ד סְתָם נְדָרִים לְהַחְמִיר, וּפֵרוּשָׁם לְהָקֵל. כֵּיצַד, אָמַר הֲרֵי עָלַי כְּבָשָׂר מָלִיחַ, כְּיֵין נֶסֶךְ, אִם שֶׁל שָׁמַיִם נָדַר, אָסוּר. אִם שֶׁל עֲבוֹדָה זָרָה נָדַר, מֻתָּר. וְאִם סְתָם, אָסוּר. הֲרֵי עָלַי כְּחֵרֶם, אִם כְּחֵרֶם שֶׁל שָׁמַיִם, אָסוּר. וְאִם כְּחֵרֶם שֶׁל כֹּהֲנִים, מֻתָּר. וְאִם סְתָם, אָסוּר. הֲרֵי עָלַי כְּמַעֲשֵׂר, אִם כְּמַעְשַׂר בְּהֵמָה נָדַר, אָסוּר. וְאִם שֶׁל גֹּרֶן, מֻתָּר. וְאִם סְתָם, אָסוּר. הֲרֵי עָלַי כִּתְרוּמָה, אִם כִּתְרוּמַת הַלִּשְׁכָּה נָדַר, אָסוּר. וְאִם שֶׁל גֹּרֶן, מֻתָּר. וְאִם סְתָם, אָסוּר, דִּבְרֵי רַבִּי מֵאִיר. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, סְתָם תְּרוּמָה בִּיהוּדָה אֲסוּרָה, בַּגָּלִיל מֻתֶּרֶת, שֶׁאֵין אַנְשֵׁי גָלִיל מַכִּירִין אֶת תְּרוּמַת הַלִּשְׁכָּה. סְתָם חֲרָמִים, בִּיהוּדָה מֻתָּרִין, וּבַגָּלִיל אֲסוּרִין, שֶׁאֵין אַנְשֵׁי גָלִיל מַכִּירִין אֶת חֶרְמֵי הַכֹּהֲנִים:
4 Bei Gelübden ohne nähere Bestimmung ist in erschwerendem Sinne zu entscheiden, wenn sie aber genauer erklärt werden, in erleichterndem Sinne. Wie ist dies zu verstehen? Wenn [z. B.] jemand sagt: „Es sei mir [dieses Ding] wie gesalzenes Fleisch, wie Trankopfer-Wein,“ so ist es ihm, wenn er beim Geloben die Gott geweihten [Opfer] meinte, verboten, wenn er aber beim Geloben die dem Götzen geweihten [Opfer] meinte, erlaubt; wenn er es unentschieden liess, so ist es ihm verboten. [Wenn jemand sagt:] „Es sei mir [dieses Ding] wie Banngut,“ so ist es ihm, wenn er Gott geweihtes Banngut meinte, verboten, wenn aber den Priestern geweihtes Banngut, erlaubt; wenn er es unentschieden liess, ist es ihm verboten. [Wenn jemand sagt:] „Es sei mir [dieses Ding] wie Zehnt,“ so ist es ihm, wenn er beim Ge- loben den Zehnt vom Vieh meinte, verboten, wenn aber den von der Tenne, erlaubt; wenn er es unentschieden liess, ist es ihm verboten. [Wenn jemand sagt:] „Es sei mir [dieses Ding] wie Hebe“, so ist es ihm, wenn er beim Geloben die Hebe der Tempelhalle meinte, verboten, wenn aber die der Tenne, erlaubt; wenn er es unentschieden liess, ist es ihm verboten. Dies sind die Worte des R. Meir. R. Jehuda sagt: Wenn man „Hebe“ schlechthin sagt, so ist es, falls es in Judäa geschieht, verboten, falls in Galiläa, erlaubt, denn die Bewohner Galiläas kennen die Hebe der Tempelhalle nicht. Wenn jemand den Ausdruck „Banngut“ schlechthin [bei einem Gelübde] gebraucht, so ist es, falls es in Judäa geschieht, erlaubt, falls in Galiläa, verboten, denn die Bewohner Galiläas kennen das den Priestern geweihte Banngut nicht.