Terumot 4

Kapitel 4

א מִמֶּנּוּ תְּרוּמָה עָלָיו, אֲבָל לֹא לְמָקוֹם אַחֵר. רַבִּי מֵאִיר אוֹמֵר, אַף מוֹצִיא הוּא מִמָּקוֹם אַחֵר תְּרוּמָה וּמַעַשְׂרוֹת:
1 Wenn Jemand nur einen Teil der Hebe oder des Zehnt abgesondert hat, so darf er den übrigen Teil aus demselben Haufen für denselben nehmen, aber nicht für andere Früchte. R. Meïr sagt: Er darf auch dies.
ב מִי שֶׁהָיוּ פֵרוֹתָיו בַּמְּגוּרָה, וְנָתַן סְאָה לְבֶן לֵוִי וּסְאָה לְעָנִי, מַפְרִישׁ עַד שְׁמֹנֶה סְאִין וְאוֹכְלָן, דִּבְרֵי רַבִּי מֵאִיר. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, אֵינוֹ מַפְרִישׁ אֶלָּא לְפִי חֶשְׁבּוֹן:
2 Wenn Jemand seine Früchte auf dem Lager hat und eine <span dir="rtl">סאה</span> einem Leviten und eine <span dir="rtl">סאה</span> einem Armen gegeben hat, so kann er aus der Masse acht <span dir="rtl">סאה</span> absondern und geniessen; so R. Meïr. Die Weisen sagen: er darf nur nach Verhältniss absondern.
ג שִׁעוּר תְּרוּמָה, עַיִן יָפָה, אֶחָד מֵאַרְבָּעִים. בֵּית שַׁמַּאי אוֹמְרִים, מִשְּׁלֹשִׁים. וְהַבֵּינוֹנִית, מֵחֲמִשִּׁים. וְהָרָעָה, מִשִּׁשִּׁים. תָּרַם וְעָלָה בְיָדוֹ אֶחָד מִשִּׁשִּׁים, תְּרוּמָה, וְאֵינוֹ צָרִיךְ לִתְרֹם. חָזַר וְהוֹסִיף, חַיָּב בְּמַעַשְׂרוֹת. עָלָה בְיָדוֹ מִשִּׁשִּׁים וְאֶחָד, תְּרוּמָה, וְיַחֲזֹר וְיִתְרֹם כְּמוֹת שֶׁהוּא לָמוּד, בְּמִדָּה וּבְמִשְׁקָל וּבְמִנְיָן. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, אַף שֶׁלֹּא מִן הַמֻּקָּף:
3 Das Maass der <span dir="rtl">תרומה</span> ist folgendes: Ein Wohlwollender giebt eins von vierzig. Die Schule Samai’s meint, eins von dreissig. Ein mittelmässig Spendender, eins von fünfzig. Ein Karger eins von sechzig. Hat Jemand nach Gutdünken <span dir="rtl">תרומה</span> bestimmt, und es zeigt sich als ein Sechzigstel, so gilt die <span dir="rtl">תרומה</span>, und er braucht sie nicht zu vermehren; vermehrt er sie aber, so ist er verpflichtet, die Zugabe zu verzehnten. Zeigt sich aber, dass sie eins von einundsechzig war, so gilt die <span dir="rtl">תרומה</span> und er muss noch <span dir="rtl">תרומה</span> zugeben bis zu dem Maasse, welches er zu geben gewohnt ist; das Letztere allenfalls nach Maass, Gewicht oder Zahl. R. Jehudah sagt: Auch allenfalls aus Früchten, die nicht an einer und derselben Umgebung liegen.
ד הָאוֹמֵר לִשְׁלוּחוֹ, צֵא וּתְרֹם, תּוֹרֵם כְּדַעְתּוֹ שֶׁל בַּעַל הַבָּיִת. אִם אֵינוֹ יוֹדֵעַ דַּעְתּוֹ שֶׁל בַּעַל הַבַּיִת, תּוֹרֵם כְּבֵינוֹנִית, אֶחָד מֵחֲמִשִּׁים. פִּחֵת עֲשָׂרָה אוֹ הוֹסִיף עֲשָׂרָה, תְּרוּמָתוֹ תְרוּמָה. אִם נִתְכַּוֵּן לְהוֹסִיף אֲפִלּוּ אַחַת, אֵין תְּרוּמָתוֹ תְרוּמָה:
4 Sagt Jemand zu seinem Boten: Geh und entrichte die <span dir="rtl">תרומה</span>, so muss dieser nach der Meinung des Eigentümers verfahren. Kennt er dessen Meinung nicht, so giebt er nach dem mittlern Maasse, eins von fünfzig. Hat er dabei zehn zu wenig, oder zu viel in Anschlag gebracht, so gilt die <span dir="rtl">תרומה</span>; hat er aber absichtlich, auch nur um eins mehr gegeben, so ist sie ungültig.
ה הַמַּרְבֶּה בִּתְרוּמָה, רַבִּי אֱלִיעֶזֶר אוֹמֵר, אֶחָד מֵעֲשָׂרָה, כִּתְרוּמַת מַעֲשֵׂר, יָתֵר מִכָּאן, יַעֲשֶׂנָּה תְּרוּמַת מַעֲשֵׂר לְמָקוֹם אַחֵר. רַבִּי יִשְׁמָעֵאל אוֹמֵר, מֶחֱצָה חֻלִּין וּמֶחֱצָה תְּרוּמָה. רַבִּי טַרְפוֹן וְרַבִּי עֲקִיבָא אוֹמְרִים, עַד שֶׁיְּשַׁיֵּר שָׁם חֻלִּין:
5 Wenn Einer mehr <span dir="ltr">תרומה</span> geben will, so sagt R. Elieser: Er kann bis eins von zehn geben, wie die Hebe vom Zehnt; ist es mehr als dies, so muss er den Überschuss zur Zehnthebe für andere Früchte machen. R. Ismael sagt: Man kann die eine Hälfte als <span dir="rtl">חולין</span> lassen und die andere Hälfte als <span dir="rtl">תרומה</span> geben. R. Tarphon und R. Akiba sagen: Wenn man nur etwas als <span dir="rtl">חולין</span> übrig lässt
ו בִּשְׁלֹשָׁה פְרָקִים מְשַׁעֲרִים אֶת הַכַּלְכָּלָה, בַּבַּכּוּרוֹת, וּבַסְּיָפוֹת, וּבְאֶמְצַע הַקָּיִץ. הַמּוֹנֶה, מְשֻׁבָּח. וְהַמּוֹדֵד, מְשֻׁבָּח מִמֶּנּוּ. וְהַשּׁוֹקֵל, מְשֻׁבָּח מִשְּׁלָשְׁתָּן:
6 Zu drei verschiedenen Zeiten schützt man den Korb in Betreff seines Inhaltes; zur Zeit der Erstlinge, im Spätsommer und in der Mitte des Sommers. Wer nach Zahl giebt, ist lobenswert, wer nach Maass giebt, ist lobenswerter und wer nach Gewicht giebt, ist unter den Dreien am lobenswertesten.
ז רַבִּי אֱלִיעֶזֶר אוֹמֵר, תְּרוּמָה, עוֹלָה בְּאֶחָד וּמֵאָה. רַבִּי יְהוֹשֻׁעַ אוֹמֵר, בְּמֵאָה וָעוֹד. וָעוֹד זֶה, אֵין לוֹ שִׁעוּר. רַבִּי יוֹסֵי בֶּן מְשֻׁלָּם אוֹמֵר, וָעוֹד, קַב לְמֵאָה סְאָה, שְׁתוּת לַמְּדַמֵּעַ:
7 R. Elieser sagt: Die <span dir="rtl">תרומה</span> geht auf unter hundert und eins. R. Josua sagt: Schon unter hundert und darüber, und dieser Überschuss hat kein Maass. R. Jose ben Meschulam lehrt: Dieser Überschuss muss wenigstens ein Kab bei hundert <span dir="rtl">סאה</span> sein, nämlich ein Sechstel der <span dir="rtl">מדומע</span> bewirkenden <span dir="ltr">תרומה</span>.
ח רַבִּי יְהוֹשֻׁעַ אוֹמֵר, תְּאֵנִים שְׁחוֹרוֹת מַעֲלוֹת אֶת הַלְּבָנוֹת, לְבָנוֹת, מַעֲלוֹת אֶת הַשְּׁחוֹרוֹת. עִגּוּלֵי דְבֵלָה, הַגְּדוֹלִים מַעֲלִים אֶת הַקְּטַנִּים, וְהַקְּטַנִּים מַעֲלִין אֶת הַגְּדוֹלִים. הָעִגּוּלִים מַעֲלִין אֶת הַמַּלְבְּנִים, וְהַמַּלְבְּנִים מַעֲלִין אֶת הָעִגּוּלִים. רַבִּי אֱלִיעֶזֶר אוֹסֵר. וְרַבִּי עֲקִיבָא אוֹמֵר, בְּיָדוּעַ מַה נָּפְלָה, אֵין מַעֲלוֹת זוֹ אֶת זוֹ, וּכְשֶׁאֵינוֹ יָדוּעַ מַה נָּפְלָה, מַעֲלוֹת זוֹ אֶת זוֹ:
8 R. Josua sagt: Schwarze Feigen machen, dass die weissen aufgehen, und umgekehrt; grosse Feigenkuchen machen, dass die kleinen aufgehen und umgekehrt; runde Feigenkuchen machen, dass die viereckigen aufgehen und umgekehrt. R. Elieser hält es für unerlaubt. R. Akiba sagt: Wenn man weiss, welche Art <span dir="rtl">תרומה</span> darunter geraten, bewirkt das Eine das Aufgehen des Andern, wohl aber, wenn man es nicht weiss.
ט כֵּיצַד, חֲמִשִּׁים תְּאֵנִים שְׁחוֹרוֹת וַחֲמִשִּׁים לְבָנוֹת, נָפְלָה שְׁחוֹרָה, שְׁחוֹרוֹת אֲסוּרוֹת וְהַלְּבָנוֹת מֻתָּרוֹת. נָפְלָה לְבָנָה, לְבָנוֹת אֲסוּרוֹת וּשְׁחוֹרוֹת מֻתָּרוֹת. בְּשֶׁאֵינוֹ יָדוּעַ מַה נָּפְלָה, מַעֲלוֹת זוֹ אֶת זוֹ. בְּזוֹ רַבִּי אֱלִיעֶזֶר מַחְמִיר, וְרַבִּי יְהוֹשֻׁעַ מֵקֵל:
9 Wie zum Beispiel: Wenn unter fünfzig schwarze Feigen und fünfzig weisse Feigen eine schwarze (<span dir="rtl">תרומה</span>) fällt, so sind (nach R. Akiba) die schwarzen verboten, die weissen erlaubt; fällt ein Teil weisse, so sind die weissen verboten und die schwarzen erlaubt; weiss man nicht, welche Art darunter geraten, so werden sie gegenseitig zusammengerechnet. Und in diesen Fällen entscheidet R. Elieser strenger und R. Josua gelinder.
י וּבְזוֹ רַבִּי אֱלִיעֶזֶר מֵקֵל, וְרַבִּי יְהוֹשֻׁעַ מַחְמִיר. בְּדוֹרֵס לִיטְרָא קְצִיעוֹת עַל פִּי הַכַּד וְאֵינוֹ יוֹדֵעַ אֵיזוֹהִי, רַבִּי אֱלִיעֶזֶר אוֹמֵר, רוֹאִין אוֹתָן כְּאִלּוּ הֵן פְּרוּדוֹת, וְהַתַּחְתּוֹנוֹת מַעֲלוֹת אֶת הָעֶלְיוֹנוֹת. רַבִּי יְהוֹשֻׁעַ אוֹמֵר, לֹא תַעֲלֶה עַד שֶׁיִּהְיוּ שָׁם מֵאָה כַדִּים:
10 Dahingegen entscheidet im folgenden Falle R. Elieser gelinder und R. Josua strenger: Wenn Jemand ein Pfund dürre Feigen (von <span dir="rtl">תרומה</span>) gepresst auf die Mündung eines (gefüllten) Feigengefässes getan hat, und nicht mehr weiss, auf welches, da sagt R. Elieser: Man sieht sie alle als gesondert an, und die unten liegenden machen, dass die oberen mit in der Rechnung aufgehen. R. Josua sagt: Es geht nur dann auf, wenn noch hundert Gefässe von gleichem Inhalte da sind. (Andernfalls sind sämmtliche Mündungen als <span dir="rtl">מדומע</span> anzusehen).
יא סְאָה תְרוּמָה שֶׁנָּפְלָה עַל פִּי מְגוּרָה וְקִפְּאָהּ, רַבִּי אֱלִיעֶזֶר אוֹמֵר, אִם יֵשׁ בַּקִּפּוּי מֵאָה סְאָה, תַּעֲלֶה בְּאֶחָד וּמֵאָה, וְרַבִּי יְהוֹשֻׁעַ אוֹמֵר, לֹא תַעֲלֶה. סְאָה תְרוּמָה שֶׁנָּפְלָה עַל פִּי מְגוּרָה, יַקְפִּיאֶנָּה. וְאִם כֵּן, לָמָּה אָמְרוּ תְּרוּמָה עוֹלָה בְּאֶחָד וּמֵאָה, אִם אֵינוֹ יָדוּעַ אִם בְּלוּלוֹת הֵן, אוֹ לְאַיִן נָפְלָה:
11 Wenn eine <span dir="rtl">סאה</span> von <span dir="rtl">תרומה</span> auf die Mündung eines Fruchtbehältnisses gefallen ist, und man sie abgehoben hat, so sagt R. Elieser: Wenn in dem Abhube noch hundert <span dir="rtl">סאה</span> enthalten sind, geht die <span dir="rtl">תרומה</span> in hundert und eins auf. R. Josua sagt: Sie geht nicht auf. Wenn also eine <span dir="rtl">סאה תרומה</span> auf die Mündung eines Behältnisses gefallen ist, so hebe man sie ab; allein wenn man einwenden möchte, man habe ja verordnet, dass die <span dir="rtl">תרומה</span> in hundert und eins aufgehe, (so dient zur Antwort): Dies gilt nur, wenn man nicht weiss, ob die Früchte vermengt seien, oder an welche Stelle die <span dir="rtl">תרומה</span> gefallen sei.
יב שְׁתֵּי קֻפּוֹת וּשְׁתֵּי מְגוּרוֹת שֶׁנָּפְלָה סְאָה תְרוּמָה לְתוֹךְ אַחַת מֵהֶן, וְאֵין יָדוּעַ לְאֵיזוֹ מֵהֶן נָפְלָה, מַעֲלוֹת זוֹ אֶת זוֹ. רַבִּי שִׁמְעוֹן אוֹמֵר, אֲפִלּוּ הֵם בִּשְׁתֵּי עֲיָרוֹת, מַעֲלוֹת זוֹ אֶת זוֹ:
12 Es sind zwei Kasten und zwei Behältnisse, in deren eins eine <span dir="rtl">סאה תרומה</span> hineingefallen ist, und man weiss nicht in welches von Beiden; so hilft das eine dem andern (die <span dir="rtl">תרומה</span>) aufheben. R. Simeon sagt; Selbst wenn sie sich in zwei verschiedenen Städten befinden.
יג אָמַר רַבִּי יוֹסֵי, מַעֲשֶׂה בָא לִפְנֵי רַבִּי עֲקִיבָא בַּחֲמִשִּׁים אֲגֻדּוֹת שֶׁל יָרָק, שֶׁנָּפְלָה אַחַת מֵהֶן לְתוֹכָן, חֶצְיָהּ תְּרוּמָה, וְאָמַרְתִּי לְפָנָיו, תַּעֲלֶה. לֹא שֶׁהַתְּרוּמָה תַעֲלֶה בַּחֲמִשִּׁים וְאֶחָד, אֶלָּא שֶׁהָיוּ שָׁם מֵאָה וּשְׁנֵי חֲצָיִים:
13 R. Jose erzählt: Es kam einst der Fall vor R. Akiba, dass unter fünfzig Bündel Kräuter ein Bündel gefallen, wovon die Hälfte <span dir="rtl">תרומה</span> war. Ich entschied damals in seiner Gegenwart; Die <span dir="rtl">תרומה</span> geht auf; nicht etwa weil die <span dir="rtl">תרומה</span> unter einundfünfzig aufginge, sondern weil ein Hundert und zwei Halbe da waren