Terumot 6

Kapitel 6

א הָאוֹכֵל תְּרוּמָה שׁוֹגֵג, מְשַׁלֵּם קֶרֶן וְחֹמֶשׁ. אֶחָד הָאוֹכֵל וְאֶחָד הַשּׁוֹתֶה וְאֶחָד הַסָּךְ, אֶחָד תְּרוּמָה טְהוֹרָה וְאֶחָד תְּרוּמָה טְמֵאָה, מְשַׁלֵּם חֻמְשָׁהּ וְחֹמֶשׁ חֻמְשָׁהּ. אֵינוֹ מְשַׁלֵּם תְּרוּמָה, אֶלָּא חֻלִּין מְתֻקָּנִים, וְהֵם נַעֲשִׂין תְּרוּמָה, וְהַתַּשְׁלוּמִין תְּרוּמָה. אִם רָצָה הַכֹּהֵן לִמְחֹל, אֵינוֹ מוֹחֵל:
1 Wenn Jemand <span dir="rtl">תרומה</span> aus Versehen isst, bezahlt er den Wert und ein Fünftel dazu. Es ist gleich, ob man davon isst oder trinkt, oder sich damit salbt, ferner ob die <span dir="rtl">תרומה</span> rein oder unrein ist; man bezahlt das Fünftel und das Fünftel des Fünftels. Man darf nicht mit <span dir="rtl">תרומה</span> bezahlen, sondern mit gehörig geordneten <span dir="rtl">חולין</span>, welche dadurch <span dir="rtl">תרומה</span> werden; so wie der etwa für diese zu leistende Ersatz ebenfalls <span dir="rtl">תרומה</span> wird. Wenn der Priester es auch erlassen will, so darf er es nicht.
ב בַּת יִשְׂרָאֵל שֶׁאָכְלָה תְרוּמָה וְאַחַר כָּךְ נִשֵּׂאת לְכֹהֵן, אִם תְּרוּמָה שֶׁלֹּא זָכָה בָהּ כֹּהֵן אָכְלָה, מְשַׁלֶּמֶת קֶרֶן וְחֹמֶשׁ לְעַצְמָהּ. וְאִם תְּרוּמָה שֶׁזָּכָה בָהּ כֹּהֵן אָכְלָה, מְשַׁלֶּמֶת קֶרֶן לַבְּעָלִים, וְחֹמֶשׁ לְעַצְמָהּ, מִפְּנֵי שֶׁאָמְרוּ, הָאוֹכֵל תְּרוּמָה שׁוֹגֵג, מְשַׁלֵּם קֶרֶן לַבְּעָלִים, וְחֹמֶשׁ לְכָל מִי שֶׁיִּרְצֶה:
2 Wenn die Tochter eines <span dir="rtl">ישראל</span> aus Versehen <span dir="rtl">תרומה</span> ass, und dann einem Priester vermählt ward, so kann sie, falls sie <span dir="rtl">תרומה</span> gegessen hatte, die noch nicht in den Besitz eines Priesters gelangt war, sich selbst jetzt den Wert und das Fünftel bezahlen; hatte aber schon ein Priester dieselbe als Eigentum erhalten, so bezahlt sie dem Eigentümer den Wert, und das Fünftel sich selbst; weil man festgesetzt hat, dass wer aus Versehen <span dir="rtl">תרומה</span> ass, den Wert an den rechtmässigen Herrn, das Fünftel aber, wem er wolle, entrichte.
ג הַמַּאֲכִיל אֶת פּוֹעֲלָיו וְאֶת אוֹרְחָיו תְּרוּמָה, הוּא מְשַׁלֵּם אֶת הַקֶּרֶן, וְהֵם מְשַׁלְּמִין אֶת הַחֹמֶשׁ, דִּבְרֵי רַבִּי מֵאִיר. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, הֵם מְשַׁלְּמִין קֶרֶן וְחֹמֶשׁ, וְהוּא מְשַׁלֵּם לָהֶם דְּמֵי סְעוּדָתָן:
3 Wenn Jemand seinen Arbeitern oder Gästen <span dir="rtl">תרומה</span> zu essen gab, so bezahlt er selbst den Wert und sie das Fünftel, so R. Meïr. Die Weisen aber sagen: Sie bezahlen den Wert und das Fünftel, und er ersetzt ihnen die Kosten der Mahlzeit.
ד הַגּוֹנֵב תְּרוּמָה וְלֹא אֲכָלָהּ, מְשַׁלֵּם תַּשְׁלוּמֵי כֵפֶל דְּמֵי תְרוּמָה. אֲכָלָהּ, מְשַׁלֵּם שְׁנֵי קְרָנִים וְחֹמֶשׁ, קֶרֶן וְחֹמֶשׁ מִן הַחֻלִּין, וְקֶרֶן דְּמֵי תְרוּמָה. גָּנַב תְּרוּמַת הֶקְדֵּשׁ וַאֲכָלָהּ, מְשַׁלֵּם שְׁנֵי חֳמָשִׁים וְקֶרֶן, שֶׁאֵין בַּהֶקְדֵּשׁ תַּשְׁלוּמֵי כָפֶל:
4 Wenn Jemand <span dir="rtl">תרומה</span> gestohlen und nicht gegessen hat, so bezahlt er den zwiefachen Ersatz im Preise der <span dir="ltr">תרומה</span>. Hat er sie gegessen, so bezahlt er zwei Werte und ein Fünftel, nämlich einen Wert nebst Fünftel von <span dir="ltr">חולין</span> und einen Wert im Preise der <span dir="ltr">תרומה</span>. Hat Einer geheiligte <span dir="ltr">תרומה</span> gestohlen und verzehrt, so bezahlt er zwei Fünftel und einen Wert der <span dir="rtl">תרומה</span>, weil bei Geheiligtem nicht der zwiefache Ersatz gilt.
ה אֵין מְשַׁלְּמִין מִן הַלֶּקֶט וּמִן הַשִּׁכְחָה וּמִן הַפֵּאָה וּמִן הַהֶפְקֵר, וְלֹא מִמַּעֲשֵׂר רִאשׁוֹן שֶׁנִּטְּלָה תְּרוּמָתוֹ, וְלֹא מִמַּעֲשֵׂר שֵׁנִי וְהֶקְדֵּשׁ שֶׁנִּפְדּוּ, שֶׁאֵין הֶקְדֵּשׁ פּוֹדֶה אֶת הֶקְדֵּשׁ, דִּבְרֵי רַבִּי מֵאִיר. וַחֲכָמִים מַתִּירִין בָּאֵלּוּ:
5 Man zahlt den Ersatz nicht von Nachlese, nicht von Vergessenem, nicht von <span dir="rtl">פאה</span>, nicht von herrenlos Gewesenem, nicht von erstem Zehnt, dessen <span dir="rtl">תרומה</span> abgesondert worden, nicht von zweitem Zehnt und Geheiligtem, die ausgelöst worden, denn ein Heiliges soll nicht zur Auslösung eines anderen Heiligen dienen. So R. Meïr. Die Weisen erlauben es bei diesen (beiden letzteren).
ו רַבִּי אֱלִיעֶזֶר אוֹמֵר, מְשַׁלְּמִין מִמִּין עַל שֶׁאֵינוֹ מִינוֹ, בִּלְבַד שֶׁיְּשַׁלֵּם מִן הַיָּפֶה עַל הָרָע. וְרַבִּי עֲקִיבָא אוֹמֵר, אֵין מְשַׁלְּמִין אֶלָּא מִמִּין עַל מִינוֹ. לְפִיכָךְ, אִם אָכַל קִשּׁוּאִין שֶׁל עֶרֶב שְׁבִיעִית, יַמְתִּין לְקִשּׁוּאִין שֶׁל מוֹצָאֵי שְׁבִיעִית, וִישַׁלֵּם מֵהֶם. מִמְּקוֹם שֶׁרַבִּי אֱלִיעֶזֶר מֵקֵל, מִשָּׁם רַבִּי עֲקִיבָא מַחְמִיר, שֶׁנֶּאֱמַר (ויקרא כב), וְנָתַן לַכֹּהֵן אֶת הַקֹּדֶשׁ, כָּל שֶׁהוּא רָאוּי לִהְיוֹת קֹדֶשׁ, דִּבְרֵי רַבִּי אֱלִיעֶזֶר. וְרַבִּי עֲקִיבָא אוֹמֵר, וְנָתַן לַכֹּהֵן אֶת הַקֹּדֶשׁ, קֹדֶשׁ שֶׁאָכָל:
6 R. Elieser sagt: Man darf von einer Gattung für eine andere bezahlen, nur muss man von Besserem für Schlechteres die Zahlung leisten. R. Akiba sagt: Man darf nur von derselben Gattung Ersatz leisten. Wenn daher Jemand z. B. Gurken des sechsten Jahres gegessen hat, muss er auf die Gurken des Jahres nach <span dir="rtl">שביעית</span> warten und davon bezahlen. Aus derselben Stelle, auf welche R. Elieser seine mildere Ansicht herleitet, zieht R. Akiba sein strengeres Urteil. Es heisst nämlich (Lev. 22, 14) »Und er gebe dem Priester das Heilige.« R. Elieser erklärt: was sich zum Heiligen eignet; R. Akiba dagegen lehrt: Das Heilige heisst eben solches, wie er gegessen hat.