Peah 3

Kapitel 3

א מַלְבְּנוֹת הַתְּבוּאָה שֶׁבֵּין הַזֵּיתִים, בֵּית שַׁמַּאי אוֹמְרִים, פֵּאָה מִכָּל אַחַת וְאֶחָת. בֵּית הִלֵּל אוֹמְרִים, מֵאֶחָד עַל הַכֹּל. וּמוֹדִים, שֶׁאִם הָיוּ רָאשֵׁי שׁוּרוֹת מְעֹרָבִין, שֶׁהוּא נוֹתֵן פֵּאָה מֵאֶחָד עַל הַכֹּל:
1 Von den viereckigen Beeten, welche zwischen den Olivenbäumen liegen, giebt man nach Samai’s Schule Peah von jedem Beete, nach Hillel’s Schule von einem für alle. Jene stimmt aber dieser bei, dass wenn die Enden der Reihen an einanderstossen, man nur eine Peah für alle gebe.
ב הַמְנַמֵּר אֶת שָׂדֵהוּ וְשִׁיֵּר קְלָחִים לַחִים, רַבִּי עֲקִיבָא אוֹמֵר, נוֹתֵן פֵּאָה מִכָּל אֶחָד וְאֶחָד. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, מֵאֶחָד עַל הַכֹּל. וּמוֹדִים חֲכָמִים לְרַבִּי עֲקִיבָא בְּזוֹרֵעַ שֶׁבֶת אוֹ חַרְדָּל בִּשְׁלשָׁה מְקוֹמוֹת, שֶׁהוּא נוֹתֵן פֵּאָה מִכָּל אֶחָד וְאֶחָד:
2 Wenn Einer sein Feld stellenweise schneidet und grüne Stengel noch stehen lässt, so sagt R. Akiba: Er gebe von jedem Stücke Land Peah; die Weisen jedoch behaupten: Von einem für alle. Die Weisen stimmen jedoch darin mit R. Akiba überein, dass wer Dillkraut oder Senf an zwei oder drei Stellen gesäet hat, von jeder Stelle Peah geben muss.
ג הַמַּחֲלִיק בְּצָלִים לַחִים לַשּׁוּק וּמְקַיֵּם יְבֵשִׁים לַגֹּרֶן, נוֹתֵן פֵּאָה לָאֵלּוּ לְעַצְמָן וְלָאֵלּוּ לְעַצְמָן. וְכֵן בַּאֲפוּנִין, וְכֵן בַּכֶּרֶם. הַמֵּדֵל, נוֹתֵן מִן הַמְשֹׁאָר עַל מַה שֶּׁשִּׁיֵּר. וְהַמַּחֲלִיק מֵאַחַת יַד, נוֹתֵן מִן הַמְשֹׁאָר עַל הַכֹּל:
3 Wenn Jemand grüne Zwiebeln für den Markt abschneidet und die trockenen für die Tenne stehen lässt, so giebt er Peah für jene besonders und für diese besonders. Eben so bei Erbsen und desgleichen beim Weingarten: Wer (die Zwiebelsaaten) verdünnt, giebt von dem übrig bleibenden nach Verhältniss dessen, was er übrig gelassen hat. Wer nur von einer Seite abschneidet, giebt von dem Übrigbleibenden für alle.
ד הָאִמָּהוֹת שֶׁל בְּצָלִים חַיָּבוֹת בְּפֵאָה, וְרַבִּי יוֹסֵי פּוֹטֵר. מַלְבְּנוֹת הַבְּצָלִים שֶׁבֵּין הַיָּרָק, רַבִּי יוֹסֵי אוֹמֵר, פֵּאָה מִכָּל אַחַת וְאֶחָת. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, מֵאַחַת עַל הַכֹּל:
4 Die Mutterzwiebeln (Saamenzwiebeln) unterliegen der Peahpflicht, R. Jose aber spricht sie frei davon. Von viereckigen Zwiebelfeldern zwischen anderen Krautbeeten giebt man nach R. Jose Peah von jedem, nach den Weisen hingegen von einem für alle.
ה הָאַחִין שֶׁחָלְקוּ, נוֹתְנִין שְׁתֵּי פֵאוֹת. חָזְרוּ וְנִשְׁתַּתְּפוּ, נוֹתְנִין פֵּאָה אַחַת. שְׁנַיִם שֶׁלָּקְחוּ אֶת הָאִילָן, נוֹתְנִין פֵּאָה אַחַת. לָקַח זֶה צְפוֹנוֹ וְזֶה דְרוֹמוֹ, זֶה נוֹתֵן פֵּאָה לְעַצְמוֹ, וְזֶה נוֹתֵן פֵּאָה לְעַצְמוֹ. הַמּוֹכֵר קִלְחֵי אִילָן בְּתוֹךְ שָׂדֵהוּ, נוֹתֵן פֵּאָה מִכָּל אֶחָד וְאֶחָד. אָמַר רַבִּי יְהוּדָה, אֵימָתַי, בִּזְמַן שֶׁלֹּא שִׁיֵּר בַּעַל הַשָּׂדֶה. אֲבָל אִם שִׁיֵּר בַּעַל הַשָּׂדֶה, הוּא נוֹתֵן פֵּאָה לַכֹּל:
5 Brüder, die sich untereinander geteilt haben, geben zwei Peot; treten sie wieder zusammen, so geben sie eine Peah. Zwei, die einen Baum kaufen, geben eine Peah. Kauft Einer die nördliche, der Andere die südliche Seite, so giebt Jener eine besondere Peah für sich, und dieser eine besondere Peah für sich. Wer Baumstämme in seinem Felde verkauft, giebt Peah von jedem einzelnen. R. Jehudah sagt: Nur dann, wenn der Besitzer des Feldes nichts stehen liess, wenn er aber noch Stämme stehen liess, giebt er Peah davon für alles.
ו רַבִּי אֱלִיעֶזֶר אוֹמֵר, קַרְקַע בֵּית רֹבַע, חַיֶּבֶת בַּפֵּאָה. רַבִּי יְהוֹשֻׁעַ אוֹמֵר, הָעוֹשָׂה סָאתַיִם. רַבִּי טַרְפוֹן אוֹמֵר, שִׁשָּׁה עַל שִׁשָּׁה טְפָחִים. רַבִּי יְהוּדָה בֶן בְּתֵירָה אוֹמֵר, כְּדֵי לִקְצֹר וְלִשְׁנוֹת. וַהֲלָכָה כִּדְבָרָיו. רַבִּי עֲקִיבָא אוֹמֵר, קַרְקַע כָּל שֶׁהוּא, חַיֶּבֶת בַּפֵּאָה, וּבַבִּכּוּרִים, וְלִכְתֹּב עָלָיו פְּרוֹזְבּוּל, וְלִקְנוֹת עִמּוֹ נְכָסִים שֶׁאֵין לָהֶם אַחֲרָיוּת בְּכֶסֶף וּבִשְׁטָר וּבַחֲזָקָה:
6 R. Elieser sagt: Eine Ackerfläche von der Grösse eines Viertel Kab Aussaat unterliegt der Peahpflicht. R. Josua behauptet dagegen: Eine Ackerfläche, die zwei <span dir="rtl">סאה</span> (Szaah) trägt. R. Tarphon meint: Wenn sie sechs Handbreit lang und ebenso breit ist. Rabbi Jehudah, der Sohn Betera’s, endlich entscheidet: Es muss soviel darauf sein, dass man den Schnitt wiederholen kann und die Gesetzesnorm ist wie er entschied. R. Akiba lehrt: Jedes noch so kleine Stück Feld unterliegt der Peahpflicht und die der Erstlinge, und genügt auch, um einen Prosbul darüber zu schreiben, und zum Miterwerb von beweglichen Gütern durch Zahlung, Kaufbrief oder Besitznahme.
ז הַכּוֹתֵב נְכָסָיו שְׁכִיב מְרַע, שִׁיֵּר קַרְקַע כָּל שֶׁהוּא, מַתְּנָתוֹ מַתָּנָה. לֹא שִׁיֵּר קַרְקַע כָּל שֶׁהוּא, אֵין מַתְּנָתוֹ מַתָּנָה. הַכּוֹתֵב נְכָסָיו לְבָנָיו, וְכָתַב לְאִשְׁתּוֹ קַרְקַע כָּל שֶׁהוּא, אִבְּדָה כְתֻבָּתָהּ. רַבִּי יוֹסֵי אוֹמֵר, אִם קִבְּלָה עָלֶיהָ, אַף עַל פִּי שֶׁלֹּא כָתַב לָהּ, אִבְּדָה כְתֻבָּתָהּ:
7 Eben so, wenn Jemand während seiner Krankheit sein Vermögen einem Andern verschreibt, so ist, wenn er auch nur ein noch so kleines Stück Feld für sich übrig lässt, seine Schenkung gütig; hat er aber sich auch nicht das Geringste Vorbehalten, so gilt seine Schenkung nicht. Wenn ferner Jemand sein Vermögen seinen Kindern verschreibt und seiner Frau ein sei es auch noch so unbedeutendes Stück Feld, so verliert sie die ihr vorgeschriebene Morgengabe. R. Jose sagt: Wenn sie es auch nur angenommen hat, so verliert sie ihre Morgengabe, obgleich der Mann ihr nichts verschrieben hat.
ח הַכּוֹתֵב נְכָסָיו לְעַבְדּוֹ, יָצָא בֶן חוֹרִין. שִׁיֵּר קַרְקַע כָּל שֶׁהוּא, לֹא יָצָא בֶן חוֹרִין. רַבִּי שִׁמְעוֹן אוֹמֵר, לְעוֹלָם הוּא בֶן חוֹרִין, עַד שֶׁיֹּאמַר הֲרֵי כָל נְכָסַי נְתוּנִין לְאִישׁ פְּלוֹנִי עַבְדִּי חוּץ מֵאֶחָד מֵרִבּוֹא שֶׁבָּהֶן:
8 Wenn Jemand sein Vermögen seinem Sklaven verschreibt, so ist dieser zugleich freigelassen. Hat Jener aber ein noch so unbedeutendes Stück Feld sich vorbehalten, so ist dieser nicht freigelassen. R. Simeon meint: Er ist immer freigelassen, es sei denn, dass der Eigentümer sagte: All mein Vermögen, mit Ausnahme des zehntausendsten Teiles desselben sei dem und dem, meinem Sklaven, geschenkt.