Pesachim 2

Kapitel 2

א כָּל שָׁעָה שֶׁמֻּתָּר לֶאֱכֹל, מַאֲכִיל לַבְּהֵמָה לַחַיָּה וְלָעוֹפוֹת, וּמוֹכְרוֹ לַנָּכְרִי, וּמֻתָּר בַּהֲנָאָתוֹ. עָבַר זְמַנּוֹ, אָסוּר בַּהֲנָאָתוֹ, וְלֹא יַסִּיק בּוֹ תַּנּוּר וְכִירָיִם. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, אֵין בִּעוּר חָמֵץ אֶלָּא שְׂרֵפָה. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, אַף מְפָרֵר וְזוֹרֶה לָרוּחַ אוֹ מַטִּיל לַיָּם:
1 Solange es gestattet ist davon zu essen, darf man dem Vieh, dem Wild und dem Geflügel davon zu fressen geben und einem Nichtisraeliten es verkaufen; überhaupt ist seine Nutzniessung gestattet. Ist diese Frist vorüber, so ist auch jede Nutzniessung verboten und man darf nicht einmal Ofen oder Herd damit heizen. R. Juda sagt: Fortschaffen von Chamesz ist nichts anderes als Verbrennen. Die Weisen aber sagen: Man kann es auch zerbröckeln und dann in den Wind streuen oder ins Wasser werfen.
ב חָמֵץ שֶׁל נָכְרִי שֶׁעָבַר עָלָיו הַפֶּסַח, מֻתָּר בַּהֲנָאָה. וְשֶׁל יִשְׂרָאֵל, אָסוּר בַּהֲנָאָה. שֶׁנֶּאֱמַר (שמות יג) לֹא יֵרָאֶה לְךָ שְׂאֹר:
2 Chamesz eines Nichtisraeliten, über welches das Pesachfest dahingegangen, ist zur Nutzniessung gestattet, das eines Israeliten aber ist zur Nutzniessung verboten; denn es heisst: Es werde bei dir nicht gesehen.
ג נָכְרִי שֶׁהִלְוָה אֶת יִשְׂרָאֵל עַל חֲמֵצוֹ, אַחַר הַפֶּסַח מֻתָּר בַּהֲנָאָה. וְיִשְׂרָאֵל שֶׁהִלְוָה אֶת הַנָּכְרִי עַל חֲמֵצוֹ, אַחַר הַפֶּסַח אָסוּר בַּהֲנָאָה. חָמֵץ שֶׁנָּפְלָה עָלָיו מַפֹּלֶת, הֲרֵי הוּא כִמְבֹעָר. רַבָּן שִׁמְעוֹן בֶּן גַּמְלִיאֵל אוֹמֵר, כָּל שֶׁאֵין הַכֶּלֶב יָכוֹל לְחַפֵּשׂ אַחֲרָיו:
3 Hat ein Nichtisraelit einem Israeliten auf sein Chamesz ein Darlehen gegeben, so ist es nach Pesach zur Nutzniessung gestattet; hat aber ein Israelit einem Nichtisraeliten auf sein Chamesz geborgt, so ist es nach Pesach zur Nutzniessung verboten. Chamesz, auf welches ein Trümmerhaufe gefallen, ist wie fortgeschafft. R. Simon b. Gamliel sagt: Sofern kein Hund es aufspüren kann.
ד הָאוֹכֵל תְּרוּמַת חָמֵץ בְּפֶסַח בְּשׁוֹגֵג, מְשַׁלֵּם קֶרֶן וְחֹמֶשׁ. בְּמֵזִיד, פָּטוּר מִתַּשְׁלוּמִים וּמִדְּמֵי עֵצִים:
4 Wer Chameszhebe am Pesach aus Versehen isst, muss Hauptsumme nebst Fünftel bezahlen; wer aus Frevelmut —ist frei von Ersatzleistungen, auch von denen des Holzwertes.
ה אֵלּוּ דְבָרִים שֶׁאָדָם יוֹצֵא בָהֶן יְדֵי חוֹבָתוֹ בְּפֶסַח, בְּחִטִּים, בִּשְׂעוֹרִים, בְּכֻסְּמִין וּבְשִׁיפוֹן וּבְשִׁבֹּלֶת שׁוּעָל. וְיוֹצְאִין בִּדְמַאי וּבְמַעֲשֵׂר רִאשׁוֹן שֶׁנִּטְּלָה תְרוּמָתוֹ, וּבְמַעֲשֵׂר שֵׁנִי וְהֶקְדֵּשׁ שֶׁנִּפְדּוּ, וְהַכֹּהֲנִים בְּחַלָּה וּבִתְרוּמָה. אֲבָל לֹא בְטֶבֶל, וְלֹא בְמַעֲשֵׂר רִאשׁוֹן שֶׁלֹּא נִטְּלָה תְרוּמָתוֹ, וְלֹא בְמַעֲשֵׂר שֵׁנִי וְהֶקְדֵּשׁ שֶׁלֹּא נִפְדּוּ. חַלּוֹת תּוֹדָה וּרְקִיקֵי נָזִיר, עֲשָׂאָן לְעַצְמוֹ, אֵין יוֹצְאִין בָּהֶן. עֲשָׂאָן לִמְכֹּר בַּשּׁוּק, יוֹצְאִין בָּהֶן:
5 Dies sind die Dinge, mit denen man am Pesach seiner Pflicht genügt: Weizen, Gerste, Dinkel, Hafer, Roggen (?). Man genügt ihr mit Demai, mit erstem Zehnt, dessen Teruma abgehoben ist, mit zweitem Zehnt und Geweihtem, sofern sie ausgelöst sind, die Priester auch mit Challa und Teruma; aber nicht mit Tebel und nicht mit erstem Zehnt, dessen Teruma nicht abgehoben ist und nicht mit zweitem Zehnt und Geweihtem, die nicht ausgelöst sind. Mit Dankopferkuchen und Nasiräerfladen, die man für sich gemacht, genügt man ihr nicht; hat man sie aber zur Feilbietung auf dem Markte gemacht, so genügt man derselben mit ihnen.
ו וְאֵלּוּ יְרָקוֹת שֶׁאָדָם יוֹצֵא בָהֶן יְדֵי חוֹבָתוֹ בְּפֶסַח, בַּחֲזֶרֶת וּבְעֻלָשִׁין וּבְתַמְכָא וּבְחַרְחֲבִינָה וּבְמָרוֹר. יוֹצְאִין בָּהֶן בֵּין לַחִין בֵּין יְבֵשִׁין, אֲבָל לֹא כְבוּשִׁין וְלֹא שְׁלוּקִין וְלֹא מְבֻשָּׁלִין. וּמִצְטָרְפִין לְכַזָּיִת. וְיוֹצְאִין בַּקֶּלַח שֶׁלָּהֶן, וּבִדְמַאי, וּבְמַעֲשֵׂר רִאשׁוֹן שֶׁנִּטְּלָה תְרוּמָתוֹ, וּבְמַעֲשֵׂר שֵׁנִי וְהֶקְדֵּשׁ שֶׁנִּפְדּוּ:
6 Und dies sind die Gemüse, durch welche man am Pesach seiner Pflicht genügt: <span dir="rtl">מרור,חרחבינה,תמכה,עולשין,חזרת</span>. Man genügt ihr durch dieselben sowohl in frischem als in trockenem Zustande, nicht aber wenn sie eingelegt, gekocht oder sonst gar gemacht sind. Sie ergänzen einander zum Ölbeervolumen. Man kann sich auch mit deren Stengel begnügen, desgleichen mit Demai, erstem Zehnt, dessen Teruma abgehoben ist, zweitem Zehnt und Geweihtem, sofern sie ausgelöst sind.
ז אֵין שׁוֹרִין אֶת הַמֻּרְסָן לַתַּרְנְגוֹלִים, אֲבָל חוֹלְטִין. הָאִשָּׁה לֹא תִשְׁרֶה אֶת הַמֻּרְסָן שֶׁתּוֹלִיךְ בְּיָדָהּ לַמֶּרְחָץ, אֲבָל שָׁפָה הִיא בִּבְשָׂרָהּ יָבֵשׁ. לֹא יִלְעֹס אָדָם חִטִּין וְיַנִּיחַ עַל מַכָּתוֹ בְּפֶסַח, מִפְּנֵי שֶׁהֵן מַחֲמִיצוֹת:
7 Man darf die Kleie für die Hühner, nicht einweichen, wohl aber brühen. Die Frau weiche die Kleie nicht ein, die sie ins Badehaus mitnehmen will; sie darf sie aber trocken auf ihren Leib reiben. Man darf nicht am Pesach Weizenkörner kauen und auf seine Wunde legen, weil sie in Gährung übergehen.
ח אֵין נוֹתְנִין קֶמַח לְתוֹךְ הַחֲרֹסֶת אוֹ לְתוֹךְ הַחַרְדָּל, וְאִם נָתַן, יֹאכַל מִיָּד, וְרַבִּי מֵאִיר אוֹסֵר. אֵין מְבַשְּׁלִין אֶת הַפֶּסַח לֹא בְמַשְׁקִין וְלֹא בְמֵי פֵרוֹת, אֲבָל סָכִין וּמַטְבִּילִין אוֹתוֹ בָהֶן. מֵי תַשְׁמִישׁוֹ שֶׁל נַחְתּוֹם, יִשָּׁפְכוּ, מִפְּנֵי שֶׁהֵן מַחֲמִיצִין:
8 Man gebe kein Mehl in Essigmus oder Senf. Hat man jedoch welches hineingegeben, kann er sofort gegessen werden. R. Meïr aber verbietet es. Man darf das Pesachopfer in keiner Flüssigkeit, auch nicht in Fruchtsaft kochen, man darf es aber damit bestreichen und darin eintunken. Das Wasser für den Gebrauch des Bäckers muss weggegossen werden, weil es in Gährung übergeht.