Peah 5

Kapitel 5

א גָּדִישׁ שֶׁלֹּא לֻקַּט תַּחְתָּיו, כָּל הַנּוֹגֵעַ בָּאָרֶץ הֲרֵי הוּא שֶׁל עֲנִיִּים. הָרוּחַ שֶׁפִּזְּרָה אֶת הָעֳמָרִים, אוֹמְדִים אוֹתָהּ כַּמָּה לֶקֶט הִיא רְאוּיָה לַעֲשׂוֹת, וְנוֹתֵן לָעֲנִיִּים. רַבָּן שִׁמְעוֹן בֶּן גַּמְלִיאֵל אוֹמֵר, נוֹתֵן לָעֲנִיִּים בִּכְדֵי נְפִילָה:
1 Von Garbenhaufen, die auf einer Stelle aufgeschichtet werden, woselbst die Nachlese noch nicht gehalten wurde, gehört alles, was die Erde berührt, den Armen. Wenn der Wind die Garben umherstreut, so schätzt man, wie viel <span dir="rtl">לקט</span> etwa der Ort eingetragen haben könnte und giebt solches den Armen. Rabban Simeon ben Gamliel sagt: Man gebe den Armen nach Verhältniss des gewöhnlichen Abfalls.
ב שִׁבֹּלֶת שֶׁבַּקָּצִיר וְרֹאשָׁהּ מַגִּיעַ לַקָּמָה, אִם נִקְצְרָה עִם הַקָּמָה, הֲרֵי הִיא שֶׁל בַּעַל הַבַּיִת, וְאִם לָאו, הֲרֵי הִיא שֶׁל עֲנִיִּים. שִׁבֹּלֶת שֶׁל לֶקֶט שֶׁנִּתְעָרְבָה בַגָּדִישׁ, מְעַשֵּׂר שִׁבֹּלֶת אַחַת וְנוֹתֵן לוֹ. אָמַר רַבִּי אֱלִיעֶזֶר, וְכִי הֵיאַךְ הֶעָנִי הַזֶּה מַחֲלִיף דָּבָר שֶׁלֹּא בָא בִרְשׁוּתוֹ. אֶלָּא מְזַכֶּה אֶת הֶעָנִי בְּכָל הַגָּדִישׁ, וּמְעַשֵּׂר שִׁבֹּלֶת אַחַת וְנוֹתֵן לוֹ:
2 Eine Ähre, die man beim Schneiden stehen liess, gehört, wenn deren Spitze bis zu dem noch stehenden Getreide reicht und mit demselben zugleich weggeschnitten werden kann, dem Eigentümer; wo nicht, den Armen. Ist eine Ähre vom <span dir="rtl">לקט</span> mit einem Garbenhaufen vermengt worden, so verzehnte man eine andere Ähre und gebe sie dem Armen. R. Elieser wendete dagegen ein: Wie sollte der Arme etwas vertauschen, was er noch gar nicht im Besitz gehabt hat? vielmehr muss der Eigentümer zuerst dem Armen den Besitz des ganzen Garbenhaufens zusichern und dann kann er eine Ähre verzehnten und sie ihm geben.
ג אֵין מְגַלְגְּלִין בְּטוֹפֵחַ, דִּבְרֵי רַבִּי מֵאִיר. וַחֲכָמִים מַתִּירִין, מִפְּנֵי שֶׁאֶפְשָׁר:
3 Man darf kein Wasser mittelst Wasserräder nach dem Erntefelde hinleiten, das ist der Ausspruch des R. Meïr. Die Weisen aber erlauben es, weil es möglich ist.
ד בַּעַל הַבַּיִת שֶׁהָיָה עוֹבֵר מִמָּקוֹם לְמָקוֹם, וְצָרִיךְ לִטֹּל לֶקֶט שִׁכְחָה וּפֵאָה וּמַעְשַׂר עָנִי, יִטֹּל, וּכְשֶׁיַּחֲזֹר לְבֵיתוֹ יְשַׁלֵּם, דִּבְרֵי רַבִּי אֱלִיעֶזֶר. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, עָנִי הָיָה בְּאוֹתָהּ שָׁעָה:
4 Wenn ein Grundbesitzer von einem Orte nach einem andern reist und sich genötigt sieht, <span dir="rtl">לקט שכחה ופאה</span> oder den Armenzehnt annehmen zu müssen, so darf er es annehmen; muss dasselbe aber, wenn er nach Hause zurückkehrt, bezahlen. Dies sind die Worte des R. Elieser. Die Weisen aber sagen: Er war damals als ein wirklicher Armer zu betrachten.
ה הַמַּחֲלִיף עִם הָעֲנִיִּים, בְּשֶׁלּוֹ פָּטוּר, וּבְשֶׁל עֲנִיִּים חַיָּב. שְׁנַיִם שֶׁקִּבְּלוּ אֶת הַשָּׂדֶה בַּאֲרִיסוּת, זֶה נוֹתֵן לָזֶה חֶלְקוֹ מַעְשַׂר עָנִי, וְזֶה נוֹתֵן לָזֶה חֶלְקוֹ מַעְשַׂר עָנִי. הַמְקַבֵּל שָׂדֶה לִקְצֹר, אָסוּר בְּלֶקֶט שִׁכְחָה וּפֵאָה וּמַעְשַׂר עָנִי. אָמַר רַבִּי יְהוּדָה, אֵימָתַי, בִּזְמַן שֶׁקִּבֵּל מִמֶּנּוּ לְמֶחֱצָה, לִשְׁלִישׁ וְלִרְבִיעַ. אֲבָל אִם אָמַר לוֹ שְׁלִישׁ מַה שֶּׁאַתָּה קוֹצֵר שֶׁלָּךְ, מֻתָּר בְּלֶקֶט וּבְשִׁכְחָה וּבְפֵאָה, וְאָסוּר בְּמַעְשַׂר עָנִי:
5 Wenn Jemand mit einem Armen einen Tausch macht, so ist das Seinige zehntfrei, dasjenige aber, was er dem Armen giebt, muss er verzehnten. Wenn zwei Arme die Bestellung eines Feldes gegen einen Fruchtanteil übernehmen, so kann Jeder von seinem Anteile dem Andern den Armenzehnten entrichten. Wenn ein Armer ein Feld übernimmt, um das Getreide desselben (gegen einen Fruchtanteil) zu schneiden, so darf er weder <span dir="rtl">לקט</span>, noch <span dir="rtl">שכחה</span>, noch <span dir="rtl">פאה</span>, noch den Armenzehnt davon nehmen. R. Jehudah aber sagt: Nur dann, wenn er es von ihm mit der Bedingung übernommen hat, dass er die Hälfte, oder ein Drittel, oder ein Viertel des Ganzen erhalte; wenn aber Jener zu ihm sagte: Das Drittel von dem, was Du schneidest, ist Dein, so darf er <span dir="rtl">שכחה,לקט</span> und <span dir="rtl">פאה</span>, aber nicht den Armenzehnt nehmen.
ו הַמּוֹכֵר אֶת שָׂדֵהוּ, הַמּוֹכֵר מֻתָּר וְהַלּוֹקֵחַ אָסוּר. לֹא יִשְׂכֹּר אָדָם אֶת הַפּוֹעֲלִים עַל מְנָת שֶׁיְּלַקֵּט בְּנוֹ אַחֲרָיו. מִי שֶׁאֵינוֹ מַנִּיחַ אֶת הָעֲנִיִּים לִלְקֹט, אוֹ שֶׁהוּא מַנִּיחַ אֶת אֶחָד וְאֶחָד לֹא, אוֹ שֶׁהוּא מְסַיֵּעַ אֶת אֶחָד מֵהֶן, הֲרֵי זֶה גּוֹזֵל אֶת הָעֲנִיִּים. עַל זֶה נֶאֱמַר (משלי כב) אַל תַּסֵּג גְּבוּל עוֹלִים:
6 Wenn Jemand sein Feld verkauft, so ist es dem (etwa armen) Verkäufer gestattet, (<span dir="rtl">שכחה,לקט</span> und <span dir="rtl">פאה</span>) zu nehmen, aber nicht dem Käufer. Man darf keinen Arbeiter unter der Bedingung aufnehmen, dass dessen Sohn hinter ihm nachlese. Wer die Armen nicht zur Nachlese zulässt, oder den einen zulässt und den andern nicht, oder einem dabei mithilft, der beraubt die Armen, und von ihm heisst es: Verrücke nicht die Grenze derjenigen, die heruntergekommen sind.
ז הָעֹמֶר שֶׁשְּׁכָחוּהוּ פוֹעֲלִים וְלֹא שְׁכָחוֹ בַעַל הַבַּיִת, שְׁכָחוֹ בַעַל הַבַּיִת וְלֹא שְׁכָחוּהוּ פוֹעֲלִים, עָמְדוּ עֲנִיִּים בְּפָנָיו אוֹ שֶׁחִפּוּהוּ בְקַשׁ, הֲרֵי זֶה אֵינוֹ שִׁכְחָה:
7 Eine Garbe, welche die Arbeiter vergessen haben, die aber der Eigentümer nicht vergessen hat, oder die der Eigentümer vergass, aber nicht die Arbeiter, oder eine solche, vor welche sich die Armen gestellt, oder mit Stoppeln bedeckt hatten, ist nicht als <span dir="rtl">שכחה</span> zu betrachten.
ח הַמְעַמֵּר לְכֹבָעוֹת וּלְכֻמְסָאוֹת, לַחֲרָרָה וְלָעֳמָרִים, אֵין לוֹ שִׁכְחָה. מִמֶּנּוּ וְלַגֹּרֶן, יֶשׁ לוֹ שִׁכְחָה. הַמְעַמֵּר לַגָּדִישׁ, יֶשׁ לוֹ שִׁכְחָה. מִמֶּנּוּ וְלַגֹּרֶן, אֵין לוֹ שִׁכְחָה. זֶה הַכְּלָל, כָּל הַמְעַמֵּר לְמָקוֹם שֶׁהוּא גְמָר מְלָאכָה, יֶשׁ לוֹ שִׁכְחָה. מִמֶּנּוּ וְלַגֹּרֶן, אֵין לוֹ שִׁכְחָה. לְמָקוֹם שֶׁאֵינוֹ גְמַר מְלָאכָה, אֵין לוֹ שִׁכְחָה. מִמֶּנּוּ וְלַגֹּרֶן, יֶשׁ לוֹ שִׁכְחָה:
8 Wenn man Garben sammelt, um sie in Form von Helmen aufzurichten, oder sie in ausgegrabene Oerter zu legen, oder sie in der Form eines Kuchens aufzustellen, oder um grössere Garben daraus zu machen: so findet keine <span dir="rtl">שכחה</span> dabei statt. Was aber von da zur Tenne gebracht wird, unterliegt der <span dir="rtl">שכחה</span>. Sammelt man Garben, um sie in Haufen zu legen, so findet <span dir="rtl">שכחה</span> bei ihnen statt; was aber von da zur Tenne kommt, unterliegt nicht dem Gesetz der <span dir="rtl">שכחה</span>. Die Regel gilt: Wenn man Garben sammelt, um sie an einen Ort zu bringen, wo die Arbeit vollendet wird, so findet <span dir="rtl">שכחה</span> dabei statt, was aber von dort zur Tenne gebracht wird, unterliegt dem Gesetze der <span dir="rtl">שכחה</span> nicht. Sammelt man sie für einen Ort, wo die Arbeit daran nicht beendigt wird, so findet keine <span dir="rtl">שכחה</span> dabei statt; was aber von dort zur Tenne kommt, unterliegt dem Gesetze der <span dir="rtl">שכחה</span>.