Sheviit 2

Kapitel 2

א עַד אֵימָתַי חוֹרְשִׁין בִּשְׂדֵה הַלָּבָן עֶרֶב שְׁבִיעִית. עַד שֶׁתִּכְלֶה הַלֵּחָה, כָּל זְמַן שֶׁבְּנֵי אָדָם חוֹרְשִׁים לִטַּע בַּמִּקְשָׁאוֹת וּבַמִּדְלָעוֹת. אָמַר רַבִּי שִׁמְעוֹן, נָתַתָּ תּוֹרַת כָּל אֶחָד וְאֶחָד בְּיָדוֹ, אֶלָּא בִּשְׂדֵה הַלָּבָן עַד הַפֶּסַח, וּבִשְׂדֵה הָאִילָן עַד עֲצֶרֶת:
1 Bis wie lange darf man im sechsten Jahre ein weisses Feld beakern? — Bis die Feuchtigkeit des Bodens aufhört; das ist, so lange die Leute noch im Gurken- und Kürbisland graben, um zu pflanzen. Dagegen wendet R. Simeon ein: Das hiesse, Jedem das Gesetz nach Willkür überlassen! Also besser: Im weissen Felde bis <span dir="rtl">פסח</span> und im, mit Bäumen bepflanzten Felde, bis <span dir="ltr">שבועות)« עצרת</span>)«
ב מְזַבְּלִין וּמְעַדְּרִין בַּמִּקְשָׁאוֹת וּבַמִּדְלָעוֹת עַד רֹאשׁ הַשָּׁנָה. וְכֵן בְּבֵית הַשְּׁלָחִין. מְיַבְּלִין, מְפָרְקִין, מְאַבְּקִין, מְעַשְּׁנִין, עַד רֹאשׁ הַשָּׁנָה. רַבִּי שִׁמְעוֹן אוֹמֵר, אַף נוֹטֵל הוּא אֶת הֶעָלֶה מִן הָאֶשְׁכּוֹל בַּשְּׁבִיעִית:
2 Man darf in Gurken- und Kürbisleldern bis <span dir="rtl">ראש השנה</span> Dünger legen und sie umgraben. Eben so in dürren, künstlich bewässerten Feldern. Man darf die Warzen der Bäume wegschneiden, die welken Blätter abnehmen, die Wurzeln mit Erde bedecken und die Bäume beräuchern bis <span dir="rtl">ראש השנה</span>. R. Simon sagt: Man darf das Blatt von der Weintraube selbst im siebenten Jahre ablesen.
ג מְסַקְּלִין עַד רֹאשׁ הַשָּׁנָה. מְקַרְסְמִין, מְזָרְדִין, מְפַסְּלִין, עַד רֹאשׁ הַשָּׁנָה. רַבִּי יְהוֹשֻׁעַ אוֹמֵר, כְּזֵרוּדָהּ וּכְפִסּוּלָהּ שֶׁל חֲמִשִּׁית, כָּךְ שֶׁל שִׁשִּׁית. רַבִּי שִׁמְעוֹן אוֹמֵר, כָּל זְמַן שֶׁאֲנִי רַשַּׁאי בַּעֲבוֹדַת הָאִילָן, רַשַּׁאי אֲנִי בְּפִסּוּלוֹ:
3 Bis <span dir="rtl">ראש השנה</span> darf man die Steine aus den Feldern fortschaffen, dürre Äste abschneiden, feuchte Äste wegnehmen und die unnützen Auswüchse ausschneiden. R. Josua sagt: Wie das Beschneiden der Äste und das Ausschneiden im fünften Jahre, eben so ist es im sechsten. R. Simeon sagt: So lange wie ich das Feld um den Baum herum bestellen darf, so lange auch nur darf ich ihn ausbessern.
ד מְזַהֲמִין אֶת הַנְּטִיעוֹת, וְכוֹרְכִין אוֹתָן, וְקוֹטְמִין אוֹתָן, וְעוֹשִׂין לָהֶן בָּתִּים, וּמַשְׁקִין אוֹתָן, עַד רֹאשׁ הַשָּׁנָה. רַבִּי אֶלְעָזָר בַּר צָדוֹק אוֹמֵר, אַף מַשְׁקֶה הוּא אֶת הַנּוֹף בַּשְּׁבִיעִית, אֲבָל לֹא אֶת הָעִקָּר:
4 Man darf bis <span dir="rtl">ראש השנה</span> die jungen Bäume bestreichen, binden, abstutzen, mit Schutzhüllen umgeben und begiessen. R. Elasar bar Zadok sagt: Man darf auch im siebenten Brachjahre den Wipfel begiessen, aber nicht den Stamm.
ה סָכִין אֶת הַפַּגִּים וּמְנַקְּבִים אוֹתָם, עַד רֹאשׁ הַשָּׁנָה. פַּגֵּי עֶרֶב שְׁבִיעִית שֶׁנִּכְנְסוּ לַשְּׁבִיעִית, וְשֶׁל שְׁבִיעִית שֶׁיָּצְאוּ לְמוֹצָאֵי שְׁבִיעִית, לֹא סָכִין וְלֹא מְנַקְּבִין אוֹתָן. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, מְקוֹם שֶׁנָּהֲגוּ לָסוּךְ, אֵינָן סָכִין, מִפְּנֵי שֶׁהִיא עֲבוֹדָה. מְקוֹם שֶׁנָּהֲגוּ שֶׁלֹּא לָסוּךְ, סָכִין. רַבִּי שִׁמְעוֹן מַתִּיר בָּאִילָן, מִפְּנֵי שֶׁהוּא רַשַּׁאי בַּעֲבוֹדַת הָאִילָן:
5 Man darf bis <span dir="rtl">ראש השנה</span> die unreifen Feigen mit Öl bestreichen und durchlöchern. Die unreifen Feigen des sechsten Jahres, die bis das siebente stehen, und die des siebenten, die über das Ende desselben stehen, darf man weder bestreichen noch durchlöchern. R. Jehudah sagt: Wenn man gewohnt ist zu bestreichen, darf es nicht geschehen, weil es zur Feldarbeit gehört; wo es aber nicht üblich ist, darf es geschehen. R. Simeon gestattet dies am Baum zu verrichten, weil man jede Arbeit am Baume verrichten darf.
ו אֵין נוֹטְעִין וְאֵין מַבְרִיכִין וְאֵין מַרְכִּיבִין עֶרֶב שְׁבִיעִית פָּחוֹת מִשְּׁלֹשִׁים יוֹם לִפְנֵי רֹאשׁ הַשָּׁנָה. וְאִם נָטַע אוֹ הִבְרִיךְ אוֹ הִרְכִּיב, יַעֲקוֹר. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, כָּל הַרְכָּבָה שֶׁאֵינָהּ קוֹלֶטֶת לִשְׁלֹשָׁה יָמִים, שׁוּב אֵינָהּ קוֹלֶטֶת. רַבִּי יוֹסֵי וְרַבִּי שִׁמְעוֹן אוֹמְרִים, לִשְׁתֵּי שַׁבָּתוֹת:
6 Innerhalb dreissig Tage vor <span dir="rtl">ראש השנה</span>, darf man im sechsten Jahre weder pflanzen, noch Weinstöcke ablegen noch pfropfen; wenn er aber gepflanzt, Weinstöcke abgelegt, oder gepfropft hat, so muss er es ausreissen. R. Jehudah sagt: Jedes Pfropfen, das nach drei Tagen nicht gefasst hat, kann nicht gedeihen. R. Josua und R. Simon sagen: Nach zwei Wochen.
ז הָאֹרֶז וְהַדֹּחַן וְהַפְּרָגִין וְהַשֻּׁמְשְׁמִין שֶׁהִשְׁרִישׁוּ לִפְנֵי רֹאשׁ הַשָּׁנָה, מִתְעַשְּׂרִין לְשֶׁעָבַר, וּמֻתָּרִין בַּשְּׁבִיעִית. וְאִם לָאו, אֲסוּרִין בַּשְּׁבִיעִית, וּמִתְעַשְּׂרִין לְשָׁנָה הַבָּאָה:
7 Reis, Hirse, Mohn und Sesam werden, wenn sie vor <span dir="rtl">ראש השנה</span> bereits Wurzel geschlagen haben, verzehntet, wie Früchte des vergangenen Jahres und dürfen im siebenten Jahre eingesammelt werden, wo nicht, sind sie im siebenten verboten und werden wie die Früchte des neuen Jahres verzehntet.
ח רַבִּי שִׁמְעוֹן שְׁזוּרִי אוֹמֵר, פּוֹל הַמִּצְרִי שֶׁזְּרָעוֹ לְזֶרַע בַּתְּחִלָּה, כַּיּוֹצֵא בָהֶן. רַבִּי שִׁמְעוֹן אוֹמֵר, אֲפוּנִין הַגַּמְלוֹנִין, כַּיּוֹצֵא בָהֶן. רַבִּי אֶלְעָזָר אוֹמֵר, אֲפוּנִין הַגַּמְלוֹנִין, מִשֶּׁתִּרְמְלוּ לִפְנֵי רֹאשׁ הַשָּׁנָה:
8 R. Simeon Schesori lehrt: Wenn man die ägyptische Bohne zur Saat eingesäet hat, so wird es damit eben so gehalten. R. Simeon sagt: Auch bei den Kameel-Erbsen, R. Elasar dagegen meint: diese letzteren sind nur den ersteren gleich, wenn sie vor <span dir="rtl">ראש השנה</span> bereits lockere Schoten erlangt haben.
ט הַבְּצָלִים הַסָּרִיסִים, וּפוֹל הַמִּצְרִי, שֶׁמָּנַע מֵהֶם מַיִם שְׁלֹשִׁים יוֹם לִפְנֵי רֹאשׁ הַשָּׁנָה, מִתְעַשְּׂרִין לְשֶׁעָבַר, וּמֻתָּרִים בַּשְּׁבִיעִית, וְאִם לָאו, אֲסוּרִים בַּשְּׁבִיעִית, וּמִתְעַשְּׂרִין לְשָׁנָה הַבָּאָה. וְשֶׁל בַּעַל שֶׁמָּנַע מֵהֶם מַיִם שְׁתֵּי עוֹנוֹת, דִּבְרֵי רַבִּי מֵאִיר. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, שָׁלֹשׁ:
9 Die samenlosen Zwiebeln und ägyptischen Bohnen, welche man dreissig Tage vor <span dir="rtl">ראש השנה</span> nicht mehr begossen hat, werden nach dem verflossenen Jahre verzehntet und sind im siebenten Brachjahre erlaubt; wo nicht, sind sie im siebenten verboten und werden nach dem neuen Jahre verzehntet. Ebenso die Gewächse eines trockenen Feldes, die zwei Zeiten nicht mehr begossen wurden, so urteilt R. Meïr, die Weisen aber sagen drei (Zeiten).
י הַדְּלוּעִין שֶׁקִּיְּמָן לְזֶרַע, אִם הִקְשׁוּ לִפְנֵי רֹאשׁ הַשָּׁנָה וְנִפְסְלוּ מֵאֹכֶל אָדָם, מֻתָּר לְקַיְּמָן בַּשְּׁבִיעִית. וְאִם לָאו, אָסוּר לְקַיְּמָן בַּשְּׁבִיעִית. הַתְּמָרוֹת שֶׁלָּהֶם, אֲסוּרוֹת בַּשְּׁבִיעִית. וּמַרְבִּיצִין בְּעָפָר לָבָן, דִּבְרֵי רַבִּי שִׁמְעוֹן, רַבִּי אֱלִיעֶזֶר בֶּן יַעֲקֹב אוֹסֵר. מְמָרְסִין בָּאֹרֶז בַּשְּׁבִיעִית, רַבִּי שִׁמְעוֹן אוֹמֵר, אֲבָל אֵין מְכַסְּחִין:
10 Kürbisse, die man zum Samen stehen lässt, darf man, wenn sie hart und zur Menschen-Speise unbrauchbar geworden sind, im siebenten Jahre stehen lassen; wo nicht, ist es verboten. Die Blütenknospen derselben, sind im siebenten Jahre verboten. Man darf die weisse Erde begiessen, dies ist der Ausspruch des R. Simeon. R. Elieser ben Jakob verbietet es. Man darf Reisfelder im siebenten Jahre besprengen. R. Simeon setzt hinzu: Man darf jedoch nicht wegschneiden.