Yevamot 8

Kapitel 8

א הֶעָרֵל וְכָל הַטְּמֵאִים, לֹא יֹאכְלוּ בַתְּרוּמָה. נְשֵׁיהֶן וְעַבְדֵּיהֶן, יֹאכְלוּ בַתְּרוּמָה. פְּצוּעַ דַּכָּא וּכְרוּת שָׁפְכָה, הֵן וְעַבְדֵיהֶן יֹאכְלוּ, וּנְשֵׁיהֶן לֹא יֹאכֵלוּ. וְאִם לֹא יְדָעָהּ מִשֶּׁנַּעֲשָׂה פְצוּעַ דַּכָּא וּכְרוּת שָׁפְכָה, הֲרֵי אֵלּוּ יֹאכֵלוּ:
1 Der Unbeschnittene und alle Unreinen dürfen keine Hebe geniessen; ihre Frauen und ihre Sklaven dürfen Hebe geniessen. Ein durch Druck Verstümmelter [Priester] und ein am Glied Verschnittener dürfen [Hebe] geniessen, ebenso ihre Sklaven; ihre Frauen aber dürfen sie nicht geniessen. Hat er ihr jedoch nicht beigewohnt, nachdem er durch Druck verstümmelt oder am Glied verschnitten worden, so dürfen jene [Frauen Hebe] geniessen.
ב אֵיזֶהוּ פְצוּעַ דַּכָּא, כֹּל שֶׁנִּפְצְעוּ הַבֵּיצִים שֶׁלּוֹ, וַאֲפִלּוּ אַחַת מֵהֶן. וּכְרוּת שָׁפְכָה, כֹּל שֶׁנִּכְרַת הַגִּיד. וְאִם נִשְׁתַּיֵּר מֵהָעֲטָרָה אֲפִלּוּ כְּחוּט הַשַּׂעֲרָה, כָּשֵׁר. פְּצוּעַ דַּכָּא וּכְרוּת שָׁפְכָה, מֻתָּרִין בְּגִיּוֹרֶת וּמְשֻׁחְרֶרֶת, וְאֵינָן אֲסוּרִין אֶלָּא מִלָּבֹא בַקָּהָל, שֶׁנֶּאֱמַר (דברים כג), לֹא יָבֹא פְצוּעַ דַּכָּא וּכְרוּת שָׁפְכָה בִּקְהַל ה':
2 Wer heisst ein durch Druck Verstümmelter? Derjenige, dem die Hoden verstümmelt sind, und sei es auch nur eine von diesen. [Wer heisst] ein am Glied Verschnittener? Derjenige, dem das Glied abgeschnitten ist; wenn aber von der Eichel auch nur ein Haar breit übrig geblieben ist, so ist er [zur Ehe] geeignet. Ein durch Druck Verstümmelter und ein am Glied Verschnittener dürfen eine Proselytin und eine Freigelassene heiraten, sie dürfen nur nicht in die Gemeinde [Gottes] kommen, denn es heisst (Deut. 23,2): „Der durch Druck Verstümmelte und der am Glied Verschnittene darf nicht in die Gemeinde des Ewigen kommen.”
ג עַמּוֹנִי וּמוֹאָבִי, אֲסוּרִים, וְאִסּוּרָן אִסּוּר עוֹלָם, אֲבָל נְקֵבוֹתֵיהֶם מֻתָּרוֹת מִיָּד. מִצְרִי וַאֲדוֹמִי אֵינָם אֲסוּרִים אֶלָּא עַד שְׁלֹשָׁה דוֹרוֹת, אֶחָד זְכָרִים וְאֶחָד נְקֵבוֹת. רַבִּי שִׁמְעוֹן מַתִּיר אֶת הַנְּקֵבוֹת מִיָּד. אָמַר רַבִּי שִׁמְעוֹן, קַל וָחֹמֶר הַדְּבָרִים, וּמָה אִם בִּמְקוֹם שֶׁאָסַר אֶת הַזְּכָרִים אִסּוּר עוֹלָם, הִתִּיר אֶת הַנְּקֵבוֹת מִיָּד, מְקוֹם שֶׁלֹּא אָסַר אֶת הַזְּכָרִים אֶלָּא עַד שְׁלֹשָׁה דוֹרוֹת, אֵינוֹ דִין שֶׁנַּתִּיר אֶת הַנְּקֵבוֹת מִיָּד. אָמְרוּ לוֹ, אִם הֲלָכָה נְקַבֵּל, וְאִם לַדִּין, יֵשׁ תְּשׁוּבָה. אָמַר לָהֶם, לֹא כִי, הֲלָכָה אֲנִי אוֹמֵר. מַמְזֵרִין וּנְתִינִין, אֲסוּרִין, וְאִסּוּרָן אִסּוּר עוֹלָם, אֶחָד זְכָרִים, וְאֶחָד נְקֵבוֹת:
3 Der Ammoniter und der Moabiter sind [zur Ehe] verboten, und dieses Verbot gilt für alle Zeiten; ihre weiblichen Nachkommen aber sind sofort erlaubt. Der Ägypter und der Edomiter sind nur bis zum dritten Geschlechte [zur Ehe] verboten, sowohl die männlichen als die weiblichen. R. Simon erlaubt die weiblichen sofort. Es sagte [nämlich] R. Simon: Dieses kann man durch einen „Schluss vom Leichtern auf das Schwerere“ folgern: Wenn nämlich dort, wo die männlichen [Nachkommen] für immer verboten sind, die weiblichen sofort erlaubt sind, müssen wir nicht dort, wo die männlichen nur bis zum dritten Geschlechte verboten sind, die weiblichen gewiss sofort erlauben! Darauf sagten sie (die Weisen) zu ihm: Wenn dies ein überliefertes Gesetz ist, so nehmen wir es an; ist es aber nur eine Schlussfolgerung, so giebt es dagegen einen Einwand. Da sagte er zu ihnen: Nicht doch, ein überliefertes Gesetz spreche ich aus. Die Bastarde und die Nethinim sind [zur Ehe] verboten, und dieses Verbot gilt für alle Zeiten, sowohl für die männlichen als für die weiblichen [Nachkommen].
ד אָמַר רַבִּי יְהוֹשֻׁעַ, שָׁמַעְתִּי שֶׁהַסָּרִיס חוֹלֵץ, וְחוֹלְצִין לְאִשְׁתּוֹ, וְהַסָּרִיס לֹא חוֹלֵץ וְלֹא חוֹלְצִין לְאִשְׁתּוֹ, וְאֵין לִי לְפָרֵשׁ. אָמַר רַבִּי עֲקִיבָא, אֲנִי אֲפָרֵשׁ. סְרִיס אָדָם חוֹלֵץ וְחוֹלְצִין לְאִשְׁתּוֹ, מִפְּנֵי שֶׁהָיְתָה לוֹ שְׁעַת הַכֹּשֶׁר. סְרִיס חַמָּה לֹא חוֹלֵץ וְלֹא חוֹלְצִין לְאִשְׁתּוֹ, מִפְּנֵי שֶׁלֹּא הָיְתָה לוֹ שְׁעַת הַכֹּשֶׁר. רַבִּי אֶלְעָזָר אוֹמֵר, לֹא כִי, אֶלָּא סְרִיס חַמָּה חוֹלֵץ, וְחוֹלְצִין לְאִשְׁתּוֹ, מִפְּנֵי שֶׁיֶּשׁ לוֹ רְפוּאָה. סְרִיס אָדָם לֹא חוֹלֵץ וְלֹא חוֹלְצִין לְאִשְׁתּוֹ, מִפְּנֵי שֶׁאֵין לוֹ רְפוּאָה. הֵעִיד רַבִּי יְהוֹשֻׁעַ בֶּן בְּתֵירָא עַל בֶּן מְגוּסַת שֶׁהָיָה בִירוּשָׁלַיִם סְרִיס אָדָם, וְיִבְּמוּ אֶת אִשְׁתּוֹ, לְקַיֵּם דִּבְרֵי רַבִּי עֲקִיבָא:
4 R. Josua sagte: Ich habe vernommen, dass [zuweilen] der Verschnittene Chaliza erteilen und man seiner Frau Chaliza erteilen muss, sowie dass [zuweilen] der Verschnittene Chaliza nicht zu erteilen und man seiner Frau Chaliza nicht zu erteilen braucht, und ich kann mir dies nicht erklären. Darauf sagte R. Akiba: Ich will es erklären: Der von Menschenhand Verschnittene muss Chaliza erteilen und dessen Frau muss man Chaliza erteilen, weil es für ihn eine Zeit des normalen Zustandes gab; der von Natur Verstümmelte braucht nicht Chaliza zu erteilen, noch braucht man seiner Frau Chaliza zu erteilen, weil es für ihn keine Zeit des normalen Zustandes gab. R. Elieser sagte: Nicht so; sondern der von Natur Verstümmelte muss Chaliza erteilen und seiner Frau muss man Chaliza erteilen, weil es für ihn eine Heilung giebt, der von Menschenhand Verschnittene aber braucht nicht Chaliza zu erteilen, noch braucht man seiner Frau Chaliza zu erteilen, weil es für ihn keine Heilung giebt. Es bezeugte R. Josua ben Bethera, dass man an der Frau des ben Megusath, der in Jerusalem lebte und ein von Menschenhand Verschnittener war, die Leviratsehe vollzog, sodass dies die Worte des R. Akiba bestätigt.
ה הַסָּרִיס לֹא חוֹלֵץ וְלֹא מְיַבֵּם. וְכֵן אַיְלוֹנִית לֹא חוֹלֶצֶת וְלֹא מִתְיַבֶּמֶת. הַסָּרִיס שֶׁחָלַץ לִיבִמְתּוֹ, לֹא פְסָלָהּ. בְּעָלָהּ, פְּסָלָהּ, מִפְּנֵי שֶׁהִיא בְעִילַת זְנוּת. וְכֵן אַיְלוֹנִית שֶׁחָלְצוּ לָהּ אַחִין, לֹא פְסָלוּהָ. בְּעָלוּהָ, פְּסָלוּהָ, מִפְּנֵי שֶׁבְּעִילָתָהּ בְּעִילַת זְנוּת:
5 Der [von Natur] Verstümmelte braucht nicht Chaliza zu erteilen und darf die Leviratsehe nicht vollziehen; ebenso braucht die Unfruchtbare nicht die Chaliza zu vollziehen, noch darf sie den Levir heiraten. Der Verschnittene, der seiner Schwägerin Chaliza erteilt, macht sie dadurch nicht ungeeignet [zur Priesterehe]; hat er ihr aber beigewohnt, so macht er sie [hierzu] ungeeignet, weil dies eine unzüchtige Beiwohnung ist. Desgleichen machen die Brüder eine Unfruchtbare, der sie Chaliza erteilen, nicht ungeeignet [zur Priesterehe]; haben sie ihr aber beigewohnt, so machen sie sie ungeeignet, weil ihre Beiwohnung Unzucht ist.
ו סְרִיס חַמָּה כֹּהֵן שֶׁנָּשָׂא בַת יִשְׂרָאֵל, מַאֲכִילָהּ בַּתְּרוּמָה. רַבִּי יוֹסֵי וְרַבִּי שִׁמְעוֹן אוֹמְרִים, אַנְדְּרוֹגִינוֹס כֹּהֵן שֶׁנָּשָׂא בַת יִשְׂרָאֵל, מַאֲכִילָהּ בַּתְּרוּמָה. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, טֻמְטוּם שֶׁנִּקְרַע וְנִמְצָא זָכָר, לֹא יַחֲלֹץ, מִפְּנֵי שֶׁהוּא כְסָרִיס. אַנְדְּרוֹגִינוֹס נוֹשֵׂא, אֲבָל לֹא נִשָּׂא. רַבִּי אֱלִיעֶזֶר אוֹמֵר, אַנְדְּרוֹגִינוֹס חַיָּבִים עָלָיו סְקִילָה, כְּזָכָר:
6 Ein von Natur verstümmelter Priester, der die Tochter eines Israeliten heiratet, macht sie [hierdurch] zum Genusse der Hebe geeignet. R. Jose und R Simon sagen: ein priesterlicher Zwitter, der die Tochter eines Israeliten heiratet, macht sie [hierdurch] zum Genusse der Hebe geeignet. R. Juda sagt: ein Geschlechtsloser, der [an den Geschlechtsteilen] aufgerissen wurde und sich als Mann erwies, braucht nicht Chaliza zu erteilen, weil er einem Verschnittenen gleicht. Der Zwitter darf [eine Frau] ehelichen, aber nicht [als solche] geehelicht werden. R. Elieser sagt: Wegen [der Beiwohnung] eines Zwitters ist man wie wegen der eines Mannes des Steinigungstodes schuldig.