מִנְחַת גּוֹיִם, מִנְחַת נָשִׁים, מִנְחַת חוֹטֵא. רַבִּי שִׁמְעוֹן אוֹמֵר, מִנְחַת כֹּהֲנִים, מִנְחַת כֹּהֵן מָשִׁיחַ, אֵין בָּהֶן הַגָּשָׁה, מִפְנֵי שֶׁאֵין בָּהֶן קְמִיצָה. וְכֹל שֶׁאֵין בָּהֶן קְמִיצָה, אֵין בָּהֶן הַגָּשָׁה:
Einige [Getreideangebote] erfordern das Annähern, aber nicht das Winken, einige das Winken, aber nicht das Annähern, einige das Annähern und auch das Winken, und einige erfordern weder das Annähern noch das Winken. Diese müssen näher gebracht, aber nicht gewinkt werden: das Getreideangebot von feinem Mehl, das auf einer Bratpfanne zubereitet wurde, das in einer Pfanne zubereitet wurde, die Kuchen und die Waffeln, das Getreideangebot der Priester, das Getreideangebot des gesalbten Hohepriesters Getreideangebot eines Nichtjuden, das Getreideangebot von Frauen, das Getreideangebot des Sünders. Rabbi Shimon sagt: Das Getreidopfer der Priester und das Getreidopfer des gesalbten Hohepriesters erfordern keine Annäherung, da ihnen keine Handvoll genommen wird. Und in jedem Fall, in dem keine Handvoll herausgenommen wird, ist es nicht notwendig, sich zu nähern.
אֵלּוּ טְעוּנִין תְּנוּפָה וְאֵין טְעוּנִין הַגָּשָׁה, לֹג שֶׁמֶן שֶׁל מְצֹרָע וַאֲשָׁמוֹ, וְהַבִּכּוּרִים כְּדִבְרֵי רַבִּי אֱלִיעֶזֶר בֶּן יַעֲקֹב, וְאֵמוּרֵי שַׁלְמֵי יָחִיד וְחָזֶה וָשׁוֹק שֶׁלָּהֶן, אֶחָד אֲנָשִׁים, וְאֶחָד נָשִׁים, בְּיִשְׂרָאֵל אֲבָל לֹא בַאֲחֵרִים, וּשְׁתֵּי הַלֶּחֶם, וּשְׁנֵי כִבְשֵׂי עֲצָרֶת. כֵּיצַד הוּא עוֹשֶׂה, נוֹתֵן שְׁתֵּי הַלֶּחֶם עַל גַּבֵּי שְׁנֵי כְבָשִׂים, וּמַנִּיחַ שְׁתֵּי יָדָיו מִלְּמַטָּן, מוֹלִיךְ וּמֵבִיא, מַעֲלֶה וּמוֹרִיד, שֶׁנֶּאֱמַר (שמות כט), אֲשֶׁר הוּנַף וַאֲשֶׁר הוּרָם. תְּנוּפָה הָיְתָה בַמִּזְרָח, וְהַגָּשָׁה בַּמַּעֲרָב. וּתְנוּפוֹת קוֹדְמוֹת לְהַגָּשׁוֹת. מִנְחַת הָעֹמֶר וּמִנְחַת קְנָאוֹת, טְעוּנוֹת תְּנוּפָה וְהַגָּשָׁה. לֶחֶם הַפָּנִים וּמִנְחַת נְסָכִים, לֹא תְנוּפָה וְלֹא הַגָּשָׁה:
Diese müssen winken, aber nicht in die Nähe gebracht werden: Das Protokoll [spezifische Volumeneinheit] des Öls des Aussätzigen und sein Schuldopfer, die ersten Früchte, so Rabbi Eliezer ben Yaakov, die Innereien eines Individuums's Shelamim [Ein Opfer, dessen verschiedene Teile von seinen Besitzern, den Kohanim und dem Feuer auf dem Altar verzehrt werden] und seine Brust und sein Oberschenkel, ob sie nun Opfer von Männern oder Frauen sind, von Israeliten, aber nicht von anderen; die zwei Brote und die zwei Lämmer von Atzeret [Ein anderer Name für Shavuot, das Erntefest]. Wie führt er [das Winken] durch? Er legt die beiden Brote auf die beiden Lämmer und legt seine beiden Hände unter sie und winkt sie vorwärts und rückwärts und aufwärts und abwärts, denn es steht geschrieben: „Was wird gewinkt und was wird angehoben“ (2. Mose 29:27). Das Winken wurde auf der Ostseite [des Altars] und das Herannahen auf der Westseite durchgeführt. Die Zeremonie des Winkens kommt vor der des Herannahens. Das Getreideangebot des Omer und das Getreideangebot der Eifersucht erfordern Annäherung und Winken. Das Schaubrot und das Getreideangebot, das mit den Trankopfern gebracht wird, erfordern weder Annäherung noch Winken.
רַבִּי שִׁמְעוֹן אוֹמֵר, שְׁלשָׁה מִינִים טְעוּנִים שָׁלשׁ מִצְוֹת, שְׁתַּיִם בְּכָל אַחַת וְאַחַת, וְהַשְּׁלִישִׁית אֵין בָּהֶן. וְאֵלּוּ הֵן, זִבְחֵי שַׁלְמֵי יָחִיד, וְזִבְחֵי שַׁלְמֵי צִבּוּר, וַאֲשַׁם מְצֹרָע. זִבְחֵי שַׁלְמֵי יָחִיד, טְעוּנִים סְמִיכָה חַיִּים, וּתְנוּפָה שְׁחוּטִים, וְאֵין בָּהֶם תְּנוּפָה חַיִּים. זִבְחֵי שַׁלְמֵי צִבּוּר, טְעוּנִים תְּנוּפָה חַיִּים וּשְׁחוּטִים, וְאֵין בָּהֶן סְמִיכָה. וַאֲשַׁם מְצֹרָע, טָעוּן סְמִיכָה וּתְנוּפָה חַי, וְאֵין בּוֹ תְנוּפָה שָׁחוּט:
Rabbi Shimon sagt: Es gibt drei Arten [von Opfern], die drei Gebote erfordern; zwei [der drei] gelten für jede Art, aber keiner von ihnen benötigt einen dritten. Und das sind sie: die Shelamim des Einzelnen, die Shelamim der Gemeinschaft und das Schuldopfer des Aussätzigen. Das Shelamim des Individuums erfordert das Auflegen der Hände für das lebende Tier und das Winken nach dem Schlachten, aber es erfordert kein Winken zu Lebzeiten. Die Shelamim der Gemeinde müssen zu Lebzeiten und auch nach dem Schlachten winken, aber es ist nicht erforderlich, die Hände aufzulegen . Das Schuldopfer des Aussätzigen erfordert das Auflegen der Hände und auch das Winken zu Lebzeiten, aber es erfordert kein Winken nach dem Schlachten.
הָאוֹמֵר הֲרֵי עָלַי בְּמַחֲבַת, לֹא יָבִיא בְמַרְחֶשֶׁת. בְּמַרְחֶשֶׁת, לֹא יָבִיא בְמַחֲבָת. וּמַה בֵּין מַחֲבַת לְמַרְחֶשֶׁת, אֶלָּא שֶׁהַמַּרְחֶשֶׁת יֶשׁ לָהּ כִּסּוּי, וְהַמַּחֲבַת אֵין לָהּ כִּסּוּי, דִּבְרֵי רַבִּי יוֹסֵי הַגְּלִילִי. רַבִּי חֲנַנְיָה בֶן גַּמְלִיאֵל אוֹמֵר, מַרְחֶשֶׁת עֲמֻקָּה וּמַעֲשֶׂיהָ רוֹחֲשִׁים, וּמַחֲבַת צָפָה וּמַעֲשֶׂיהָ קָשִׁים:
Einer, der sagt: „Ich nehme [ein zubereitetes Getreideangebot] auf eine Bratpfanne“, darf nicht [ein zubereitetes] in eine Pfanne bringen; Wenn [er sagt, ich nehme es auf mich, ein vorbereitetes Getreideangebot anzubieten] in einer Pfanne “, darf er [eines vorbereitet] nicht auf eine Bratpfanne bringen. Was ist der Unterschied zwischen einer Bratpfanne und einer Pfanne? Die Pfanne hat einen Deckel, aber die Bratpfanne hat keinen Deckel - [das sind] die Worte von Rabbi Yose Haglili; Rabbi Hanina ben Gamaliel sagt: Eine Pfanne ist tief und was zubereitet wird, ist schwammig; Eine Bratpfanne ist flach und was darauf vorbereitet ist, ist schwer.
הָאוֹמֵר הֲרֵי עָלַי בַּתַּנּוּר, לֹא יָבִיא מַאֲפֵה כֻפָּח וּמַאֲפֵה רְעָפִים וּמַאֲפֵה יוֹרוֹת הָעַרְבִיִּים. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, אִם רָצָה, יָבִיא מַאֲפֵה כֻפָּח. הֲרֵי עָלַי מִנְחַת מַאֲפֶה, לֹא יָבִיא מֶחֱצָה חַלּוֹת וּמֶחֱצָה רְקִיקִין. רַבִּי שִׁמְעוֹן מַתִּיר, מִפְּנֵי שֶׁהוּא קָרְבָּן אֶחָד:
[Wenn einer sagte:] „Ich nehme es auf mich [ein gebackenes Getreideangebot anzubieten] in einem Ofen“, darf er nicht bringen, was in einem Herd oder auf Fliesen oder in den Kesseln der Araber gebacken wird; Rabbi Juda sagt: Er darf bringen, was in einem Ofen gebacken wird. [Wenn er sagte:] „Ich nehme es auf mich, ein Opfer von gebackenem Getreide anzubieten“, darf er nicht die Hälfte in Broten und die Hälfte in Waffeln bringen. Rabbi Shimon erlaubt es, denn es ist eine Art Opfer.