Eduyot 2

Kapitel 2

א רַבִּי חֲנִינָא סְגַן הַכֹּהֲנִים הֵעִיד אַרְבָּעָה דְבָרִים. מִימֵיהֶם שֶׁל כֹּהֲנִים לֹא נִמְנְעוּ מִלִּשְׂרֹף אֶת הַבָּשָׂר שֶׁנִּטְמָא בִּוְלַד הַטֻּמְאָה עִם הַבָּשָׂר שֶׁנִּטְמָא בְּאַב הַטֻּמְאָה, אַף עַל פִּי שֶׁמּוֹסִיפִין טֻמְאָה עַל טֻמְאָתוֹ. הוֹסִיף רַבִּי עֲקִיבָא, מִימֵיהֶם שֶׁל כֹּהֲנִים לֹא נִמְנְעוּ מִלְּהַדְלִיק אֶת הַשֶּׁמֶן שֶׁנִּפְסַל בִּטְבוּל יוֹם בְּנֵר שֶׁנִּטְמָא בִטְמֵא מֵת, אַף עַל פִּי שֶׁמּוֹסִיפִין טֻמְאָה עַל טֻמְאָתוֹ:
1 Rabbi Chanina, Vorsteher der Priester, bezeugte vier Lehren: Niemals haben die Priester Bedenken getragen, Fleisch, welches durch eine erzeugte Unreinheit verunreinigt worden ist, zusammen zu verbrennen mit Fleisch, welches durch einen Unreinheits-Erzeuger verunreinigt worden ist, obwohl sie (dadurch) Unreinheit zu seiner Unreinheit hinzufügen. R. Akiba setzte hinzu: Niemals haben die Priester Bedenken getragen, Öl, das durch einen Tebul-Jom unbrauchbar geworden ist, in einer Lampe zu verbrennen, die durch einen an einem Toten Verunreinigten unrein geworden ist, obwohl sie (dadurch) Unreinheit zu seiner Unreinheit hinzufügen
ב אָמַר רַבִּי חֲנִינָא סְגַן הַכֹּהֲנִים, מִיָּמַי לֹא רָאִיתִי עוֹר יוֹצֵא לְבֵית הַשְּׂרֵפָה. אָמַר רַבִּי עֲקִיבָא, מִדְּבָרָיו לָמַדְנוּ, שֶׁהַמַּפְשִׁיט אֶת הַבְּכוֹר וְנִמְצָא טְרֵפָה, שֶׁיֵּאוֹתוּ הַכֹּהֲנִים בְּעוֹרוֹ. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, לֹא רָאִינוּ אֵינוֹ רְאָיָה, אֶלָּא יוֹצֵא לְבֵית הַשְּׂרֵפָה:
2 Es sagt R. Chanina, Vorsteher der Priester (ferner): Meine Lebtage habe ich nicht gesellen, dass die Haut zur Brandstätte hinausgeführt wurde. Es sagt R. Akiba: Aus seinen Worten lernen wir, dass, wenn man dem erstgeborenen Viehe die Haut abgezogen und es (hernach) trepha befunden wird, die Priester die Haut benutzen dürfen. Die Weisen aber sagen: (Der Ausspruch:) „Wir haben nicht gesehen!“ ist kein Beweis; die Haut muss vielmehr zur Brandstätte hinausgeführt werden.
ג אַף הוּא הֵעִיד עַל כְּפָר שֶׁהָיָה בְצַד יְרוּשָׁלַיִם, וְהָיָה בוֹ זָקֵן אֶחָד וְהָיָה מַלְוֶה לְכָל בְּנֵי הַכְּפָר וְכוֹתֵב בִּכְתַב יָדוֹ וַאֲחֵרִים חוֹתְמִים, וּבָא מַעֲשֶׂה לִפְנֵי חֲכָמִים וְהִתִּירוּ. לְפִי דַרְכְּךָ אַתָּה לָמֵד, שֶׁהָאִשָּׁה כּוֹתֶבֶת אֶת גִּטָּהּ וְהָאִישׁ כּוֹתֵב אֶת שׁוֹבְרוֹ, שֶׁאֵין קִיּוּם הַגֵּט אֶלָּא בְחוֹתְמָיו. וְעַל מַחַט שֶׁנִּמְצֵאת בַּבָּשָׂר, שֶׁהַסַּכִּין וְהַיָּדַיִם טְהוֹרוֹת, וְהַבָּשָׂר טָמֵא. וְאִם נִמְצֵאת בַּפֶּרֶשׁ, הַכֹּל טָהוֹר:
3 Derselbe bezeugte ferner: In einem kleinen Dorfe bei Jerusalem war ein Greis, der allen Dorfbewohnern (Geld) lieh und (den Schuldschein) mit eigener Hand schrieb und von Andern unterzeichnen ließ, und als diese Sache vor die Weisen kam, erklärten sie es für erlaubt. Du kannst nebenbei hieraus entnehmen, dass eine Frau ihren Scheidebrief und der Mann seine Quittung schreiben darf; denn die Bestätigung des Dokumentes geschieht nur durch die Unterzeichneten. (Er bezeugte endlich), dass wenn eine Nadel im Fleische gefunden wird, Messer und Hände rein sind, das Fleisch aber unrein ist; wird sie im Miste gefunden, so ist Alles rein.
ד שְׁלֹשָׁה דְבָרִים אָמַר רַבִּי יִשְׁמָעֵאל לִפְנֵי חֲכָמִים בַּכֶּרֶם בְּיַבְנֶה. עַל בֵּיצָה טְרוּפָה שֶׁהִיא נְתוּנָה עַל גַּבֵּי יָרָק שֶׁל תְּרוּמָה, שֶׁהִיא חִבּוּר. וְאִם הָיְתָה כְמִין כּוֹבַע, אֵינָהּ חִבּוּר. וְעַל שִׁבֹּלֶת שֶׁבַּקָּצִיר וְרֹאשָׁהּ מַגִּיעַ לַקָּמָה, אִם נִקְצְרָה עִם הַקָּמָה, הֲרֵי הִיא שֶׁל בַּעַל הַבַּיִת, וְאִם לָאו, הֲרֵי הִיא שֶׁל עֲנִיִּים. וְעַל גִּנָּה קְטַנָּה שֶׁהִיא מֻקֶּפֶת עָרִיס, אִם יֶשׁ בָּהּ כִּמְלֹא בוֹצֵר וְסַלּוֹ מִכָּאן וּמְלֹא בוֹצֵר וְסַלּוֹ מִכָּאן, תִּזָּרֵעַ. וְאִם לָאו, לֹא תִזָּרֵעַ:
4 Drei Lehren hat Rabbi Ismael vor den Weisen in dem Weinberge zu Jabneh ausgesprochen: dass ein eingeschlagenes Ei, welches auf Kraut von Teruma gegeben worden, eine Verbindung bildet; war es aber wie ein Helm (geworden), so bildet es keine Verbindung; dass eine in der Ernte stehen gebliebene Ähre, deren Spitze zum stehenden Getreide reicht, wenn sie mit dem stehenden Getreide zusammen abgeschnitten werden kann, dem Hausherrn gehört; wo aber nicht, gehört sie den Armen; und dass ein kleiner Garten, welcher mit aufgezogenen Weinstöcken umgeben ist, wenn darin so viel Raum ist, dass ein Winzer mit seinem Korbe an der einen Seite und ein Winzer mit seinem Korbe an der andern Seite stehen kann, besäet werden darf; wo aber nicht, so darf er nicht besäet werden.
ה שְׁלֹשָׁה דְבָרִים אָמְרוּ לִפְנֵי רַבִּי יִשְׁמָעֵאל, וְלֹא אָמַר בָּהֶם לֹא אִסּוּר וְהֶתֵּר, וּפֵרְשָׁן רַבִּי יְהוֹשֻׁעַ בֶּן מַתְיָא. הַמֵּפִיס מֻרְסָא בְּשַׁבָּת, אִם לַעֲשׂוֹת לָהּ פֶּה, חַיָּב, וְאִם לְהוֹצִיא מִמֶּנָּה לֵחָה, פָּטוּר. וְעַל הַצָּד נָחָשׁ בַּשַּׁבָּת, אִם מִתְעַסֵּק שֶׁלֹּא יִשְּׁכֶנּוּ, פָּטוּר, וְאִם לִרְפוּאָה, חַיָּב. וְעַל לְפָסִין אִירוֹנִיּוֹת, שֶׁהֵם טְהוֹרוֹת בְּאֹהֶל הַמֵּת וּטְמֵאוֹת בְּמַשָּׂא הַזָּב. רַבִּי אֶלְעָזָר בֶּן צָדוֹק אוֹמֵר, אַף בְּמַשָּׂא הַזָּב, טְהוֹרוֹת, מִפְּנֵי שֶׁלֹּא נִגְמְרָה מְלַאכְתָּן:
5 Drei Dinge hat man R. Ismael vorgetragen, und er hat Betreffs derselben weder ein Verbot noch eine Erlaubnis ausgesprochen; R. Josua ben Mathia hat dazu die Erklärung gegeben: Wer am Sabbat eine Blatter aufsticht, der ist, wenn (seine Absicht war) daran eine Öffnung zu machen, schuldig; wenn aber, Eiter daraus zu entfernen, frei. (Ferner erklärte er:) Wer eine Schlange am Sabbat fängt, ist, wenn er bloß bewirken will, dass sie ihn nicht beiße, frei; wenn er es aber Tat, um sie als Heilmittel za gebrauchen, so ist er schuldig. (Endlich entschied er:) Heronische Tigel sind rein im Totenzelte, werden aber unrein, wenn sie ein Flüssiger trägt. R. Elieser b. Zadok sagt: Auch wenn sie ein Flüssiger trägt, bleiben sie rein, weil die Arbeit daran noch nicht fertig ist.
ו שְׁלֹשָׁה דְבָרִים אָמַר רַבִּי יִשְׁמָעֵאל וְלֹא הוֹדָה לוֹ רַבִּי עֲקִיבָא. הַשּׁוּם וְהַבֹּסֶר וְהַמְּלִילוֹת שֶׁרִסְּקָן מִבְּעוֹד יוֹם, שֶׁרַבִּי יִשְׁמָעֵאל אוֹמֵר, יִגְמֹר מִשֶּׁתֶּחְשָׁךְ, וְרַבִּי עֲקִיבָא אוֹמֵר, לֹא יִגְמֹר:
6 Über drei Dinge hat R. Ismael (eine Entscheidung) gesprochen, und R. Akiba hat ihm nicht beigestimmt: Wenn man Knoblauch, unreife Trauben und Körner am Vorabend (zum Sabbat) zerstoßen hat, so sagt R. Ismael: Man darf es auch, nachdem es Nacht geworden, fertig werden lassen. R. Akiba sagt: Man darf es nicht fertig werden lassen.
ז שְׁלֹשָׁה דְבָרִים אָמְרוּ לִפְנֵי רַבִּי עֲקִיבָא, שְׁנַיִם מִשּׁוּם רַבִּי אֱלִיעֶזֶר וְאֶחָד מִשּׁוּם רַבִּי יְהוֹשֻׁעַ. שְׁנַיִם מִשּׁוּם רַבִּי אֱלִיעֶזֶר, יוֹצֵאת אִשָּׁה בְעִיר שֶׁל זָהָב, וּמַפְרִיחֵי יוֹנִים פְּסוּלִים לְעֵדוּת. וְאֶחָד מִשּׁוּם רַבִּי יְהוֹשֻׁעַ, הַשֶּׁרֶץ בְּפִי חֻלְדָּה וּמְהַלֶּכֶת עַל גַּבֵּי כִכָּרוֹת שֶׁל תְּרוּמָה, סָפֵק נָגַע סָפֵק לֹא נָגַע, סְפֵקוֹ טָהוֹר:
7 Drei Lehren hat man R. Akiba vorgetragen, zwei im Namen des R. Elieser und Eine im Namen des R. Josua. Zwei im Namen des R. Elieser: Eine Frau darf (am Sabbat) mit einer Gold-Stadt ausgehen, und die, welche Tauben fliegen lassen, sind zum Zeugnis untauglich. Eine im Namen des R Josua: Wenn ein Wiesel ein Kriechtier im Maule hat, und über Brote von Teruma geht, so dass es zweifelhaft ist, ob es (die Brote) berührt hat oder nicht, so ist das Zweifelhafte für rein zu erklären.
ח שְׁלֹשָׁה דְבָרִים אָמַר רַבִּי עֲקִיבָא, עַל שְׁנַיִם הוֹדוּ לוֹ וְעַל אֶחָד לֹא הוֹדוּ לוֹ. עַל סַנְדָּל שֶׁל סַיָּדִים, שֶׁהוּא טָמֵא מִדְרָס. וְעַל שְׁיָרֵי תַנּוּר אַרְבָּעָה, שֶׁהָיוּ אוֹמְרִים שְׁלֹשָׁה. וְהוֹדוּ לוֹ. וְעַל אֶחָד לֹא הוֹדוּ לוֹ, עַל כִּסֵּא שֶׁנִּטְּלוּ שְׁנַיִם מֵחִפּוּיָיו זֶה בְּצַד זֶה, שֶׁרַבִּי עֲקִיבָא מְטַמֵּא וַחֲכָמִים מְטַהֲרִין:
8 Drei Lehren hat R. Akiba vorgetragen, wobei man Betreffs zweier ihm beigestimmt, und Betreffs Einer ihm nicht beigestimmt hat. (Er sagte nämlich,) dass eine Sandale der Kalktüncher als Midras unrein werden kann; dass die Reste eines Backofens vier Handbreit hoch sein müssen (am unrein zu bleiben), während man (früher) sagte: Drei Handbreit. Hierin stimmte man ihm bei. Betreffs Einer Lehre stimmte man ihm nicht bei, nämlich Betreffs eines Stuhles, wovon zwei nebeneinander liegende Sitzbrettchen weggenommen sind; denn R. Akiba erklärt ihn für verunreinigungsfähig, während die Weisen ihn für rein erklären.
ט הוּא הָיָה אוֹמֵר, הָאָב זוֹכֶה לַבֵּן, בַּנּוֹי, וּבַכֹּחַ, וּבָעֹשֶׁר, וּבַחָכְמָה, וּבַשָּׁנִים, וּבְמִסְפַּר הַדּוֹרוֹת לְפָנָיו, וְהוּא הַקֵּץ, שֶׁנֶּאֱמַר (ישעיה מא) קֹרֵא הַדֹּרוֹת מֵרֹאשׁ, אַף עַל פִּי שֶׁנֶּאֱמַר (בראשית טו), וַעֲבָדוּם וְעִנּוּ אֹתָם אַרְבַּע מֵאוֹת שָׁנָה, וְנֶאֱמַר (שם), וְדוֹר רְבִיעִי יָשׁוּבוּ הֵנָּה:
9 Derselbe pflegte zu sagen: Des Vaters Verdienst steht dem Sohne bei hinsichtlich der Schönheit, der Kraft, des Reichtums, der Weisheit und der Lebensjahre; ferner darin, dass er die Anzahl der Geschlechter vor ihm vollendet, so dass dieser das Ende erleben könne; denn es heißt (Jesaja 41, 4): „Er berief die Menschengeschlechter vom Anbeginn“, und obwohl es heißt (Gen. 15, 13): „Man wird sie knechten und bedrücken vierhundert Jahre“, so heißt es doch (das. 16): „Das vierte Geschlecht wird wieder hierher kommen“.
י אַף הוּא הָיָה אוֹמֵר, חֲמִשָּׁה דְבָרִים שֶׁל שְׁנֵים עָשָׂר חֹדֶשׁ. מִשְׁפַּט דּוֹר הַמַּבּוּל, שְׁנֵים עָשָׂר חֹדֶשׁ. מִשְׁפַּט אִיּוֹב, שְׁנֵים עָשָׂר חֹדֶשׁ. מִשְׁפַּט הַמִּצְרִיִּים, שְׁנֵים עָשָׂר חֹדֶשׁ. מִשְׁפַּט גּוֹג וּמָגוֹג לֶעָתִיד לָבֹא, שְׁנֵים עָשָׂר חֹדֶשׁ. מִשְׁפַּט רְשָׁעִים בְּגֵיהִנֹּם, שְׁנֵים עָשָׂר חֹדֶשׁ, שֶׁנֶּאֱמַר (ישעיה סו), וְהָיָה מִדֵּי חֹדֶשׁ בְּחָדְשׁוֹ. רַבִּי יוֹחָנָן בֶּן נוּרִי אוֹמֵר, מִן הַפֶּסַח וְעַד הָעֲצֶרֶת, שֶׁנֶּאֱמַר וּמִדֵּי שַׁבָּת בְּשַׁבַּתּוֹ:
10 Ferner sagt er: Es gibt fünf Dinge, die zwölf Monate dauern. Das Strafgericht über das Geschlecht der Sintflut dauerte zwölf Monate; das Gericht über Job dauerte zwölf Monate; das Strafgericht über die Ägypter dauerte zwölf Monate; das Strafgericht über Gog und Magog in der Zukunft wird zwölf Monate dauern, und das Strafgericht über die Frevler in der Hölle dauert zwölf Monate, denn es heißt (Jes. 66, 23): „Es wird sein von dem Monate bis za seinem Monate.“ R. Jochanan, Sohn Nuri’s, sagt: (So viele Tage wie) vom Pesachfeste bis zum Wochenfeste, denn es heißt (das.): „Von dem Sabbat bis zu seinem Sabbat.“