Terumot 3

Kapitel 3

א הַתּוֹרֵם קִשּׁוּת וְנִמְצֵאת מָרָה, אֲבַטִּיחַ וְנִמְצָא סָרוּחַ, תְּרוּמָה, וְיַחֲזֹר וְיִתְרֹם. הַתּוֹרֵם חָבִית שֶׁל יַיִן וְנִמְצֵאת שֶׁל חֹמֶץ, אִם יָדוּעַ שֶׁהָיְתָה שֶׁל חֹמֶץ עַד שֶׁלֹּא תְרָמָהּ, אֵינָה תְרוּמָה. אִם מִשֶּׁתְּרָמָהּ הֶחֱמִיצָה, הֲרֵי זוֹ תְרוּמָה. אִם סָפֵק, תְּרוּמָה, וְיַחֲזֹר וְיִתְרֹם. הָרִאשׁוֹנָה, אֵינָהּ מְדַמַּעַת בִּפְנֵי עַצְמָהּ, וְאֵין חַיָּבִין עָלֶיהָ חֹמֶשׁ. וְכֵן הַשְּׁנִיָּה:
1 Wenn Jemand eine Gurke als <span dir="rtl">תרומה</span> bestimmt, und es findet sich, dass sie bitter ist; oder eine Melone, und es findet sich, dass sie faul ist, — so gilt die <span dir="rtl">תרומה</span> und man muss noch eine <span dir="rtl">תרומה</span> entrichten. Wenn Jemand ein Fass Wein als <span dir="rtl">תרומה</span> bestimmt, und es findet sich nachher, dass es Essig ist, so gilt, insofern es bekannt ist, dass der Wein vor der Bestimmung als <span dir="rtl">תרומה</span> zu Essig geworden, die <span dir="rtl">תרומה</span> nicht; wenn er erst nachher sauer geworden, ist sie gültig; wenn es zweifelhaft ist, ist es <span dir="rtl">תרומה</span>, und man muss noch eine <span dir="rtl">תרומה</span> entrichten. Die erstere für sich allein macht Früchte nicht <span dir="ltr">מדומע</span>, und man zahlt bei deren Ersatz das Fünftel nicht darüber. Ebenso verhält es sich mit der zweiten.
ב נָפְלָה אַחַת מֵהֶן לְתוֹךְ הַחֻלִּין, אֵינָהּ מְדַמַּעְתָּן. נָפְלָה שְׁנִיָּה לְמָקוֹם אַחֵר, אֵינָהּ מְדַמַּעְתָּן. נָפְלוּ שְׁתֵּיהֶן לְמָקוֹם אֶחָד, מְדַמְּעוֹת כַּקְּטַנָּה שֶׁבִּשְׁתֵּיהֶן:
2 Fällt eine von beiden in <span dir="rtl">חולין</span>, macht es sie nicht zu <span dir="rtl">מדומע</span>, auch nicht, wenn die zweite an einer anderen Stelle unter <span dir="rtl">חולין</span> fällt. Fallen aber beide an einer Stelle, so machen sie <span dir="rtl">מדומע</span>, nach dem Maass der kIeinern von beiden.
ג הַשֻּׁתָּפִין שֶׁתָּרְמוּ זֶה אַחַר זֶה, רַבִּי עֲקִיבָא אוֹמֵר, תְּרוּמַת שְׁנֵיהֶם תְּרוּמָה. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, תְּרוּמַת הָרִאשׁוֹן תְּרוּמָה. רַבִּי יוֹסֵי אוֹמֵר, אִם תָּרַם הָרִאשׁוֹן כַּשִּׁעוּר, אֵין תְּרוּמַת הַשֵּׁנִי תְּרוּמָה. וְאִם לֹא תָרַם הָרִאשׁוֹן כַּשִּׁעוּר, תְּרוּמַת הַשֵּׁנִי תְּרוּמָה:
3 Wenn Teilhaber, Einer nach dem Andern <span dir="rtl">תרומה</span> bestimmt haben, so ist nach R. Akiba die <span dir="rtl">תרומה</span> Beider gültig. Die Weisen aber sagen: Nur die des Ersten ist <span dir="rtl">תרומה</span>. R. Jose sagt: Wenn der Erste das all gemein geltende Maass schon zu <span dir="rtl">תרומה</span> bestimmt hat, gilt die des zweiten nicht; hat er aber nicht das gehörige Maass bestimmt,gilt auch die, des Zweiten.
ד בַּמֶּה דְבָרִים אֲמוּרִים, בְּשֶׁלֹּא דִבֵּר, אֲבָל הִרְשָׁה אֶת בֶּן בֵּיתוֹ אוֹ אֶת עַבְדּוֹ אוֹ אֶת שִׁפְחָתוֹ לִתְרֹם, תְּרוּמָתוֹ תְרוּמָה. בִּטֵּל, אִם עַד שֶׁלֹּא תָרַם בִּטֵּל, אֵין תְּרוּמָתוֹ תְרוּמָה. וְאִם מִשֶּׁתָּרַם בִּטֵּל, תְּרוּמָתוֹ תְרוּמָה. הַפּוֹעֲלִים, אֵין לָהֶן רְשׁוּת לִתְרֹם, חוּץ מִן הַדָּרוֹכוֹת, שֶׁהֵן מְטַמְּאִים אֶת הַגַּת מִיָּד:
4 Wobei ist dies festgesetzt? Wenn der eine Teilhaber nichts verabredet hatte; hat aber Einer auch nur ein Mitglied seiner Familie etwa seinen Sohn, oder seinen Knecht, oder seine Magd beauftragt <span dir="rtl">תרומה</span> zu bestimmen, so ist diese gültig. Widerrief er es bevor es geschehen, so gilt sie nicht. Widerruft er nachdem es geschehen, so ist sie gültig. Arbeiter haben nicht die Befugniss <span dir="rtl">תרומה</span> zu entrichten, ausgenommen die Keltertreter, weil die Herren sogleich leicht die Kelter unrein machen.
ה הָאוֹמֵר, תְּרוּמַת הַכְּרִי זֶה בְּתוֹכוֹ, וּמַעַשְׂרוֹתָיו בְּתוֹכוֹ, תְּרוּמַת מַעֲשֵׂר זֶה בְּתוֹכוֹ, רַבִּי שִׁמְעוֹן אוֹמֵר, קָרָא שֵׁם. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, עַד שֶׁיֹּאמַר בִּצְפוֹנוֹ אוֹ בִדְרוֹמוֹ. רַבִּי אֶלְעָזָר חִסְמָא אוֹמֵר, הָאוֹמֵר, תְּרוּמַת הַכְּרִי מִמֶּנּוּ עָלָיו, קָרָא שֵׁם. רַבִּי אֱלִיעֶזֶר בֶּן יַעֲקֹב אוֹמֵר, הָאוֹמֵר, עִשּׂוּר מַעֲשֵׂר זֶה עָשׂוּי תְּרוּמַת מַעֲשֵׂר עָלָיו, קָרָא שֵׁם:
5 Wenn Einer sagt: die <span dir="rtl">תרומה</span> dieses Haufens sei in demselben entalten, sein Zehnt sei in demselben, die <span dir="rtl">תרומה</span> vom Zehnt sei in demselben, so heisst dieses wie R. Simeon sagt: Er hat sie durch Namenbenennung bestimmt, die Weisen sagen: Nur wenn er spricht: An dessen Nord- oder Südseite. R. Elieser Chasma meint: Wer sagt: die <span dir="rtl">תרומה</span> dieses Haufens sei aus demselben für denselben, so habe er ihn durch Namenbenennung bestimmt. R. Elieser ben Jakob lehrt: Auch wenn man spricht: der zehnte Teil dieses Zehnts, sei für denselben <span dir="rtl">תרומת מעשר</span> (Zehnthebe), so hat er es benannt.
ו הַמַּקְדִים תְּרוּמָה לַבִּכּוּרִים, מַעֲשֵׂר רִאשׁוֹן לַתְּרוּמָה, וּמַעֲשֵׂר שֵׁנִי לָרִאשׁוֹן, אַף עַל פִּי שֶׁהוּא עוֹבֵר בְּלֹא תַעֲשֶׂה, מַה שֶּׁעָשָׂה עָשׂוּי. שֶׁנֶּאֱמַר (שמות כב), מְלֵאָתְךָ וְדִמְעֲךָ לֹא תְאַחֵר:
6 Wenn Jemand die <span dir="rtl">תרומה</span> früher absondert als die Erstlinge, den ersten Zehnt vor der <span dir="rtl">תרומה</span>, den zweiten Zehnt vor dem ersten, so ist, obgleich er dadurch ein Verbot übertritt, weil es (Exodus 22, 28) heisst: »Du sollst die Abgaben von der Tenne und der Kelter nicht verzögern «, doch das Getane gültig.
ז וּמִנַּיִן שֶׁיִּקְדְּמוּ הַבִּכּוּרִים לַתְּרוּמָה, זֶה קָרוּי תְּרוּמָה וְרֵאשִׁית, וְזֶה קָרוּי תְּרוּמָה וְרֵאשִׁית, אֶלָּא יִקְדְּמוּ בִכּוּרִים, שֶׁהֵן בִּכּוּרִים לַכֹּל. וּתְרוּמָה לָרִאשׁוֹן, שֶׁהִיא רֵאשִׁית. וּמַעֲשֵׂר רִאשׁוֹן לַשֵּׁנִי, שֶׁיֶּשׁ בּוֹ רֵאשִׁית:
7 Woraus aber ist zu beweisen, dass die Erstlinge der <span dir="rtl">תרומה</span> vorangehen, das eine wie das andere heisst ja in der Schrift <span dir="rtl">תרומה</span> und <span dir="ltr">ראשית</span>? Aber die Erstlinge gehen vor, weil sie vor Allem die Erstlinge sind. Die <span dir="rtl">תרומה</span> geht dem ersten Zehnt vor, weil sie auch <span dir="rtl">ראשית</span>, (Erstes) genannt wird; und der erste Zehnt geht dem zweiten vor, weil noch die Zehnthebe drin enthalten ist, welche <span dir="rtl">ראשית</span> heisst.
ח הַמִּתְכַּוֵּן לוֹמַר תְּרוּמָה וְאָמַר מַעֲשֵׂר, מַעֲשֵׂר וְאָמַר תְּרוּמָה, עוֹלָה וְאָמַר שְׁלָמִים, שְׁלָמִים וְאָמַר עוֹלָה, שֶׁאֵינִי נִכְנָס לְבַיִת זֶה וְאָמַר לָזֶה, שֶׁאֵינִי נֶהֱנֶה לָזֶה וְאָמַר לָזֶה, לֹא אָמַר כְּלוּם, עַד שֶׁיִּהְיוּ פִיו וְלִבּוֹ שָׁוִין:
8 Wenn Jemand beabsichtigt <span dir="rtl">תרומה</span> auszusprechen, und spricht aus Versehen <span dir="rtl">מעשר</span>, oder umgekehrt; ebenso, wenn Jemand sagen will <span dir="rtl">עולה</span> (Ganzopfer), und sagt dafür <span dir="rtl">שלמים</span> (Friedensopfer), oder umgekehrt; auch so, wenn er gelobt, und statt zu sagen: dass ich nicht in dieses Hans eingehe, ein anderes nennt; oder: dass ich von Diesem keinen Genuss haben will, und einen Andern nennt; — so gilt das Gesagte nicht. Es muss durchaus Wort und Absichtübereinstimmen.
ט הַנָּכְרִי וְהַכּוּתִי, תְּרוּמָתָן תְּרוּמָה, וּמַעַשְׂרוֹתֵיהֶן מַעֲשֵׂר, וְהֶקְדֵּשָׁן הֶקְדֵּשׁ. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, אֵין לַנָּכְרִי כֶּרֶם רְבָעִי. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, יֶשׁ לוֹ. תְּרוּמַת הַנָּכְרִי מְדַמַּעַת, וְחַיָּבִין עָלֶיהָ חֹמֶשׁ. וְרַבִּי שִׁמְעוֹן פּוֹטֵר:
9 Die, von einem Götzendiener oder Samaritaner für ihr Eigentum entrichtete <span dir="rtl">תרומה</span>, gilt als <span dir="rtl">תרומה</span>, ihr Zehnt als Zehnt, ihr Geheiligtes, als geheiligt. R. Jehudah sagt: Beim Götzendiener findet das Gesetz des Weinberges im vierten Jahre nicht statt. Die Weisen dagegen urteilen, es gelte. Die <span dir="rtl">תרומה</span> des Götzendieners macht <span dir="ltr">מדומע</span>, und man muss beim Ersatz ein Fünftel hinzulegen. R. Simeon erklärt das Letztere für unnötig.