Kilayim 4

Kapitel 4

א קָרַחַת הַכֶּרֶם, בֵּית שַׁמַּאי אוֹמְרִים, עֶשְׂרִים וְאַרְבַּע אַמּוֹת. וּבֵית הִלֵּל אוֹמְרִים שֵׁשׁ עֶשְׂרֵה אַמָּה. מְחוֹל הַכֶּרֶם, בֵּית שַׁמַּאי אוֹמְרִים, שֵׁשׁ עֶשְׂרֵה אַמָּה. וּבֵית הִלֵּל אוֹמְרִים שְׁתֵּים עֶשְׂרֵה אַמָּה. וְאֵיזוֹ הִיא קָרַחַת הַכֶּרֶם. כֶּרֶם שֶׁחָרַב מֵאֶמְצָעוֹ. אִם אֵין שָׁם שֵׁשׁ עֶשְׂרֵה אַמָּה, לֹא יָבִיא זֶרַע לְשָׁם. הָיוּ שָׁם שֵׁשׁ עֶשְׂרֵה אַמָּה, נוֹתְנִין לָהּ עֲבוֹדָתָהּ, וְזוֹרֵעַ אֶת הַמּוֹתָר:
1 Eine Platte im Weinberge, muss nach Bet Samai vierundzwanzig Ellen und nach Bet Hillel sechzehn Ellen haben. Der äussere Kreis des Weinberges muss nach Bet Samai sechzehn, nach Bet Hillel zwölf Ellen betragen. Was ist eine Platte im Weinberge? — Ein Stück in der Mitte des Weinberges, welches wüst liegt, wenn also keine sechzehn Ellen (im Quadrat) dort sind, darf man keine andere Saat darauf bringen. Sind sechzehn Ellen da, so lässt man ihm (Platz) zum Bebauen und besäet das Übrige.
ב אֵיזֶה הוּא מְחוֹל הַכֶּרֶם. בֵּין כֶּרֶם לַגָּדֵר. אִם אֵין שָׁם שְׁתֵּים עֶשְׂרֵה אַמָּה, לֹא יָבִיא זֶרַע לְשָׁם. הָיוּ שָׁם שְׁתֵּים עֶשְׂרֵה אַמָּה, נוֹתְנִין לוֹ עֲבוֹדָתוֹ וְזוֹרֵעַ אֶת הַמּוֹתָר:
2 Welches ist der äussere Kreis des Weinberges? Der Raum zwischen dem Weinberge und dem Zaun. Wenn also dort nicht zwölf Ellen sind, so bringe man keine andere Saat dahin; sind jedoch zwölf Ellen daselbst, so lasse man Raum zum Bebauen und besäe das Übrige.
ג רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, אֵין זֶה אֶלָּא גֶדֶר הַכֶּרֶם. וְאֵיזֶה הוּא מְחוֹל הַכֶּרֶם. בֵּין שְׁנֵי הַכְּרָמִים. אֵיזֶה הוּא גָדֵר, שֶׁהוּא גָבוֹהַּ עֲשָׂרָה טְפָחִים. וְחָרִיץ, שֶׁהוּא עָמֹק עֲשָׂרָה וְרָחָב אַרְבָּעָה:
3 R. Jehudah sagt: Dies ist nur die Umzäunung des Weinberges; was ist aber der obengenannte äussere Kreis des Weinberges? Der Raum zwischen zwei Weinbergen. Was ist eine scheidende Grenze? — Ein zehn Handbreite hoher Zaun; oder ein zehn Handbreite tiefer und vier Handbreite breiter Graben.
ד מְחִצַּת הַקָּנִים, אִם אֵין בֵּין קָנֶה לַחֲבֵרוֹ שְׁלֹשָׁה טְפָחִים, כְּדֵי שֶׁיִּכָּנֵס הַגְּדִי, הֲרֵי זוֹ כִמְחִצָּה. וְגָדֵר שֶׁנִּפְרַץ, עַד עֶשֶׂר אַמּוֹת הֲרֵי הוּא כְפֶתַח, יָתֵר מִכֵּן, כְּנֶגֶד הַפִּרְצָה אָסוּר. נִפְרְצוּ בוֹ פְרָצוֹת הַרְבֵּה, אִם הָעוֹמֵד מְרֻבֶּה עַל הַפָּרוּץ, מֻתָּר, וְאִם הַפָּרוּץ מְרֻבֶּה עַל הָעוֹמֵד, כְּנֶגֶד הַפִּרְצָה אָסוּר:
4 Eine Scheidewand von Rohrstäben gilt als Scheidewand, so lange nicht zwischen einem Rohr und dem andern drei Handbreiten Raum ist, dass ein Zicklein durchgehen kann. Ein Zaun, in welchem ein Raum von zehn Ellen breit eingerissen ist, gilt als ein Eingang. Ist mehr als dies eingerissen, so darf man gegen die Lücke nicht säen und pflanzen. Sind mehrere Einbrüche daran, so ist es, in so fern das Stehende mehr ist, als die Lücke, erlaubt; wenn aber der Einbruch mehr als das Stehende beträgt, verboten.
ה הַנּוֹטֵעַ שׁוּרָה שֶׁל חָמֵשׁ גְּפָנִים, בֵּית שַׁמַּאי אוֹמְרִים, כֶּרֶם. וּבֵית הִלֵּל אוֹמְרִים, אֵינוֹ כֶרֶם, עַד שֶׁיְּהוּ שָׁם שְׁתֵּי שׁוּרוֹת. לְפִיכָךְ, הַזּוֹרֵעַ אַרְבַּע אַמּוֹת שֶׁבַּכֶּרֶם, בֵּית שַׁמַּאי אוֹמְרִים, קִדֵּשׁ שׁוּרָה אַחַת. וּבֵית הִלֵּל אוֹמְרִים, קִדֵּשׁ שְׁתֵּי שׁוּרוֹת:
5 Wenn Jemand eine Reihe von fünf Reben pflanzt, so erklärt Bet Samai es als einen Weinberg; Bet Hillel dagegen sagt: Es sei kein Weinberg, wenn nicht zwei Reihen gepflanzt sind. Deshalb lehrt Bet Samai: Wer innerhalb der vier Ellen des Weinberges säet, heilige eine Reihe; während Bet Hillel sagt: Er heilige zwei Reihen.
ו הַנּוֹטֵעַ שְׁתַּיִם כְּנֶגֶד שְׁתַּיִם, וְאַחַת יוֹצְאָה זָנָב, הֲרֵי זֶה כֶרֶם. שְׁתַּיִם כְּנֶגֶד שְׁתַּיִם וְאַחַת בֵּינְתַיִם, אוֹ שְׁתַּיִם כְּנֶגֶד שְׁתַּיִם וְאַחַת בָּאֶמְצַע, אֵינוֹ כֶרֶם, עַד שֶׁיְּהוּ שְׁתַּיִם כְּנֶגֶד שְׁתַּיִם וְאַחַת יוֹצְאָה זָנָב:
6 Pflanzt man zwei (Weinstöcke) zweien gegenüber und einen als Schweif, so ist es ein Weinberg. Zwei gegen zwei und einen dazwischen, oder zwei gegen zwei und einen in der Mitte, dann ist es kein Weinberg, sondern nur zwei gegen zwei und einer als Schweif.
ז הַנּוֹטֵעַ שׁוּרָה אַחַת בְּתוֹךְ שֶׁלּוֹ, וְשׁוּרָה אַחַת בְּתוֹךְ שֶׁל חֲבֵרוֹ, וְדֶרֶךְ הַיָּחִיד וְדֶרֶךְ הָרַבִּים בָּאֶמְצַע, וְגָדֵר שֶׁהוּא נָמוּךְ מֵעֲשָׂרָה טְפָחִים, הֲרֵי אֵלּוּ מִצְטָרְפוֹת. גָּבוֹהַּ מֵעֲשָׂרָה טְפָחִים, אֵינָן מִצְטָרְפוֹת. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, אִם עֵרְסָן מִלְמַעְלָה, הֲרֵי אֵלּוּ מִצְטָרְפוֹת:
7 Pflanzt Jemand eine Reihe auf seinem Boden und eine Reihe auf dem Boden seines Nachbars und es ist ein Privatweg oder eine öffentliche Strasse in der Mitte, oder ein Zaun, der niedriger als zehn Handbreiten ist, so rechnet man dieses alles zusammen. Ist der Zaun höher als zehn Handbreiten, so rechnet man es nicht zusammen. R. Jehudah sagt: Selbst dann rechnet man sie zusammen, wenn man die Weinstöcke darüber hinweg in einander gezogen hat.
ח הַנּוֹטֵעַ שְׁתֵּי שׁוּרוֹת, אִם אֵין בֵּינֵיהֶן שְׁמֹנֶה אַמּוֹת, לֹא יָבִיא זֶרַע לְשָׁם. הָיוּ שָׁלֹשׁ, אִם אֵין בֵּין שׁוּרָה לַחֲבֶרְתָּהּ שֵׁשׁ עֶשְׂרֵה אַמָּה, לֹא יָבִיא זֶרַע לְשָׁם. רַבִּי אֱלִיעֶזֶר בֶּן יַעֲקֹב אוֹמֵר מִשּׁוּם חֲנִינָא בֶן חֲכִינַאי, אֲפִלּוּ חָרְבָה הָאֶמְצָעִית וְאֵין בֵּין שׁוּרָה לַחֲבֶרְתָּהּ שֵׁשׁ עֶשְׂרֵה אַמָּה, לֹא יָבִיא זֶרַע לְשָׁם, שֶׁאִלּוּ מִתְּחִלָּה נְטָעָן הֲרֵי זֶה מֻתָּר בִּשְׁמֹנֶה אַמּוֹת:
8 Wenn Jemand zwei Reihen Weinstöcke pflanzt, darf er, wenn keine acht Ellen dazwischen sind, keine andern Saaten dahin bringen. Sind es drei (Reihen), so darf er, wenn keine sechzehn Ellen dazwischen sind, keine anderen Saaten dahin bringen. R. Elieser ben Jakob im Namen des Chauanjah ben Chachinai sagt: Dass selbst wenn die mittlere Reihe vernichtet worden ist, keine andere Saat dahin gebracht werden darf, wenn nicht zwischen einer Reihe und der anderen sechzehn Ellen bleiben; obwohl, wenn sie anfangs so gepflanzt worden wären, es bei acht Ellen schon erlaubt gewesen wäre.
ט הַנּוֹטֵעַ אֶת כַּרְמוֹ עַל שֵׁשׁ עֶשְׂרֵה אַמָּה שֵׁשׁ עֶשְׂרֵה אַמָּה, מֻתָּר לְהָבִיא זֶרַע לְשָׁם. אָמַר רַבִּי יְהוּדָה, מַעֲשֶׂה בְצַלְמוֹן, בְּאֶחָד שֶׁנָּטַע אֶת כַּרְמוֹ עַל שֵׁשׁ עֶשְׂרֵה שֵׁשׁ עֶשְׂרֵה אַמָּה, וְהָיָה הוֹפֵךְ שְׂעַר שְׁתֵּי שׁוּרוֹת לְצַד אֶחָד וְזוֹרֵעַ אֶת הַנִּיר, וּבְשָׁנָה אַחֶרֶת הָיָה הוֹפֵךְ אֶת הַשֵּׂעָר לְמָקוֹם אַחֵר וְזוֹרֵעַ אֶת הַבּוּר, וּבָא מַעֲשֶׂה לִפְנֵי חֲכָמִים, וְהִתִּירוּ. רַבִּי מֵאִיר וְרַבִּי שִׁמְעוֹן אוֹמְרִים, אַף הַנּוֹטֵעַ אֶת כַּרְמוֹ עַל שְׁמֹנֶה שְׁמֹנֶה אַמּוֹת, מֻתָּר:
9 Pflanzt Jemand seinen Weinberg mit stets sechzehn Ellen Zwischenraum, so darf er andere Saaten dahin bringen. R. Jehudah erzählt: Es geschah einst zu Zalmon, dass Jemand seinen Weinberg mit stets sechzehn Ellen Zwischenraum bepflanzte und die Zweige von je zwei Seiten nach einer Seite zusammenzog und dann das leere Feld besäete. Im nächsten Jahre zog er die Zweige nach der anderen Seite und besäete das (im Vorjahre) Brachgelegene.— Die Sache kam vor die Weisen und diese gestatteten es. R. Meïr und R. Simeon sagen: Auch wer seinen Weinberg mit je acht Ellen Zwischenraum bepflanzt, darf dazwischen säen.