Demai 3

Kapitel 3

א מַאֲכִילִין אֶת הָעֲנִיִּים דְּמַאי, וְאֶת הָאַכְסַנְיָא דְּמַאי. רַבָּן גַּמְלִיאֵל הָיָה מַאֲכִיל אֶת פּוֹעֲלָיו דְּמַאי. גַּבָּאֵי צְדָקָה, בֵּית שַׁמַּאי אוֹמְרִים, נוֹתְנִין אֶת הַמְעֻשָּׂר לְשֶׁאֵינוֹ מְעַשֵּׂר, וְאֶת שֶׁאֵינוֹ מְעֻשָּׂר לִמְעַשֵּׂר. נִמְצְאוּ כָל הָאָדָם אוֹכְלִין מְתֻקָּן. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, גּוֹבִין סְתָם וּמְחַלְּקִין סְתָם, וְהָרוֹצֶה לְתַקֵּן יְתַקֵּן:
1 Man darf den Armen Demai zu essen geben, so auch den durch ziehenden Truppen. Rabban Gamliel gab seinen Arbeitern Demai zu essen. Die Almosensammler sollen nach Bet Samai das Verzehntete denjenigen geben, welche nicht verzehnten, und das Unverzehnte denen, welche verzehnten, damit Jeder gesetzmässig das Seinige geniesse, wie es sein soll. Die Weisen aber sagen: Sie sammeln rücksichtslos ein und verteilen auch rücksichtslos, wer dann berichtigen will, der tue es.
ב הָרוֹצֶה לַחֲזֹם עֲלֵי יָרָק לְהָקֵל מִמַּשָּׂאוֹ, לֹא יַשְׁלִיךְ עַד שֶׁיְּעַשֵּׂר. הַלּוֹקֵחַ יָרָק מִן הַשּׁוּק וְנִמְלַךְ לְהַחֲזִיר, לֹא יַחֲזִיר עַד שֶׁיְּעַשֵּׂר, שֶׁאֵינוֹ מְחֻסָּר אֶלָּא מִנְיָן. הָיָה עוֹמֵד וְלוֹקֵחַ וְרָאָה טֹעַן אַחֵר יָפֶה מִמֶּנּוּ, מֻתָּר לְהַחֲזִיר, מִפְּנֵי שֶׁלֹּא מָשָׁךְ:
2 Wer von Kräuterbündeln Blätter ausscheiden will, um seine Last zu erleichtern, werfe sie nicht fort, ehe er den Zehnten abgesondert hat. Wenn Jemand Kräuter auf dem Markte kauft und darauf anderen Sinnes wird, sie zurückzugeben, so gebe er sie nicht zurück, ohne sie zu verzehnten, weil weiter nichts fehlte, als dass sie von ihm gezählt würden. Stand er aber nur (bei der Waare) und kaufte sie, da bemerkte er aber eine andere Ladung, die schöner als jene war, so darf er die erstere ohne sie zu verzehnten, zurücklassen, weil er solche noch nicht durch das Ergreifen in Besitz genommen hat.
ג הַמּוֹצֵא פֵרוֹת בַּדֶּרֶךְ וּנְטָלָן לְאָכְלָן, וְנִמְלַךְ לְהַצְנִיעַ, לֹא יַצְנִיעַ עַד שֶׁיְּעַשֵּׂר. וְאִם מִתְּחִלָּה נְטָלָן בִּשְׁבִיל שֶׁלֹּא יֹאבֵדוּ, פָּטוּר. כָּל דָּבָר שֶׁאֵין אָדָם רַשַּׁאי לְמָכְרוֹ דְּמַאי, לֹא יִשְׁלַח לַחֲבֵרוֹ דְּמַאי. רַבִּי יוֹסֵי מַתִּיר בְּוַדַּאי, וּבִלְבַד שֶׁיּוֹדִיעֶנּוּ:
3 Wer Früchte auf dem Wege findet und sie zum Essen aufnimmt, dann aber sich besann, dieselben aufzubewahren, darf es nicht tun, bis er sie verzehntet hat. Wenn er sie jedoch von Anfang an nur deshalb aufnahm, damit sie nicht verloren gehen, ist er davon befreit. — Alles, was man nicht befugt ist, als Demai zu verkaufen, soll man auch nicht seinem Nächsten senden. R. Jose erlaubt es bei dem, was gewiss (Unverzehntes) ist, nur muss man es dem Empfänger anzeigen.
ד הַמּוֹלִיךְ חִטִּים לְטוֹחֵן כּוּתִי אוֹ לְטוֹחֵן עַם הָאָרֶץ, בְּחֶזְקָתָן לַמַּעַשְׂרוֹת וְלַשְּׁבִיעִית. לְטוֹחֵן עוֹבֵד כּוֹכָבִים, דְּמַאי. הַמַּפְקִיד פֵּרוֹתָיו אֵצֶל הַכּוּתִי אוֹ אֵצֶל עַם הָאָרֶץ, בְּחֶזְקָתָן לַמַּעַשְׂרוֹת וְלַשְּׁבִיעִית. אֵצֶל הָעוֹבֵד כּוֹכָבִים, כְּפֵרוֹתָיו. רַבִּי שִׁמְעוֹן אוֹמֵר, דְּמָאי:
4 Wenn Jemand Weizen zu einem Müller bringt, der ein Samaritaner oder ein <span dir="rtl">עם הארץ</span> ist, so bleibt der Weizen in demselben Zustande, wie er in Betreff der Zehnten und des Brachjahrgesetzes war. Beim Götzendiener hingegen (wird das Hingebrachte) <span dir="ltr">דמאי</span>. Wenn man seine eignen Früchte einem Samaritaner oder <span dir="rtl">ע״ה</span> zum Aufbewahren giebt, so bleibt Alles in demselben Zustande in Betreff der Zehnten- und des Brachjahrgesetzes. Bringt er sie zu einem Götzendiener, so werden dieselben wie die des Götzendieners erachtet. R Simeon aber sagt: Sie werden Demai.
ה הַנּוֹתֵן לְפֻנְדָּקִית, מְעַשֵּׂר אֶת שֶׁהוּא נוֹתֵן לָהּ, וְאֶת שֶׁהוּא נוֹטֵל מִמֶּנָּה, מִפְּנֵי שֶׁחֲשׁוּדָה לַחֲלֹף. אָמַר רַבִּי יוֹסֵי, אֵין אָנוּ אַחֲרָאִין לָרַמָּאִין, אֵינוֹ מְעַשֵּׂר אֶלָּא מַה שֶּׁהוּא נוֹטֵל מִמֶּנָּה בִּלְבָד:
5 Wer einer Gastwirtin etwas gibet (damit sie es ihm koche), der verzehnte, was er ihr giebt und was er von ihr bekommt; weil sie im Verdacht steht, dass sie es verwechselt. R. Jose aber sagt: Wir sind nicht gehalten für Betrüger gut zu stehen, daher verzehntet man nur, wenn man es von ihr zurückbekommt.
ו הַנּוֹתֵן לַחֲמוֹתוֹ, מְעַשֵּׂר אֶת שֶׁהוּא נוֹתֵן לָהּ, וְאֶת שֶׁהוּא נוֹטֵל מִמֶּנָּה, מִפְּנֵי שֶׁהִיא חֲשׁוּדָה לַחֲלֹף אֶת הַמִּתְקַלְקֵל. אָמַר רַבִּי יְהוּדָה, רוֹצָה הִיא בְתַקָּנַת בִּתָּהּ וּבוֹשָׁה מֵחֲתָנָהּ. מוֹדֶה רַבִּי יְהוּדָה בְּנוֹתֵן לַחֲמוֹתוֹ שְׁבִיעִית, שֶׁאֵינָהּ חֲשׁוּדָה לְהַחֲלִיף לְהַאֲכִיל אֶת בִּתָּהּ שְׁבִיעִית:
6 Wer seiner Schwiegermutter etwas (zum Zubereiten) giebt, verzehntet, was er ihr giebt und was er von ihr bekommt, weil sie verdächtig ist, das zu verwechseln, was etwa verdirbt. R. Jehudah sagt: Weil sie den Vorteil ihrer Tochter wünscht und sich vor ihrem Schwiegersöhne schämt. Dagegen giebt R. Jehudah zu, dass, wenn man seiner Schwiegermutter Früchte des siebenten Jahres (zum Zubereiten) giebt, sie nicht verdächtig sei, dass sie dieselben verwechseln und etwa ihrer Tochter Brachjahrfrüchte zum Essen reichen werde.