Sanhedrin 2

Kapitel 2

א כֹּהֵן גָּדוֹל דָּן וְדָנִין אוֹתוֹ, מֵעִיד וּמְעִידִין אוֹתוֹ, חוֹלֵץ וְחוֹלְצִין לְאִשְׁתּוֹ, וּמְיַבְּמִין אֶת אִשְׁתּוֹ, אֲבָל הוּא אֵינוֹ מְיַבֵּם, מִפְּנֵי שֶׁהוּא אָסוּר בָּאַלְמָנָה. מֵת לוֹ מֵת, אֵינוֹ יוֹצֵא אַחַר הַמִּטָּה, אֶלָּא הֵן נִכְסִין וְהוּא נִגְלֶה, הֵן נִגְלִין וְהוּא נִכְסֶה, וְיוֹצֵא עִמָּהֶן עַד פֶּתַח הָעִיר, דִּבְרֵי רַבִּי מֵאִיר. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, אֵינוֹ יוֹצֵא מִן הַמִּקְדָּשׁ, שֶׁנֶּאֱמַר (ויקרא כא) וּמִן הַמִּקְדָּשׁ לֹא יֵצֵא. וּכְשֶׁהוּא מְנַחֵם אֲחֵרִים, דֶּרֶךְ כָּל הָעָם עוֹבְרִין בָּזֶה אַחַר זֶה וְהַמְמֻנֶּה מְמַצְּעוֹ בֵּינוֹ לְבֵין הָעָם. וּכְשֶׁהוּא מִתְנַחֵם מֵאֲחֵרִים, כָּל הָעָם אוֹמְרִים לוֹ אָנוּ כַפָּרָתְךָ, וְהוּא אוֹמֵר לָהֶן תִּתְבָּרְכוּ מִן הַשָּׁמָיִם. וּכְשֶׁמַּבְרִין אוֹתוֹ, כָּל הָעָם מְסֻבִּין עַל הָאָרֶץ וְהוּא מֵסֵב עַל הַסַּפְסָל:
1 Der Hohepriester kann richten, und man kann ihn richten; er kann Zeuge sein, und man kann wider ihn zeugen; er kann die Chaliza vollziehen, und man kann an seiner Frau die Chaliza vollziehen. Man kann auch an seiner Frau die Schwagerehe vollziehen, er aber darf nicht die Schwagerehe vollziehen, weil ihm eine Witwe (zu heiraten) verboten ist. Stirbt ihm jemand, so gehe er nicht hinter der Bahre; sondern wenn sie nicht mehr gesehen werden, darf er sich zeigen, so wie sie wieder sich zeigen, muss er sich zurückziehen, und so gehe er mit ihnen bis an das Thor der Stadt. Dies die Worte R. Meïr’s. R. Jehuda sagt: Er gehe nicht aus dem Heiligtum, denn es heisst (Lev. 21, 12): „Und aus dem Heiligtum soll er nicht gehen.“ Wenn er Andere tröstet, so ist es Sitte, dass das ganze Volk Einer nach dem Andern vorbeigeht und der Stellvertreter ihn zwischen sich und dem Volke in die Mitte nimmt. Wenn er von Andern getröstet wird, so spricht das ganze Volk zu ihm: „Wir seien deine Sühne!“; — er spricht (darauf) zu ihnen: „Seid vom Himmel gesegnet!“. Wenn man ihm das Trauermahl reicht, lagert sich das ganze Volk auf der Erde, er aber liegt auf einem Schemel.
ב הַמֶּלֶךְ לֹא דָן וְלֹא דָנִין אוֹתוֹ, לֹא מֵעִיד וְלֹא מְעִידִין אוֹתוֹ, לֹא חוֹלֵץ וְלֹא חוֹלְצִין לְאִשְׁתּוֹ. לֹא מְיַבֵּם וְלֹא מְיַבְּמִין לְאִשְׁתּוֹ. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, אִם רָצָה לַחֲלֹץ אוֹ לְיַבֵּם, זָכוּר לָטוֹב. אָמְרוּ לוֹ, אֵין שׁוֹמְעִין לוֹ. וְאֵין נוֹשְׂאִין אַלְמָנָתוֹ. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, נוֹשֵׂא הַמֶּלֶךְ אַלְמָנָתוֹ שֶׁל מֶלֶךְ, שֶׁכֵּן מָצִינוּ בְדָוִד שֶׁנָּשָׂא אַלְמָנָתוֹ שֶׁל שָׁאוּל, שֶׁנֶּאֱמַר (שמואל ב יב) וָאֶתְּנָה לְךָ אֶת בֵּית אֲדֹנֶיךָ וְאֶת נְשֵׁי אֲדֹנֶיךָ בְּחֵיקֶךָ:
2 Der König kann nicht richten, und man kann ihn nicht richten; er kann nicht Zeuge sein, und man kann wider ihn nicht zeugen; er vollziehe nicht die Chaliza, und man vollziehe an seiner Frau nicht die Chaliza; er vollziehe nicht die Schwagerehe, und man vollziehe an seiner Frau nicht die Schwagerehe. R. Jehuda sagt: Wenn er die Chaliza oder die Schwagerehe vollziehen will, so sei seiner zum Guten gedacht! Da sagten sie zu ihm: Man hört nicht auf ihn. Man darf seine Witwe nicht heiraten. R. Jehuda sagt: Ein König darf die Witwe eines Königs heiraten, denn so finden wir bei David, dass er die Witwe Saul’s geheiratet hat, wie es heisst (2. Sam. 12, 8): „Ich gab dir das Haus deines Herrn und die Weiber deines Herrn in deinen Schooss“.
ג מֵת לוֹ מֵת, אֵינוֹ יוֹצֵא מִפֶּתַח פַּלְטְרִין שֶׁלּוֹ. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, אִם רוֹצֶה לָצֵאת אַחַר הַמִּטָּה, יוֹצֵא, שֶׁכֵּן מָצִינוּ בְדָוִד שֶׁיָּצָא אַחַר מִטָּתוֹ שֶׁל אַבְנֵר, שֶׁנֶּאֱמַר (שם ג) וְהַמֶּלֶךְ דָּוִד הֹלֵךְ אַחֲרֵי הַמִּטָּה. אָמְרוּ לוֹ, לֹא הָיָה הַדָּבָר אֶלָּא לְפַיֵּס אֶת הָעָם. וּכְשֶׁמַּבְרִין אוֹתוֹ, כָּל הָעָם מְסֻבִּין עַל הָאָרֶץ וְהוּא מֵסֵב עַל הַדַּרְגָּשׁ:
3 Stirbt ihm Jemand, so gehe er nicht zum Thore seines Palastes hinaus. R. Jehuda sagt: Wenn er hinter der Bahre einhergehen will, so darf er hinausgehen, denn so finden wir bei David, dass er hinter der Bahre Abner’s einherging, wie es heisst (2 Sam. 3, 31): „Der König David ging hinter der Bahre.“ Da sprachen sie Wenn man ihm das Trauermahl reicht, sitzt das ganze Volk auf der Erde, er aber liegt auf einem Sofa.
ד וּמוֹצִיא לְמִלְחֶמֶת הָרְשׁוּת עַל פִּי בֵית דִּין שֶׁל שִׁבְעִים וְאֶחָד. וּפוֹרֵץ לַעֲשׂוֹת לוֹ דֶרֶךְ, וְאֵין מְמַחִין בְּיָדוֹ. דֶּרֶךְ הַמֶּלֶךְ אֵין לוֹ שִׁעוּר. וְכָל הָעָם בּוֹזְזִין וְנוֹתְנִין לְפָנָיו, וְהוּא נוֹטֵל חֵלֶק בָּרֹאשׁ. לֹא יַרְבֶּה לּוֹ נָשִׁים (דברים יז), אֶלָּא שְׁמֹנֶה עֶשְׂרֵה. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, מַרְבֶּה הוּא לוֹ, וּבִלְבַד שֶׁלֹּא יְהוּ מְסִירוֹת אֶת לִבּוֹ. רַבִּי שִׁמְעוֹן אוֹמֵר, אֲפִלּוּ אַחַת וּמְסִירָה אֶת לִבּוֹ, הֲרֵי זֶה לֹא יִשָּׂאֶנָּה. אִם כֵּן לָמָּה נֶאֱמַר (דברים יז) וְלֹא יַרְבֶּה לּוֹ נָשִׁים, אֲפִלּוּ כַאֲבִיגָיִל. לֹא יַרְבֶּה לּוֹ סוּסִים (שם), אֶלָּא כְדֵי מֶרְכַּבְתּוֹ. וְכֶסֶף וְזָהָב לֹא יַרְבֶּה לּוֹ מְאֹד (שם), אֶלָּא כְדֵי לִתֵּן אַפְסַנְיָא. וְכוֹתֵב לוֹ סֵפֶר תּוֹרָה לִשְׁמוֹ. יוֹצֵא לַמִּלְחָמָה, מוֹצִיאָהּ עִמּוֹ. נִכְנָס, מַכְנִיסָהּ עִמּוֹ. יוֹשֵׁב בַּדִּין, הִיא עִמּוֹ. מֵסֵב, הִיא כְנֶגְדּוֹ, שֶׁנֶּאֱמַר (שם) וְהָיְתָה עִמּוֹ וְקָרָא בוֹ כָּל יְמֵי חַיָּיו:
4 Er kann zu einem willkürlichen Kriege nach Entscheidung des Gerichtshofes von einundsiebzig (das Volk) hinausführen; er darf niederreissen, um sich einen Weg zu machen, und man kann es ihm nicht verwehren; der Weg des Königs hat kein Maass. Das ganze Volk muss, was es erbeutet, ihm vorlegen, und er nimmt (seinen) Anteil zuerst. — „Er darf sich nicht viele Weiber nehmen,“ sondern nur achtzehn. R. Jehuda sagt: Er darf sich viele nehmen, nur dass sie nicht sein Herz abtrünnig machen. R. Simon sagt: Selbst eine, die sein Herz abtrünnig machen würde — siehe, er darf sie nicht nehmen! Wenn dem so ist, warum wird befohlen: „er soll sich nicht viele Weiber nehmen“? Selbst solche wie Abigajil. „Er soll sich nicht viele Rosse halten,“ —sondern nur was für seine Wagen nötig ist; „und Silber und Gold soll er nicht in Menge anschaffen,“ — sondern nur so viel, um den Sold bezahlen zu können. Er schreibe für sich eine Gesetzrolle; wenn er in den Krieg zieht, führe er sie mit sich hinaus; wenn er heimzieht, führe er sie mit sich herein; wenn er zu Gericht sitzt, sei sie bei ihm; sitzt er bei Tische, sei sie ihm gegenüber, denn es heisst (Deut. 17, 19): „Sie sei bei ihm, und er lese darin alle Tage seines Lebens!“
ה אֵין רוֹכְבִין עַל סוּסוֹ, וְאֵין יוֹשְׁבִין עַל כִּסְאוֹ, וְאֵין מִשְׁתַּמְּשִׁין בְּשַׁרְבִיטוֹ, וְאֵין רוֹאִין אוֹתוֹ כְּשֶׁהוּא מִסְתַּפֵּר וְלֹא כְשֶׁהוּא עָרֹם וְלֹא בְבֵית הַמֶּרְחָץ, שֶׁנֶּאֱמַר (שם) שׂוֹם תָּשִׂים עָלֶיךָ מֶלֶךְ, שֶׁתְּהֵא אֵימָתוֹ עָלֶיךָ:
5 Man darf nicht auf seinem Pferde reiten, man darf nicht auf seinem Throne sitzen, und man darf nicht seines Szepters sich bedienen. Man darf ihn nicht sehen, während er sich das Haar scheren lässt, nicht, wenn er nackt ist, und nicht, wenn er im Bade ist, denn es heisst (Deut. 17, 15): „Du sollst über dich einen König setzen!“ (das heisst): Es sei die Ehrfurcht vor ihm über dir!