Shekalim 4

Kapitel 4

א הַתְּרוּמָה מֶה הָיוּ עוֹשִׂין בָּהּ, לוֹקְחִין בָּהּ תְּמִידִין וּמוּסָפִין וְנִסְכֵּיהֶם, הָעֹמֶר וּשְׁתֵּי הַלֶּחֶם וְלֶחֶם הַפָּנִים, וְכָל קָרְבְּנוֹת הַצִּבּוּר. שׁוֹמְרֵי סְפִיחִים בַּשְּׁבִיעִית, נוֹטְלִין שְׂכָרָן מִתְּרוּמַת הַלִּשְׁכָּה. רַבִּי יוֹסֵי אוֹמֵר, (אַף הָרוֹצֶה) מִתְנַדֵּב שׁוֹמֵר חִנָּם. אָמְרוּ לוֹ, אַף אַתָּה אוֹמֵר, שֶׁאֵינָן בָּאִין אֶלָּא מִשֶּׁל צִבּוּר:
1 Was geschieht nun mit der Hebe? Man verwendet sie zum Ankauf der täglichen und der Musafopfer nebst ihren Mehl- und Weinopfern, des ‘Omer, der beiden Brote, des innern Brotes und all der [übrigen] öffentlichen Opfer. Die zur Bewachung des Nachwuchses im siebenten Jahre bestellten Feldhüter erhielten ihren Lohn aus der Kammerhebe. R. Jose meinte: Wer da will, kann sich auch als unbesoldeter Hüter zur Verfügung stellen. Man entgegnete ihm aber: Auch du behauptest doch, dass all das nur aus öffentlichen Mitteln dargebracht werden darf.
ב פָּרָה וְשָׂעִיר הַמִּשְׁתַּלֵּחַ וְלָשׁוֹן שֶׁל זְהוֹרִית, בָּאִין מִתְּרוּמַת הַלִשְׁכָּה. כֶּבֶשׁ פָּרָה, וְכֶבֶשׁ שָׂעִיר הַמִּשְׁתַּלֵּחַ וְלָשׁוֹן שֶׁבֵּין קַרְנָיו, וְאַמַּת הַמַּיִם, וְחוֹמַת הָעִיר וּמִגְדְּלוֹתֶיהָ, וְכָל צָרְכֵי הָעִיר, בָּאִין מִשְּׁיָרֵי הַלִּשְׁכָּה. אַבָּא שָׁאוּל אוֹמֵר, כֶּבֶשׁ פָּרָה כֹּהֲנִים גְּדוֹלִים עוֹשִׂין אוֹתוֹ מִשֶּׁל עַצְמָן:
2 Die Kuh, der zu verschickende Bock und das Kermesband werden aus der Kammerhebe beschafft. Der Brückensteg für die Kuh, der Brückensteg für den zu verschickenden Bock und das Band zwischen seinen Hörnern, der Wasserarm, die Stadtmauer und ihre Türme wie überhaupt alle Bedürfnisse der Stadt werden aus den Überschüssen der Kammer bestritten. Abba Saul meint: Den Brückensteig für die Kuh bauten die Hohenpriester aus eigenen Mitteln.
ג מוֹתַר שְׁיָרֵי הַלִּשְׁכָּה מֶה הָיוּ עוֹשִׂין בָּהֶן, לוֹקְחִין בָּהֶן יֵינוֹת, שְׁמָנִים וּסְלָתוֹת, וְהַשָּׂכָר לַהֶקְדֵּשׁ, דִּבְרֵי רַבִּי יִשְׁמָעֵאל. רַבִּי עֲקִיבָא אוֹמֵר, אֵין מִשְׂתַּכְּרִין מִשֶּׁל הֶקְדֵּשׁ וְלֹא מִשֶּׁל עֲנִיִּים:
3 Was geschah mit dem Rest der Kammerüberschüsse? Man verwandte ihn zum Ankauf von Wein, Öl und Mehl, deren Erlös dem Heiligtum zufiel. So die Worte des R. Isma‘el, R. ‘Akiba dagegen sagt: Man macht keine Geschäfte mit Tempelgut, noch mit Armengeld.
ד מוֹתַר תְּרוּמָה מֶה הָיוּ עוֹשִׂין בָּהּ, רִקּוּעֵי זָהָב צִפּוּי לְבֵית קָדְשֵׁי הַקֳּדָשִׁים. רַבִּי יִשְׁמָעֵאל אוֹמֵר, מוֹתַר הַפֵּרוֹת לְקַיִץ הַמִּזְבֵּחַ, וּמוֹתַר הַתְּרוּמָה לִכְלֵי שָׁרֵת. רַבִּי עֲקִיבָא אוֹמֵר, מוֹתַר הַתְּרוּמָה לְקַיִץ הַמִּזְבֵּחַ, וּמוֹתַר נְסָכִים לִכְלֵי שָׁרֵת. רַבִּי חֲנַנְיָא סְגַן הַכֹּהֲנִים אוֹמֵר, מוֹתַר נְסָכִים לְקַיִץ הַמִּזְבֵּחַ, וּמוֹתַר הַתְּרוּמָה לִכְלֵי שָׁרֵת. זֶה וָזֶה לֹא הָיוּ מוֹדִים בַּפֵּרוֹת:
4 Wie verwendet man den Rest der Hebe? Zu Goldplatten für die Bekleidung des Allerheiligsten. R. Isma‘el sagt: Die Überschüsse der Früchte sind für den Nachtisch des Altars bestimmt, der Rest der Hebe dient zur Anschaffung von Dienstgeräten. R. ‘Akiba sagt: Der Rest der Hebe für den Nachtisch des Altars, der Überschuss der Wein- und Mehlopfer für Dienstgeräte; R. Ḥananja, der Priestervorsteher sagt: Der Überschuss der Mehl- und Weinopfer für den Nachtisch des Altars, der Rest der Hebe für Dienstgeräte. Dieser wie jener räumt [einen Handel] mit Früchten nicht ein.
ה מוֹתַר הַקְּטֹרֶת מֶה הָיוּ עוֹשִׂין בָּהּ, מַפְרִישִׁין (מִמֶּנָּה) שְׂכַר הָאֻמָּנִין, וּמְחַלְּלִין אוֹתָהּ עַל שְׂכַר הָאֻמָּנִין, וְנוֹתְנִין אוֹתָהּ לָאֻמָּנִין בִּשְׂכָרָן, וְחוֹזְרִין וְלוֹקְחִין אוֹתָהּ מִתְּרוּמָה חֲדָשָׁה. אִם בָּא הֶחָדָשׁ בִּזְמַנּוֹ, לוֹקְחִין אוֹתָהּ מִתְּרוּמָה חֲדָשָׁה. וְאִם לָאו מִן הַיְּשָׁנָה:
5 Wie verfährt man mit dem Rest des Räucherwerks? Man sondert davon den Lohn der Handwerker ab, gibt es diesen, nachdem es gegen den ihnen zukommenden Geldbetrag ausgelöst worden, als ihren Lohn und kauft es aus der neuen Hebe, wieder zurück. War die neue [Tempelsteuer] rechtzeitig eingekommen, kaufte man es aus der neuen Hebe, sonst aus der alten.
ו הַמַּקְדִּישׁ נְכָסָיו וְהָיוּ בָּהֶן דְּבָרִים רְאוּיִין לְקָרְבְּנוֹת הַצִּבּוּר, יִנָּתְנוּ לָאֻמָּנִין בִּשְׂכָרָן, דִּבְרֵי רַבִּי עֲקִיבָא. אָמַר לוֹ בֶּן עֲזַאי, אֵינָהּ הִיא הַמִּדָּה, אֶלָּא מַפְרִישִׁין מֵהֶן שְׂכַר הָאֻמָּנִין, וּמְחַלְּלִין אוֹתָן עַל מָעוֹת הָאֻמָּנִין, וְנוֹתְנִין אוֹתָן לָאֻמָּנִין בִּשְׂכָרָן, וְחוֹזְרִין וְלוֹקְחִין אוֹתָן מִתְּרוּמָה חֲדָשָׁה:
6 Weiht jemand sein Eigentum dem Heiligtum, und es befinden sich darunter Gegenstände, die sich zu öffentlichen Opfern eignen, sollen sie den Handwerkern in Zahlung gegeben werden. So die Worte des R. ‘Akiba. Da sagte Ben ‘Azzai zu ihm: Das ist nicht dasselbe Maass! Vielmehr sondert man von ihnen den Lohn der Handwerker ab, gibt sie diesen, nachdem man sie gegen den ihnen zukommenden Geldbetrag ausgelöst hat, als ihren Lohn und kauft sie aus der neuen·Hebe wieder zurück.
ז הַמַּקְדִּישׁ נְכָסָיו וְהָיְתָה בָּהֶן בְּהֵמָה רְאוּיָה לְגַבֵּי הַמִּזְבֵּחַ, זְכָרִים וּנְקֵבוֹת, רַבִּי אֱלִיעֶזֶר אוֹמֵר, זְכָרִים יִמָּכְרוּ לְצָרְכֵי עוֹלוֹת, וּנְקֵבוֹת יִמָּכְרוּ לְצָרְכֵי זִבְחֵי שְׁלָמִים, וּדְמֵיהֶן יִפְּלוּ עִם שְׁאָר נְכָסִים לְבֶדֶק הַבָּיִת. רַבִּי יְהוֹשֻׁעַ אוֹמֵר, זְכָרִים עַצְמָן יִקָּרְבוּ עוֹלוֹת, וּנְקֵבוֹת יִמָּכְרוּ לְצָרְכֵי זִבְחֵי שְׁלָמִים, וְיָבִיא בִּדְמֵיהֶן עוֹלוֹת, וּשְׁאָר נְכָסִים יִפְּלוּ לְבֶדֶק הַבָּיִת. רַבִּי עֲקִיבָא אוֹמֵר, רוֹאֶה אֲנִי אֶת דִּבְרֵי רַבִּי אֱלִיעֶזֶר מִדִּבְרֵי רַבִּי יְהוֹשֻׁעַ, שֶׁרַבִּי אֱלִיעֶזֶר הִשְׁוָה אֶת מִדָּתוֹ, וְרַבִּי יְהוֹשֻׁעַ חָלַק. אָמַר רַבִּי פַּפְּיַס, שָׁמַעְתִּי כְּדִבְרֵי שְׁנֵיהֶן, שֶׁהַמַּקְדִּישׁ בְּפֵרוּשׁ, כְּדִבְרֵי רַבִּי אֱלִיעֶזֶר. וְהַמַּקְדִּישׁ סְתָם, כְּדִבְרֵי רַבִּי יְהוֹשֻׁעַ:
7 Wenn jemand sein Eigentum dem Heiligtum weiht, und es befindet sich Vieh darunter, das für den Altar geeignet ist, Männchen und Weibchen, so werden nach Ansicht des R. Eli‘ezer die Männchen an Leute verkauft, die Ganzopfer brauchen, und die Weibchen an solche, die Friedensopfer brauchen, der Erlös aber fällt mit den übrigen Gütern dem Tempelschatze zu. R. Josua dagegen meint, die Männchen werden ohne weiteres als Ganzopfer dargebracht, die Weibchen aber an Personen, die Friedensopfer brauchen, verkauft und für den Erlös Ganzopfer beschafft, während die übrigen Güter dem Tempelschatze zufallen. Dazu bemerkte R. ‘Akiba: Ich finde die Worte des R. Eli‘ezer einleuchtender als die des R. Josua; denn R. Eli‘ezer führt sein Prinzip gleichmässig durch, R. Josua aber macht Unterschiede. R. Pappaios sagte: Ich hörte eine Ansicht, die beiden gerecht wird. Hat man nämlich mit ausdrücklicher Bestimmung geweiht, so ist nach R. Eli‘ezer zu verfahren; hat man dagegen schlechthin geweiht, so ist die Meinung des R. Josua zu befolgen.
ח הַמַּקְדִּישׁ נְכָסִים וְהָיוּ בָּהֶן דְּבָרִים רְאוּיִין עַל גַּבֵּי הַמִּזְבֵּחַ, יֵינוֹת, שְׁמָנִים וְעוֹפוֹת, רַבִּי אֶלְעָזָר אוֹמֵר, יִמָּכְרוּ לְצָרְכֵי אוֹתוֹ הַמִּין וְיָבִיא בִּדְמֵיהֶן עוֹלוֹת, וּשְׁאָר נְכָסִים יִפְּלוּ לְבֶדֶק הַבָּיִת:
8 Weiht jemand sein Vermögen dem Heiligtum, und es sind Dinge darunter, die sich für den Altar eignen: Wein, Öl, Mehl, Geflügel, so werden diese gemäss einer Entscheidung des R. El‘azar an Leute, die ein entsprechendes Opfer brauchen, verkauft und für den Erlös Ganzopfer dargebracht, während die übrigen Güter dem Tempelschatze zufallen.
ט אַחַת לִשְׁלשִׁים יוֹם, מְשַׁעֲרִין אֶת הַלִּשְׁכָּה. כָּל הַמְקַבֵּל עָלָיו לְסַפֵּק סְלָתוֹת מֵאַרְבַּע, עָמְדוּ מִשָּׁלשׁ, יְסַפֵּק מֵאַרְבַּע. מִשָּׁלשׁ וְעָמְדוּ מֵאַרְבַּע, יְסַפֵּק מֵאַרְבַּע, שֶׁיַּד הֶקְדֵּשׁ עַל הָעֶלְיוֹנָה. וְאִם הִתְלִיעָה סֹלֶת, הִתְלִיעָה לוֹ. וְאִם הֶחְמִיץ יַיִן, הֶחְמִיץ לוֹ. וְאֵינוֹ מְקַבֵּל אֶת מְעוֹתָיו, עַד שֶׁיְּהֵא הַמִּזְבֵּחַ מְרַצֶּה:
9 Alle dreissig Tage macht die Kammer ihre Abschlüsse. Wer die Lieferung des Mehls zu vier übernimmt, muss es auch dann, wenn es zu drei verkauft wird, zu vier liefern; [übernimmt er] zu drei, und man bekommt es später zu vier, so muss er fortan zu vier liefern. Denn das Heiligtum hat die Oberhand. Ist das Mehl wurmig geworden, ist es ihm wurmig geworden; ist der Wein Essig geworden, ist er ihm Essig geworden. Er bekommt sein Geld erst, wenn der Altar die Sühne bewirkt hat.