Nedarim 6

Kapitel 6

א הַנּוֹדֵר מִן הַמְבֻשָּׁל, מֻתָּר בַּצָּלִי וּבַשָּׁלוּק. אָמַר קוֹנָם תַּבְשִׁיל שֶׁאֵינִי טוֹעֵם, אָסוּר בְּמַעֲשֵׂה קְדֵרָה רַךְ, וּמֻתָּר בְּעָבֶה וּמֻתָּר בְּבֵיצַת טְרָמִיטָא, וּבִדְלַעַת הָרְמוּצָה:
1 Wer sich Gekochtes durch Gelübde verbietet, dem ist Gebratenes und Gesottenes erlaubt. Sagt jemand: „Konam, dass ich gekochtes Gericht nicht essen werde“, so ist ihm das, was in einem Topfe weich zubereitet wird, verboten, was aber dick hergestellt wird, erlaubt; auch ist ihm ein schlürfbares Ei und ein in heisser Asche zubereiteter Kürbis erlaubt.
ב הַנּוֹדֵר מִמַּעֲשֵׂה קְדֵרָה, אֵינוֹ אָסוּר אֶלָּא מִמַּעֲשֵׂה רְתַחְתָּה. אָמַר, קוֹנָם הַיּוֹרֵד לַקְּדֵרָה שֶׁאֵינִי טוֹעֵם, אָסוּר בְּכָל הַמִּתְבַּשְּׁלִין בַּקְּדֵרָה:
2 Wer sich das, was im Topf zubereitet wird, durch Gelübde versagt, dem ist nur das verboten, was darin gesotten wird. Sagt er: „Konam, dass ich nicht versuchen werde, was in den Topf kommt“, so ist ihm alles verboten, was im Topf gekocht wird.
ג מִן הַכָּבוּשׁ, אֵינוֹ אָסוּר אֶלָּא מִן הַכָּבוּשׁ שֶׁל יָרָק. כָּבוּשׁ שֶׁאֵינִי טוֹעֵם, אָסוּר בְּכָל הַכְּבוּשִׁים. מִן הַשָּׁלוּק, אֵינוֹ אָסוּר אֶלָּא מִן הַשָּׁלוּק שֶׁל בָּשָׂר. שָׁלוּק שֶׁאֵינִי טוֹעֵם, אָסוּר בְּכָל הַשְּׁלָקִים. מִן הַצָּלִי, אֵינוֹ אָסוּר אֶלָּא מִן הַצָּלִי שֶׁל בָּשָׂר, דִּבְרֵי רַבִּי יְהוּדָה. צָלִי שֶׁאֵינִי טוֹעֵם, אָסוּר בְּכָל הַצְּלוּיִים. מִן הַמָּלִיחַ, אֵינוֹ אָסוּר אֶלָּא מִן הַמָּלִיחַ שֶׁל דָּג. מָלִיחַ שֶׁאֵינִי טוֹעֵם, אָסוּר בְּכָל הַמְּלוּחִים:
3 [Wenn sich jemand durch Gelübde] „das Eingelegte“ [versagt], so ist ihm nur das Eingelegte von Kraut verboten; [wenn er aber sagt: Konam] „dass ich Eingelegtes nicht kosten werde“, so ist ihm alles Eingelegte verboten. [Wenn sich jemand] „das Gesottene“ [versagt], so ist ihm nur gesottenes Fleisch verboten; [sagt er aber: Konam,] „dass ich Gesottenes nicht kosten werde“, so ist ihm alles Gesottene verboten. [Wenn sich jemand] „das Gebratene“ [versagt], so ist ihm nur gebratenes Fleisch verboten; dies sind die Worte des R. Jehuda. [Sagt er aber: Konam,] „dass ich Gebratenes nicht kosten werde“, so ist ihm alles Gebratene verboten. [Wenn sich jemand] „das Gesalzene“ [versagt], so ist ihm nur gesalzener Fisch verboten; [sagt er aber: Konam,] „dass ich Gesalzenes nicht kosten werde“, so ist ihm alles Gesalzene verboten.
ד דָּג דָּגִים שֶׁאֵינִי טוֹעֵם, אָסוּר בָּהֶן, בֵּין גְּדוֹלִים בֵּין קְטַנִּים, בֵּין מְלוּחִין בֵּין טְפֵלִין, בֵּין חַיִּין בֵּין מְבֻשָּׁלִין, וּמֻתָּר בְּטָרִית טְרוּפָה וּבְצִיר. הַנּוֹדֵר מִן הַצַּחֲנָה, אָסוּר בְּטָרִית טְרוּפָה, וּמֻתָּר בְּצִיר וּבְמֻרְיָס. הַנּוֹדֵר מִטָּרִית טְרוּפָה, אָסוּר בְּצִיר וּבְמֻרְיָס:
4 [Wenn jemand sagt: Konam,] „dass ich Fisch, Fische nicht kosten werde“, so sind ihm sowohl grosse als kleine, gesalzene wie ungesalzene, rohe wie gekochte verboten; kleingehackte Triss und Fischlake sind ihm jedoch erlaubt. Wer sich das aus kleinen Fischen bereitete Gericht versagt, dem ist zerlegte Triss verboten, Fischlake aber und Salzlake erlaubt. Wer sich zerlegte Triss versagt, dem sind Fischlake und Salzlake verboten (a. L.: erlaubt).
ה הַנּוֹדֵר מִן הֶחָלָב, מֻתָּר בַּקּוּם. וְרַבִּי יוֹסֵי אוֹסֵר. מִן הַקּוּם, מֻתָּר בֶּחָלָב. אַבָּא שָׁאוּל אוֹמֵר, הַנּוֹדֵר מִן הַגְּבִינָה, אָסוּר בָּהּ בֵּין מְלוּחָה בֵּין טְפֵלָה:
5 Wer sich Milch versagt, dem ist Molke erlaubt, R. Jose aber verbietet sie ihm, [Wer sich] Molke [versagt], dem ist Milch erlaubt. Abba Saul sagt: wer sich Käse versagt, dem ist er gesalzen wie ungesalzen verboten.
ו הַנּוֹדֵר מִן הַבָּשָׂר, מֻתָּר בַּרֹטֶב וּבַקִּפָּה. וְרַבִּי יְהוּדָה אוֹסֵר. אָמַר רַבִּי יְהוּדָה, מַעֲשֶׂה וְאָסַר עָלַי רַבִּי טַרְפוֹן בֵּיצִים שֶׁנִּתְבַּשְּׁלוּ עִמּוֹ. אָמְרוּ לוֹ, וְכֵן הַדָּבָר, אֵימָתַי, בִּזְמַן שֶׁיֹּאמַר בָּשָׂר זֶה עָלָי, שֶׁהַנּוֹדֵר מִן הַדָּבָר וְנִתְעָרֵב בְּאַחֵר, אִם יֶשׁ בּוֹ בְנוֹתֵן טַעַם, אָסוּר:
6 Wer sich Fleisch versagt, dem ist die Brühe und der Bodensatz erlaubt; R. Jehuda aber verbietet sie ihm. Es sagte R. Jehuda: einst hat mir R. Tarphon die Eier, die darin mitgekocht waren, verboten. Darauf sagten sie zu ihm: so war es auch, aber nur wann? Wenn er sagt: dieses Fleisch sei mir [verboten], denn wenn sich jemand etwas versagt und dieses mit einer andren Sache vermischt wird, so ist ihm diese verboten, sobald darin soviel von jenem enthalten ist, dass es ihr einem Geschmack mitteilt.
ז הַנּוֹדֵר מִן הַיַּיִן, מֻתָּר בְּתַבְשִׁיל שֶׁיֶּשׁ בּוֹ טַעַם יַיִן. אָמַר קוֹנָם יַיִן זֶה שֶׁאֵינִי טוֹעֵם, וְנָפַל לְתַבְשִׁיל, אִם יֶשׁ בּוֹ בְנוֹתֵן טַעַם, הֲרֵי זֶה אָסוּר. הַנּוֹדֵר מִן הָעֲנָבִים, מֻתָּר בְּיַיִן. מִן הַזֵּיתִים, מֻתָּר בְּשֶׁמֶן. אָמַר קוֹנָם זֵיתִים וַעֲנָבִים אֵלּוּ שֶׁאֵינִי טוֹעֵם, אָסוּר בָּהֶן וּבַיּוֹצֵא מֵהֶן:
7 Wer sich Wein versagt, dem ist ein Gericht, in dem ein Weingeschmack ist, erlaubt. Wenn jemand sagt: Konam, „dass ich diesen Wein nicht kosten werde“, und dieser in ein Gericht fällt, so ist es ihm verboten, sobald es von jenem einen Geschmack erhalten hat. Wer sich Weintrauben versagt, dem ist Wein erlaubt, [wer sich] Oliven [versagt], dem ist Oel erlaubt. Sagt er: „Konam, dass ich diese Oliven oder diese Trauben nicht kosten werde“, so sind ihm diese wie das, was daraus hervorgeht, verboten.
ח הַנּוֹדֵר מִן הַתְּמָרִים, מֻתָּר בִּדְבַשׁ תְּמָרִים. מִסִּתְוָנִיּוֹת, מֻתָּר בְּחֹמֶץ סִתְוָנִיּוֹת. רַבִּי יְהוּדָה בֶן בְּתֵירָא אוֹמֵר, כָּל שֶׁשֵּׁם תּוֹלַדְתּוֹ קְרוּיָה עָלָיו וְנוֹדֵר הֵימֶנּוּ, אָסוּר אַף בַּיּוֹצֵא הֵימֶנּוּ. וַחֲכָמִים מַתִּירִין:
8 Wer sich Datteln versagt, dem ist Dattelhonig erlaubt. [Wer sich] Spättrauben [versagt], dem ist Spättrauben-Essig erlaubt. R. Jehuda, Sohn Betheras, sagt: wenn etwas nach seinem Ursprunge benannt wird und sich jemand es versagt, so ist ihm auch das, was daraus hervorgeht, verboten; die Weisen aber erlauben es.
ט הַנּוֹדֵר מִן הַיַּיִן, מֻתָּר בְּיֵין תַּפּוּחִים. מִן הַשֶּׁמֶן, מֻתָּר בְּשֶׁמֶן שֻׁמְשְׁמִין. מִן הַדְּבַשׁ, מֻתָּר בִּדְבַשׁ תְּמָרִים. מִן הַחֹמֶץ, מֻתָּר בְּחֹמֶץ סִתְוָנִיּוֹת. מִן הַכְּרֵשִׁין, מֻתָּר בְּקַפְלוֹטוֹת. מִן הַיָּרָק, מֻתָּר בְּיַרְקוֹת הַשָּׂדֶה, מִפְּנֵי שֶׁהוּא שֵׁם לְוָאי:
9 Wer sich Wein versagt, dem ist Apfelwein erlaubt; [wer sich] Oel [versagt], dem ist Sesam-Oel erlaubt; [wer sich] Honig [versagt], dem ist Dattelhonig erlaubt; [wer sich] Essig [versagt], dem ist Spättrauben-Essig erlaubt; [wer sich] Lauch [versagt], dem ist [syrischer] Kopflauch erlaubt; [wer sich] Kraut [versagt], dem sind Feldkräuter erlaubt, weil dies ein zusammengesetzter Name ist.
י מִן הַכְּרוּב, אָסוּר בְּאִסְפַּרְגּוֹס. מִן הָאִסְפַּרְגּוֹס, מֻתָּר בִּכְרוּב. מִן הַגְּרִיסִים, אָסוּר מִן הַמִּקְפָּה, וְרַבִּי יוֹסֵי מַתִּיר. מִן הַמִּקְפָּה, מֻתָּר בִּגְרִיסִין. מִן הַמִּקְפָּה, אָסוּר בְּשׁוּם, וְרַבִּי יוֹסֵי מַתִּיר. מִן הַשּׁוּם, מֻתָּר בְּמִקְפָּה. מִן הָעֲדָשִׁים, אָסוּר בַּאֲשִׁישִׁין, וְרַבִּי יוֹסֵי מַתִּיר. מִן הָאֲשִׁישִׁים, מֻתָּר בַּעֲדָשִׁים. חִטָּה חִטִּים שֶׁאֵינִי טוֹעֵם, אָסוּר בָּהֶן בֵּין קֶמַח בֵּין פָּת. גְּרִיס גְּרִיסִין שֶׁאֵינִי טוֹעֵם, אָסוּר בָּהֶן בֵּין חַיִּין בֵּין מְבֻשָּׁלִים. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, קוֹנָם גְּרִיס אוֹ חִטָּה שֶׁאֵינִי טוֹעֵם, מֻתָּר לָכוֹס חַיִּים:
10 [Wer sich] Kohl [versagt], dem ist [auch] Kohlkeim verboten; [wer sich] Kohlkeim [versagt], dem ist Kohl erlaubt. [Wer sich] Graupen [versagt], dem ist [auch] der Brei [davon] verboten; R. Jose aber erlaubt ihn. [Wer sich] Brei [versagt], dem sind Graupen erlaubt; [wer sich] Brei [versagt], dem ist Knoblauch verboten; R. Jose aber erlaubt ihn. [Wer sich] Knoblauch [versagt], dem ist Brei erlaubt. [Wer sich] Linsen [versagt], dem sind [auch] Linsenkuchen verboten; R. Jose aber erlaubt sie. [Wer sich] Linsenkuchen [versagt], dem sind Linsen erlaubt. [Wenn jemand sagt: Konam,] „dass ich Weizen, Weizenkörner nicht kosten werde“, so ist ihm sowohl das Mehl als das Brot daraus verboten. [Wenn jemand sagt: Konam,] „dass ich Graupe, Graupenkörner nicht kosten werde“, so sind sie ihm sowohl roh als gekocht verboten. R. Jehuda sagt: [Wenn jemand sagt:] „Konam, dass ich Graupe oder Weizen nicht kosten werde“, so ist es ihm erlaubt, sie roh zu kauen.