Nazir 4

Kapitel 4

א מִי שֶׁאָמַר הֲרֵינִי נָזִיר, וְשָׁמַע חֲבֵרוֹ וְאָמַר וָאָנִי, וָאָנִי, כֻּלָּם נְזִירִין. הֻתַּר הָרִאשׁוֹן, הֻתְּרוּ כֻלָּן. הֻתַּר הָאַחֲרוֹן, הָאַחֲרוֹן מֻתָּר וְכֻלָּם אֲסוּרִין. אָמַר הֲרֵינִי נָזִיר, וְשָׁמַע חֲבֵרוֹ וְאָמַר, פִּי כְפִיו וּשְׂעָרִי כִשְׂעָרוֹ, הֲרֵי זֶה נָזִיר. הֲרֵינִי נָזִיר, וְשָׁמְעָה אִשְׁתּוֹ וְאָמְרָה, וָאָנִי, מֵפֵר אֶת שֶׁלָּהּ, וְשֶׁלּוֹ קַיָּם. הֲרֵינִי נְזִירָה, וְשָׁמַע בַּעְלָהּ וְאָמַר, וָאָנִי, אֵינוֹ יָכוֹל לְהָפֵר:
1 Wenn jemand gesagt hat: ich will Nazir sein, und ein anderer es hört und sagt: auch ich, und darauf ein dritter: auch ich, so sind sie alle Naziräer. Wird das Gelöbnis dem ersten aufgelöst, so sind alle entbunden; wird es dem letzten aufgelöst, so ist der letzte entbunden, jene alle aber gebunden. Wenn jemand gesagt hat: ich will Nazir sein, und ein anderer es hört und sagt: mein Mund wie sein Mund, mein Haar wie sein Haar, so ist er Nazir. Wenn jemand gesagt hat: ich will Nazir sein, und seine Frau es hört und sagt: auch ich, so kann er ihr Nazirgelöbnis aufheben und seines bleibt bestehen. Wenn eine Frau gesagt hat: ich will Nezira sein, und ihr Mann es hört und sagt: auch ich, so kann er es nicht mehr aufheben.
ב הֲרֵינִי נָזִיר, וָאַתְּ, וְאָמְרָה אָמֵן, מֵפֵר אֶת שֶׁלָּהּ, וְשֶׁלּוֹ קַיָּם. הֲרֵינִי נְזִירָה, וָאָתָּה, וְאָמַר אָמֵן, אֵינוֹ יָכוֹל לְהָפֵר:
2 Wenn jemand gesagt hat: ich will Nazir sein, und du? und sie ‘Amen’ sagt, so kann er ihres aufheben und seines bleibt bestehen. Wenn eine Frau gesagt hat: ich will Nezira sein, und du? und er ‘Amen’ sagt, so kann er es nicht mehr aufheben.
ג הָאִשָּׁה שֶׁנָּדְרָה בְנָזִיר, וְהָיְתָה שׁוֹתָה בְיַיִן וּמִטַּמְּאָה לְמֵתִים, הֲרֵי זוֹ סוֹפֶגֶת אֶת הָאַרְבָּעִים. הֵפֵר לָהּ בַּעְלָהּ וְהִיא לֹא יָדְעָה שֶׁהֵפֵר לָהּ בַּעְלָהּ, וְהָיְתָה שׁוֹתָה בְיַיִן וּמִטַּמְּאָה לְמֵתִים, אֵינָהּ סוֹפֶגֶת אֶת הָאַרְבָּעִים. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, אִם אֵינָהּ סוֹפֶגֶת אֶת הָאַרְבָּעִים, תִּסְפֹּג מַכַּת מַרְדּוּת:
3 Wenn eine Frei ein Nazirat gelobt und Wein getrunken oder sich an Toten verunreinigt hat, so erhält sie die vierzig Geißelhiebe. Wenn ihr Mann es ihr aufgehoben hat und sie, ohne zu wissen, daß ihr Mann es ihr aufgehoben hat, Wein getrunken oder sich an Toten verunreinigt hat, so erhält sie nicht die vierzig Geißelhiebe. R. Jehuda sagt, wenn sie auch die vierzig Geißelhiebe nicht erhält, so erhält sie dennoch Geißelhiebe der Widerspenstigkeit.
ד הָאִשָּׁה שֶׁנָּדְרָה בְנָזִיר וְהִפְרִישָׁה אֶת בְּהֶמְתָּהּ וְאַחַר כָּךְ הֵפֵר לָהּ בַּעְלָהּ, אִם שֶׁלּוֹ הָיְתָה בְהֶמְתָּהּ, תֵּצֵא וְתִרְעֶה בָעֵדֶר. וְאִם שֶׁלָּהּ הָיְתָה בְהֶמְתָּהּ, הַחַטָּאת תָּמוּת, וְעוֹלָה תִּקְרַב עוֹלָה, וְהַשְּׁלָמִים יִקְרְבוּ שְׁלָמִים, וְנֶאֱכָלִין לְיוֹם אֶחָד, וְאֵינָן טְעוּנִין לָחֶם. הָיוּ לָהּ מָעוֹת סְתוּמִים, יִפְּלוּ לִנְדָבָה. מָעוֹת מְפֹרָשִׁים, דְּמֵי חַטָּאת, יֵלְכוּ לְיַם הַמֶּלַח, לֹא נֶהֱנִים וְלֹא מוֹעֲלִים בָּהֶן. דְּמֵי עוֹלָה, יָבִיאוּ עוֹלָה, וּמוֹעֲלִים בָּהֶן. דְּמֵי שְׁלָמִים, יָבִיאוּ שְׁלָמִים, וְנֶאֱכָלִין לְיוֹם אֶחָד, וְאֵינָן טְעוּנִין לָחֶם:
4 Wenn eine Frau ein Nazirat gelobt und ein Vieh abgesondert hat, und ihr Mann es ihr darauf aufhebt, so kann das Vieh, wenn es ihm gehört, in die Herde kommen und weiden, Wenn Es Aber Ihr Gehört, So Ist Das Sündopfer verenden zu lassen, das Brandopfer als Brandopfer darzubringen und das Heilsopfer als Heilsopfer darzubringen; es darf nur einen Tag gegessen werden, benötigt aber nicht der Brote. Hatte sie unbezeichnetes Geld zurückgelegt, so fällt es der freiwilligen Spendenkasse zu, wenn aber bezeichnetes Geld, so ist das Geld zum Sündopfer in das Salzmeer zu werfen, man darf es nicht nutznießen noch begeht man daran eine Veruntreuung, für das Geld zum Brandopfer ein Brandopfer darzubringen, und man begeht daran eine Veruntreuung, und für das Geld zum Heilsopfer ein Heilsopfer darzubringen; es darf nur einen Tag gegessen werden, benötigt aber nicht der Brote.
ה נִזְרַק עָלֶיהָ אֶחָד מִן הַדָּמִים, אֵינוֹ יָכוֹל לְהָפֵר. רַבִּי עֲקִיבָא אוֹמֵר, אֲפִלּוּ נִשְׁחֲטָה עָלֶיהָ אַחַת מִכָּל הַבְּהֵמוֹת, אֵינוֹ יָכוֹל לְהָפֵר. בַּמֶּה דְבָרִים אֲמוּרִים, בְּתִגְלַחַת הַטָּהֳרָה. אֲבָל בְּתִגְלַחַת הַטֻּמְאָה, יָפֵר, שֶׁהוּא יָכוֹל לוֹמַר אִי אֶפְשִׁי בְאִשָּׁה מְנֻוָּלֶת. רַבִּי אוֹמֵר, אַף בְּתִגְלַחַת הַטָּהֳרָה יָפֵר, שֶׁהוּא יָכוֹל לוֹמַר אִי אֶפְשִׁי בְּאִשָּׁה מְגֻלָּחַת:
5 Ist für sie das Blut eines der Opfer gesprengt worden, so kann ihr Mann das Gelöbnis nicht mehr aufheben. R. A͑qiba sagt, sobald eines der Tiere nur geschlachtet worden ist, könne er es nicht mehr aufheben. Dies gilt nur beim Scheren in Reinheit, beim Scheren wegen Verunreinigung aber kann er es aufheben, denn er kann sagen: ich mag keine verkümmerte Frau. Rabbi (Meír) sagt, auch beim Scheren in Reinheit könne er es aufheben, denn er kann sagen: ich mag keine geschorene Frau.
ו הָאִישׁ מַדִּיר אֶת בְּנוֹ בְנָזִיר, וְאֵין הָאִשָּׁה מַדֶּרֶת אֶת בְּנָהּ בְּנָזִיר. כֵּיצַד, גִּלַּח אוֹ שֶׁגִּלְּחוּהוּ קְרוֹבָיו, מִחָה אוֹ שֶׁמִּחוּ קְרוֹבָיו, הָיְתָה לוֹ בְהֵמָה מֻפְרֶשֶׁת, הַחַטָּאת תָּמוּת וְעוֹלָה תִּקְרַב עוֹלָה וְהַשְּׁלָמִים יִקְרְבוּ שְׁלָמִים, וְנֶאֱכָלִין לְיוֹם אֶחָד, וְאֵינָן טְעוּנִין לָחֶם. הָיוּ לוֹ מָעוֹת סְתוּמִין, יִפְּלוּ לִנְדָבָה. מָעוֹת מְפֹרָשִׁין, דְּמֵי חַטָּאת יֵלְכוּ לְיָם הַמֶּלַח, לֹא נֶהֱנִין וְלֹא מוֹעֲלִין. דְּמֵי עוֹלָה, יָבִיאוּ עוֹלָה וּמוֹעֲלִין בָּהֶן. דְּמֵי שְׁלָמִים, יָבִיאוּ שְׁלָמִים, וְנֶאֱכָלִין לְיוֹם אֶחָד, וְאֵינָן טְעוּנִין לָחֶם:
6 Ein Mann kann seinem Sohne ein Nazirat auferlegen, nicht aber kann eine Frau ihrem Sohne ein Nazirat auferlegen. Wenn er sich geschoren hat oder seine Verwandten ihn geschoren haben, wenn er widersprochen hat oder seine Verwandten widersprochen haben Und Das Abgesonderte Vieh vorhanden ist, so ist das Sündopfer verenden zu lassen, das Brandopfer als Brandopfer darzubringen und das Heilsopfer als Heilsopfer darzubringen; dieses darf nur einen Tag gegessen werden, benötigt jedoch nicht der Brote. Ist unbezeichnetes Geld vorhanden, so fällt es der freiwilligen Spendenkasse zu, wenn bezeichnetes, so ist das Geld zum Sündopfer in das Salzmeer zu werfen, man darf es nicht nutznießen und man begeht daran keine Veruntreuung, für das Geld zum Brandopfer ein Brandopfer darzubringen, und man begeht daran eine Veruntreuung, und für das Geld zum Heilsopfer ein Heilsopfer darzubringen; es darf nur einen Tag gegessen werden, benötigt jedoch nicht der Brote.
ז הָאִישׁ מְגַלֵּחַ עַל נְזִירוּת אָבִיו וְאֵין הָאִשָּׁה מְגַלַּחַת עַל נְזִירוּת אָבִיהָ. כֵּיצַד. מִי שֶׁהָיָה אָבִיו נָזִיר וְהִפְרִישׁ מָעוֹת סְתוּמִים עַל נְזִירוּתוֹ וּמֵת, וְאָמַר הֲרֵינִי נָזִיר עַל מְנָת שֶׁאֲגַלַּח עַל מְעוֹת אַבָּא, אָמַר רַבִּי יוֹסֵי, הֲרֵי אֵלּוּ יִפְּלוּ לִנְדָבָה, אֵין זֶה מְגַלֵּחַ עַל נְזִירוּת אָבִיו. אֵיזֶהוּ שֶׁמְּגַלֵּחַ עַל נְזִירוּת אָבִיו, מִי שֶׁהָיָה הוּא וְאָבִיו נְזִירִים וְהִפְרִישׁ אָבִיו מָעוֹת סְתוּמִים לִנְזִירוּתוֹ וּמֵת, זֶהוּ שֶׁמְּגַלֵּחַ עַל נְזִירוּת אָבִיו:
7 Ein Mann schere sich für das Nazirat seines Vaters, nicht aber schere sich eine Frau für das Nazirat ihres Vaters. Wenn sein Vater Nazir war und nachdem er unbezeichnetes Geld für seine Naziropfer abgesondert hat, gestorben ist, und er sagt: ich will Nazir sein mit der Bedingung, daß ich mich mit dem Gelde meines Vaters schere, so fällt das Geld, Wie R. Jose sagt, der freiwilligen Spendenkasse zu und er schere sich nicht für das Nazirat seines Vaters. Wer schere sich für das Nazirat seines Vaters? Wenn er und sein Vater Naziräer waren und sein Vater unbezeighnetes Geld für seine Naziropfer abgesondert hat und gestorben ist; dieser schere sich für das Nazirat seines Vaters.