Eduyot 3

Kapitel 3

א כָּל הַמְטַמְּאִין בְּאֹהֶל שֶׁנֶּחְלְקוּ, וְהִכְנִיסָן לְתוֹךְ הַבַּיִת, רַבִּי דוֹסָא בֶּן הַרְכִּינַס מְטַהֵר, וַחֲכָמִים מְטַמְּאִין. כֵּיצַד. הַנּוֹגֵעַ בְּכִשְׁנֵי חֲצָאֵי זֵיתִים מִן הַנְּבֵלָה אוֹ נוֹשְׂאָן, וּבַמֵּת, הַנּוֹגֵעַ בְּכַחֲצִי זַיִת וּמַאֲהִיל עַל כַּחֲצִי זַיִת אוֹ נוֹגֵעַ בְּכַחֲצִי זַיִת וְכַחֲצִי זַיִת מַאֲהִיל עָלָיו, וּמַאֲהִיל עַל כִּשְׁנֵי חֲצָאֵי זֵיתִים, מַאֲהִיל עַל כַּחֲצִי זַיִת וְכַחֲצִי זַיִת מַאֲהִיל עָלָיו, רַבִּי דוֹסָא בֶּן הַרְכִּינַס מְטַהֵר וַחֲכָמִים מְטַמְּאִין. אֲבָל הַנּוֹגֵעַ בְּכַחֲצִי זַיִת וְדָבָר אַחֵר מַאֲהִיל עָלָיו וְעַל כַּחֲצִי זַיִת, אוֹ מַאֲהִיל עַל כַּחֲצִי זַיִת וְדָבָר אַחֵר מַאֲהִיל עָלָיו וְעַל כַּחֲצִי זַיִת, טָהוֹר. אָמַר רַבִּי מֵאִיר, אַף בָּזֶה רַבִּי דוֹסָא מְטַהֵר וַחֲכָמִים מְטַמְּאִין. הַכֹּל טָמֵא, חוּץ מִן הַמַּגָּע עִם הַמַּשָּׂא, וְהַמַּשָּׂא עִם הָאֹהֶל. זֶה הַכְּלָל, כֹּל שֶׁהוּא מִשֵּׁם אֶחָד, טָמֵא. מִשְּׁנֵי שֵׁמוֹת, טָהוֹר:
1 Wenn eines von den im Zelte verunreinigenden Dingen geteilt und ins Haus gebracht wird, so erklärt R. Dosa, Sohn Archinos’, (Alles, was dort ist) für rein; die Weisen aber erklären es für unrein. In welcher Weise? Berührt oder trägt Jemand zwei Stücke vom Aase, deren jedes eine halbe Olivengröße hat, oder berührt er eine halbe Olivengröße vom Toten, (während er eine [andere] halbe Olivengröße überdacht; oder berührt er eine halbe Olivengröße,) während eine [andere] halbe Olivengröße ihn überdacht; oder überdacht er eine halbe Olivengröße, während eine [andere] halbe Olivengröße ihn überdacht; so erklärt R. Dosa, Sohn Archinos’, ihn für rein, die Weisen aber erklären ihn für unrein. Wenn er aber eine halbe Olivengröße berührt, während eine andere Sache ihn und eine [andere] halbe Olivengröße [vom Toten] überdacht; (oder er überdacht eine halbe Olivengröße, während eine andere Sache ihn und eine andere halbe Olivengröße überdacht); so ist er rein. R. Meïr sagt: Auch hierbei erklärt ihn R. Dosa, Sohn Archinos’, für rein und die Weisen für unrein. Alles macht unrein, außer Berührung mit Tragen, oder Tragen mit Überdachung. Das ist die Regel: Alles, was zu Einem Namen gehört, macht unrein; was zu zwei Namen gehört, lässt rein.
ב אֹכֶל פָּרוּד, אֵינוֹ מִצְטָרֵף, דִּבְרֵי רַבִּי דוֹסָא בֶּן הַרְכִּינַס. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, מִצְטָרֵף. מְחַלְּלִין מַעֲשֵׂר שֵׁנִי עַל אֲסִימוֹן, דִּבְרֵי רַבִּי דוֹסָא. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, אֵין מְחַלְּלִין. מַטְבִּילִין יָדַיִם לַחַטָּאת, דִּבְרֵי רַבִּי דוֹסָא. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, אִם נִטְמְאוּ יָדָיו, נִטְמָא גוּפוֹ:
2 Getrennte Esswaren werden nicht zusammengerechnet, so R. Dosa, Sohn Archinos’. Die Weisen aber sagen: Sie werden zusammengerechnet. Man darf zweiten Zehnt gegen ungeprägtes Geld auslösen, so R. Dosa. Die Weisen aber sagen: Man darf nicht auslösen. Man braucht wegen des Entsündigungswassers bloß die Hände unterzutauchen; so R. Dosa. Die Weisen aber sagen: Wenn die Hände unrein sind, ist der (ganze) Körper unrein.
ג מְעֵי אֲבַטִּיחַ וּקְנִיבַת יָרָק שֶׁל תְּרוּמָה, רַבִּי דוֹסָא מַתִּיר לְזָרִים, וַחֲכָמִים אוֹסְרִין. חָמֵשׁ רְחֵלוֹת גְּזוּזוֹת מָנֶה מָנֶה וּפְרַס, חַיָּבוֹת בְּרֵאשִׁית הַגֵּז, דִּבְרֵי רַבִּי דוֹסָא. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, חָמֵשׁ רְחֵלוֹת כָּל שֶׁהֵן:
3 Das Kerngehäuse einer Melone sowie das Abgestreifte vom Kraut ist als Teruma nach R. Dosa Nichtpriestern erlaubt; die Weisen aber verbieten es. Von fünf Schafen, die je anderthalb Mine Wolle liefern, ist man verpflichtet, die Erstlinge der Schur abzusondern; dies die Worte des R. Dosa. Die Weisen aber sagen: Von fünf Schafen, wenn sie auch wenig liefern.
ד כָּל הַחוֹצָלוֹת טְמֵאוֹת טְמֵא מֵת, דִּבְרֵי רַבִּי דוֹסָא. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, מִדְרָס. כָּל הַקְּלִיעוֹת טְהוֹרוֹת, חוּץ מִשֶּׁל גַּלְגִּילוֹן, דִּבְרֵי רַבִּי דוֹסָא. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, כֻּלָּם טְמֵאוֹת, חוּץ מִשֶּׁל צַמָּרִים:
4 Alle Matten können nur eine Toten-Unreinheit annehmen; so R. Dosa. Die Weisen aber sagen: Auch die Midras-Unreinheit. Alle Geflechte sind rein, ausgenommen die von einem Gürtel; so R. Dosa. Die Weisen aber sagen: Alle sind unrein, ausgenommen, die der Wollhandler.
ה הַקֶּלַע שֶׁבֵּית קִבּוּל שֶׁלָּהּ אָרוּג, טְמֵאָה. וְשֶׁל עוֹר, רַבִּי דוֹסָא בֶּן הַרְכִּינָס מְטַהֵר וַחֲכָמִים מְטַמְּאִין. נִפְסַק בֵּית אֶצְבַּע שֶׁלָּהּ, טְהוֹרָה. בֵּית הַפָּקִיעַ שֶׁלָּהּ, טְמֵאָה:
5 Eine Schleuder, deren Behältnis gewebt ist, kann Unreinheit annehmen; ist es aber von Leder, so erklärt R. Dosa, Sohn Archinos’, sie für rein; die Weisen aber erklären sie für verunreinigungsfähig. Ist das Fingerloch davon abgerissen, so ist sie rein; ist aber nur der Schleuder-Griff abgerissen, so ist sie verunreinigungsfähig.
ו הַשְּׁבוּיָה אוֹכֶלֶת בַּתְּרוּמָה, דִּבְרֵי רַבִּי דוֹסָא. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, יֵשׁ שְׁבוּיָה אוֹכֶלֶת וְיֵשׁ שְׁבוּיָה שֶׁאֵינָהּ אוֹכֶלֶת. כֵּיצַד. הָאִשָּׁה שֶׁאָמְרָה נִשְׁבֵּיתִי וּטְהוֹרָה אָנִי, אוֹכֶלֶת, שֶׁהַפֶּה שֶׁאָסַר הוּא הַפֶּה שֶׁהִתִּיר. וְאִם יֵשׁ עֵדִים שֶׁנִּשְׁבֵּית, וְהִיא אוֹמֶרֶת טְהוֹרָה אָנִי, אֵינָהּ אוֹכֶלֶת:
6 Eine Gefangene darf Teruma essen, so R. Dosa. Die Weisen aber sagen: Manche Gefangene darf essen und manche Gefangene darf nicht essen. Wieso? Sagt eine Frau „Ich bin gefangen worden, aber ich bin rein geblieben“; so darf sie (Teruma) essen (weil derselbe Mund, der es verbietet, es wieder erlauben kann. Sind aber Zeugen vorhanden, dass sie gefangen wurde, und sie sagt: „ich bin rein geblieben“; so darf sie nicht (Teruma) essen.
ז אַרְבָּעָה סְפֵקוֹת רַבִּי יְהוֹשֻׁעַ מְטַמֵּא, וַחֲכָמִים מְטַהֲרִין. כֵּיצַד. הַטָּמֵא עוֹמֵד וְהַטָּהוֹר עוֹבֵר, הַטָּהוֹר עוֹמֵד וְהַטָּמֵא עוֹבֵר, טֻמְאָה בִּרְשׁוּת הַיָּחִיד וְטָהֳרָה בִּרְשׁוּת הָרַבִּים, טָהֳרָה בִּרְשׁוּת הַיָּחִיד וְטֻמְאָה בִּרְשׁוּת הָרַבִּים, סָפֵק נָגַע סָפֵק לֹא נָגַע, סָפֵק הֶאֱהִיל סָפֵק לֹא הֶאֱהִיל, סָפֵק הֵסִיט סָפֵק לֹא הֵסִיט, רַבִּי יְהוֹשֻׁעַ מְטַמֵּא, וַחֲכָמִים מְטַהֲרִין:
7 In vier Zweifel-Fällen erklärt R. Josua für unrein, und die Weisen für rein: Wenn ein Unreiner steht und ein Reiner vorübergeht; wenn ein Reiner steht und ein Unreiner vorübergeht; wenn Unreines im Gebiete des Einzelnen und Reines im öffentlichen Gebiete ist; wenn Reines im Gebiete des Einzelnen und Unreines im öffentlichen Gebiete ist; ist es nun (in diesen Fällen) zweifelhaft, ob Eins das Andere berührt hat, oder nicht; ob Eins vom Andern durch Überdachung unrein geworden ist oder nicht, oder ob Eins das Andere bewegt hat, oder nicht; so erklärt R. Josua für unrein, und die Weisen erklären für rein.
ח שְׁלֹשָׁה דְבָרִים רַבִּי צָדוֹק מְטַמֵּא, וַחֲכָמִים מְטַהֲרִין. מַסְמֵר הַשֻּׁלְחָנִי, וְאָרוֹן שֶׁל גָּרוֹסוֹת, וּמַסְמֵר שֶׁל אֶבֶן שָׁעוֹת, רַבִּי צָדוֹק מְטַמֵּא וַחֲכָמִים מְטַהֲרִין:
8 Drei Dinge erklärt R. Zadok für verunreinigungsfähig, und die Weisen erklären sie für rein: Den Nagel des Geldwechslers, den Kasten der Gräupner und den Stift an der Stein-Uhr; diese erklärt R. Zadok für verunreinigungsfähig, und die Weisen erklären sie für rein.
ט אַרְבָּעָה דְבָרִים רַבָּן גַּמְלִיאֵל מְטַמֵּא, וַחֲכָמִים מְטַהֲרִין. כִּסּוּי טֶנִי שֶׁל מַתָּכוֹת שֶׁל בַּעֲלֵי בָתִּים, וּתְלוֹי הַמַּגְרֵדוֹת, וְגָלְמֵי כְלֵי מַתָּכוֹת, וְטַבְלָא שֶׁנֶּחְלְקָה לִשְׁנָיִם. וּמוֹדִים חֲכָמִים לְרַבָּן גַּמְלִיאֵל בְּטַבְלָא שֶׁנֶּחְלְקָה לִשְׁנַיִם, אֶחָד גָּדוֹל וְאֶחָד קָטָן, הַגָּדוֹל טָמֵא וְהַקָּטָן טָהוֹר:
9 Vier Dinge erklärt R. Gamliel für verunreinigungsfähig, und die Weisen erklären sie fur rein: Den Deckel eines metallenen Korbes der Hausherrn, den Henkel der Striegel, noch nicht fertige Metallgefäße und eine in zwei Teile geteilte Tafel. Doch gestehen die Weisen dem R. Gamliel zu, dass wenn eine Tafel in zwei Stücke geteilt ist, von denen eines größer als das andere ist, das größere verunreinigungsfähig und das kleinere rein sei.
י שְׁלֹשָׁה דְבָרִים רַבָּן גַּמְלִיאֵל מַחְמִיר כְּדִבְרֵי בֵית שַׁמָּאי. אֵין טוֹמְנִין אֶת הַחַמִּין מִיּוֹם טוֹב לְשַׁבָּת, וְאֵין זוֹקְפִין אֶת הַמְּנוֹרָה בְּיוֹם טוֹב, וְאֵין אוֹפִין פִּתִּין גְּרִיצִין אֶלָּא רְקִיקִין. אָמַר רַבָּן גַּמְלִיאֵל, מִימֵיהֶן שֶׁל בֵּית אַבָּא לֹא הָיוּ אוֹפִין פִּתִּין גְּרִיצִין אֶלָּא רְקִיקִין. אָמְרוּ לוֹ, מַה נַּעֲשֶׂה לְבֵית אָבִיךָ שֶׁהָיוּ מַחְמִירִין עַל עַצְמָן וּמְקִלִּין עַל יִשְׂרָאֵל לִהְיוֹת אוֹפִין פִּתִּין גְּרִיצִין וָחֹרִי:
10 In drei Dingen entscheidet R. Gamliel erschwerend, wie die Ansicht von Bet-Schammai: Man darf nicht an einem Festtage für den Sabbat Warmes einhüllen; man darf keinen Leuchter am Festtage aufstellen; ebenso darf man keine dicken Brotkuchen, sondern nur dünne Brote backen. Es sagte R. Gamliel: Seit ihrem Bestehen hat meines Vaters Familie (am Festtage) keine dicken Brotkuchen, sondern nur dünne Brote gebacken. Da sagten sie zu ihm: Was sollen wir von deines Vaters Familie schließen, die für sich selbst erschwerend, für Andere aber erleichternd entschied, das sie dicke Brotkuchen und Weißbrot backen dürfen.
יא אַף הוּא אָמַר שְׁלֹשָׁה דְבָרִים לְהָקֵל. מְכַבְּדִין בֵּין הַמִּטּוֹת, וּמְנִיחִין אֶת הַמֻּגְמָר בְּיוֹם טוֹב, וְעוֹשִׂים גְּדִי מְקֻלָּס בְּלֵילֵי פְסָחִים. וַחֲכָמִים אוֹסְרִים:
11 Derselbe hat wieder in drei Dingen erleichternd entschieden: Man darf am Festtage zwischen den Sophas ausfegen; ebenso Räucherwerk (auf Kohlen) legen, und man darf ein ausgerüstetes Böcklein am Pesach-Abend bereiten. Die Weisen aber verbieten dies Alles.
יב שְׁלֹשָׁה דְבָרִים רַבִּי אֶלְעָזָר בֶּן עֲזַרְיָה מַתִּיר, וַחֲכָמִים אוֹסְרִין. פָּרָתוֹ יוֹצְאָה בִרְצוּעָה שֶׁבֵּין קַרְנֶיהָ, וּמְקָרְדִין אֶת הַבְּהֵמָה בְּיוֹם טוֹב, וְשׁוֹחֲקִין אֶת הַפִּלְפְּלִין בָּרֵחַיִם שֶׁלָּהֶן. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, אֵין מְקָרְדִין אֶת הַבְּהֵמָה בְּיוֹם טוֹב, מִפְּנֵי שֶׁהוּא עוֹשֶׂה חַבּוּרָה, אֲבָל מְקַרְצְפִין. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, אֵין מְקָרְדִין אַף לֹא מְקַרְצְפִין:
12 Drei Dinge erlaubt R. Eleasar, Sohn Asaria’s, welche die Weisen verbieten: Seine Kuh durfte mit dem Riemen zwischen den Hörnern (am Sabbat) ausgehen; man darf das Vieh am Festtage striegeln; und man darf Pfeffer in der Pfeffermühle mahlen. R. Jehuda sagt: Man darf das Vieh am Festtage nicht striegeln, weil man eine Wunde macht; aber man darf es kämmen. Die Weisen aber sagen: Man darf weder striegeln noch kämmen.