Peah 4

Kapitel 4

א הַפֵּאָה נִתֶּנֶת בִּמְחֻבָּר לַקַּרְקָע. בְּדָלִית וּבְדֶקֶל, בַּעַל הַבַּיִת מוֹרִיד וּמְחַלֵּק לָעֲנִיִּים. רַבִּי שִׁמְעוֹן אוֹמֵר, אַף בַּחֲלִיקֵי אֱגוֹזִים. אֲפִלּוּ תִשְׁעִים וְתִשְׁעָה אוֹמְרִים לְחַלֵּק וְאֶחָד אוֹמֵר לָבוֹז, לָזֶה שׁוֹמְעִין, שֶׁאָמַר כַּהֲלָכָה:
1 Die Peah wird preisgegeben, von dem, was am Boden haftet; von einem aufgezogenen Weinstocke und von einem Dattelbaum nimmt der Besitzer die Früchte ab und verteilt sie an die Armen. R. Simeon sagt: Auch von den glatten Nussbäumen. — Wenn selbst neun und neunzig (Arme) für das Verteilen stimmen und ein Einziger für das Aufraffen, so folgt man dem Einen, der nach dem Gesetze gesprochen hat.
ב בְּדָלִית וּבְדֶקֶל אֵינוֹ כֵן, אֲפִלּוּ תִשְׁעִים וְתִשְׁעָה אוֹמְרִים לָבוֹז וְאֶחָד אוֹמֵר לְחַלֵּק, לָזֶה שׁוֹמְעִין, שֶׁאָמַר כַּהֲלָכָה:
2 Bei dem aufgezogenen Weinstocke und dem Dattelbaume ist es nicht so, wenn auch neun und neunzig für das Aufraffen stimmen und nur Einer für das Verteilen, so folgt man dem Einen, der nach dem Gesetze gesprochen hat.
ג נָטַל מִקְצָת פֵּאָה וּזְרָקָהּ עַל הַשְּׁאָר, אֵין לוֹ בָהּ כְּלוּם. נָפַל לוֹ עָלֶיהָ, וּפֵרֵשׂ טַלִּיתוֹ עָלֶיהָ, מַעֲבִירִין אוֹתָהּ הֵימֶנּוּ. וְכֵן בְּלֶקֶט, וְכֵן בְּעֹמֶר הַשִּׁכְחָה:
3 Nimmt ein Armer Etwas von der Peah, und wirft es auf das Übrige, so gehört ihm gar nichts davon. Warf er sich selbst auf die Peah, oder breitete er seine Mantelhülle darüber, so entzieht man es ihm (das Getreide). So ist es so wohl bei <span dir="rtl">לקט</span> (Nachlese) als auch bei <span dir="rtl">שכחה</span> (der vergessenen Garbe).
ד פֵּאָה אֵין קוֹצְרִין אוֹתָהּ בְּמַגָּלוֹת, וְאֵין עוֹקְרִין אוֹתָהּ בְּקַרְדֻּמּוֹת, כְּדֵי שֶׁלֹּא יַכּוּ אִישׁ אֶת רֵעֵהוּ:
4 Man schneidet die Peah nicht mit Sicheln und hauet sie nicht mit Hacken aus, damit sie (die Armen) einander nicht verwunden.
ה שָׁלשׁ אַבְעָיוֹת בַּיּוֹם, בַּשַּׁחַר וּבַחֲצוֹת וּבַמִּנְחָה. רַבָּן גַּמְלִיאֵל אוֹמֵר, לֹא אָמְרוּ אֶלָּא כְּדֵי שֶׁלֹּא יִפְחֲתוּ. רַבִּי עֲקִיבָא אוֹמֵר, לֹא אָמְרוּ אֶלָּא כְּדֵי שֶׁלֹּא יוֹסִיפוּ. שֶׁל בֵּית נָמֵר הָיוּ מְלַקְּטִין עַל הַחֶבֶל, וְנוֹתְנִים פֵּאָה מִכָּל אֻמָּן וְאֻמָּן:
5 Drei Forderungszeiten finden am Tage statt, nämlich des Morgens, des Mittags, und gegen Abend. Rabban Gamliel meint: Man hat dies nur deshalb bestimmt, damit man nicht weniger annehme. R. Akiba dagegen sagt: Damit man nicht mehr annehme. Die Bewohner von Bet Namar ernteten nach der Messschnur und gaben Peah von jeder Reihe.
ו עוֹבֵד כּוֹכָבִים שֶׁקָּצַר אֶת שָׂדֵהוּ וְאַחַר כָּךְ נִתְגַּיֵּר, פָּטוּר מִן הַלֶּקֶט וּמִן הַשִּׁכְחָה וּמִן הַפֵּאָה. רַבִּי יְהוּדָה מְחַיֵּב בְּשִׁכְחָה, שֶׁאֵין הַשִּׁכְחָה אֶלָּא בִשְׁעַת הָעִמּוּר:
6 Ein Heide, der auf seinem Felde geerntet hat und nachher Proselyt wird, ist frei von <span dir="rtl">שכחה,לקט</span> und <span dir="rtl">פאה</span>. R. Jehudah verpflichtet ihn zur <span dir="rtl">שכחה</span>, weil die Verbindlichkeit dazu erst zur Zeit des Garbenbindens eintritt.
ז הִקְדִּישׁ קָמָה וּפָדָה קָמָה, חַיָּב. עֳמָרִין וּפָדָה עֳמָרִין, חַיָּב. קָמָה וּפָדָה עֳמָרִין, פְּטוּרָה, שֶׁבִּשְׁעַת חוֹבָתָהּ הָיְתָה פְטוּרָה:
7 Heiligt Jemand stehendes Getreide und löset es als stehendes Getreide aus, so ist er zur Peah verpflichtet. (Heiligt er) Garben und löst sie als solche aus, so ist er verpflichtet, <span dir="rtl">שכחה</span> zu lassen. Stehendes, welches er als Garben auslöset, ist frei, weil es zur Zeit, als es der Pflicht unterlag, frei war.
ח כַּיּוֹצֵא בוֹ, הַמַּקְדִּישׁ פֵּרוֹתָיו עַד שֶׁלֹּא בָאוּ לְעוֹנַת הַמַּעַשְׂרוֹת, וּפְדָאָן, חַיָּבִין. מִשֶּׁבָּאוּ לְעוֹנַת הַמַּעַשְׂרוֹת, וּפְדָאָן, חַיָּבִין. הִקְדִּישָׁן עַד שֶׁלֹּא נִגְמְרוּ וּגְמָרָן הַגִּזְבָּר, וְאַחַר כָּךְ פְּדָאָן, פְּטוּרִים, שֶׁבִּשְׁעַת חוֹבָתָן הָיוּ פְטוּרִים:
8 Eben so verhält es sich, wenn Jemand seine Früchte heiligt, ehe für sie die Zeit des Verzehntens eingetreten ist, und sie (vor der Zeit) auslöst, so sind sie der Pflicht unterworfen; löset er sie aus nachdem die Pflicht des Verzehntens eintrat, sind sie gleichfalls der Pflicht unterworfen. Heiligt er sie, ehe sie zum <span dir="rtl">מעשר</span> fertig geworden, und der Schatzmeister macht sie fertig, so sind sie, wenn er sie alsdann auslöset, frei, weil sie zur Zeit, (als die Zehntverpflichtung) eintrat, frei waren.
ט מִי שֶׁלָּקַט אֶת הַפֵּאָה וְאָמַר הֲרֵי זוֹ לְאִישׁ פְּלוֹנִי עָנִי, רַבִּי אֱלִיעֶזֶר אוֹמֵר, זָכָה לוֹ. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, יִתְּנֶנָּה לֶעָנִי שֶׁנִּמְצָא רִאשׁוֹן. הַלֶּקֶט וְהַשִּׁכְחָה וְהַפֵּאָה שֶׁל עוֹבֵד כּוֹכָבִים חַיָּב בְּמַעַשְׂרוֹת, אֶלָּא אִם כֵּן הִפְקִיר:
9 Wenn Jemand eine Peah aufliest und spricht: Dies soll für den und den Armen sein, so urteilt R. Elieser, er habe es für ihn erworben. Die Weisen aber sagen:
י אֵיזֶהוּ לֶקֶט, הַנּוֹשֵׁר בִּשְׁעַת הַקְּצִירָה. הָיָה קוֹצֵר, קָצַר מְלֹא יָדוֹ, תָּלַשׁ מְלֹא קֻמְצוֹ, הִכָּהוּ קוֹץ וְנָפַל מִיָּדוֹ לָאָרֶץ, הֲרֵי הוּא שֶׁל בַּעַל הַבָּיִת. תּוֹךְ הַיָּד וְתוֹךְ הַמַּגָּל, לָעֲנִיִּים. אַחַר הַיָּד וְאַחַר הַמַּגָּל, לְבַעַל הַבָּיִת. רֹאשׁ הַיָּד וְרֹאשׁ הַמַּגָּל, רַבִּי יִשְׁמָעֵאל אוֹמֵר, לָעֲנִיִּים. רַבִּי עֲקִיבָא אוֹמֵר, לְבַעַל הַבָּיִת:
10 Was ist <span dir="rtl">לקט</span>? Dasjenige, was beim Ernten herabfällt. Schneidet Jemand eine Handvoll oder pflückt er eine Faustvoll ab und es sticht ihn ein Dorn, wodurch es ihm aus der Hand zur Erde fällt, so gehört es dem Grundeigentümer. Was am innern Teile der Hand und der Sichel herabfällt, gehört den Armen. Was am Rücken der Hand und der Sichel herabfällt, gehört dem Eigentümer. Was an der Spitze der Hand und der Sichel herabfällt, gehört, nach R. Ismael, den Armen, nach R. Akiba aber dem Eigentümer.
יא חוֹרֵי הַנְּמָלִים שֶׁבְּתוֹךְ הַקָּמָה, הֲרֵי הֵן שֶׁל בַּעַל הַבָּיִת. שֶׁלְּאַחַר הַקּוֹצְרִים, הָעֶלְיוֹנִים לָעֲנִיִּים, וְהַתַּחְתּוֹנִים שֶׁל בַּעַל הַבָּיִת. רַבִּי מֵאִיר אוֹמֵר, הַכֹּל לָעֲנִיִּים, שֶׁסְּפֵק לֶקֶט, לֶקֶט:
11 Das Korn in den Ameisenlöchern gehört, wenn diese sich innerhalb des stehenden Getreides befinden, dem Eigentümer; liegen sie aber hinter den Schnittern, so gehört dasjenige, was oben ist, den Armen, das Untere jedoch dem Eigentümer. R. Meïr sagt: Alles gehört den Armen, denn zweifelhaftes <span dir="rtl">לקט</span> gilt als <span dir="rtl">לקט</span>.