Pesachim 3

Kapitel 3

א אֵלּוּ עוֹבְרִין בְּפֶסַח, כֻּתָּח הַבַּבְלִי, וְשֵׁכָר הַמָּדִי, וְחֹמֶץ הָאֲדוֹמִי, וְזֵתוֹם הַמִּצְרִי, וְזוֹמָן שֶׁל צַבָּעִים, וַעֲמִילָן שֶׁל טַבָּחִים, וְקוֹלָן שֶׁל סוֹפְרִים. רַבִּי אֱלִיעֶזֶר אוֹמֵר, אַף תַּכְשִׁיטֵי נָשִׁים. זֶה הַכְּלָל, כָּל שֶׁהוּא מִמִּין דָּגָן, הֲרֵי זֶה עוֹבֵר בְּפֶסַח. הֲרֵי אֵלּוּ בְאַזְהָרָה, וְאֵין בָּהֶן מִשּׁוּם כָּרֵת:
1 Folgendes muss am Pesach fortgeschafft werden: Babylonischer Milchbrei, medisches Bier, römischer Essig, ägyptischer Gerstenwein; ferner die Färberbrühe, der Stärkekuchen der Köche und der Schreiberleim. R. Eli‘ezer sagt: Auch die Kosmetika der Frauen; dies ist die Regel: Alles was aus einer Getreideart bereitet ist, das muss am Pesach fortgeschafft werden. Sie sind in das Verbot eingeschlossen, doch ist bei ihnen von Ausrottungsstrafe keine Rede.
ב בָּצֵק שֶׁבְּסִדְקֵי עֲרֵבָה, אִם יֵשׁ כַּזַּיִת בְּמָקוֹם אֶחָד, חַיָּב לְבַעֵר. וְאִם לֹא, בָּטֵל בְּמִעוּטוֹ. וְכֵן לְעִנְיַן הַטֻּמְאָה, אִם מַקְפִּיד עָלָיו, חוֹצֵץ. וְאִם רוֹצֶה בְקִיּוּמוֹ, הֲרֵי הוּא כָעֲרֵבָה. בָּצֵק הַחֵרֵשׁ, אִם יֵשׁ כַּיּוֹצֵא בוֹ שֶׁהֶחֱמִיץ, הֲרֵי זֶה אָסוּר:
2 Teig in den Ritzen eines Backtrogs ist man, wenn sich davon ein Ölbeervolumen an einer Stelle findet, fortzuschaffen verpflichtet; weniger als so viel ist in seiner Geringfügigkeit nichtig. Ähnlich verhält es sich hinsichtlich der Unreinheit; Wenn man Anstoss an ihm nimmt, so bildet er eine Scheidung; will man dagegen sein dauerndes Verbleiben, so ist er dem Troge gleichzuachten. Ein tauber Teig ist, wenn ein ihm gleicher vorhanden ist, der bereits Chamesz geworden, verboten.
ג כֵּיצַד מַפְרִישִׁין חַלָּה בְטֻמְאָה בְיוֹם טוֹב, רַבִּי אֱלִיעֶזֶר אוֹמֵר, לֹא תִקְרָא לָהּ שֵׁם עַד שֶׁתֵּאָפֶה. רַבִּי יְהוּדָה בֶּן בְּתֵירָא אוֹמֵר, תַּטִּיל בְּצוֹנֵן. אָמַר רַבִּי יְהוֹשֻׁעַ, לֹא זֶה הוּא חָמֵץ שֶׁמֻּזְהָרִים עָלָיו בְּבַל יֵרָאֶה וּבְבַל יִמָּצֵא, אֶלָּא מַפְרַשְׁתָּהּ וּמַנַּחְתָּה עַד הָעֶרֶב, וְאִם הֶחֱמִיצָה, הֶחֱמִיצָה:
3 Wie sondert man die Brothebe in Unreinheit am Festtage ab? R. Eli‘ezer sagt: Sie gebe ihr den Namen nicht eher, als bis sie gebacken ist. R. Juda b. Bethera sagt: Sie werfe sie in kaltes Wasser. Da sagte R. Josua: Das ist kein Chamesz, auf welches die Verbote: >es soll nicht gesehen werden«, »es soll nicht gefunden werden« Anwendung finden; sie sondere sie vielmehr ab und lasse sie bis zum Abend liegen, und wenn sie Chamesz geworden, mag sie Chamesz sein.
ד רַבָּן גַּמְלִיאֵל אוֹמֵר, שָׁלֹשׁ נָשִׁים לָשׁוֹת כְּאַחַת וְאוֹפוֹת בְּתַנּוּר אֶחָד, זוֹ אַחַר זוֹ. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, שָׁלֹשׁ נָשִׁים עוֹסְקוֹת בַּבָּצֵק, אַחַת לָשָׁה וְאַחַת עוֹרֶכֶת וְאַחַת אוֹפָה. רַבִּי עֲקִיבָא אוֹמֵר, לֹא כָל הַנָּשִׁים וְלֹא כָל הָעֵצִים וְלֹא כָל הַתַּנּוּרִים שָׁוִין. זֶה הַכְּלָל, תָּפַח, תִּלְטֹשׁ בְּצוֹנֵן:
4 Rabban Gamliel sagt: Drei Frauen dürfen gleichzeitig kneten und eine nach der andern in einem Ofen backen. Die Weisen aber sagen: Drei Frauen dürfen bei dem Teig beschäftigt sein, eine knetend, eine zurichtend und eine backend. R. ‘Akiba sagt: Nicht alle Frauen, nicht alles Holz und nicht alle Öfen sind gleich; dies ist die Regel: Schwillt er an, soll sie ihn mit kaltem Wasser pätscheln.
ה שְׂאֹר, יִשָּׂרֵף, וְהָאוֹכְלוֹ פָטוּר. סָדוּק, יִשָּׂרֵף, וְהָאוֹכְלוֹ חַיָּב כָּרֵת. אֵיזֶהוּ שְׂאֹר, כְּקַרְנֵי חֲגָבִים. סָדוּק, שֶׁנִּתְעָרְבוּ סְדָקָיו זֶה בָזֶה, דִּבְרֵי רַבִּי יְהוּדָה. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, זֶה וָזֶה, הָאוֹכְלוֹ חַיָּב כָּרֵת. וְאֵיזֶהוּ שְׂאֹר, כָּל שֶׁהִכְסִיפוּ פָנָיו כְּאָדָם שֶׁעָמְדוּ שַׂעֲרוֹתָיו:
5 Aufgehender Teig muss verbrannt werden, aber wer ihn isst, ist frei; rissiger Teig muss verbrannt werden, und wer ihn isst, macht sich der Ausrottungsstrafe schuldig. Welches ist der aufgehende Teig? Wie Heuschreckenhörner; der rissige Teig? Dessen Risse sich einer mit dem andern vereinigen. So die Worte des R. Juda. Die Weisen aber sagen: Hier wie dort macht sich, wer davon isst, der Ausrottungsstrafe schuldig; und wann ist es aufgehender Teig? Sowie sein Aussehen blass wird wie das eines Menschen, dessen Haare sich sträuben.
ו אַרְבָּעָה עָשָׂר שֶׁחָל לִהְיוֹת בְּשַׁבָּת, מְבַעֲרִים אֶת הַכֹּל מִלִּפְנֵי הַשַּׁבָּת, דִּבְרֵי רַבִּי מֵאִיר. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, בִּזְמַנָּן. רַבִּי אֶלְעָזָר בַּר צָדוֹק אוֹמֵר, תְּרוּמָה מִלִּפְנֵי הַשַּׁבָּת, וְחֻלִּין בִּזְמַנָּן:
6 Fällt der Vierzehnte auf einen Sabbat, muss man alles vor Sabbat wegschaffen. So die Worte des R. Meïr. Die Weisen aber sagen: zu seiner Zeit. R. El‘azar b. R. Szadok sagt: Teruma vor Sabbat, Chullin zu seiner Zeit.
ז הַהוֹלֵךְ לִשְׁחֹט אֶת פִּסְחוֹ, וְלָמוּל אֶת בְּנוֹ, וְלֶאֱכֹל סְעֻדַּת אֵרוּסִין בְּבֵית חָמִיו, וְנִזְכַּר שֶׁיֶּשׁ לוֹ חָמֵץ בְּתוֹךְ בֵּיתוֹ, אִם יָכוֹל לַחֲזֹר וּלְבַעֵר וְלַחֲזֹר לְמִצְוָתוֹ, יַחֲזֹר וִיבַעֵר. וְאִם לָאו, מְבַטְּלוֹ בְלִבּוֹ. לְהַצִּיל מִן הַנָּכְרִים, וּמִן הַנָּהָר, וּמִן הַלִּסְטִים, וּמִן הַדְּלֵקָה, וּמִן הַמַּפֹּלֶת, יְבַטֵּל בְּלִבּוֹ. וְלִשְׁבֹּת שְׁבִיתַת הָרְשׁוּת, יַחֲזֹר מִיָּד:
7 Wer auf dem Wege ist, sein Pesachopfer zu schlachten, seinen Sohn zu beschneiden das Eheschliessungsmahl im Hause seines Schwiegervaters einzunehmen, and sich erinnert, dass er Chamesz zu Hause hat, der muss, wenn er umkehren, es fortschaffen und dann noch zu seiner Pflichterfüllung zurückgehen kann, heimkehren und es fortschaffen, wo nicht, vernichte er es in seinem Herzen; Hilfe zu leisten gegen eine Kriegerhorde, gegen Wassersnot, Räuber, Feuersgefahr, Einsturz — der vernichte es in seinem Herzen; das Fest an einem Orte seines Beliebens zu feiern — der muss sofort umkehren.
ח וְכֵן מִי שֶׁיָּצָא מִירוּשָׁלַיִם וְנִזְכַּר שֶׁיֶּשׁ בְּיָדוֹ בְּשַׂר קֹדֶשׁ, אִם עָבַר צוֹפִים, שׂוֹרְפוֹ בִמְקוֹמוֹ. וְאִם לָאו, חוֹזֵר וְשׂוֹרְפוֹ לִפְנֵי הַבִּירָה מֵעֲצֵי הַמַּעֲרָכָה. וְעַד כַּמָּה הֵן חוֹזְרִין, רַבִּי מֵאִיר אוֹמֵר, זֶה וָזֶה בְכַבֵּיצָה. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, זֶה וָזֶה בְכַזָּיִת. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, בְּשַׂר קֹדֶשׁ בְּכַזַּיִת, וְחָמֵץ בְּכַבֵּיצָה:
8 Ähnlich verhält es sich mit dem, der aus Jerusalem hinausgeht und sich erinnert, dass er heiliges Fleisch bei sich hat: hat er die Szofim schon hinter sich, so kann er es an Ort und Stelle verbrennen, wo nicht, kehre er um und verbrenne es im Angesichte der Bira mit dem Holze für den Altarherd. Und wieviel muss es sein, wenn er umkehren soll? R. Meïr sagt: Hier wie dort von Eiesgrösse. R. Juda sagt: Hier wie dort von Olivengrösse. Die Weisen aber sagen: Heiliges Fleisch von Olivengrösse, Chamesz dagegen von Eiesgrösse.