Sukkah 2

Kapitel 2

א הַיָּשֵׁן תַּחַת הַמִּטָּה בַסֻּכָּה, לֹא יָצָא יְדֵי חוֹבָתוֹ. אָמַר רַבִּי יְהוּדָה, נוֹהֲגִין הָיִינוּ, שֶׁהָיִינוּ יְשֵׁנִים תַּחַת הַמִּטָּה בִּפְנֵי הַזְּקֵנִים, וְלֹא אָמְרוּ לָנוּ דָבָר. אָמַר רַבִּי שִׁמְעוֹן, מַעֲשֶׂה בְטָבִי עַבְדּוֹ שֶׁל רַבָּן גַּמְלִיאֵל שֶׁהָיָה יָשֵׁן תַּחַת הַמִּטָּה, וְאָמַר לָהֶן רַבָּן גַּמְלִיאֵל לַזְּקֵנִים, רְאִיתֶם טָבִי עַבְדִּי, שֶׁהוּא תַלְמִיד חָכָם וְיוֹדֵעַ שֶׁעֲבָדִים פְּטוּרִין מִן הַסֻּכָּה, לְפִיכָךְ יָשֵׁן הוּא תַּחַת הַמִּטָּה. וּלְפִי דַרְכֵּנוּ לָמַדְנוּ, שֶׁהַיָּשֵׁן תַּחַת הַמִּטָּה, לֹא יָצָא יְדֵי חוֹבָתוֹ:
1 Wer in der Hütte unter dem Bette schläft, hat seiner Pflicht nicht genügt. R. Juda sagte: Es war bei uns der Brauch, dass wir in Gegenwart der Ältesten unter dem Bette schliefen, ohne dass sie uns ein Wort sagten. R. Simon berichtet: Es kam vor, dass Tabi, der Sklave Rabban Gamliels, unter dem Bette schlief, worauf Rabban Gamliel zu den Ältesten sprach: Seht ihr meinen Knecht Tabi? Er ist ein gelehrter Schüler und weiss, dass Sklaven von der Hütte befreit sind; darum schläft er unter dem Bette. Beiläufig lernten wir, dass derjenige, der unter dem Bette schläft, seiner Pflicht nicht genügt.
ב הַסּוֹמֵךְ סֻכָּתוֹ בְּכַרְעֵי הַמִּטָּה, כְּשֵׁרָה. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, אִם אֵינָהּ יְכוֹלָה לַעֲמֹד בִּפְנֵי עַצְמָהּ, פְּסוּלָה. סֻכָּה הַמְדֻבְלֶלֶת, וְשֶׁצִּלָּתָהּ מְרֻבָּה מֵחַמָּתָהּ, כְּשֵׁרָה. הַמְעֻבָּה כְמִין בַּיִת, אַף עַל פִּי שֶׁאֵין הַכּוֹכָבִים נִרְאִים מִתּוֹכָהּ, כְּשֵׁרָה:
2 Stützt man die Hütte mit den Füssen des Bettes, ist sie tauglich. R. Juda sagt: Wenn sie nicht durch sich selbst stehen kann, ist sie untauglich. Eine lückenhafte Decke, die gleichwohl mehr Schatten als Sonne bietet, ist tauglich. Ist sie dicht nach Art eines Hauses, obgleich die Sterne nicht durchschimmern, ist sie tauglich.
ג הָעוֹשֶׂה סֻכָּתוֹ בְּרֹאשׁ הָעֲגָלָה אוֹ בְּרֹאשׁ הַסְּפִינָה, כְּשֵׁרָה, וְעוֹלִין לָהּ בְּיוֹם טוֹב. בְּרֹאשׁ הָאִילָן אוֹ עַל גַּבֵּי גָמָל, כְּשֵׁרָה, וְאֵין עוֹלִין לָהּ בְּיוֹם טוֹב. שְׁתַּיִם בָּאִילָן וְאַחַת בִּידֵי אָדָם, אוֹ שְׁתַּיִם בִּידֵי אָדָם וְאַחַת בָּאִילָן, כְּשֵׁרָה, וְאֵין עוֹלִין לָהּ בְּיוֹם טוֹב. שָׁלשׁ בִּידֵי אָדָם וְאַחַת בָּאִילָן, כְּשֵׁרָה, וְעוֹלִין לָהּ בְּיוֹם טוֹב. זֶה הַכְּלָל, כֹּל שֶׁנִּטַּל הָאִילָן וִיכוֹלָה לַעֲמוֹד בִּפְנֵי עַצְמָהּ, כְּשֵׁרָה, וְעוֹלִין לָהּ בְּיוֹם טוֹב:
3 Macht jemand seine Hütte oben auf dem Wagen oder oben auf dem Boote, so ist sie tauglich, und man darf am Feiertage zu ihr hinaufsteigen; [macht man sie dagegen] auf dem Baume oben oder auf dem Rücken eines Kamels, so ist sie tauglich, aber man darf sie am Feiertage nicht besteigen. Sind zwei [Seiten] durch einen Baum und eine durch Menschenhand [gestützt] oder zwei durch Menschenhand und eine durch einen Baum, so ist sie tauglich, aber man darf sie am Feiertage nicht betreten; sind jedoch deren drei durch Menschenhände und eine durch einen Baum [gestützt], so ist sie tauglich und man darf sie am Feiertage benutzen. Die Regel lautet: Sofern sie nach Entfernung des Baumes durch sich selbst stehen kann, ist sie tauglich und darf am Feiertage betreten werden.
ד הָעוֹשֶׂה סֻכָּתוֹ בֵּין הָאִילָנוֹת, וְהָאִילָנוֹת דְּפָנוֹת לָהּ, כְּשֵׁרָה. שְׁלוּחֵי מִצְוָה פְּטוּרִין מִן הַסֻּכָּה. חוֹלִין וּמְשַׁמְּשֵׁיהֶן פְּטוּרִין מִן הַסֻּכָּה. אוֹכְלִין וְשׁוֹתִין עֲרַאי חוּץ לַסֻּכָּה:
4 Errichtet man seine Hütte zwischen Bäumen, so dass die Bäume ihre Wände bilden, ist sie tauglich. Sendboten eines frommen Werkes sind von der Hütte befreit. Kranke und deren Pfleger sind von der Hütte befreit. Gelegentlich darf man auch ausserhalb der Hütte essen und trinken.
ה מַעֲשֶׂה וְהֵבִיאוּ לוֹ לְרַבָּן יוֹחָנָן בֶּן זַכַּאי לִטְעוֹם אֶת הַתַּבְשִׁיל, וּלְרַבָּן גַּמְלִיאֵל שְׁתֵּי כוֹתָבוֹת וּדְלִי שֶׁל מַיִם, וְאָמְרוּ, הַעֲלוּם לַסֻּכָּה. וּכְשֶׁנָּתְנוּ לוֹ לְרַבִּי צָדוֹק אֹכֶל פָּחוֹת מִכַּבֵּיצָה, נְטָלוֹ בַמַּפָּה וַאֲכָלוֹ חוּץ לַסֻּכָּה, וְלֹא בֵרַךְ אַחֲרָיו:
5 Als man einmal Rabban Joḥanan ben Zakkai eine Speise zu kosten und Rabban Gamliel zwei Datteln und einen Eimer Wasser brachte, befahlen sie, es nach der Hütte hinaufzutragen. Und als man Rabbi Sadok eine Speise von weniger als Eiesgrösse reichte, nahm er sie mittels eines Tuches, ass sie ausserhalb der Hütte und sprach nachher nicht den Segen.
ו רַבִּי אֱלִיעֶזֶר אוֹמֵר, אַרְבַּע עֶשְׂרֵה סְעוּדוֹת חַיָּב אָדָם לֶאֱכֹל בַּסֻּכָּה, אַחַת בַּיּוֹם וְאַחַת בַּלָּיְלָה. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, אֵין לַדָּבָר קִצְבָה, חוּץ מִלֵּילֵי יוֹם טוֹב רִאשׁוֹן שֶׁל חָג בִּלְבָד. וְעוֹד אָמַר רַבִּי אֱלִיעֶזֶר, מִי שֶׁלֹּא אָכַל לֵילֵי יוֹם טוֹב הָרִאשׁוֹן, יַשְׁלִים בְּלֵילֵי יוֹם טוֹב הָאַחֲרוֹן. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, אֵין לַדָּבָר תַּשְׁלוּמִין, עַל זֶה נֶאֱמַר (קהלת א) מְעֻוָּת לֹא יוּכַל לִתְקֹן, וְחֶסְרוֹן לֹא יוּכַל לְהִמָּנוֹת:
6 R. Eli‘ezer sagt: Vierzehn Mahlzeiten ist man in der Hütte zu essen verpflichtet, eine am Tage und eine in der Nacht; die Weisen aber sagen: Es gibt dafür keine bestimmte Zahl, abgesehen von der Nacht zum ersten Feiertage (des Festes) allein. Ferner sagte R. Eli‘ezer: Wer in der Nacht des ersten Feiertages nicht gegessen hat, soll es in der Nacht des letzten Feiertages nachholen; die Weisen aber sagen: Es gibt dafür keinen Ersatz; davon heisst es: Verkrümmtes lässt sich nicht verbessern, Fehlendes lässt sich nicht zählen.
ז מִי שֶׁהָיָה רֹאשׁוֹ וְרֻבּוֹ בַסֻּכָּה, וְשֻׁלְחָנוֹ בְתוֹךְ הַבַּיִת, בֵּית שַׁמַּאי פּוֹסְלִין, וּבֵית הִלֵּל מַכְשִׁירִין. אָמְרוּ לָהֶן בֵּית הִלֵּל לְבֵית שַׁמַּאי, לֹא כָךְ הָיָה מַעֲשֶׂה, שֶׁהָלְכוּ זִקְנֵי בֵית שַׁמַּאי וְזִקְנֵי בֵית הִלֵּל לְבַקֵּר אֶת רַבִּי יוֹחָנָן בֶּן הַחוֹרָנִי, וּמְצָאוּהוּ שֶׁהָיָה יוֹשֵׁב רֹאשׁוֹ וְרֻבּוֹ בַסֻּכָּה, וְשֻׁלְחָנוֹ בְתוֹךְ הַבַּיִת, וְלֹא אָמְרוּ לוֹ דָבָר. אָמְרוּ לָהֶן בֵּית שַׁמַּאי, מִשָּׁם רְאָיָה, אַף הֵם אָמְרוּ לוֹ, אִם כֵּן הָיִיתָ נוֹהֵג, לֹא קִיַּמְתָּ מִצְוַת סֻכָּה מִיָּמֶיךָ:
7 Wenn jemand mit Kopf und grösserm Teil des Körpers in der Hütte sich befindet, während sein Tisch im Zimmer steht, so erklärt das Haus Schammai das für gesetzwidrig, das Haus Hillel aber für ausreichend. Da sagten die Hilleliten zu den Schammaïten: Ist es nicht eine Tatsache, dass die Ältesten des Hauses Schammai und die Ältesten des Hauses Hillel sich aufgemacht hatten, um (R.) Jochanan (ben) Haḥoroni zu besuchen, und dass sie ihn mit Kopf und grösserm Teil des Körpers in der Hütte sitzend fanden, während sein Tisch im Zimmer stand (und sie sagten ihm kein Wort)? Darauf antworteten die Schammaïten: Das ist ein Beweis? Sie sagten ja zu ihm: Wenn das deine Gepflogenheit ist, hast du dein Leben lang das Gebot der Hütte nicht erfüllt.
ח נָשִׁים וַעֲבָדִים וּקְטַנִּים, פְּטוּרִים מִן הַסֻּכָּה. קָטָן שֶׁאֵינוֹ צָרִיךְ לְאִמּוֹ, חַיָּב בַּסֻּכָּה. מַעֲשֶׂה וְיָלְדָה כַלָּתוֹ שֶׁל שַׁמַּאי הַזָּקֵן וּפִחֵת אֶת הַמַּעֲזִיבָה וְסִכֵּךְ עַל גַּבֵּי הַמִּטָּה בִּשְׁבִיל הַקָּטָן:
8 Frauen, Sklaven und Minderjährige sind von der Hütte befreit. Ein Knabe, welcher der Mutter nicht mehr bedarf, ist zur Hütte verpflichtet. Als es sich traf, dass die Schwiegertochter des alten Schammai niederkam, machte dieser einen Ausschnitt im Estrich und stellte über dem Bette ein Hüttendach her um des Kindes willen.
ט כָּל שִׁבְעַת הַיָּמִים אָדָם עוֹשֶׂה סֻכָּתוֹ קֶבַע וּבֵיתוֹ עֲרַאי. יָרְדוּ גְשָׁמִים, מֵאֵימָתַי מֻתָּר לְפַנּוֹת, מִשֶּׁתִּסְרַח הַמִּקְפָּה. מָשְׁלוּ מָשָׁל, לְמָה הַדָּבָר דּוֹמֶה, לְעֶבֶד שֶׁבָּא לִמְזוֹג כּוֹס לְרַבּוֹ, וְשָׁפַךְ לוֹ קִיתוֹן עַל פָּנָיו:
9 Während der vollen sieben Tage macht man seine Hütte zum dauernden und sein Haus zum gelegentlichen Aufenthalt. Wann ist es, falls es etwa regnet, von dannen zu gehen gestattet? Wenn der Brei verderben würde. Sie haben ein Gleichnis vorgetragen. Womit ist das zu vergleichen? Mit einem Diener, der sich anschickt, seinem Herrn den Becher zu mischen, dieser aber giesst ihm eine Schüssel übers Angesicht.