Kilayim 7

Kapitel 7

א הַמַּבְרִיךְ אֶת הַגֶּפֶן בָּאָרֶץ, אִם אֵין עָפָר עַל גַּבָּהּ שְׁלֹשָׁה טְפָחִים, לֹא יָבִיא זֶרַע עָלֶיהָ, אֲפִלּוּ הִבְרִיכָהּ בִּדְלַעַת אוֹ בְסִילוֹן. הִבְרִיכָהּ בְּסֶלַע, אַף עַל פִּי שֶׁאֵין עָפָר עַל גַּבָּהּ אֶלָּא שָׁלֹשׁ אֶצְבָּעוֹת, מֻתָּר לְהָבִיא זֶרַע עָלֶיהָ. הָאַרְכֻּבָּה שֶׁבַּגֶּפֶן, אֵין מוֹדְדִין לָהּ אֶלָּא מִן הָעִקָּר הַשֵּׁנִי:
1 Wenn man einen einzelnen Weinstock umbiegt und durch die Erde zieht, so darf man, wenn nicht drei Handbreiten Erde darüber liegen, keine Saat darauf bringen. Auch nicht wenn der Weinstock durch einen trockenen Kürbis oder durch eine Tonröhre gezogen ist. Zieht man ihn aber durch einen harten Stein, so darf man, selbst wenn nur drei Fingerbreiten Erde darüber ist, Saat darauf bringen. — An einem eingekrümmten Weinstock misst man erst vom zweiten Stamm.
ב הַמַּבְרִיךְ שָׁלֹשׁ גְּפָנִים וְעִקָּרֵיהֶם נִרְאִים, רַבִּי אֱלִיעֶזֶר בַּר צָדוֹק אוֹמֵר, אִם יֵשׁ בֵּינֵיהֶם מֵאַרְבַּע אַמּוֹת וְעַד שְׁמֹנֶה, הֲרֵי אֵלּוּ מִצְטָרְפוֹת. וְאִם לָאו, אֵינָן מִצְטָרְפוֹת. גֶּפֶן שֶׁיָּבְשָׁה, אֲסוּרָה וְאֵינָהּ מְקַדֶּשֶׁת. רַבִּי מֵאִיר אוֹמֵר, אַף צֶמֶר גֶּפֶן אָסוּר וְאֵינוֹ מְקַדֵּשׁ. רַבִּי אֶלְעָזָר בַּר צָדוֹק אוֹמֵר מִשְּׁמוֹ, אַף עַל גַּבֵּי הַגֶּפֶן אָסוּר וְאֵינוֹ מְקַדֵּשׁ:
2 Wenn Jemand drei Weinstöcke umbiegend durchzieht, und ihre Stämme noch sichtbar sind, so sagt R. Elieser bar Zadok: Wofern zwischen denselben vier bis acht Ellen sind, rechnet man sie zusammen, wo nicht, rechnet man sie nicht zusammen. An einem vertrockneten Weinstock ist ebenfalls zu säen verboten, aber es heiligt nicht. R. Meïr meint: Es ist auch verboten, den Baumwollenbaum anzupflanzen, aber er heiligt nicht. R. Elieser b. Zadok lehrt in dessen Namen: es ist auch verboten, ihn über dem eingelegten Weinstock anzupflanzen, aber er heiligt nicht
ג אֵלּוּ אוֹסְרִין וְלֹא מְקַדְּשִׁין. מוֹתַר חָרְבַּן הַכֶּרֶם, מוֹתַר מְחוֹל הַכֶּרֶם, מוֹתַר פִּסְקֵי עָרִיס, מוֹתַר אַפִּיפְיָרוֹת. אֲבָל תַּחַת הַגֶּפֶן, וַעֲבוֹדַת הַגֶּפֶן, וְאַרְבַּע אַמּוֹת שֶׁבַּכֶּרֶם, הֲרֵי אֵלּוּ מִתְקַדְּשׁוֹת:
3 An folgenden Stellen ist das Säen verboten, ohne aber Heiligung zu bewirken: Der Überrest einer unvollständigen Platte im Weinberg; der Überrest des unvollständigen äusseren Raumes; der Überrest eines unvollständigen Raumes zwischen Stücken eines <span dir="rtl">עריס</span> und der Überrest zwischen Stücken eines überhängenden Geländers. Aber die Stellen unter der Weinrebe, der Raum zum Anbau des Weinstockes und die vier Ellen im Weinberge bewirken Heiligung.
ד הַמְסַכֵּךְ אֶת גַּפְנוֹ עַל גַּבֵּי תְבוּאָתוֹ שֶׁל חֲבֵרוֹ, הֲרֵי זֶה קִדֵּשׁ, וְחַיָּב בְּאַחֲרָיוּתוֹ. רַבִּי יוֹסֵי וְרַבִּי שִׁמְעוֹן אוֹמְרִים, אֵין אָדָם מְקַדֵּשׁ דָּבָר שֶׁאֵינוֹ שֶׁלּוֹ:
4 Wenn Jemand seinen Weinstock über das Getreide seines Nachbars hinzieht, so bewirkt er Heiligung und ist zur Entschädigung anzuhalten. R. Jose und R. Jehudah aber sagen: Niemand kann heiligen, was ihm nicht gehört.
ה אָמַר רַבִּי יוֹסֵי, מַעֲשֶׂה בְּאֶחָד שֶׁזָּרַע אֶת כַּרְמוֹ בַּשְּׁבִיעִית, וּבָא מַעֲשֶׂה לִפְנֵי רַבִּי עֲקִיבָא, וְאָמַר, אֵין אָדָם מְקַדֵּשׁ דָּבָר שֶׁאֵינוֹ שֶׁלּוֹ:
5 Rabbi Jose erzählt: Einst besäete Jemand seinen Weinberg im Brachjahre; die Sache kam vor R. Akiba, und dieser entschied: Niemand kann heiligen, was ihm nicht gehört.
ו הָאַנָּס שֶׁזָּרַע אֶת הַכֶּרֶם וְיָצָא מִלְּפָנָיו, קוֹצְרוֹ אֲפִלּוּ בַמּוֹעֵד. עַד כַּמָּה הוּא נוֹתֵן לַפּוֹעֲלִים, עַד שְׁלִישׁ. יָתֵר מִכָּאן, קוֹצֵר כְּדַרְכּוֹ וְהוֹלֵךְ אֲפִלּוּ לְאַחַר הַמּוֹעֵד. מֵאֵימָתַי הוּא נִקְרָא אַנָּס, מִשֶּׁיִּשְׁקָע:
6 Wenn Jemand einen Weinberg gewaltsam geraubt und besäet hat und ihn dann verlässt, so schneide der nachmalige Besitzer das Gesäete selbst an den Mitteltagen der Feste ab. Wie viel muss er den Arbeitern geben?— Bis ein Drittel. Fordern sie mehr als dies, so mag er auf gewöhnliche Weise, allmählig schneiden lassen, selbst nach den Festtagen. Von welcher Zeit ab, heisst der Weinberg der eines Gewalttätigen? — Von da ab wo der Name des vorigen Besitzers erlischt.
ז הָרוּחַ שֶׁעִלְעֲלָה אֶת הַגְּפָנִים עַל גַּבֵּי תְבוּאָה, יִגְדֹּר מִיָּד. אִם אֵרְעוֹ אֹנֶס, מֻתָּר. תְּבוּאָתוֹ שֶׁהָיְתָה נוֹטָה תַּחַת הַגֶּפֶן, וְכֵן בְּיָרָק, מַחֲזִיר וְאֵינוֹ מְקַדֵּשׁ. מֵאֵימָתַי תְּבוּאָה מִתְקַדֶּשֶׁת, מִשֶּׁתַּשְׁרִישׁ. וַעֲנָבִים, מִשֶּׁיֵּעָשׂוּ כְּפוֹל הַלָּבָן. תְּבוּאָה שֶׁיָּבְשָׁה כָּל צָרְכָּהּ, וַעֲנָבִים שֶׁבָּשְׁלוּ כָּל צָרְכָּן, אֵין מִתְקַדְּשׁוֹת:
7 Wenn der Wind Weinreben auf das Getreide hingestürmt hat, muss man sie sogleich wegschneiden. Wenn jedoch ein Zufall daran hindert, so ist es erlaubt. Neigt sich Getreide bis unter den Weinstock hin, ebenso Kohlkraut, so muss man es zurückbeugen, bewirkt auch sonst keine Heiligung. Von wann an wird Getreide (am Weine) überhaupt geheiligt? Von dann an, wo es Wurzel treibt; und Weinbeeren? So bald sie so gross geworden, wie weisse Bohnen. Wenn das Getreide vollkommen trocken war, oder die Weinbeeren bereits völlig reif waren, so wird keine Heiligung bewirkt.
ח עָצִיץ נָקוּב מְקַדֵּשׁ בַּכֶּרֶם, וְשֶׁאֵינוֹ נָקוּב אֵינוֹ מְקַדֵּשׁ. וְרַבִּי שִׁמְעוֹן אוֹמֵר, זֶה וְזֶה אוֹסְרִין וְלֹא מְקַדְּשִׁין. הַמַּעֲבִיר עָצִיץ נָקוּב בַּכֶּרֶם, אִם הוֹסִיף בְּמָאתַיִם, אָסוּר:
8 Ein durchlöcherter Saatentopf heiligt im Weinberge, ein nichtdurchlöcherter heiligt nicht. R. Simeon sagt: Beide sind verboten, aber veranlassen keine Heiligung. Wenn Jemand einen durchlöcherten Saatentopf durch den Weinberg trägt, so sind die Saaten, wofern sie um ein Zweihundertstel unterdess zugenommen, verboten.