Oholot 7

Kapitel 7

א הַטֻּמְאָה בַכֹּתֶל, וּמְקוֹמָהּ טֶפַח עַל טֶפַח עַל רוּם טֶפַח, כָּל הָעֲלִיּוֹת שֶׁעַל גַּבָּהּ, אֲפִלּוּ הֵן עֶשֶׂר, טְמֵאוֹת. הָיְתָה עֲלִיָּה אַחַת עַל גַּבֵּי שְׁנֵי בָתִּים, הִיא טְמֵאָה, וְכָל הָעֲלִיּוֹת שֶׁעַל גַּבָּהּ, טְהוֹרוֹת. כֹּתֶל שָׁנִית, טֻמְאָה בוֹקַעַת וְעוֹלָה, בּוֹקַעַת וְיוֹרָדֶת. נֶפֶשׁ אֲטוּמָה, הַנּוֹגֵעַ בָּהּ מִן הַצְּדָדִין, טָהוֹר, מִפְּנֵי שֶׁטֻּמְאָה בוֹקַעַת וְעוֹלָה, בּוֹקַעַת וְיוֹרָדֶת. אִם הָיָה מְקוֹם הַטֻּמְאָה טֶפַח עַל טֶפַח עַל רוּם טֶפַח, הַנּוֹגֵעַ בָּהּ מִכָּל מָקוֹם, טָמֵא, מִפְּנֵי שֶׁהִיא כְקֶבֶר סָתוּם. סָמַךְ לָהּ סֻכּוֹת, טְמֵאוֹת. רַבִּי יְהוּדָה מְטַהֵר:
1 Wenn eine Unreinheit in der Wand ist und einen freien Raum von einer Kubik-Handbreite hat, so sind alle darüber befindlichen Söller und wären es auch zehn, unrein. Ist aber ein Söller über zwei Häuser gebaut, so ist nur dieser unrein, aber alle andern darüber befindlichen Söller bleiben rein. In einer Dünen-Wand dringt die Unreinheit in senkrechter Richtung aufwärts und abwärts. Bezüglich eines massiven Grabmals (gilt folgendes): Wer dasselbe an den Seiten berührt, bleibt rein, weil die Unreinheit nur senkrecht aufwärts und abwärts dringt. Ist aber am Orte der Unreinheit ein freier Raum von einer Kubik-Handbreite, so ist das, was jenes, wo immer es sei, berührt, unrein, weil es einem verschlossenen Grabe gleicht. Hat man daran Lauben gesetzt, so sind sie unrein. R. Jehuda erklärt sie für rein.
ב כָּל שִׁפּוּעֵי אֹהָלִין, כָּאֹהָלִין. אֹהֶל שֶׁהוּא שׁוֹפֵעַ וְיוֹרֵד, וְכָלֶה עַד כְּאֶצְבַּע, טֻמְאָה בָאֹהֶל, כֵּלִים שֶׁתַּחַת הַשִּׁפּוּעַ, טְמֵאִים. טֻמְאָה תַחַת הַשִּׁפּוּעַ, כֵּלִים שֶׁבָּאֹהֶל, טְמֵאִין. טֻמְאָה מִתּוֹכוֹ, הַנּוֹגֵעַ בּוֹ מִתּוֹכוֹ, טָמֵא טֻמְאַת שִׁבְעָה. וּמֵאֲחוֹרָיו, טָמֵא טֻמְאַת עָרֶב. טֻמְאָה מֵאֲחוֹרָיו, הַנּוֹגֵעַ בּוֹ מֵאֲחוֹרָיו, טָמֵא טֻמְאַת שִׁבְעָה. מִתּוֹכוֹ, טָמֵא טֻמְאַת עָרֶב. כַּחֲצִי זַיִת מִתּוֹכוֹ וְכַחֲצִי זַיִת מֵאֲחוֹרָיו, הַנּוֹגֵעַ בּוֹ, בֵּין מִתּוֹכוֹ בֵּין מֵאֲחוֹרָיו, טָמֵא טֻמְאַת עָרֶב. מִקְצָתוֹ מְרֻדָּד עַל הָאָרֶץ, טֻמְאָה תַחְתָּיו אוֹ עַל גַּבָּיו, טֻמְאָה בוֹקַעַת וְעוֹלָה, בּוֹקַעַת וְיוֹרָדֶת. אֹהֶל שֶׁהוּא נָטוּי בָּעֲלִיָּה, מִקְצָתוֹ מְרֻדָּד עַל הָאֲרֻבָּה שֶׁבֵּין בַּיִת לָעֲלִיָּה, רַבִּי יוֹסֵי אוֹמֵר, מַצִּיל. רַבִּי שִׁמְעוֹן אוֹמֵר, אֵינוֹ מַצִּיל, עַד שֶׁיְּהֵא נָטוּי כִּנְטִיַּת הָאֹהֶל:
2 Alle schrägen Teile der Zelte sind wie die Zelte selbst. Wenn eine Bedachung so schräg abwärts läuft, dass sie am Ende nur eine Fingerbreite hoch liegt, so sind, wenn eine Unreinheit im Zelte sich befindet, die Geräte unter dem Abhang unrein; befindet sich eine Unreinheit unter dem Abhang, so sind die Geräte im Zelte unrein. Wenn die Unreinheit inwendig ist, so ist, wer das Zelt von innen berührt, siebentägig unrein, wer es von aussen berührt, ist unrein bis zum Abend. Ist die Unreinheit an der Aussenseite, so ist wer es von aussen berührt, siebentägig unrein, wer es von innen berührt, ist unrein bis zum Abend. Befindet sich eine halbe Olivengrösse innerhalb und eine halbe Olivengrösse ausserhalb, so ist sowohl derjenige, der es von innen, als der, welcher es von aussen berührt, nur bis zum Abend unrein. Schleppt sich ein Teil des Zeltes an der Erde hin und es liegt eine Unreinheit darunter oder darüber, so dringt diese nur senkrecht aufwärts und abwärts. Wenn ein Zelt auf einem Söller ausgespannt ist und ein Teil sich hinschleppt über die Luke zwischen dem Hause und dem Söller, so sagt R. Jose: Es schützt. R. Simon sagt: Es schützt nicht eher, als bis es darüber ausgespannt ist, wie ein Zelt gewöhnlich ausgespannt ist.
ג הַמֵּת בַּבַּיִת וּבוֹ פְתָחִין הַרְבֵּה, כֻּלָּן טְמֵאִין. נִפְתַּח אַחַד מֵהֶן, הוּא טָמֵא וְכֻלָּן טְהוֹרִים. חָשַׁב לְהוֹצִיאוֹ בְאַחַד מֵהֶן, אוֹ בְחַלּוֹן שֶׁהוּא אַרְבָּעָה עַל אַרְבָּעָה טְפָחִים, הִצִּיל עַל כָּל הַפְּתָחִים. בֵּית שַׁמַּאי אוֹמְרִים, יַחְשֹׁב עַד שֶׁלֹּא יָמוּת הַמֵּת. בֵּית הִלֵּל אוֹמְרִים, אַף מִשֶּׁמֵּת. הָיָה סָתוּם וְנִמְלַךְ לְפָתְחוֹ, בֵּית שַׁמַּאי אוֹמְרִים, כְּשֶׁיִּפְתַּח אַרְבָּעָה טְפָחִים. וּבֵית הִלֵּל אוֹמְרִים, כְּשֶׁיַּתְחִיל. וּמוֹדִים בְּפוֹתֵחַ בַּתְּחִלָּה, שֶׁיִּפְתַּח אַרְבָּעָה טְפָחִים:
3 Wenn ein Toter in einem Hause ist, woran viele Türen sind, so sind alle unrein. Ward eine geöffnet, so ist bloss diese unrein, alle andern aber sind rein. Hat man beschlossen, ihn durch eine der Türen hinauszubringen, oder durch ein Fenster, welches vier Handbreiten im Quadrat gross ist, so schützt dies alle Türen. Bet-Schammai sagen: Diesen Beschluss muss man fassen, bevor der Tote gestorben ist; Bet-Hillel aber sagen: Auch wenn er bereits gestorben ist. War einer der Eingänge zugebaut worden, und man beschloss, ihn zu öffnen, so sagen Bet-Schammei: (es schützt erst), wenn man vier Handbreiten (im Quadrat) geöffnet hat; Bet-Hillel sagen: Sobald man die Öffnung begonnen hat. Sie gestehen aber zu, dass wer von vorne herein eine Öffnung (zum Schutze der anderen Türen) machen will, eine Öffnung von vier Handbreiten (im Quadrat) machen muss.
ד הָאִשָּׁה שֶׁהִיא מַקְשָׁה לֵילֵד וְהוֹצִיאוּהָ מִבַּיִת לְבַיִת, הָרִאשׁוֹן טָמֵא בְסָפֵק, וְהַשֵּׁנִי בְּוַדָּאי. אָמַר רַבִּי יְהוּדָה, אֵימָתַי, בִּזְמַן שֶׁהִיא נִטֶּלֶת בַּגַּפַּיִם. אֲבָל אִם הָיְתָה מְהַלֶּכֶת, הָרִאשׁוֹן טָהוֹר, שֶׁמִּשֶּׁנִּפְתַּח הַקֶּבֶר אֵין פְּנַאי לְהַלֵּךְ. אֵין לַנְּפָלִים פְּתִיחַת הַקֶּבֶר, עַד שֶׁיַּעְגִּילוּ רֹאשׁ כְּפִיקָה:
4 Wenn man ein Weib, das schwer gebärt, aus einem Hause in ein anderes bringt, so ist das erstere wegen Zweifels unrein und das zweite ist gewiss unrein. Es sagt R. Jehuda: Wann gilt dies? Wenn sie unter den Armen gefasst werden musste; wenn sie aber selbst gehen konnte, ist das erste Haus rein, denn sobald die Gebärmutter sich öffnet, ist es nicht möglich zu gehen. Bei Fehlgeburten wird dieses Öffnen der Gebärmutter nur berücksichtigt, wenn der Kopf des Kindes so gerundet ist, wie ein Spindelwirtel.
ה יָצָא הָרִאשׁוֹן מֵת וְהַשֵּׁנִי חַי, טָהוֹר. הָרִאשׁוֹן חַי וְהַשֵּׁנִי מֵת, טָמֵא. רַבִּי מֵאִיר אוֹמֵר, בְּשָׁפִיר אֶחָד, טָמֵא. בִּשְׁנֵי שְׁפִירִים, טָהוֹר:
5 Ist das erste (Kind) tot und das zweite lebendig zur Welt gekommen, so ist dieses rein. Ist aber das erste lebendig und das zweite tot zur Welt gekommen, so ist das erste unrein, R. Meïr sagt: (Lagen beide) in einer Eihaut, ist es unrein; wenn aber in zwei Eihäuten, ist es rein.
ו הָאִשָּׁה שֶׁהִיא מַקְשָׁה לֵילֵד, מְחַתְּכִין אֶת הַוָּלָד בְּמֵעֶיהָ וּמוֹצִיאִין אוֹתוֹ אֵבָרִים אֵבָרִים, מִפְּנֵי שֶׁחַיֶּיהָ קוֹדְמִין לְחַיָּיו. יָצָא רֻבּוֹ, אֵין נוֹגְעִין בּוֹ, שֶׁאֵין דּוֹחִין נֶפֶשׁ מִפְּנֵי נָפֶשׁ:
6 Wenn ein Weib schwer gebärt, zerschneidet man das Kind im Mutterleibe und holt es stückweise heraus, weil das Leben der Mutter dem des Kindes vorgeht. Ist aber der grösste Teil schon herausgekommen, darf man es nicht mehr verletzen; denn man darf nicht ein Leben für ein anderes hinopfern.