Kilayim 2

Kapitel 2

א כָּל סְאָה שֶׁיֶּשׁ בּוֹ רֹבַע מִמִּין אַחֵר, יְמַעֵט. רַבִּי יוֹסֵי אוֹמֵר, יָבֹר. בֵּין מִמִּין אֶחָד בֵּין מִשְּׁנֵי מִינִין. רַבִּי שִׁמְעוֹן אוֹמֵר, לֹא אָמְרוּ אֶלָּא מִמִּין אֶחָד. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, כָּל שֶׁהוּא כִלְאַיִם בַּסְּאָה מִצְטָרֵף לְרֹבַע:
1 Wenn in einem <span dir="rtl">סאה</span> ein Viertel (<span dir="ltr">קב</span>) von einer andern Gattung ist, muss man dieses vermindern. R. Jose lehrt: Man lese es heraus, es bestehe aus einer oder zwei Arten. R. Simeon meint, dies gelte nur von einer Art. Die Weisen endlich bestimmen: Alles, was in einem <span dir="rtl">סאה</span>, zu diesem <span dir="rtl">סאה כלאים</span> ist, verbindet man zu einem Viertel (<span dir="ltr">קב</span>).
ב בַּמֶּה דְבָרִים אֲמוּרִים. תְּבוּאָה בִתְבוּאָה וְקִטְנִית בְּקִטְנִית, תְּבוּאָה בְקִטְנִית וְקִטְנִית בִּתְבוּאָה. בֶּאֱמֶת אָמְרוּ, זֵרְעוֹנֵי גִנָּה שֶׁאֵינָן נֶאֱכָלִין, מִצְטָרְפִין אֶחָד מֵעֶשְׂרִים וְאַרְבַּע בְּנוֹפֵל לְבֵית סְאָה. רַבִּי שִׁמְעוֹן אוֹמֵר, כְּשֵׁם שֶׁאָמְרוּ לְהַחְמִיר כָּךְ אָמְרוּ לְהָקֵל, הַפִּשְׁתָּן בַּתְּבוּאָה מִצְטָרֶפֶת אֶחָד מֵעֶשְׂרִים וְאַרְבַּע בְּנוֹפֵל לְבֵית סְאָה:
2 Wo sind obige Worte gesagt worden? Bei Getreide unter Getreide, Hülsenfrüchten unter Hülsenfrüchten, Getreide unter Hülsenfrüchten, Hülsenfrüchten unter Getreide. — Aber in Wahrheit hat man festgesetzt, dass Gartengesäme, welches nicht essbar ist, schon (zu <span dir="rtl">כלאים</span>) verbunden wird, sobald 1/24 (Saat), von dem was hinreicht, um (ein Weizenfeld) von einem <span dir="rtl">סאה</span> Aussaat (zu bestellen), eingemengt worden ist. R. Simeon sagt: So wie hier festgesetzt wurde, strenger zu verfahren, so hat man damit in anderer Hinsicht eine Erleichterung gemacht. Bei Flachs unter Getreide, verbindet sich ebenfalls 1/24 auf ein <span dir="rtl">סאה</span> Aussaat.
ג הָיְתָה שָׂדֵהוּ זְרוּעָה חִטִּים וְנִמְלַךְ לְזָרְעָהּ שְׂעוֹרִים, יַמְתִּין לָהּ עַד שֶׁתַּתְלִיעַ, וְיוֹפַךְ, וְאַחַר כָּךְ יִזְרַע. אִם צִמְּחָה, לֹא יֹאמַר אֶזְרַע וְאַחַר כָּךְ אוֹפָךְ, אֶלָּא הוֹפֵךְ וְאַחַר כָּךְ זוֹרֵעַ. כַּמָּה יְהֵא חוֹרֵשׁ, כְּתַלְמֵי הָרְבִיעָה. אַבָּא שָׁאוּל אוֹמֵר, כְּדֵי שֶׁלֹּא יְשַׁיֵּר רֹבַע לְבֵית סְאָה:
3 Wenn Jemandes Feld mit Weizen besäet war und er entschliesst sich, dasselbe mit Gerste zu besäen, so warte er bis derselbe keimt, ackere um und dann säe er. Wenn der Weizen schon hervorwuchs, so spreche er nicht: Ich will erst säen und dann umackern, sondern er muss erst umackern und kann dann säen. Wie stark muss man umpflügen? So wie die Furchen vor dem Frühregen. Abba Saul sagt: So dass man von dem Saatfeld einer <span dir="rtl">סאה</span> nicht ein Saatfeld eines Viertel Kab übrig lasse.
ד זְרוּעָה וְנִמְלַךְ לְנָטְעָהּ, לֹא יֹאמַר אֶטַּע וְאַחַר כָּךְ אוֹפָךְ, אֶלָּא הוֹפֵךְ וְאַחַר כָּךְ נוֹטֵעַ. נְטוּעָה וְנִמְלַךְ לְזָרְעָהּ, לֹא יֹאמַר אֶזְרַע וְאַחַר כָּךְ אֲשָׁרֵשׁ, אֶלָּא מְשָׁרֵשׁ וְאַחַר כָּךְ זוֹרֵעַ. אִם רָצָה, גּוֹמֵם עַד פָּחוֹת מִטֶּפַח, זוֹרֵעַ, וְאַחַר כָּךְ מְשָׁרֵשׁ:
4 War es besäet und man entschliesst sich, es zu bepflanzen, so darf man nicht sagen: Ich will erst pflanzen und dann umackern, sondern erst muss man umackern und dann darf man pflanzen. War es bepflanzt und er entschliesst sich es zu besäen, so darf er nicht sagen: Ich will erst säen und dann ausreissen, sondern er muss erst ausreissen und darf nachher säen. Doch wenn er will, schneidet er den Stamm bis weniger als eine Handbreit unten ab, säet und reisst dann erst aus.
ה הָיְתָה שָׂדֵהוּ זְרוּעָה קַנְבּוֹס אוֹ לוּף, לֹא יְהֵא זוֹרֵעַ וּבָא עַל גַּבֵּיהֶם, שֶׁאֵינָן עוֹשִׂין אֶלָּא לִשְׁלֹשָׁה שָׁנִים. תְּבוּאָה שֶׁעָלָה בָהּ סְפִיחֵי אִסְטִיס, וְכֵן מְקוֹם הַגְּרָנוֹת שֶׁעָלוּ בָהֶן מִינִין הַרְבֵּה, וְכֵן תִּלְתָּן שֶׁהֶעֱלָה מִינֵי צְמָחִים, אֵין מְחַיְּבִין אוֹתוֹ לְנַכֵּשׁ. אִם נִכֵּשׁ אוֹ כִסַּח, אוֹמְרִים לוֹ, עֲקֹר אֶת הַכֹּל חוּץ מִמִּין אֶחָד:
5 War sein Feld mit Hanf oder Arum besäet, so säe er nicht Anderes darüber, weil sie erst nach drei Jahren reifen. Wenn zwischen Getreide Wiederwachs von Waid aufgeschossen ist. Ebenso, wenn auf den Tenneplätzen vielerlei Gattungen aufgeschossen sind, oder wenn Bockshornkraut allerlei Gewächs aufgetrieben hat, so verpflichtet man den Eigentümer nicht, auszujäten; wenn er aber bereits gejätet oder abgeschnitten hat, so spricht man zu ihm: Reiss alles bis auf eine Gattung aus!
ו הָרוֹצֶה לַעֲשׂוֹת שָׂדֵהוּ מֵשָׁר מֵשָׁר מִכָּל מִין, בֵּית שַׁמַּאי אוֹמְרִים, שְׁלֹשָׁה תְלָמִים שֶׁל פָּתִיחַ. וּבֵית הִלֵּל אוֹמְרִים, מְלֹא הָעֹל הַשָּׁרוֹנִי. וּקְרוֹבִין דִּבְרֵי אֵלּוּ לִהְיוֹת כְּדִבְרֵי אֵלּוּ:
6 Wenn Jemand sein Feld streifenweise mit allerlei Gattungen bestellen will, so sagt Bet Samai: Er lasse drei Ackerfurchen zwischen jedem offen. Bet Hillel dagegen lehrt: Die Breite des Joches in der Ebene. Beide Bestimmungen kommen einander nahe.
ז הָיָה רֹאשׁ תּוֹר חִטִּים נִכְנָס בְּתוֹךְ שֶׁל שְׂעוֹרִים, מֻתָּר, מִפְּנֵי שֶׁהוּא נִרְאֶה כְּסוֹף שָׂדֵהוּ. שֶׁלּוֹ חִטִּים וְשֶׁל חֲבֵרוֹ מִין אַחֵר, מֻתָּר לִסְמֹךְ לוֹ מֵאוֹתוֹ הַמִּין. שֶׁלּוֹ חִטִּים וְשֶׁל חֲבֵרוֹ חִטִּים, מֻתָּר לִסְמֹךְ לוֹ תֶּלֶם שֶׁל פִּשְׁתָּן, וְלֹא תֶלֶם שֶׁל מִין אַחֵר. רַבִּי שִׁמְעוֹן אוֹמֵר, אֶחָד זֶרַע פִּשְׁתָּן וְאֶחָד כָּל הַמִּינִין. רַבִּי יוֹסֵי אוֹמֵר, אַף בְּאֶמְצַע שָׂדֵהוּ מֻתָּר לִבְדֹּק בְּתֶלֶם שֶׁל פִּשְׁתָּן:
7 Wenn eine Winkelspitze Weizen in ein Gerstenfeld eindringt, so ist es gestattet, weil sie offenbar als das Ende jenes Feldes erscheint. Ist das Feld des Einen mit Weizen, des Nachbars aber mit einer andern Gattung bestellt, so darf Jener an diese dieselbe Gattung anbringen. Sind beide mit Weizen bestellt so darf der Eine eine Zwischenfurche mit Flachs bestellen, aber nicht mit einer andern Gattung. R. Simeon sagt: Weder mit Flachs noch mit einer andern Gattung.R. Jose sagt: Sogar mitten im Felde darf man eine Furche Flachs zum Versuche anbringen.
ח אֵין סוֹמְכִין לִשְׂדֵה תְבוּאָה חַרְדָּל וְחָרִיעַ, אֲבָל סוֹמְכִין לִשְׂדֵה יְרָקוֹת חַרְדָּל וְחָרִיעַ. וְסוֹמֵךְ לְבוּר, וּלְנִיר, וּלְגָפָה, וּלְדֶרֶךְ, וּלְגָדֵר גָּבוֹהַּ עֲשָׂרָה טְפָחִים, וּלְחָרִיץ שֶׁהוּא עָמֹק עֲשָׂרָה וְרָחָב אַרְבָּעָה, וּלְאִילָן שֶׁהוּא מֵסֵךְ עַל הָאָרֶץ, וּלְסֶלַע גָּבוֹהַּ עֲשָׂרָה וְרָחָב אַרְבָּעָה:
8 An ein Getreidefeld säe man nicht Senf und wilden Safran, wohl aber neben ein Kräuterfeld. Man darf auch (eine verschiedene Art) ansetzen: an eine brachliegende Stelle,an eine frisch umgeackerte Stelle des Feldes, an eine Steinwand, an einen Fussweg, an einen Zaun,der zehn Handbreit hoch ist, an einen Graben, der 10 Handbreit tief und 4 Handbreit breit ist, an einen Baum, der seine Zweige an der Erde hinzieht, und an einen Felsen, der zehn Handbreit hoch und vier Handbreit breit ist.
ט הָרוֹצֶה לַעֲשׂוֹת שָׂדֵהוּ קָרַחַת קָרַחַת מִכָּל מִין, עוֹשֶׂה עֶשְׂרִים וְאַרְבַּע קָרָחוֹת לְבֵית סְאָה, מִקָּרַחַת לְבֵית רֹבַע, וְזוֹרֵעַ בְּתוֹכָהּ כָּל מִין שֶׁיִּרְצֶה. הָיְתָה קָרַחַת אַחַת אוֹ שְׁתַּיִם, זוֹרְעָם חַרְדָּל. שָׁלֹשׁ, לֹא יִזְרַע חַרְדָּל, מִפְּנֵי שֶׁהִיא נִרְאֵית כִּשְׂדֵה חַרְדָּל, דִּבְרֵי רַבִּי מֵאִיר. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, תֵּשַׁע קָרָחוֹת מֻתָּרוֹת, עֶשֶׂר אֲסוּרוֹת. רַבִּי אֱלִיעֶזֶר בֶּן יַעֲקֹב אוֹמֵר, אֲפִלּוּ כָל שָׂדֵהוּ בֵּית כּוֹר, לֹא יַעֲשֶׂה בְתוֹכָהּ חוּץ מִקָּרַחַת אַחַת:
9 Wenn Einer sein Feld in viereckige Platten zu allerlei Pflanzengattungen abteilen will, so macht er vierundzwanzig Platten aus einem Felde, das eine <span dir="rtl">סאה</span> Aussaat hat, jede Platte zu einem Viertel Kab und säet darauf jede beliebige Gattung (von Getreide etc.). Ist in einem Felde eine oder zwei solcher Platten, so kann man darauf Senf säen. Sind deren drei (aneinander), so darf man nicht Senf darauf säen, weil es wie ein Senffeld aussehen würde. So hält es R. Meïr. Die Weisen sagen: neun sind erlaubt, zehn jedoch nicht. R. Elieser ben Jacob sagt: Auch wenn das Feld zur Aussaat eines Kur hinreicht, darf man darin nur eine einzige Platte machen.
י כָּל שֶׁהוּא בְתוֹךְ בֵּית רֹבַע, עוֹלֶה בְמִדַּת בֵּית רֹבַע. אֲכִילַת הַגֶּפֶן וְהַקֶּבֶר וְהַסֶּלַע, עוֹלִין בְּמִדַּת בֵּית רֹבַע. תְּבוּאָה בִתְבוּאָה, בֵּית רֹבַע. יָרָק בְּיָרָק, שִׁשָּׁה טְפָחִים. תְּבוּאָה בְיָרָק, יָרָק בִּתְבוּאָה, בֵּית רֹבַע. רַבִּי אֱלִיעֶזֶר אוֹמֵר, יָרָק בִּתְבוּאָה, שִׁשָּׁה טְפָחִים:
10 Alles, was innerhalb eines Feldes von einem <span dir="rtl">רובע</span> Aussaat liegt, wird in das Maass mitgerechnet, so wird dasjenige, was der Weinstock verzehrt, ein Grab, oder ein Fels in dieses Maass mit eingerechnet. Getreide muss von Getreide ein <span dir="rtl">רובע</span> Aussaat entfernt sein; Kraut von Kraut sechs Handbreiten; Getreide von Kraut und Kraut von Getreide ein <span dir="rtl">רובע</span> Aussaat. R. Elieser sagt: Kraut von Getreide sechs Handbreiten.
יא תְּבוּאָה נוֹטָה עַל גַּבֵּי תְבוּאָה, וְיָרָק עַל גַּבֵּי יָרָק, תְּבוּאָה עַל גַּבֵּי יָרָק, יָרָק עַל גַּבֵּי תְבוּאָה, הַכֹּל מֻתָּר, חוּץ מִדְּלַעַת יְוָנִית. רַבִּי מֵאִיר אוֹמֵר, אַף הַקִּשּׁוּת וּפוֹל הַמִּצְרִי, וְרוֹאֶה אֲנִי אֶת דִּבְרֵיהֶן מִדְּבָרָי:
11 Neigt sich Getreide über anderes Getreide hin, Kraut über Kraut, Getreide über Kraut, Kraut über Getreide, ist alles erlaubt, ausgenommen griechischer Kürbis. R. Meïr sagt: Auch Gurke und ägyptische Bohne; dennoch ziehe ich ihren Ausspruch dem meinigen vor.