Maasrot 4
הַכּוֹבֵשׁ, הַשּׁוֹלֵק, הַמּוֹלֵחַ, חַיָּב. הַמְכַמֵּן בָּאֲדָמָה, פָּטוּר. הַמְטַבֵּל בַּשָּׂדֶה, פָּטוּר. הַפּוֹצֵעַ זֵיתִים שֶׁיֵּצֵא מֵהֶם הַשְּׂרָף, פָּטוּר. הַסּוֹחֵט זֵיתִים עַל בְּשָׂרוֹ, פָּטוּר. אִם סָחַט וְנָתַן לְתוֹךְ יָדוֹ, חַיָּב. הַמְקַפֵּא לְתַבְשִׁיל, פָּטוּר. לִקְדֵרָה, חַיָּב, מִפְּנֵי שֶׁהוּא כְבוֹר קָטָן:
Wenn er auf einem Feld eingelegt, gedünstet oder gesalzen hat, muss er den Zehnten geben. Wenn er [Produkte] im Boden lagert [um es aufzuwärmen], ist er befreit. Wenn er es [noch] auf dem Feld getaucht hat, ist er befreit. Wenn er Oliven spaltet, damit der bittere Geschmack aus ihnen herauskommt, ist er davon ausgenommen. Wenn er Oliven gegen seine Haut drückte, ist er davon ausgenommen. Wenn er drückte und [das Öl] in seine Hand nahm, wird er benötigt. Wer [Wein] abschöpft, um ihn in eine Schüssel zu geben, ist davon ausgenommen, aber wenn er ihn in einen [leeren] Topf gibt, muss er [den Zehnten geben], denn er ist wie ein kleiner Bottich.
תִּינוֹקוֹת שֶׁטָּמְנוּ תְאֵנִים לְשַׁבָּת, וְשָׁכְחוּ לְעַשְּׂרָן, לֹא יֹאכְלוּ לְמוֹצָאֵי שַׁבָּת עַד שֶׁיְּעַשְּׂרוּ. כַּלְכָּלַת שַׁבָּת, בֵּית שַׁמַּאי פּוֹטְרִין וּבֵית הִלֵּל מְחַיְּבִין. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, אַף הַלּוֹקֵט אֶת הַכַּלְכָּלָה לִשְׁלֹחַ לַחֲבֵרוֹ, לֹא יֹאכַל עַד שֶׁיִּתְעַשֵּׂר:
Kinder, die Feigen [auf dem Feld] für den Schabbat versteckt haben und vergessen haben, sie zu zehnten, dürfen nach dem Schabbat erst gegessen werden, wenn sie den Zehnten erhalten haben. Im Fall eines Obstkorbs für den Schabbat: Das Haus Shammai befreit ihn [vom Zehnten], aber das Haus Hillel verlangt ihn [vom Zehnten]. Rabbi Yehudah sagt: Selbst jemand, der den Korb gesammelt hat, um [als Geschenk] an seinen Freund zu senden, darf nicht essen, bis er den Zehnten gegeben hat.
הַנּוֹטֵל זֵיתִים מִן הַמַּעֲטָן, טוֹבֵל אֶחָד אֶחָד בְּמֶלַח וְאוֹכֵל. אִם מָלַח וְנָתַן לְפָנָיו, חַיָּב. רַבִּי אֱלִיעֶזֶר אוֹמֵר, מִן הַמַּעֲטָן הַטָּהוֹר חַיָּב, וּמִן הַטָּמֵא פָּטוּר, מִפְּנֵי שֶׁהוּא מַחֲזִיר אֶת הַמּוֹתָר:
Wer Oliven aus einem Bottich genommen hat, kann sie einzeln in Salz tauchen und essen, aber wenn er sie gesalzen und vor sich gestellt hat, muss er den Zehnten geben. Rabbi Eliezer sagt: Von einem reinen Bottich wird er verlangt, aber von einem unreinen ist er befreit, da er die Reste zurücklegt.
שׁוֹתִים עַל הַגַּת, בֵּין עַל הַחַמִּין בֵּין עַל הַצּוֹנֵן פָּטוּר, דִּבְרֵי רַבִּי מֵאִיר. רַבִּי אֶלְעָזָר בְּרַבִּי צָדוֹק מְחַיֵּב. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, עַל הַחַמִּין חַיָּב, וְעַל הַצּוֹנֵן פָּטוּר:
Man kann [Wein] aus der Weinpresse trinken, ob [es ist gemischt] mit heißem oder kaltem Wasser, und [vom Zehnten] befreit sein, die Worte von Rabbi Meir. Rabbi Eliezer Bar Zadok verlangt [ihn zum Zehnten]. Aber die Weisen sagen: Mit heißem Wasser muss er den Zehnten geben, aber mit kaltem Wasser ist er befreit.
הַמְקַלֵּף שְׂעוֹרִים, מְקַלֵּף אַחַת אַחַת וְאוֹכֵל. וְאִם קִלֵּף וְנָתַן לְתוֹךְ יָדוֹ, חַיָּב. הַמּוֹלֵל מְלִילוֹת שֶׁל חִטִּים, מְנַפֶּה מִיָּד לְיָד וְאוֹכֵל. וְאִם נִפָּה וְנָתַן לְתוֹךְ חֵיקוֹ, חַיָּב. כֻּסְבָּר שֶׁזְּרָעָהּ לְזֶרַע, יַרְקָהּ פָּטוּר. זְרָעָהּ לְיָרָק, מִתְעַשֶּׂרֶת זֶרַע וְיָרָק. רַבִּי אֱלִיעֶזֶר אוֹמֵר, הַשֶּׁבֶת מִתְעַשֶּׂרֶת זֶרַע וְיָרָק וְזֵירִין. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, אֵינוֹ מִתְעַשֵּׂר זֶרַע וְיָרָק אֶלָּא הַשְּׁחָלִים וְהַגַּרְגִּיר בִּלְבָד:
Wer Gerste schält, kann nacheinander schälen und essen [ohne den Zehnten], aber wenn er sie schält und in die Hand nimmt, muss er [den Zehnten]. Wer Weizenohren reibt, kann [den Weizen] von Hand zu Hand blasen [um die Spreu zu entfernen] und essen, aber wenn er bläst und das Getreide in seinen Schoß legt, muss er [den Zehnten]. Koriander, der für den Samen gesät wurde, sein Grün ist [vom Zehnten] befreit. Wenn er es für das Grün gesät hat, müssen sowohl der Samen als auch das Grün den Zehnten haben. Rabbi Eliezer sagt: Dill muss aus Samen, Grün und Schoten den Zehnten geben. Aber die Weisen sagen: Er braucht nicht den Zehnten aus Samen und Grün, außer im Fall von Kresse und Eruca .
רַבָּן שִׁמְעוֹן בֶּן גַּמְלִיאֵל אוֹמֵר, תְּמָרוֹת שֶׁל תִּלְתָּן וְשֶׁל חַרְדָּל וְשֶׁל פּוֹל הַלָּבָן, חַיָּבוֹת בַּמַּעֲשֵׂר. רַבִּי אֱלִיעֶזֶר אוֹמֵר, הַצָּלָף מִתְעַשֵּׂר תְּמָרוֹת וַאֲבִיּוֹנוֹת וְקַפְרָס. רַבִּי עֲקִיבָא אוֹמֵר, אֵין מִתְעַשֵּׂר אֶלָּא אֲבִיּוֹנוֹת, מִפְּנֵי שֶׁהֵן פֶּרִי:
Rabban Shimon ben Gamaliel sagt: Triebe von Bockshornklee, Senf und weißer Bohne erfordern den Zehnten. Rabbi Eliezer sagt: Der Kapernstrauch muss von den Trieben und den Beeren und den Blüten abgezogen werden. Rabbi Akiva sagt: Er braucht nur die Beeren zu zehnten, da sie [allein] als Frucht gelten.