Sukkah 3

Kapitel 3

א לוּלָב הַגָּזוּל וְהַיָּבֵשׁ, פָּסוּל. שֶׁל אֲשֵׁרָה וְשֶׁל עִיר הַנִּדַּחַת, פָּסוּל. נִקְטַם רֹאשׁוֹ, נִפְרְצוּ עָלָיו, פָּסוּל. נִפְרְדוּ עָלָיו, כָּשֵׁר. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, יֶאֶגְדֶנּוּ מִלְמָעְלָה. צִנֵּי הַר הַבַּרְזֶל, כְּשֵׁרוֹת. לוּלָב שֶׁיֶּשׁ בּוֹ שְׁלשָׁה טְפָחִים כְּדֵי לְנַעְנֵעַ בּוֹ, כָּשֵׁר:
1 Ein unrechtmässig erworbener oder vertrockneter Palmzweig ist untauglich; ein vom Götzenhain oder aus einer abtrünnigen Stadt herrührender ist untauglich. Ist seine Spitze abgebrochen, sind seine Blätter gespalten, ist er untauglich. Spreizen sich die Blätter, ist er tauglich; R. Juda meint: Man binde ihn oben zusammen. Stachelzweige des Eisenberges sind tauglich. Ein Palmzweig, der drei Handbreiten misst, dass man ihn schütteln kann, ist tauglich.
ב הֲדַס הַגָּזוּל וְהַיָּבֵשׁ, פָּסוּל. שֶׁל אֲשֵׁרָה וְשֶׁל עִיר הַנִּדַּחַת, פָּסוּל. נִקְטַם רֹאשׁוֹ, נִפְרְצוּ עָלָיו אוֹ שֶׁהָיוּ עֲנָבָיו מְרֻבּוֹת מֵעָלָיו, פָּסוּל. וְאִם מִעֲטָן, כָּשֵׁר. וְאֵין מְמַעֲטִין בְּיוֹם טוֹב:
2 Ein unrechtmässig erworbener oder vertrockneter Myrtenzweig ist untauglich; ein vom Götzenhain oder aus einer abtrünnigen Stadt herrührender ist untauglich. Ist seine Spitze abgebrochen, sind seine Blätter abgetrennt oder seine Beeren zahlreicher als seine Blätter, ist er untauglich. Hat man sie vermindert, ist er tauglich; am Feiertage aber darf man sie nicht vermindern.
ג עֲרָבָה גְזוּלָה וִיבֵשָׁה, פְּסוּלָה. שֶׁל אֲשֵׁרָה וְשֶׁל עִיר הַנִּדַּחַת, פְּסוּלָה. נִקְטַם רֹאשָׁהּ, נִפְרְצוּ עָלֶיהָ, וְהַצַּפְצָפָה, פְּסוּלָה. כְּמוּשָׁה, וְשֶׁנָּשְׁרוּ מִקְצָת עָלֶיהָ, וְשֶׁל בַּעַל, כְּשֵׁרָה:
3 Ein unrechtmässig erworbener oder vertrockneter Bachweidenzweig ist untauglich; ein vom Götzenhain oder aus einer abtrünnigen Stadt herrührender ist untauglich. Ist seine Spitze abgebrochen, sind seine Blätter abgetrennt, so ist er gleich der Bergweide untauglich. Ist er welk, ist ein Teil seiner Blätter abgefallen, ist er auf dem Felde gewachsen, so ist er tauglich.
ד רַבִּי יִשְׁמָעֵאל אוֹמֵר, שְׁלשָׁה הֲדַסִּים וּשְׁתֵּי עֲרָבוֹת, לוּלָב אֶחָד וְאֶתְרוֹג אֶחָד, אֲפִלּוּ שְׁנַיִם קְטוּמִים וְאֶחָד אֵינוֹ קָטוּם. רַבִּי טַרְפוֹן אוֹמֵר, אֲפִלּוּ שְׁלָשְׁתָּן קְטוּמִים. רַבִּי עֲקִיבָא אוֹמֵר, כְּשֵׁם שֶׁלּוּלָב אֶחָד וְאֶתְרוֹג אֶחָד, כָּךְ הֲדַס אֶחָד וַעֲרָבָה אֶחָת:
4 R. Isma‘el sagt: Drei Myrten- und zwei Bachweidenzweige, einen Palmzweig und einen Etrog, wenn auch von zweien die Spitze abgebrochen und nur einer unversehrt ist. R.Tarfon sagt: Selbst wenn von allen dreien die Spitze abgebrochen ist. R. ‘Aḳiḇa sagt: Wie einen Palmzweig und einen Etrog, so auch einen Myrten- und einen Bachweidenzweig.
ה אֶתְרוֹג הַגָּזוּל וְהַיָּבֵשׁ, פָּסוּל. שֶׁל אֲשֵׁרָה וְשֶׁל עִיר הַנִּדַּחַת, פָּסוּל. שֶׁל עָרְלָה, פָּסוּל. שֶׁל תְּרוּמָה טְמֵאָה, פָּסוּל. שֶׁל תְּרוּמָה טְהוֹרָה, לֹא יִטֹּל, וְאִם נָטַל, כָּשֵׁר. שֶׁל דְּמַאי, בֵּית שַׁמַּאי פּוֹסְלִין, וּבֵית הִלֵּל מַכְשִׁירִין. שֶׁל מַעֲשֵׂר שֵׁנִי בִּירוּשָׁלַיִם, לֹא יִטֹּל, וְאִם נָטַל, כָּשֵׁר:
5 Ein unrechtmässig erworbener oder vertrockneter Etrog ist untauglich; ein vom Götzenhaine oder aus einer abtrünnigen Stadt herrührender ist untauglich. Ist er ‘Orla oder unreine Hebe, so ist er untauglich. Ist er reine Hebe, soll man ihn nicht nehmen; hat man ihn aber genommen, so ist er ja im Grunde tauglich. Ist er Demai, erklärt ihn die Schule Schammais für untauglich, die Schule Hillels für tauglich. Ist er zweiter Zehnt, soll man ihn [selbst] in Jerusalem nicht nehmen; hat man ihn aber genommen, so ist er ja im Grunde tauglich.
ו עָלְתָה חֲזָזִית עַל רֻבּוֹ, נִטְּלָה פִטְמָתוֹ, נִקְלַף, נִסְדַּק, נִקַּב וְחָסַר כָּל שֶׁהוּא, פָּסוּל. עָלְתָה חֲזָזִית עַל מִעוּטוֹ, נִטַּל עֻקְצוֹ, נִקַּב וְלֹא חָסַר כָּל שֶׁהוּא, כָּשֵׁר. אֶתְרוֹג הַכּוּשִׁי, פָּסוּל. וְהַיָרוֹק כְּכַרְתִי, רַבִּי מֵאִיר מַכְשִׁיר, וְרַבִּי יְהוּדָה פּוֹסֵל:
6 Hat ein Ausschlag seinen grössern Teil überzogen, ist seine Rosette entfernt, ist er abgeschält oder geplatzt, hat er ein Loch und es fehlt ein noch so kleines Stückchen, so ist er untauglich, hat ein Ausschlag seinen kleinern Teil überzogen, ist sein Stiel entfernt, hat er ein Loch, ohne dass das geringste fehlt, so ist er tauglich. Ein mohrenfarbener Etrog ist untauglich, einen lauchgrünen erklärt R. Meïr für tauglich und R. Juda für untauglich.
ז שִׁעוּר אֶתְרוֹג הַקָּטָן, רַבִּי מֵאִיר אוֹמֵר, כָּאֱגוֹז. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, כַּבֵּיצָה. וּבְגָדוֹל, כְּדֵי שֶׁיֹּאחַז שְׁנַיִם בְּיָדוֹ אַחַת, דִּבְרֵי רַבִּי יְהוּדָה. רַבִּי יוֹסֵי אוֹמֵר, אֲפִלּוּ אֶחָד בִּשְׁתֵּי יָדָיו:
7 Das Mindestmass des Etrogs ist, wie R. Meïr meint, die Grösse einer Nuss; R. Juda behauptet dagegen: die Grösse eines Eies. Was das Höchstmass betrifft, so muss man deren zwei mit einer Hand fassen können. So die Worte R. Judas; R. Jose aber meint: Selbst einen mit beiden Händen.
ח אֵין אוֹגְדִין אֶת הַלּוּלָב אֶלָּא בְמִינוֹ, דִּבְרֵי רַבִּי יְהוּדָה. רַבִּי מֵאִיר אוֹמֵר, אֲפִלּוּ בִמְשִׁיחָה. אָמַר רַבִּי מֵאִיר, מַעֲשֶׂה בְאַנְשֵׁי יְרוּשָׁלַיִם, שֶׁהָיוּ אוֹגְדִין אֶת לוּלְבֵיהֶן בְּגִימוֹנִיּוֹת שֶׁל זָהָב. אָמְרוּ לוֹ, בְּמִינוֹ הָיוּ אוֹגְדִין אוֹתוֹ מִלְּמָטָּה:
8 Man darf den Feststrauss nur mit Gleichartigem binden. So die Worte R. Judas; R. Meïr meint: Selbst mit einer Schnur. R. Meir sagte: Es ist doch Tatsache, dass die Männer Jerusalems ihre Feststräusse mit Goldfäden banden. Worauf man ihm erwiderte: Sie haben sie darunter mit Gleichartigem gebunden.
ט וְהֵיכָן הָיוּ מְנַעְנְעִין, בְּהוֹדוּ לַה' תְּחִלָּה וָסוֹף, וּבְאָנָּא ה' הוֹשִׁיעָה נָּא, דִּבְרֵי בֵית הִלֵּל. וּבֵית שַׁמַּאי אוֹמְרִים, אַף בְּאָנָּא ה' הַצְלִיחָה נָא. אָמַר רַבִּי עֲקִיבָא, צוֹפֶה הָיִיתִי בְרַבָּן גַּמְלִיאֵל וּבְרַבִּי יְהוֹשֻׁעַ, שֶׁכָּל הָעָם הָיוּ מְנַעְנְעִים אֶת לוּלְבֵיהֶן, וְהֵן לֹא נִעְנְעוּ אֶלָּא בְאָנָּא ה' הוֹשִׁיעָה נָּא. מִי שֶׁבָּא בַדֶּרֶךְ וְלֹא הָיָה בְיָדוֹ לוּלָב לִטֹּל, לִכְשֶׁיִּכָּנֵס לְבֵיתוֹ יִטֹּל עַל שֻׁלְחָנוֹ. לֹא נָטַל שַׁחֲרִית, יִטֹּל בֵּין הָעַרְבַּיִם, שֶׁכָּל הַיּוֹם כָּשֵׁר לַלּוּלָב:
9 Und wo schüttelten sie ihn? Bei „Danket dem Ewigen“ am Anfang und am Ende, sowie bei „O, Ewiger, hilf doch“. So die Worte der Hillelschen Schule; die Schale Schammais aber meint: Auch bei „O, Ewiger, lass es glücken“. R. ‘Aḳiḇa sagte: Ich pflegte Rabban Gamliel und R. Josua zu beobachten, alle Welt schüttelte ihre Feststräusse, sie aber schüttelten ihn nicht, es sei denn bei „O, Ewiger, hilf doch“. Wenn sich jemand auf der Reise befand und keine Gelegenheit hatte, den Feststrauss zu nehmen, soll er ihn, sowie er nach Hause kommt, selbst an seiner Tafel nehmen. Hat er ihn am Morgen nicht genommen, soll er ihn nachmittags nehmen, denn der ganze Tag ist dem Feststrauss vor behalten.
י מִי שֶׁהָיָה עֶבֶד אוֹ אִשָּׁה אוֹ קָטָן מַקְרִין אוֹתוֹ, עוֹנֶה אַחֲרֵיהֶן מַה שֶּׁהֵן אוֹמְרִין, וּתְהִי לוֹ מְאֵרָה. אִם הָיָה גָדוֹל מַקְרֵא אוֹתוֹ, עוֹנֶה אַחֲרָיו הַלְלוּיָהּ:
10 Wem ein Sklave, ein Weib oder ein Minderjähriger vorliest, der muss ihnen nachsprechen, was sie ihm vorsagen, und er sei verwünscht; wenn ein Erwachsener ihm vorliest, fällt er mit Halleluja ein.
יא מָקוֹם שֶׁנָּהֲגוּ לִכְפֹּל, יִכְפֹּל. לִפְשֹׁט, יִפְשֹׁט. לְבָרֵךְ אַחֲרָיו, יְבָרֵךְ אַחֲרָיו. הַכֹּל כְּמִנְהַג הַמְּדִינָה. הַלּוֹקֵחַ לוּלָב מֵחֲבֵרוֹ בַשְּׁבִיעִית, נוֹתֵן לוֹ אֶתְרוֹג בְּמַתָּנָה, לְפִי שֶׁאֵין רַשַּׁאי לְלָקְחוֹ בַשְּׁבִיעִית:
11 Wo es Brauch ist zu wiederholen, wiederhole man, zu vereinfachen, vereinfache man, einen Segensspruch folgen za lassen, lasse man ihn folgen, alles nach Ortsgebrauch. Kauft jemand im siebenten Jahre einen Feststrauss von seinem Nächsten, gibt ihm dieser einen Etrog als Geschenk, weil man ihn im siebenten Jahre nicht kaufen darf.
יב בָּרִאשׁוֹנָה הָיָה לוּלָב נִטָּל בַּמִּקְדָּשׁ שִׁבְעָה, וּבַמְּדִינָה יוֹם אֶחָד. מִשֶּׁחָרַב בֵּית הַמִּקְדָּשׁ, הִתְקִין רַבָּן יוֹחָנָן בֶּן זַכַּאי שֶׁיְּהֵא לוּלָב נִטָּל בַּמְּדִינָה שִׁבְעָה, זֵכֶר לַמִּקְדָשׁ. וְשֶׁיְּהֵא יוֹם הָנֵף כֻּלּוֹ אָסוּר:
12 Anfangs wurde der Feststrauss im Heiligtume sieben Tage und in der Provinz nur einen Tag genommen. Nach der Zerstörung des Tempels ordnete Rabban Joḥanan ben Zakkai an, dass der Feststrauss in der Provinz sieben Tage zur Erinnerung an das Heiligtum genommen werde und dass der ganze Tag der Schwingung dem Verbote unterliege.
יג יוֹם טוֹב הָרִאשׁוֹן שֶׁל חָג שֶׁחָל לִהְיוֹת בְּשַׁבָּת, כָּל הָעָם מוֹלִיכִין אֶת לוּלְבֵיהֶן לְבֵית הַכְּנֶסֶת. לַמָּחֳרָת מַשְׁכִּימִין וּבָאִין, כָּל אֶחָד וְאֶחָד מַכִּיר אֶת שֶׁלּוֹ, וְנוֹטְלוֹ. מִפְּנֵי שֶׁאָמְרוּ חֲכָמִים, אֵין אָדָם יוֹצֵא יְדֵי חוֹבָתוֹ בְּיוֹם טוֹב הָרִאשׁוֹן שֶׁל חָג בְּלוּלָבוֹ שֶׁל חֲבֵרוֹ. וּשְׁאָר יְמוֹת הֶחָג, אָדָם יוֹצֵא יְדֵי חוֹבָתוֹ בְּלוּלָבוֹ שֶׁל חֲבֵרוֹ:
13 Fiel der erste Feiertag des Festes auf einen Schabbat, trugen alle Leute ihre Feststräusse zur Synagoge. Am andern Morgen fanden sie sich früh dort ein, jedermann erkannte den seinigen und nahm ihn; denn die Weisen lehrten: Am ersten Feiertage des Festes kann man sich mit dem Feststrauss eines andern seiner Pflicht nicht entledigen, an den übrigen Tagen des Festes aber kann man sich auch mit dem Feststrauss eines andern seiner Pflicht entledigen.
יד רַבִּי יוֹסֵי אוֹמֵר, יוֹם טוֹב הָרִאשׁוֹן שֶׁל חָג שֶׁחָל לִהְיוֹת בְּשַׁבָּת, וְשָׁכַח וְהוֹצִיא אֶת הַלּוּלָב לִרְשׁוּת הָרַבִּים, פָּטוּר, מִפְּנֵי שֶׁהוֹצִיאוֹ בִרְשׁוּת:
14 R. Jose sagt: Wenn der erste Feiertag des Festes auf einen Schabbat fiel, und es trug jemand aus Versehen den Feststrauss in öffentliches Gebiet, so ist er frei, weil er ihn mit Fug hinausgetragen hat.
טו מְקַבֶּלֶת אִשָּׁה מִיַּד בְּנָהּ וּמִיַּד בַּעְלָהּ וּמַחֲזִירָתוֹ לַמַּיִם בְּשַׁבָּת. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, בְּשַׁבָּת מַחֲזִירִין, בְּיוֹם טוֹב מוֹסִיפִין, וּבַמּוֹעֵד מַחֲלִיפִין. קָטָן הַיּוֹדֵעַ לְנַעְנֵעַ, חַיָּב בַּלּוּלָב:
15 Eine Frau darf ihn am Schabbat aus der Hand ihres Sohnes oder ihres Mannes in Empfang nehmen, um ihn ins Wasser zurückzustellen. R. Jada sagt: Am Schabbat stellt man zurück, am Feiertage giesst man zu, am Mittelfeste wechselt man. Ein Knabe, der zu schütteln versteht, muss einen Feststrauss haben.