Eruvin 3

Kapitel 3

א בַּכֹּל מְעָרְבִין וּמִשְׁתַּתְּפִים, חוּץ מִן הַמַּיִם וּמִן הַמֶּלַח. וְהַכֹּל נִקָּח בְּכֶסֶף מַעֲשֵׂר, חוּץ מִן הַמַּיִם וּמִן הַמֶּלַח. הַנּוֹדֵר מִן הַמָּזוֹן, מֻתָּר בְּמַיִם וּבְמֶלַח. מְעָרְבִין לְנָזִיר בְּיַיִן וּלְיִשְׂרָאֵל בִּתְרוּמָה. סוּמְכוֹס אוֹמֵר, בְּחֻלִּין. וּלְכֹהֵן בְּבֵית הַפְּרָס. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, אֲפִלּוּ בְּבֵית הַקְּבָרוֹת, מִפְּנֵי שֶׁיָּכוֹל לֵילֵךְ לָחוֹץ וְלֶאֱכֹל:
1 Mit Allem kann man <span dir="rtl">עירוב</span> und <span dir="rtl">שיתוף</span> machen, nur nicht mit Wasser oder Salz; alles kann für das Geld des Zehnten gekauft werden, nur nicht Wasser oder Salz. Wer durch ein Gelübde der Nahrung entsagt hat, dem ist Wasser und Salz erlaubt. Für den Nazir kann man mit Wein <span dir="rtl">עירוב</span> machen, für den Nichtpriester mit Teruma — nach Symmachus indessen nur mit Chullin — für den Priester im <span dir="rtl">בית הפרס</span> und nach R. Juda sogar im Friedhof, wo er ja durch eine Scheidewand gedeckt hingelangen und essen kann.
ב מְעָרְבִין בִּדְמַאי, וּבְמַעֲשֵׂר רִאשׁוֹן שֶׁנִטְּלָה תְרוּמָתוֹ, וּבְמַעֲשֵׂר שֵׁנִי וְהֶקְדֵּשׁ שֶׁנִּפְדּוּ. וְהַכֹּהֲנִים, בְּחַלָּה וּבִתְרוּמָה. אֲבָל לֹא בְטֶבֶל, וְלֹא בְמַעֲשֵׂר רִאשׁוֹן שֶׁלֹּא נִטְּלָה תְרוּמָתוֹ, וְלֹא בְמַעֲשֵׂר שֵׁנִי וְהֶקְדֵּשׁ שֶׁלֹּא נִפְדּוּ. הַשּׁוֹלֵחַ עֵרוּבוֹ בְּיַד חֵרֵשׁ, שׁוֹטֶה וְקָטָן, אוֹ בְיַד מִי שֶׁאֵינוֹ מוֹדֶה בָעֵרוּב, אֵינוֹ עֵרוּב. וְאִם אָמַר לְאַחֵר לְקַבְּלוֹ מִמֶּנּוּ, הֲרֵי זֶה עֵרוּב:
2 Man kann mit Demai <span dir="rtl">עירוב</span> machen, mit dem ersten Zehnten, dessen Teruma schon herausgenommen ist, mit dem zweiten Zehnten und mit Geweihtem nach ihrer Auslösung; — Priester auch mit Challa und mit Teruma —aber nicht mit Tebel und nicht mit dem ersten Zehnten, dessen Teruma noch nicht herausgenommen ist, und nicht mit dem zweiten Zehnten oder mit Geweihtem, wenn sie noch nicht ausgelöst sind. Schickt man seinen <span dir="rtl">עירוב</span> durch einen Taubstummen, Blödsinnigen oder Minderjährigen, oder durch Jemand, der den <span dir="rtl">עירוב</span> nicht anerkennt, so ist es kein <span dir="rtl">עירוב</span>; hat man jedoch einen Andern beauftragt, denselben von ihm in Empfang zu nehmen so ist es ein <span dir="rtl">עירוב</span>.
ג נְתָנוֹ בְאִילָן, לְמַעְלָה מֵעֲשָׂרָה טְפָחִים, אֵין עֵרוּבוֹ עֵרוּב. לְמַטָּה מֵעֲשָׂרָה טְפָחִים, עֵרוּבוֹ עֵרוּב. נְתָנוֹ בְּבוֹר, אֲפִלּוּ עָמוֹק מֵאָה אַמָּה, עֵרוּבוֹ עֵרוּב. נְתָנוֹ בְרֹאשׁ הַקָּנֶה אוֹ בְרֹאשׁ הַקֻּנְדָּס בִּזְמַן שֶׁהוּא תָלוּשׁ וְנָעוּץ, אֲפִלּוּ גָבוֹהַּ מֵאָה אַמָּה, הֲרֵי זֶה עֵרוּב. נְתָנוֹ בְמִגְדָּל וְאָבַד הַמַּפְתֵּחַ, הֲרֵי זֶה עֵרוּב. רַבִּי אֱלִיעֶזֶר אוֹמֵר, אִם אֵינוֹ יוֹדֵעַ שֶׁהַמַּפְתֵּחַ בִּמְקוֹמוֹ, אֵינוֹ עֵרוּב:
3 Hat er ihn auf einem Baume Der mindestens 4 oberhalbzehn Handbreiten niedergelegt, ist sein <span dir="rtl">עירוב</span> kein <span dir="rtl">עירוב</span>; unterhalb zehn Handbreiten, so ist sein <span dir="rtl">עירוב</span> ein <span dir="rtl">עירוב</span>. Hat er ihn in eine Grube gelegt, so ist sein <span dir="rtl">עירוב</span>, selbst hundert Ellen tief, ein <span dir="rtl">עירוב</span>; hat er ihn auf die Spitze eines Rohrstabes oder eines Astes gelegt, der abgerissen und eingesteckt ist, so ist er, selbst hundert Ellen hoch, ein <span dir="rtl">עירוב</span>. Hat er ihn in einen Schrank getan und vor ihm zugeschlossen, der Schlüssel aber ist verloren gegangen, so ist es ein <span dir="rtl">עירוב</span>; R. Elieser sagt: wenn er nicht weiss, dass der Schlüssel an seinem Orte ist, so ist es kein <span dir="rtl">עירוב</span>.
ד נִתְגַּלְגֵּל חוּץ לַתְּחוּם, וְנָפַל עָלָיו גַּל, אוֹ נִשְׂרַף, אוֹ תְרוּמָה וְנִטְמֵאת, מִבְּעוֹד יוֹם, אֵינוֹ עֵרוּב, מִשֶּׁחֲשֵׁכָה, הֲרֵי זֶה עֵרוּב. אִם סָפֵק, רַבִּי מֵאִיר וְרַבִּי יְהוּדָה אוֹמְרִים, הֲרֵי זֶה חַמָּר גַּמָּל. רַבִּי יוֹסֵי וְרַבִּי שִׁמְעוֹן אוֹמְרִים, סְפֵק עֵרוּב, כָּשֵׁר. אָמַר רַבִּי יוֹסֵי, אַבְטוֹלְמוֹס הֵעִיד מִשּׁוּם חֲמִשָּׁה זְקֵנִים עַל סְפֵק עֵרוּב שֶׁכָּשֵׁר:
4 Wenn er aus dem <span dir="rtl">תחום</span> hinausgerollt, oder ein Steinhaufe auf ihn gefallen ist, wurde er verbrannt, oder als <span dir="rtl">תרומה</span> verunreinigt, so lange noch Tag ist — ist er kein <span dir="rtl">עירוב</span>; war es aber schon Nacht — so ist er ein <span dir="rtl">עירוב</span>. Wenn Zweifel (darüber herrscht), meinen R. Meïr und R. Juda, es sei dies ein Kamele führender Eseltreiber; R. Jose und R. Schimon dagegen sagen: ein zweifelhafter <span dir="rtl">עירוב</span> ist giltig. Es sagte R. Jose: Ptolemäus hat im Namen von fünf Schriftgelehrten bezeugt, dass ein zweifelhafter <span dir="rtl">עירוב</span> giltig ist.
ה מַתְנֶה אָדָם עַל עֵרוּבוֹ וְאוֹמֵר, אִם בָּאוּ גוֹיִים מִן הַמִּזְרָח, עֵרוּבִי לַמַּעֲרָב. מִן הַמַּעֲרָב, עֵרוּבִי לַמִּזְרָח. אִם בָּאוּ מִכָּאן וּמִכָּאן, לִמְקוֹם שֶׁאֶרְצֶה אֵלֵךְ. לֹא בָאוּ לֹא מִכָּאן וְלֹא מִכָּאן, הֲרֵינִי כִבְנֵי עִירִי. אִם בָּא חָכָם מִן הַמִּזְרָח, עֵרוּבִי לַמִּזְרָח. מִן הַמַּעֲרָב, עֵרוּבִי לַמַּעֲרָב. בָּא לְכָאן וּלְכָאן, לִמְקוֹם שֶׁאֶרְצֶה אֵלֵךְ. לֹא לְכָאן וְלֹא לְכָאן, הֲרֵינִי כִבְנֵי עִירִי. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, אִם הָיָה אֶחָד מֵהֶן רַבּוֹ, הוֹלֵךְ אֵצֶל רַבּוֹ, וְאִם הָיוּ שְׁנֵיהֶם רַבּוֹתָיו, לִמְקוֹם שֶׁיִּרְצֶה יֵלֵךְ:
5 Man kann in Bezug auf seinen <span dir="rtl">עירוב</span> die Bedingungaussprechen: Kommen die Heiden von Osten, sei mein <span dir="rtl">עירוב</span> nach Westen; von Westen, so sei mein <span dir="rtl">עירוב</span> nach Osten; kommen welche von da und von dort, soll ich gehen dürfen, nach welcher Richtung ich will; kommen sie weder von da, noch von dort, so sei ich wie die Leute meiner Ortschaft. Trifft ein Weiser im Osten ein, sei mein <span dir="rtl">עירוב</span> nach Osten; im Westen, sei mein <span dir="rtl">עירוב</span> nach Westen; trifft einer hier und dort ein, soll ich gehen dürfen, nach welchem Orte ich will; weder hier noch dort, so sei ich wie die Leute meiner Ortschaft. R. Juda sagt: wenn einer von ihnen sein Lehrer war, gehe er zu seinem Lehrer; waren Beides seine Lehrer, gehe er nach welchem Orte er will.
ו רַבִּי אֱלִיעֶזֶר אוֹמֵר, יוֹם טוֹב הַסָּמוּךְ לְשַׁבָּת, בֵּין מִלְּפָנֶיהָ וּבֵין מִלְּאַחֲרֶיהָ, מְעָרֵב אָדָם שְׁנֵי עֵרוּבִין וְאוֹמֵר, עֵרוּבִי הָרִאשׁוֹן לַמִּזְרָח, וְהַשֵּׁנִי לַמַּעֲרָב. הָרִאשׁוֹן לַמַּעֲרָב, וְהַשֵּׁנִי לַמִּזְרָח. עֵרוּבִי הָרִאשׁוֹן, וְהַשֵּׁנִי כִּבְנֵי עִירִי. עֵרוּבִי הַשֵּׁנִי, וְהָרִאשׁוֹן כִּבְנֵי עִירִי. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, מְעָרֵב לְרוּחַ אַחַת, אוֹ אֵינוֹ מְעָרֵב כָּל עִקָּר. אוֹ מְעָרֵב לִשְׁנֵי יָמִים, אוֹ אֵינוֹ מְעָרֵב כָּל עִקָּר. כֵּיצַד יַעֲשֶׂה. מוֹלִיכוֹ בָרִאשׁוֹן, וּמַחְשִׁיךְ עָלָיו וְנוֹטְלוֹ וּבָא לוֹ. בַּשֵּׁנִי מַחְשִׁיךְ עָלָיו וְאוֹכְלוֹ. וְנִמְצָא מִשְׂתַּכֵּר בַּהֲלִיכָתוֹ וּמִשְׂתַּכֵּר בְּעֵרוּבוֹ. נֶאֱכַל בָּרִאשׁוֹן, עֵרוּבוֹ לָרִאשׁוֹן וְאֵינוֹ עֵרוּב לַשֵּׁנִי. אָמַר לָהֶם רַבִּי אֱלִיעֶזֶר, מוֹדִים אַתֶּם לִי שֶׁהֵן שְׁתֵּי קְדֻשּׁוֹת:
6 R. Elieser sagt: Wenn ein Festtag sich an Schabbat anschliesst, gleichviel ob vorn oder hinten, kann man zwei <span dir="rtl">עירובין</span> machen und sprechen: Mein <span dir="rtl">עירוב</span> sei den ersten (Tag) nach Osten und den zweiten nach Westen; den ersten nach Westen und den zweiten nach Osten; mein <span dir="rtl">עירוב</span> für den ersten, den zweiten aber — wie die Leute meiner Ortschaft; mein <span dir="rtl">עירוב</span> für den zweiten, den ersten aber — wie die Leute meiner Ortschaft. Die Weisen sagen: er macht nach ein er Richtung <span dir="rtl">עירוב</span>, oder macht überhaupt keinen <span dir="rtl">עירוב</span>; er macht entweder für beide Tage oder überhaupt keinen <span dir="rtl">עירוב</span>. Wie verfährt er? Am ersten (Tage) bleibt derjenige, der ihn hingetragen, bis Anbruch der Nacht bei ihm, nimmt ihn dann und geht seines Weges; am zweiten (trägt er ihn wieder hin), kann ihn aber nach Anbruch der Nacht essen; so gewinnt er seinen Weg und gewinnt seinen ‘Erub. Wurde er am ersten (Tage) verzehrt, so ist er ein ‘Erub für den ersten, aber kein ‘Erub für den zweiten. Da sagte R. Elieser: Ihr gebet mir ja zu, dass sie zwei (gesonderte) Tage der Heiligkeit sind.
ז רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, רֹאשׁ הַשָּׁנָה, שֶׁהָיָה יָרֵא שֶׁמָּא תִּתְעַבֵּר, מְעָרֵב אָדָם שְׁנֵי עֵרוּבִין וְאוֹמֵר, עֵרוּבִי בָרִאשׁוֹן לַמִּזְרָח וּבַשֵּׁנִי לַמַּעֲרָב, בָּרִאשׁוֹן לַמַּעֲרָב וּבַשֵּׁנִי לַמִּזְרָח. עֵרוּבִי בָּרִאשׁוֹן, וּבַשֵּׁנִי כִּבְנֵי עִירִי. עֵרוּבִי בַּשֵּׁנִי, וּבָרִאשׁוֹן כִּבְנֵי עִירִי. וְלֹא הוֹדוּ לוֹ חֲכָמִים:
7 R. Juda sagt: Am Neujahrsfeste kann man, wenn man einen Schalttag fürchtet, zwei ‘Erubin machen und sagen: Mein ‘Erub sei am ersten (Tage) nach Osten und am zweiten nach Westen; am ersten nach Westen und am zweiten nach Osten; mein ‘Erub am ersten, am zweiten aber — wie die Leute meiner Ortschaft; mein ‘Erub am zweiten, am ersten aber — wie die Leute meiner Ortschaft. Allein die Weisen stimmten ihm nicht bei.
ח וְעוֹד אָמַר רַבִּי יְהוּדָה, מַתְנֶה אָדָם עַל הַכַּלְכָּלָה בְּיוֹם טוֹב רִאשׁוֹן וְאוֹכְלָהּ בַּשֵּׁנִי. וְכֵן בֵּיצָה שֶׁנּוֹלְדָה בָרִאשׁוֹן, תֵּאָכֵל בַּשֵּׁנִי. וְלֹא הוֹדוּ לוֹ חֲכָמִים:
8 Ferner sagte R. Juda: Man kann über einen Korb (mit Früchten) am ersten Feiertage eine Bedingang sprechen und sie dann am zweiten essen; desgleichen: ein Ei, das am ersten gelegt ward, kann am zweiten gegessen werden. Doch die Weisen stimmten ihm nicht bei.
ט רַבִּי דוֹסָא בֶן הַרְכִּינָס אוֹמֵר, הָעוֹבֵר לִפְנֵי הַתֵּבָה בְּיוֹם טוֹב שֶׁל רֹאשׁ הַשָּׁנָה אוֹמֵר, הַחֲלִיצֵנוּ ה' אֱלֹהֵינוּ אֶת יוֹם רֹאשׁ חֹדֶשׁ הַזֶּה, אִם הַיּוֹם, אִם לְמָחָר. וּלְמָחָר הוּא אוֹמֵר, אִם הַיּוֹם, אִם אֶמֶשׁ. וְלֹא הוֹדוּ לוֹ חֲכָמִים:
9 R. Dose ben Horkinas sagte: Wer am ersten Feiertag des Neujahrsfestes vor das Betpult tritt, sage: Verleihe uns Kraft, o Ewiger unser Gott, an diesem Neumondstage, ob heut, ob morgen; und am folgenden Tage sage er: ob heut, ob gestern. Allein die Weisen stimmten ihm nicht bei.