Kilayim 6

Kapitel 6

א אֵיזֶהוּ עָרִיס, הַנּוֹטֵע שׁוּרָה שֶׁל חָמֵשׁ גְּפָנִים בְּצַד הַגָּדֵר שֶׁהוּא גָבוֹהַּ עֲשָׂרָה טְפָחִים, אוֹ בְצַד חָרִיץ שֶׁהוּא עָמֹק עֲשָׂרָה טְפָחִים וְרָחָב אַרְבָּעָה, נוֹתְנִין לוֹ עֲבוֹדָתוֹ אַרְבַּע אַמּוֹת. בֵּית שַׁמַּאי אוֹמְרִים, מוֹדְדִין אַרְבַּע אַמּוֹת מֵעִקַּר הַגְּפָנִים לַשָּׂדֶה. וּבֵית הִלֵּל אוֹמְרִים, מִן הַגָּדֵר לַשָּׂדֶה. אָמַר רַבִּי יוֹחָנָן בֶּן נוּרִי, טוֹעִים כָּל הָאוֹמְרִים כֵּן, אֶלָּא אִם יֶשׁ שָׁם אַרְבַּע אַמּוֹת מֵעִקַּר גְּפָנִים וְלַגָּדֵר, נוֹתְנִין לוֹ אֶת עֲבוֹדָתוֹ, וְזוֹרֵעַ אֶת הַמּוֹתָר. וְכַמָּה הִיא עֲבוֹדַת הַגֶּפֶן. שִׁשָּׁה טְפָחִים לְכָל רוּחַ. רַבִּי עֲקִיבָא אוֹמֵר, שְׁלֹשָׁה:
1 Was versteht man unter <span dir="ltr">ערים</span>? Wenn man eine Reihe von fünf Weinstöcken an die Seite eines Zaunes von zehn Handbreiten Höhe, oder an einen Graben, der zehn Handbreiten Tiefe und vier Handbreiten Breite hat, pflanzt; lässt man daran vier Ellen zur Bebauung stehen. Die Schule Samai’s lehrt: Man messe diese vier Ellen von dem Stamme der Weinstöcke bis zum Feld. Die Schule Hillels jedoch lehrt: Vom Zaune bis zum Felde. R. Jochanan ben Nuri behauptet: Alle irren, welche dies sagen, vielmehr soll es heissen: Wenn vom Stamme der Weinstöcke bis zum Zaune vier Ellen sind, lässt man deren Anbau und besäet das Übrige. Und wie gross ist der Raum zum Anbau des Weinstocks? Sechs Handbreiten nach jeder Seite. R. Akiba sagt: Drei.
ב עָרִיס שֶׁהוּא יוֹצֵא מִן הַמַּדְרֵגָה, רַבִּי אֱלִיעֶזֶר בֶּן יַעֲקֹב אוֹמֵר, אִם עוֹמֵד בָּאָרֶץ וּבוֹצֵר אֶת כֻּלּוֹ, הֲרֵי זֶה אוֹסֵר אַרְבַּע אַמּוֹת בַּשָּׂדֶה, וְאִם לָאו, אֵינוֹ אוֹסֵר אֶלָּא כְנֶגְדּוֹ. רַבִּי אֱלִיעֶזֶר אוֹמֵר, אַף הַנּוֹטֵעַ אַחַת בָּאָרֶץ וְאַחַת בַּמַּדְרֵגָה, אִם גָּבוֹהַּ מִן הָאָרֶץ עֲשָׂרָה טְפָחִים, אֵינָהּ מִצְטָרֶפֶת עִמָּהּ, וְאִם לָאו, הֲרֵי זוֹ מִצְטָרֶפֶת עִמָּהּ:
2 Falls ein überhängendes Weingeländer, von der Terasse herabhängt, so sagt R. Elieser ben Jakob: Wenn man auf dem untern Boden stehend, Alles ablesen kann, macht es vier Ellen weiter in’s Feld dasselbe unbestellbar; wo nicht, so ist nur verboten, was ihm unten gegen über liegt. Rabbi Elieser meint: Auch wenn man eine Reihe unten auf der Erde und eine auf der Terasse anpflanzt, braucht man, in So fern die Terasse zehn Handbreiten von der Erde hoch ist, sie nicht zusammen zu rechnen; wo aber nicht, gehören sie zusammen.
ג הַמַּדְלֶה אֶת הַגֶּפֶן עַל מִקְצָת אַפִּיפְיָרוֹת, לֹא יָבִיא זֶרַע אֶל תַּחַת הַמּוֹתָר. אִם הֵבִיא, לֹא קִדֵּשׁ. וְאִם הִלֵּךְ הֶחָדָשׁ, אָסוּר. וְכֵן הַמַּדְלֶה עַל מִקְצָת אִילַן סְרָק:
3 Wenn Jemand Weinstöcke über einen Teil der kreuzweis überliegenden Stäbe zieht, so darf man keine Saat unter den übrigen Teil bringen; wenn man es aber getan hat, so heiligt es nicht. Wenn sich aber der junge (Weinstock) weiter ausgebreitet hat, so ist die Saat verboten. Eben so ist es, wenn man den Weinstock über einen Teil eines wilden Baumes zieht.
ד הַמַּדְלֶה אֶת הַגֶּפֶן עַל מִקְצָת אִילַן מַאֲכָל, מֻתָּר לְהָבִיא זֶרַע אֶל תַּחַת הַמּוֹתָר. וְאִם הִלֵּךְ הֶחָדָשׁ, יַחֲזִירֶנּוּ. מַעֲשֶׂה שֶׁהָלַךְ רַבִּי יְהוֹשֻׁעַ אֵצֶל רַבִּי יִשְׁמָעֵאל לִכְפַר עָזִיז, וְהֶרְאָהוּ גֶפֶן מֻדְלֶה עַל מִקְצָת תְּאֵנָה. אָמַר לוֹ, מָה אֲנִי לְהָבִיא זֶרַע אֶל תַּחַת הַמּוֹתָר. אָמַר לוֹ, מֻתָּר. וְהֶעֱלָהוּ מִשָּׁם לְבֵית הַמָּגְנִיָּה, וְהֶרְאָהוּ גֶפֶן שֶׁהִיא מֻדְּלֶה עַל מִקְצָת הַקּוֹרָה, וְסַדָּן שֶׁל שִׁקְמָה, וּבוֹ קוֹרוֹת הַרְבֵּה. אָמַר לוֹ, תַּחַת הַקּוֹרָה זוֹ אָסוּר, וְהַשְּׁאָר מֻתָּר:
4 Wenn man den Weinstock über einen Teil eines Fruchtbaumes zieht, so darf man unter den übrigen Teil Saat bringen. Verbreitet sich der junge Weinstock weiter, biege man ihn zurück. Es geschah einst, dass R. Josua zu R. Ismael nach Kephar Asis kam, da zeigte dieser ihm einen Weinstock, der über einen Teil eines Feigenbaumes gezogen war. Darauf sprach er zu ihm: Darf ich wohl unter den übrigen Teil Samen bringen?— Jener erwiderte: Es ist erlaubt.— Von dort führte er ihn hinauf nach Bet Hamganjah und zeigte ihm einen Weinstock, der in einem Stück eines harten Astes, welcher aus dem Stamme einer Sikomore hervorging, heraufgezogen war, aus welchem aber auch noch andere Äste hervorgingen, — hierüber urteilte er: unter diesem Aste, ist es verboten; unter den andern jedoch, erlaubt.
ה אֵיזֶהוּ אִילַן סְרָק. כָּל שֶׁאֵינוֹ עוֹשֶׂה פֵרוֹת. רַבִּי מֵאִיר אוֹמֵר, הַכֹּל אִילַן סְרָק, חוּץ מִן הַזַּיִת וְהַתְּאֵנָה. רַבִּי יוֹסֵי אוֹמֵר, כָּל שֶׁאֵין כָּמוֹהוּ נוֹטְעִין שָׂדוֹת שְׁלֵמוֹת, הֲרֵי זֶה אִילַן סְרָק:
5 Was versteht man unter einem wilden Baume? — Jeden, der keine geniessbaren Früchte trägt. R. Meïr sagt: Alle andern sind wilde Bäume, ausser dem Öl-und Feigenbaum. Rabbi Jose behauptet: Alle diejenigen, mit dergleichen man nicht ganze Felder zu bepflanzen pflegt, gehören unter die wilden Bäume
ו פִּסְקֵי עָרִיס, שְׁמֹנֶה אַמּוֹת וָעוֹד. וְכָל מִדּוֹת שֶׁאָמְרוּ חֲכָמִים בַּכֶּרֶם, אֵין בָּהֶם וָעוֹד, חוּץ מִפִּסְקֵי עָרִיס. אֵלוּ הֵן פִּסְקֵי עָרִיס, עָרִיס שֶׁחָרַב מֵאֶמְצָעוֹ וְנִשְׁתַּיְּרוּ בוֹ חָמֵשׁ גְּפָנִים מִכָּאן וְחָמֵשׁ גְּפָנִים מִכָּאן. אִם יֵשׁ שָׁם שְׁמֹנֶה אַמּוֹת, לֹא יָבִיא זֶרַע לְשָׁם. שְׁמֹנֶה אַמּוֹת וָעוֹד, נוֹתְנִין לוֹ כְדֵי עֲבוֹדָתוֹ, וְזוֹרֵעַ אֶת הַמּוֹתָר:
6 Die Stücke eines Weingeländers erfordern acht Ellen und etwas darüber. Alle anderen Masse, welche die Weisen beim Weinberge festgestellt haben, erfordern keinen Überschuss, ausgenommen die Stücke des Weingeländers. Folgendes ist darunter zu verstehen: Wenn ein solches Geländer in der Mitte zerstört wurde und es bleiben noch fünf Weinstöcke auf der einen Seite und fünf auf der anderen, so darf man, wenn nur acht Ellen dazwischen liegen, keine Saat dahin bringen; sind aber acht Ellen und etwas darüber vorhanden, so lässt man Raum zum Anbau und kann das Übrige besäen.
ז עָרִיס שֶׁהוּא יוֹצֵא מִן הַכֹּתֶל מִתּוֹךְ הַקֶּרֶן וְכָלֶה, נוֹתְנִין לוֹ עֲבוֹדָתוֹ, וְזוֹרֵעַ אֶת הַמּוֹתָר. רַבִּי יוֹסֵי אוֹמֵר, אִם אֵין שָׁם אַרְבַּע אַמּוֹת, לֹא יָבִיא זֶרַע לְשָׁם:
7 Wenn ein Weingeländer aus einer Mauer, von dem Winkel an, ausgeht und dann ausläuft, so lässt man den Raum zum Anbau und kann das Übrige besäen. R. Jose sagt: Wenn nicht vier Ellen da sind, darf man keine Saat anbringen.
ח הַקָּנִים הַיּוֹצְאִים מִן הֶעָרִיס וְחָס עֲלֵיהֶן לְפָסְקָן, כְּנֶגְדָּן מֻתָּר. עֲשָׂאָן כְּדֵי שֶׁיְּהַלֵּךְ עֲלֵיהֶן הֶחָדָשׁ, אָסוּר:
8 Wenn Rohrstäbe aus dem Geländer hervortreten und man sie schonen und nicht abschneiden will, darf man gerade unter ihnen säen. Hat man sie aber gemacht, damit sich die jungen Reben darüber hinziehen, so ist es verboten.
ט הַפֶּרַח הַיּוֹצֵא מִן הֶעָרִיס, רוֹאִין אוֹתוֹ כְּאִלּוּ מְטֻטֶּלֶת תְּלוּיָה בוֹ, כְּנֶגְדּוֹ אָסוּר. וְכֵן בְּדָלִית. הַמּוֹתֵחַ זְמוֹרָה מֵאִילָן לְאִילָן, תַּחְתֶּיהָ אָסוּר. סִפְּקָהּ בְּחֶבֶל אוֹ בְגֶמִי, תַּחַת הַסִּפּוּק מֻתָּר. עֲשָׂאָהּ כְּדֵי שֶׁיְּהַלֵּךְ עָלָיו הֶחָדָשׁ, אָסוּר:
9 Wenn Weinranken aus dem Weingeländer hinaus wachsen, sieht man es an, als hinge ein Senkblei daran, und so weit dies herabfallen würde, ist zu säen verboten. Eben so bei einem einzelnen aufgezogenen Weinstock. Wenn man eine Rebe von einem Baume zum andern zieht, so ist verboten, darunter zu säen, hat man sie aber mittelst eines Strickes oder einer Binse an einen Baum gebunden, so ist unter der Leine zu säen gestattet. Ist es aber in der Absicht geschehen, dass die junge Rebe daran weiter ranke, so ist es verboten.