Sukkah 4

Kapitel 4

א לוּלָב וַעֲרָבָה, שִׁשָּׁה וְשִׁבְעָה. הַהַלֵּל וְהַשִּׂמְחָה, שְׁמֹנָה. סֻכָּה וְנִסּוּךְ הַמַּיִם, שִׁבְעָה. וְהֶחָלִיל, חֲמִשָּׁה וְשִׁשָּׁה:
1 Für den Feststrauss und den Weidenumzug kommen bald sechs, bald sieben Tage in Betracht, für das Hallel und die Freude acht Tage, für die Hütte und den Wasserguss sieben, für das Flötenspiel bald fünf, bald sechs.
ב לוּלָב שִׁבְעָה כֵּיצַד, יוֹם טוֹב הָרִאשׁוֹן שֶׁל חָג שֶׁחָל לִהְיוֹת בְּשַׁבָּת, לוּלָב שִׁבְעָה, וּשְׁאָר כָּל הַיָּמִים, שִׁשָּׁה:
2 „Für den Feststrausssieben“ — in welchem Falle? Trifft der erste Feiertag des Festes auf Schabbat, kommen für den Feststrauss sieben Tage in Betracht, sonst nur sechs.
ג עֲרָבָה שִׁבְעָה כֵּיצַד, יוֹם שְׁבִיעִי שֶׁל עֲרָבָה שֶׁחָל לִהְיוֹת בְּשַׁבָּת, עֲרָבָה שִׁבְעָה, וּשְׁאָר כָּל הַיָּמִים שִׁשָּׁה:
3 „Für den Weidenumzug sieben“ —in welchem Falle? Trifft der siebente Tag des Weidenumzugs auf Schabbat, kommen für den Weidenumzug sieben Tage in Betracht, sonst nur sechs.
ד מִצְוַת לוּלָב כֵּיצַד. יוֹם טוֹב הָרִאשׁוֹן שֶׁל חָג שֶׁחָל לִהְיוֹת בְּשַׁבָּת, מוֹלִיכִין אֶת לוּלְבֵיהֶן לְהַר הַבַּיִת, וְהַחַזָּנִין מְקַבְּלִין מֵהֶן וְסוֹדְרִין אוֹתָן עַל גַּב הָאִצְטַבָּא, וְהַזְּקֵנִים מַנִּיחִין אֶת שֶׁלָּהֶן בַּלִּשְׁכָּה. וּמְלַמְּדִים אוֹתָם לוֹמַר, כָּל מִי שֶׁמַּגִּיעַ לוּלָבִי בְיָדוֹ, הֲרֵי הוּא לוֹ בְמַתָּנָה. לְמָחָר מַשְׁכִּימִין וּבָאִין, וְהַחַזָּנִין זוֹרְקִין אוֹתָם לִפְנֵיהֶם. וְהֵן מְחַטְּפִין וּמַכִּין אִישׁ אֶת חֲבֵרוֹ. וּכְשֶׁרָאוּ בֵית דִּין שֶׁבָּאוּ לִידֵי סַכָּנָה, הִתְקִינוּ שֶׁיְּהֵא כָל אֶחָד וְאֶחָד נוֹטֵל בְּבֵיתוֹ:
4 Wie hält man es mit der Vorschrift über den Feststrauss? Fällt der erste Feiertag des Festes auf Schabbat, trägt man die Feststräusse nach dem Tempelberge, die Beamten nehmen sie in Empfang und ordnen sie auf der Säulenhalle, Greise aber legen die ihrigen in die Kammer. Die Leute werden angewiesen zu erklären: Wem immer mein Feststrauss in die Hände fällt, er sei ihm geschenkt. Am andern Morgen finden sie sich früh dort ein, die Beamten werfen sie vor sie hin, sie greifen danach und schlagen einander wohl gar. Als die Gerichtsbehörde sah, dass sie in Gefahr kamen, ordnete sie an, dass jeder ihn in seinem Hause nehme.
ה מִצְוַת עֲרָבָה כֵּיצַד, מָקוֹם הָיָה לְמַטָּה מִירוּשָׁלַיִם, וְנִקְרָא מוֹצָא. יוֹרְדִין לְשָׁם וּמְלַקְּטִין מִשָּׁם מֻרְבִּיּוֹת שֶׁל עֲרָבָה, וּבָאִין וְזוֹקְפִין אוֹתָן בְּצִדֵּי הַמִּזְבֵּחַ, וְרָאשֵׁיהֶן כְּפוּפִין עַל גַּבֵּי הַמִּזְבֵּחַ. תָּקְעוּ וְהֵרִיעוּ וְתָקָעוּ. בְּכָל יוֹם מַקִּיפִין אֶת הַמִּזְבֵּחַ פַּעַם אַחַת, וְאוֹמְרִים, אָנָּא ה' הוֹשִׁיעָה נָּא, אָנָּא ה' הַצְלִיחָה נָּא. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, אֲנִי וָהוֹ הוֹשִׁיעָה נָּא. וְאוֹתוֹ הַיּוֹם מַקִּיפִין אֶת הַמִּזְבֵּחַ שֶׁבַע פְּעָמִים. בִּשְׁעַת פְּטִירָתָן, מָה הֵן אוֹמְרִים, יֹפִי לְךָ מִזְבֵּחַ, יֹפִי לְךָ מִזְבֵּחַ. רַבִּי אֱלִיעֶזֶר אוֹמֵר, לְיָהּ וּלְךָ, מִזְבֵּחַ. לְיָהּ וּלְךָ, מִזְבֵּחַ:
5 Wie hält man es mit dem Weidenumzug? Abwärts von Jerusalem gibt es einen Ort, der Môṣâ heisst, dorthin begibt man sich und schneidet daselbst Äste von Bachweiden ab, die man, zurückgekehrt, an den Seiten des Altars so aufrichtet, dass ihre Spitzen sich über den Altar neigen, wobei ein gedehnter, ein schmetternder und wieder ein gedehnter Ton geblasen wurde. An jedem Tage zu lesen und der ganze Satz wie folgt zu übersetzen: Aus der Hand der Knaben rissen sie (die Erwachsenen im Übermut des Festjubels) deren Palmzweige und verzehrten deren Etrogim. umkreist man den Altar einmal und spricht: „O, Ewiger, hilf doch“! („O, Ewiger, lass es glücken“!) Rabbi Juda meint: „Ani Waho, hilf doch!“ („Ani Waho, hilf doch!“) An diesem Tage aber umkreist man den Altar siebenmal. Was sagen sie beim Abschiede? „Schönheit dir, o Altar! Schönheit dir, o Altar“! R. Eli‘ezer meint: „Gott und dir, o Altar! Gott und dir, o Altar“!
ו כְּמַעֲשֵׂהוּ בְחֹל כָּךְ מַעֲשֵׂהוּ בְשַׁבָּת, אֶלָּא שֶׁהָיוּ מְלַקְּטִין אוֹתָן מֵעֶרֶב שַׁבָּת וּמַנִּיחִים אוֹתָן בְּגִיגִיּוֹת שֶׁל זָהָב, כְּדֵי שֶׁלֹּא יִכְמֹשׁוּ. רַבִּי יוֹחָנָן בֶּן בְּרוֹקָה אוֹמֵר, חֲרִיּוֹת שֶׁל דֶּקֶל הָיוּ מְבִיאִין, וְחוֹבְטִין אוֹתָן בַּקַּרְקַע בְּצִדֵּי הַמִּזְבֵּחַ, וְאוֹתוֹ הַיּוֹם נִקְרָא יוֹם חִבּוּט חֲרִיּוֹת:
6 Wie man an Werktagen verfuhr, so verfuhr man auch am Schabbat, nur dass man sie schon am Vorabend des Schabbatabschnitt und in goldene Tonnen stellte, damit sie nicht welkten. R. Joḥanan ben Broḳa meint: Palmwedel brachte man; sie schlugen damit den Boden an den Seiten des Altars, und dieser Tag wurde Tag des Wedelschlagens genannt.
ז מִיַּד הַתִּינוֹקוֹת שׁוֹמְטִין אֶת לוּלְבֵיהֶן וְאוֹכְלִין אֶתְרוֹגֵיהֶן:
7 Sogleich lösen die kleinen Knaben ihre Palmzweige und verzehren ihre Etrogim.
ח הַהַלֵּל וְהַשִּׂמְחָה שְׁמֹנָה כֵּיצַד. מְלַמֵּד שֶׁחַיָּב אָדָם בַּהַלֵּל וּבַשִּׂמְחָה וּבִכְבוֹד יוֹם טוֹב הָאַחֲרוֹן שֶׁל חָג, כִּשְׁאָר כָּל יְמוֹת הֶחָג. סֻכָּה שִׁבְעָה כֵּיצַד. גָּמַר מִלֶּאֱכֹל, לֹא יַתִּיר סֻכָּתוֹ, אֲבָל מוֹרִיד אֶת הַכֵּלִים מִן הַמִּנְחָה וּלְמַעְלָה, מִפְּנֵי כְבוֹד יוֹם טוֹב הָאַחֲרוֹן שֶׁל חָג:
8 „Für das Hallel und die Freude acht“ — wie ist das gemeint? Das will sagen, dass man am letzten Feiertage des Festes ebenso zum Hallel, zur Freude und zur Ehrung verpflichtet ist wie an all den anderen Tagen des Festes. „Für die Hütte sieben“ — wie verhält es sich damit? Wenn man das Mahl beendet hat, soll man die Hütte nicht auflösen; doch darf man vom Eintritt des Nachmittags an zu Ehren des letzten Feiertages des Festes die Einrichtung hinuntertragen.
ט נִסּוּךְ הַמַּיִם כֵּיצַד. צְלוֹחִית שֶׁל זָהָב מַחֲזֶקֶת שְׁלשֶׁת לֻגִּים הָיָה מְמַלֵּא מִן הַשִּׁלּוֹחַ. הִגִּיעוּ לְשַׁעַר הַמַּיִם, תָּקְעוּ וְהֵרִיעוּ וְתָקָעוּ. עָלָה בַכֶּבֶשׁ וּפָנָה לִשְׂמֹאלוֹ, שְׁנֵי סְפָלִים שֶׁל כֶּסֶף הָיוּ שָׁם. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, שֶׁל סִיד הָיוּ, אֶלָּא שֶׁהָיוּ מֻשְׁחָרִין פְּנֵיהֶם מִפְּנֵי הַיָּיִן. וּמְנֻקָּבִין כְּמִין שְׁנֵי חֳטָמִין דַּקִּין, אֶחָד מְעֻבֶּה וְאֶחָד דַּק, כְּדֵי שֶׁיְּהוּ שְׁנֵיהֶם כָּלִין בְּבַת אַחַת. מַעֲרָבִי שֶׁל מַיִם, מִזְרָחִי שֶׁל יָיִן. עֵרָה שֶׁל מַיִם לְתוֹךְ שֶׁל יַיִן, וְשֶׁל יַיִן לְתוֹךְ שֶׁל מַיִם, יָצָא. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, בְּלֹג הָיָה מְנַסֵּךְ כָּל שְׁמֹנָה. וְלַמְנַסֵּךְ אוֹמְרִים לוֹ, הַגְבַּהּ יָדֶךָ, שֶׁפַּעַם אַחַת נִסֵּךְ אֶחָד עַל גַּבֵּי רַגְלָיו, וּרְגָמוּהוּ כָל הָעָם בְּאֶתְרוֹגֵיהֶן:
9 „Für den Wasserguss sieben “ — was hat es damit für eine Bewandtnis? Ein goldener Kelch, der drei Log fasste, wird aus dem Schiloaḥ gefüllt. Sowie man zum Wassertore gelangt, wird ein gedehnter, ein schmetternder und wieder ein gedehnter Ton geblasen. Er steigt die Rampe hinauf und wendet sich zur Linken, wo zwei silberne Schalen sich befinden. R. Juda meint, dass sie aus Kalk waren, ihr dunkles Aussehen aber vom Wein herrührte. Sie hatten je einen Spalt in der Form zweier feiner Schnäbel, die eine einen breitern, die andere einen schmälern, damit sich beide gleichzeitig entleerten. Die westliche war für das Wasser, die östliche für den Wein bestimmt. Leerte er den Wasserkelch in die Weinschale und den Weinkelch in die Wasserschale, so hat er der Pflicht genügt. R. Juda sagt: Mit einem Log vollzieht er das Gussopfer volle acht Tage. Vor dem Ausgiessen ruft man ihm „Hand hoch!“ zu; denn einmal goss es einer auf seine Füsse und es bewarfen ihn alle Leute mit ihren Etroggim.
י כְּמַעֲשֵׂהוּ בְחֹל כָּךְ מַעֲשֵׂהוּ בְשַׁבָּת, אֶלָּא שֶׁהָיָה מְמַלֵּא מֵעֶרֶב שַׁבָּת חָבִית שֶׁל זָהָב שֶׁאֵינָהּ מְקֻדֶּשֶׁת, מִן הַשִּׁלּוֹחַ, וּמַנִּיחָהּ בַּלִּשְׁכָּה. נִשְׁפְּכָה אוֹ נִתְגַּלְּתָה, הָיָה מְמַלֵּא מִן הַכִּיּוֹר, שֶׁהַיַּיִן וְהַמַּיִם הַמְּגֻלִּין, פְּסוּלִים לְגַבֵּי הַמִּזְבֵּחַ:
10 Wie man es am Werktage vollzog, so vollzog man es am Schabbat, nur dass man schon am Vorabend des Schabbat eine goldene ungeweihte Kanne aus dem Schiloaḥ füllte und in eine Kammer stellte. Wurde es ausgegossen oder aufgedeckt, so schöpfte man aus dem Becken; denn Wein und Wasser, die unbedeckt gestanden haben, sind für den Altar unbrauchbar.