Eduyot 6

Kapitel 6

א רַבִּי יְהוּדָה בֶּן בָּבָא הֵעִיד חֲמִשָּׁה דְבָרִים. שֶׁמְּמָאֲנִים אֶת הַקְּטַנּוֹת, וְשֶׁמַּשִּׂיאִין אֶת הָאִשָּׁה עַל פִּי עֵד אֶחָד, וְשֶׁנִּסְקַל תַּרְנְגוֹל בִּירוּשָׁלַיִם עַל שֶׁהָרַג אֶת הַנֶּפֶשׁ, וְעַל הַיַּיִן בֶּן אַרְבָּעִים יוֹם שֶׁנִּתְנַסֵּךְ עַל גַּב הַמִּזְבֵּחַ, וְעַל תָּמִיד שֶׁל שַׁחַר שֶׁקָּרַב בְּאַרְבַּע שָׁעוֹת:
1 R. Jehuda, Sohn Baba’s, bezeugte fünf Lehren: Man bewegt minderjährige Mädchen zu einer Weigerungs- Erklärung. Man erlaubt einer Frau auf die Aussage Eines Zeugen, wieder zu heiraten. In Jerusalem sei ein Hahn gesteinigt worden, weil er einen Menschen getötet hatte. Es sei vierzig Tage alter Wein auf den Altar als Spende gegossen worden. Das tägliche Morgenopfer sei um vier Tagesstunden dargebracht worden.
ב הֵעִיד רַבִּי יְהוֹשֻׁעַ וְרַבִּי נְחוּנְיָא בֶּן אֱלִינָתָן אִישׁ כְּפַר הַבַּבְלִי, עַל אֵבֶר מִן הַמֵּת שֶׁהוּא טָמֵא, שֶׁרַבִּי אֱלִיעֶזֶר אוֹמֵר, לֹא אָמְרוּ אֶלָּא עַל אֵבֶר מִן הַחַי. אָמְרוּ לוֹ, וַהֲלֹא קַל וָחֹמֶר. וּמַה מִן הַחַי שֶׁהוּא טָהוֹר, אֵבֶר הַפּוֹרֵשׁ מִמֶּנּוּ טָמֵא, הַמֵּת שֶׁהוּא טָמֵא, אֵינוֹ דִין שֶׁיִּהְיֶה אֵבֶר הַפּוֹרֵשׁ מִמֶּנּוּ טָמֵא. אָמַר לָהֶם, לֹא אָמְרוּ אֶלָּא עַל אֵבֶר מִן הַחַי. דָּבָר אַחֵר, מְרֻבָּה טֻמְאַת הַחַיִּים מִטֻּמְאַת הַמֵּתִים, שֶׁהַחַי עוֹשֶׂה מִשְׁכָּב וּמוֹשָׁב מִתַּחְתָּיו, לְטַמֵּא אָדָם וּלְטַמֵּא בְגָדִים, וְעַל גַּבָּיו מַדָּף לְטַמֵּא אֳכָלִים וּמַשְׁקִין, מַה שֶּׁאֵין הַמֵּת מְטַמֵּא:
2 Es bezeugten R. Josua und R. Nechunja, Sohn Elinathan’s, aus Kephar Hababli, dass ein Glied eines Toten verunreinige; denn R. Elieser sagte, man habe dies nur Betreffs eines Gliedes vom Lebenden gelehrt. Da sprächen Jene zu ihm: Man kann dies ja durch einen Schluss vom Leichteren auf das Schwerere folgern: Wenn beim Lebenden, der doch rein ist, das von ihm abgesonderte Glied unrein ist, um wie viel mehr muss bei einem Toten, der [an sich] unrein ist, das von ihm abgesonderte Glied unrein sein! Da erwiderte er ihnen: Man hat dies [dennoch] nur Betreffs eines Gliedes vom Lebenden gelehrt. Eine andere Erwiderung. Die Unreinigkeit der Lebenden ist größer als die der Toten, denn der Lebende macht das, was unter ihm ist, zum Lager und Sitz, welche einen Menschen samt dessen Kleidern verunreinigen können, ferner das, was über ihm liegt, zur Auflage, welche Speisen und Getränke verunreinigen kann, welche Unreinigkeit der Tote nicht bewirkt.
ג כַּזַּיִת בָּשָׂר הַפּוֹרֵשׁ מֵאֵבָר מִן הַחַי, רַבִּי אֱלִיעֶזֶר מְטַמֵּא, וְרַבִּי יְהוֹשֻׁעַ וְרַבִּי נְחוּנְיָא מְטַהֲרִים. עֶצֶם כַּשְּׂעֹרָה הַפּוֹרֵשׁ מֵאֵבָר מִן הַחַי, רַבִּי נְחוּנְיָא מְטַמֵּא, וְרַבִּי אֱלִיעֶזֶר וְרַבִּי יְהוֹשֻׁעַ מְטַהֲרִין. אָמְרוּ לוֹ לְרַבִּי אֱלִיעֶזֶר, מָה רָאִיתָ לְטַמֵּא כַזַּיִת בָּשָׂר הַפּוֹרֵשׁ מֵאֵבָר מִן הַחַי. אָמַר לָהֶם, מָצִינוּ אֵבֶר מִן הַחַי כְּמֵת שָׁלֵם. מַה הַמֵּת, כַּזַּיִת בָּשָׂר הַפּוֹרֵשׁ מִמֶּנּוּ טָמֵא, אַף אֵבֶר מִן הַחַי, כַּזַּיִת בָּשָׂר הַפּוֹרֵשׁ מִמֶּנּוּ יִהְיֶה טָמֵא. אָמְרוּ לוֹ, לֹא, אִם טִמֵּאתָ כַזַּיִת בָּשָׂר הַפּוֹרֵשׁ מִן הַמֵּת, שֶׁכֵּן טִמֵּאתָ עֶצֶם כַּשְּׂעֹרָה הַפּוֹרֵשׁ מִמֶּנּוּ, תְּטַמֵּא כַזַּיִת בָּשָׂר הַפּוֹרֵשׁ מֵאֵבָר מִן הַחַי, שֶׁכֵּן טִהַרְתָּ עֶצֶם כַּשְּׂעֹרָה הַפּוֹרֵשׁ הֵימֶנּוּ. אָמְרוּ לוֹ לְרַבִּי נְחוּנְיָא, מָה רָאִיתָ לְטַמֵּא עֶצֶם כַּשְּׂעֹרָה הַפּוֹרֵשׁ מֵאֵבָר מִן הַחַי. אָמַר לָהֶם, מָצִינוּ אֵבֶר מִן הַחַי כְּמֵת שָׁלֵם. מַה הַמֵּת, עֶצֶם כַּשְּׂעֹרָה הַפּוֹרֵשׁ מִמֶּנּוּ טָמֵא, אַף אֵבֶר מִן הַחַי, עֶצֶם כַּשְּׂעֹרָה הַפּוֹרֵשׁ מִמֶּנּוּ יִהְיֶה טָמֵא. אָמְרוּ לוֹ, לֹא, אִם טִמֵּאתָ עֶצֶם כַּשְּׂעֹרָה הַפּוֹרֵשׁ מִן הַמֵּת, שֶׁכֵּן טִמֵּאתָ כַזַּיִת בָּשָׂר הַפּוֹרֵשׁ מִמֶּנּוּ, תְּטַמֵּא עֶצֶם כַּשְּׂעֹרָה הַפּוֹרֵשׁ מֵאֵבָר מִן הַחַי, שֶׁכֵּן טִהַרְתָּ כַזַּיִת בָּשָׂר הַפּוֹרֵשׁ מִמֶּנּוּ. אָמְרוּ לוֹ לְרַבִּי אֱלִיעֶזֶר, מָה רָאִיתָ לַחֲלֹק מִדּוֹתֶיךָ, אוֹ טַמֵּא בִשְׁנֵיהֶם אוֹ טַהֵר בִּשְׁנֵיהֶם. אָמַר לָהֶם, מְרֻבָּה טֻמְאַת הַבָּשָׂר מִטֻּמְאַת הָעֲצָמוֹת, שֶׁהַבָּשָׂר נוֹהֵג בַּנְּבֵלוֹת וּבַשְּׁרָצִים, מַה שֶּׁאֵין כֵּן בָּעֲצָמוֹת. דָּבָר אַחֵר, אֵבֶר שֶׁיֵּשׁ עָלָיו בָּשָׂר כָּרָאוּי, מְטַמֵּא בְמַגָּע וּבְמַשָּׂא וּבְאֹהֶל. חָסֵר הַבָּשָׂר, טָמֵא. חָסֵר הָעֶצֶם, טָהוֹר. אָמְרוּ לוֹ לְרַבִּי נְחוּנְיָא, מָה רָאִיתָ לַחֲלֹק מִדּוֹתֶיךָ, אוֹ טַמֵּא בִשְׁנֵיהֶם אוֹ טַהֵר בִּשְׁנֵיהֶם. אָמַר לָהֶם, מְרֻבָּה טֻמְאַת הָעֲצָמוֹת מִטֻּמְאַת הַבָּשָׂר, שֶּׁהַבָּשָׂר הַפּוֹרֵשׁ מִן הַחַי טָהוֹר, וְאֵבָר הַפּוֹרֵשׁ מִמֶּנּוּ, וְהוּא כִבְרִיָּתוֹ, טָמֵא. דָּבָר אַחֵר, כַּזַּיִת בָּשָׂר מְטַמֵּא בְמַגָּע וּבְמַשָּׂא וּבְאֹהֶל, וְרֹב עֲצָמוֹת מְטַמְּאִים בְּמַגָּע וּבְמַשָּׂא וּבְאֹהֶל. חָסֵר הַבָּשָׂר, טָהוֹר. חָסֵר רֹב עֲצָמוֹת, אַף עַל פִּי שֶׁטָּהוֹר מִלְּטַמֵּא בְאֹהֶל, מְטַמֵּא בְמַגָּע וּבְמַשָּׂא. דָּבָר אַחֵר, כָּל בְּשַׂר הַמֵּת, שֶׁהוּא פָחוֹת מִכַּזַּיִת, טָהוֹר. רֹב בִּנְיָנוֹ וְרֹב מִנְיָנוֹ שֶׁל מֵת, אַף עַל פִּי שֶׁאֵין בָּהֶם רֹבַע, טְמֵאִין. אָמְרוּ לוֹ לְרַבִּי יְהוֹשֻׁעַ, מָה רָאִיתָ לְטַהֵר בִּשְׁנֵיהֶם. אָמַר לָהֶם, לֹא, אִם אֲמַרְתֶּם בַּמֵּת, שֶׁיֶּשׁ בּוֹ רֹב וְרֹבַע וְרָקָב, תֹּאמְרוּ בַחַי שֶׁאֵין בּוֹ רֹב וְרֹבַע וְרָקָב:
3 Fleisch von Olivengröße, das sich von einem vom Lebenden getrennten Gliede abgesondert, erklärt R. Elieser für unrein; R. Josua und R. Nechunja aber erklären es für rein. Einen Knochen von der Größe eines Gerstenkornes, der sich von einem vom Lebenden getrennten Gliede abgesondert, erklärt R. Nechunja für unrein; R. Elieser und R. Josua aber erklären ihn für rein. Sie sprachen zu R. Elieser: Was bewog dich, ein vom getrennten Gliede eines Lebenden abgesondertes olivengroßes Stückchen Fleisch für unrein zu erklären? Da sprach er zu ihnen: Wir finden, dass ein Glied vom Lebenden wie ein ganzer Leichnam betrachtet wird; wie daher beim Leichnam eine von ihm abgesonderte Olivengröße Fleisches unrein ist, ebenso muss beim Gliede vom Lebenden das davon abgesonderte olivengroße Stückchen Fleisch für unrein erklärt werden. Da sprachen sie zu ihm: Nein! Wohl kannst du eine vom Toten abgesonderte Olivengröße Fleisches für unrein erklären, da du ja einen davon abgesonderten gerstenkorngroßen Knochen für unrein erklärst; willst du aber auch eine von einem Gliede vom Lebenden abgesonderte Olivongröße Fleisches für unrein erklären, während du doch einen davon abgesonderten gerstenkorngroßen Knochen für rein erklärst?! Sie sprachen zu R. Nechunja: Was bewog dich, einen von einem Gliede vom Lebenden abgesonderten gerstenkorngroßen Knochen für unrein zu erklären? Da sprach er zu ihnen: Wir finden, dass ein Glied vom Lebenden wie ein ganzer Leichnam betrachtet wird; wie daher beim Leichnam ein Knochen von der Größe eines Gerstenkornes, der sich von demselben abgesondert hat, unrein ist, ebenso muss beim Gliede vom Lebenden der davon abgesonderte gerstenkorngroße Knochen für unrein erklärt werden. Da sprachen sie zu ihm: Nein! Mit Recht kannst du einen vom Toten abgesonderten gerstenkorngroßen Knochen für unrein erklären, da du ja eine davon abgesonderte Olivengröße Fleisches für unrein erklärst; willst du aber auch einen vom Gliede vom Lebenden abgesonderten gerstenkorngroßen Knochen für unrein erklären, während du doch eine davon abgesonderte Olivengröße Fleisches für rein erklärst?! Sie sprachen zu R. Elieser: Was bewog dich, verschiedene Normen aufzustellen? Erkläre entweder Beides für unrein, oder Beides für rein! Er erwiderte ihnen: Die Unreinigkeit des Fleisches ist ausgedehnter als die Unreinigkeit der Knochen, denn die des Fleisches gilt bei Äsern und Kriechtieren, was bei der der Knochen nicht der Fall ist. Eine andere Erwiderung: Ein Glied, an dem gehöriges Fleisch ist, verunreinigt durch Berührung, Tragung und Bedachung; fehlt [etwas] vom Fleische, so ist es [dennoch] unrein, fehlt [aber etwas] vom Knochen, so ist es rein. Sie sprachen zu R. Nechunja: Was bewog dich verschiedene Normen aufzustellen? Erkläre entweder Beides für unrein, oder Beides für rein! Er erwiderte ihnen: die Unreinigkeit der Knochen ist ausgedehnter als die Unreinigkeit des Fleisches, denn das vom Lebenden abgesonderte Fleisch ist rein, während ein von ihm abgesondertes Glied, das in seiner natürlichen Beschaffenheit sich befindet, unrein ist. Eine andere Erwiderung: Eine Olivengröße Fleisches verunreinigt durch Berührung, Tragung und Bedachung; ebenso verunreinigt die Mehrzahl der Knochen durch Berührung, Tragung und Bedachung; fehlt [etwas] vom Fleische, so ist es rein; fehlt aber [etwas] von der Mehrzahl der Knochen, so ist es, obgleich insofern rein, dass es nicht durch Bedachung verunreinigt, dennoch verunreinigend durch Berührung und Tragung. Eine andere Erwiderung: Das gesamte Fleisch eines Toten ist, wenn es weniger als eine Olivengröße beträgt, rein; dagegen ist der größte Teil des Baues oder der größte Teil der Zahl [der Knochen] eines Toten, wenn er auch kein viertel Kab ausmacht, unrein. Sie sprachen zu R. Josua: Was bewog dich, Beides für rein zu erklären? Er erwiderte ihnen: Nein! Wenn ihr beim Toten [für unrein] erkläret, bei dem die Bestimmungen: „Mehrzahl“, „Viertel“, „Verwestes“ gelten, wollet ihr dies auch beim Lebenden erklären, bei dem die Bestimmungen: „Mehrzahl“, „Viertel“, „Verwestes“ keine Geltung haben.