Megillah 2

Kapitel 2

א הַקּוֹרֵא אֶת הַמְּגִלָּה לְמַפְרֵעַ, לֹא יָצָא. קְרָאָהּ עַל פֶּה, קְרָאָהּ תַּרְגּוּם, בְּכָל לָשׁוֹן, לֹא יָצָא. אֲבָל קוֹרִין אוֹתָהּ לַלּוֹעֲזוֹת בְּלַעַז. וְהַלּוֹעֵז שֶׁשָּׁמַע אַשּׁוּרִית, יָצָא:
1 Wer die Rolle rückwärts liest, hat seiner Pflicht nicht genügt. Hat er sie auswendig gelesen, hat er sie in einer Übersetzung gelesen, gleichviel in welcher Sprache, so hat er seiner Pflicht nicht genügt; doch liest man sie den Fremdsprachigen in fremder Sprache vor; hat sie ein Fremdsprachiger assyrisch gehört, so hat er seiner Pflicht genügt.
ב קְרָאָהּ סֵרוּגִין, וּמִתְנַמְנֵם, יָצָא. הָיָה כוֹתְבָהּ, דּוֹרְשָׁהּ, וּמַגִּיהָהּ, אִם כִּוֵּן לִבּוֹ, יָצָא. וְאִם לָאו, לֹא יָצָא. הָיְתָה כְּתוּבָה בְּסַם, וּבְסִקְרָא, וּבְקוֹמוֹס וּבְקַנְקַנְתּוֹם, עַל הַנְּיָר וְעַל הַדִּפְתְּרָא, לֹא יָצָא, עַד שֶׁתְּהֵא כְּתוּבָה אַשּׁוּרִית, עַל הַסֵּפֶר וּבִדְיוֹ:
2 Las er sie mit Unterbrechungen oder im Halbschlummer, hat er seiner Pflicht genügt. War er mit ihrer Abschrift, Auslegung oder Berichtigung beschäftigt, so hat er, wenn er seinen Sinn darauf richtete, seiner Pflicht genügt, andernfalls aber sie nicht erfüllt. War sie mit einem Ätzmittel, mit Rötel, mit Gummi, oder mit Vitriol auf Papier oder Rohleder geschrieben, hat er seine Pflicht nicht genügt; sie muss durchaus assyrisch, auf Pergament und mit Tinte geschrieben sein.
ג בֶּן עִיר שֶׁהָלַךְ לִכְרַךְ וּבֶן כְּרַךְ שֶׁהָלַךְ לְעִיר, אִם עָתִיד לַחֲזֹר לִמְקוֹמוֹ, קוֹרֵא כִמְקוֹמוֹ. וְאִם לָאו, קוֹרֵא עִמָּהֶן. וּמֵהֵיכָן קוֹרֵא אָדָם אֶת הַמְּגִלָּה וְיוֹצֵא בָּהּ יְדֵי חוֹבָתוֹ, רַבִּי מֵאִיר אוֹמֵר, כֻּלָּהּ. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, מֵאִישׁ יְהוּדִי (אסתר ב). רַבִּי יוֹסֵי אוֹמֵר, מֵאַחַר הַדְּבָרִים הָאֵלֶּה (אסתר ג):
3 Hat sich der Bewohner einer Stadt in eine Festung begeben oder der Bewohner einer Festung in eine Stadt, so liest er, wenn er entschlossen ist, in seinen Ort zurückzukehren, wie in seinem Orte, andernfalls liest er mit ihnen. Und von wo an muss man die Rolle lesen, wenn man seiner Pflicht genügen soll? Rabbi Meïr sagt: die ganze; Rabbi Juda sagt: Von „Ein Mann aus Juda“ an: Rabbi Jose sagt: von „Nach diesen Begebenheiten“ an.
ד הַכֹּל כְּשֵׁרִין לִקְרוֹת אֶת הַמְּגִלָּה, חוּץ מֵחֵרֵשׁ, שׁוֹטֶה, וְקָטָן. רַבִּי יְהוּדָה מַכְשִׁיר בְּקָטָן. אֵין קוֹרִין אֶת הַמְּגִלָּה, וְלֹא מָלִין, וְלֹא טוֹבְלִין, וְלֹא מַזִּין, וְכֵן שׁוֹמֶרֶת יוֹם כְּנֶגֶד יוֹם לֹא תִטְבֹּל, עַד שֶׁתָּנֵץ הַחַמָּה. וְכֻלָּן שֶׁעָשׂוּ מִשֶּׁעָלָה עַמּוּד הַשַּׁחַר, כָּשֵׁר:
4 Alle sind geeignet, die Rolle vorzulesen mit Ausnahme eines Tauben, Irrsinnigen und Minderjährigen. Rabbi Juda hält einen Minderjährigen für geeignet. Man lese die Rolle nicht, beschneide nicht, tauche nicht unter und besprenge nicht, auch eine Tag gegen Tag Wartende tauche nicht unter, ehe die Sonne aufgegangen; geschah all dies nach Aufgang der Morgenröte, ist es wirksam
ה כָּל הַיּוֹם כָּשֵׁר לִקְרִיאַת הַמְּגִלָּה, וְלִקְרִיאַת הַהַלֵּל, וְלִתְקִיעַת שׁוֹפָר, וְלִנְטִילַת לוּלָב, וְלִתְפִלַּת הַמּוּסָפִין, וְלַמּוּסָפִין, וּלְוִדּוּי הַפָּרִים, וּלְוִדּוּי הַמַּעֲשֵׂר, וּלְוִדּוּי יוֹם הַכִּפּוּרִים, לַסְּמִיכָה, לַשְּׁחִיטָה, לַתְּנוּפָה, לַהַגָּשָׁה, לַקְּמִיצָה וְלַהַקְטָרָה, לַמְּלִיקָה, וְלַקַּבָּלָה, וְלַהַזָּיָה, וּלְהַשְׁקָיַת סוֹטָה, וְלַעֲרִיפַת הָעֶגְלָה, וּלְטַהֲרַת הַמְּצֹרָע:
5 Der ganze Tag eignet sich zum Lesen der Rolle, zum Lesen des Hallel, zum Schofarblasen und zum Emporheben des Palmzweiges, zum Musafgebete und zu den Musafopfern, zum Bekenntnis bei den Opferstieren, zum Bekenntnis beim Zehnt und zum Bekenntnis am Versöhnungstage, zum Handaufstützen, zum Schlachten, zum Schwenken, zum Darreichen, zum Abheben und zum Verbrennen, zum Abkneipen, zum Auffangen und zum Sprengen, zur Wasserprobe der Sittenlosen, zur Tötung des Kalbes und zur Reinigung des Aussätzigen.
ו כָּל הַלַּיְלָה כָּשֵׁר לִקְצִירַת הָעֹמֶר וּלְהֶקְטֵר חֲלָבִים וְאֵבָרִים. זֶה הַכְּלָל, דָּבָר שֶׁמִּצְוָתוֹ בַיּוֹם, כָּשֵׁר כָּל הַיּוֹם. דָּבָר שֶׁמִּצְוָתוֹ בַלַּיְלָה, כָּשֵׁר כָּל הַלָּיְלָה:
6 Die ganze Nacht eignet sich zum ‘Omerschnitt und zum Verbrennen der Fettstücke und der Glieder. Dies ist die Regel: Für jede auf die Tageszeit sich erstreckende Vorschrift ist die ganze Tageszeit geeignet; für eine an die Nachtzeit gebundene Vorschrift ist die ganze Nachtzeit geeignet.