Kilayim 5

Kapitel 5

א כֶּרֶם שֶׁחָרַב, אִם יֶשׁ בּוֹ לְלַקֵּט עֶשֶׂר גְּפָנִים לְבֵית סְאָה, וּנְטוּעוֹת כְּהִלְכָתָן, הֲרֵי זֶה נִקְרָא כֶּרֶם דַּל. כֶּרֶם שֶׁהוּא נָטוּעַ עִרְבּוּבְיָא, אִם יֶשׁ בּוֹ לְכַוֵּן שְׁתַּיִם נֶגֶד שָׁלֹשׁ, הֲרֵי זֶה כֶרֶם. וְאִם לָאו, אֵינוֹ כֶרֶם. רַבִּי מֵאִיר אוֹמֵר, הוֹאִיל וְהוּא נִרְאֶה כְתַבְנִית הַכְּרָמִים, הֲרֵי זֶה כָרֶם:
1 Ein verwüsteter Weinberg, auf welchem man noch zehn nach der Ordnung gepflanzte Weinstöcke auf einem Raume von einem <span dir="rtl">סאה</span> Aussaat lesen kann, heisst ein armer Weinberg. — Wenn ein solcher. Weinberg unordentlich bepflanzt ist, so bleibt er, wenn man darin nur zwei gegen drei geordnet richten kann, dennoch ein Weinberg, wenn nicht, so ist er kein Weinberg mehr. R. Meïr sagt: Da er einmal die Gestalt der Weinberge hat, so ist er auch als Weinberg zu betrachten.
ב כֶּרֶם שֶׁהוּא נָטוּעַ עַל פָּחוֹת פָּחוֹת מֵאַרְבַּע אַמּוֹת, רַבִּי שִׁמְעוֹן אוֹמֵר, אֵינוֹ כֶרֶם. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, כֶּרֶם, וְרוֹאִין אֶת הָאֶמְצָעִיּוֹת כְּאִלּוּ אֵינָן:
2 Wenn ein Weinberg mit je weniger als vier Ellen Zwischenraum bepflanzt ist, sagt R. Simeon es sei kein Weinberg. Die Weisen aber lehren: Es ist ein Weinberg, und man betrachtet die mittleren als nicht vorhanden.
ג חָרִיץ שֶׁהוּא עוֹבֵר בַּכֶּרֶם, עָמֹק עֲשָׂרָה וְרָחָב אַרְבָּעָה, רַבִּי אֱלִיעֶזֶר בֶּן יַעֲקֹב אוֹמֵר, אִם הָיָה מְפֻלָּשׁ מֵרֹאשׁ הַכֶּרֶם וְעַד סוֹפוֹ, הֲרֵי זֶה נִרְאֶה כְּבֵין שְׁנֵי כְרָמִים, וְזוֹרְעִים בְּתוֹכוֹ. וְאִם לָאו, הֲרֵי הוּא כְגָת. וְהַגַּת שֶׁבְּכֶרֶם עֲמֻקָּה עֲשָׂרָה וּרְחָבָה אַרְבָּעָה, רַבִּי אֱלִיעֶזֶר אוֹמֵר, זוֹרְעִים בְּתוֹכָהּ, וַחֲכָמִים אוֹסְרִים. שׁוֹמֵרָה שֶׁבַּכֶּרֶם, גְּבוֹהָה עֲשָׂרָה וּרְחָבָה אַרְבָּעָה, זוֹרְעִין בְּתוֹכָהּ. וְאִם הָיָה שֵׂעָר כּוֹתֵשׁ, אָסוּר:
3 Wenn ein Graben, der durch den Weinberg geht, zehn Handbreiten tief und vier breit ist, so sagt R. Elieser ben Jakob: Dafern er von einem Ende des Weinberges bis zum andern offen ist, wird er als zwischen zwei Weinbergen befindlich betrachtet und man darf darein säen; wo nicht, ist er als Kelter zu betrachten. Eine Kelter, die in einem Weinberge zehn Handbreiten tief und vier breit ist, sagt R. Elieser, darf man besäen. Die Weisen jedoch hielten es für unerlaubt. Auf eine Warte im Weinberge, welche zehn Handbreiten hoch und vier Handbreiten breit ist, darf man säen, wenn sich aber die Zweige darüberhin in einander schlingen, ist es verboten.
ד גֶּפֶן שֶׁהִיא נְטוּעָה בְגַת אוֹ בְנֶקַע, נוֹתְנִין לָהּ עֲבוֹדָתָהּ, וְזוֹרֵעַ אֶת הַמּוֹתָר. רַבִּי יוֹסֵי אוֹמֵר, אִם אֵין שָׁם אַרְבַּע אַמּוֹת, לֹא יָבִיא זֶרַע לְשָׁם. וְהַבַּיִת שֶׁבַּכֶּרֶם, זוֹרְעִין בְּתוֹכוֹ:
4 Falls ein Weinstock in einer Kelter oder in einer Versenkung gepflanzt ist, lässt man Raum zum Anbau, und das Uebrige kann besäet werden. R. Jose sagt, wenn nicht vier Ellen dort sind, darf man keine andere Saat dahin bringen. Steht ein Haus im Weinberge, so kann man darin säen.
ה הַנּוֹטֵעַ יָרָק בַּכֶּרֶם אוֹ מְקַיֵּם, הֲרֵי זֶה מְקַדֵּשׁ אַרְבָּעִים וַחֲמִשָּׁה גְפָנִים. אֵימָתַי, בִּזְמַן שֶׁהָיוּ נְטוּעוֹת עַל אַרְבַּע אַרְבַּע, אוֹ עַל חָמֵשׁ חָמֵשׁ. הָיוּ נְטוּעוֹת עַל שֵׁשׁ שֵׁשׁ, אוֹ עַל שֶׁבַע שֶׁבַע, הֲרֵי זֶה מְקַדֵּשׁ שֵׁשׁ עֶשְׂרֵה אַמָּה לְכָל רוּחַ, עֲגֻלּוֹת וְלֹא מְרֻבָּעוֹת:
5 Wenn Jemand Kraut im Weinberge pflanzt oder es darin wachsen lässt, so heiligt er fünfundvierzig Weinstöcke. Wann? Zur Zeit, wenn sie in Zwischenräumen von je vier oder je fünf Ellen gepflanzt sind. Sind sie jedoch in Zwischenräumen von je sechs oder je sieben Ellen gepflanzt, so heiligt man nur sechzehn Ellen nach jeder Seite hin, in der Kreislinie, nicht im Quadrat.
ו הָרוֹאֶה יָרָק בַּכֶּרֶם, וְאָמַר כְּשֶׁאַגִּיעַ לוֹ אֲלַקְּטֶנּוּ, מֻתָּר. כְּשֶׁאֶחֱזֹר אֲלַקְּטֶנּוּ, אִם הוֹסִיף בְּמָאתַיִם, אָסוּר:
6 Wenn Jemand Kräuter im Weinberge wahrnimmt und spricht: Wenn ich daran komme, will ich sie pflücken, so ist das gestattet. (Sagt er aber) wenn ich wiederkomme, will ich sie pflücken und sie sind inzwischen, um ein Zweihundertstel gewachsen, so ist Alles verboten.
ז הָיָה עוֹבֵר בַּכֶּרֶם וְנָפְלוּ מִמֶּנּוּ זְרָעִים, אוֹ שֶׁיָּצְאוּ עִם הַזְּבָלִים אוֹ עִם הַמַּיִם, הַזּוֹרֵעַ וְסִעֲרַתּוּ הָרוּחַ לַאֲחוֹרָיו, מֻתָּר. סִעֲרַתּוּ הָרוּחַ לְפָנָיו, רַבִּי עֲקִיבָא אוֹמֵר, אִם עֲשָׂבִים, יוֹפַךְ. וְאִם אָבִיב, יְנַפֵּץ. וְאִם הֵבִיאָה דָגָן, תִּדָּלֵק:
7 Wenn Jemand durch den Weinberg geht und es entfallen ihm Saaten, oder sie sind mit dem Dünger oder mit Wasser dahingekommen und gewachsen, oder wenn Einer säet und der Wind hat den Samen rückwärts geweht, so ist kein Bedenken dabei Hat aber der Wind ihn vorwärts geworfen, so sagt Rabbi Akiba: Sind Gräser daraus entsprossen, ackere man um; ist bereits eine Kornähre daraus geworden, so schlage man die Körner aus den Ähren; trägt (der Same) aber reifes Getreide, so muss Alles verbrannt werden.
ח הַמְקַיֵּם קוֹצִים בַּכֶּרֶם, רַבִּי אֱלִיעֶזֶר אוֹמֵר, קִדֵּשׁ. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, לֹא קִדֵּשׁ אֶלָּא דָבָר שֶׁכָּמוֹהוּ מְקַיְּמִין. הָאִירוּס וְהַקִּסּוֹם וְשׁוֹשַׁנַּת הַמֶּלֶךְ וְכָל מִינֵי זְרָעִים, אֵינָן כִּלְאַיִם בַּכָּרֶם. הַקַּנְבּוֹס, רַבִּי טַרְפוֹן אוֹמֵר, אֵינוֹ כִלְאָיִם, וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, כִּלְאָיִם. וְהַקִּנְרָס, כִּלְאַיִם בַּכָּרֶם:
8 Wenn Jemand in einem Weinberge Dornen wachsen lässt, sagt R. Elieser, heilige er (den Weinberg). Die Weisen aber sagen: Nur solche Dinge soll er heiligen, dergleichen man wachsen lässt. Die Krauseminze, der Epheu und die Königslilie, so wie überhaupt alle Arten Samen sind nicht <span dir="ltr">כלאים</span> im Weinberge. Hanf ist nach R. Tarphon nicht <span dir="rtl">כלאים</span>, die Weisen aber sagen es ist <span dir="rtl">כלאים</span>. Die Artischocke ist <span dir="rtl">כלאים</span> im Weinberge.