Bekhorot 5
כָּל פְּסוּלֵי הַמֻּקְדָּשִׁין (הֲנָאָתָן לַהֶקְדֵּשׁ), נִמְכָּרִין בָּאִטְלִיז (וְנִשְׁחָטִין בָּאִטְלִיז) וְנִשְׁקָלִין בְּלִטְרָא, חוּץ מִן הַבְּכוֹר וּמִן הַמַּעֲשֵׂר, שֶׁהֲנָיָתָן לַבְּעָלִים. פְּסוּלֵי הַמֻּקְדָּשִׁין הֲנָיָתָן לַהֶקְדֵּשׁ. וְשׁוֹקְלִין מָנֶה כְנֶגֶד מָנֶה בַּבְּכוֹר:
Alle disqualifizierten geheiligten Tiere dürfen in der Metzgerei verkauft (in der Metzgerei geschlachtet) und mit Ausnahme des Erstgeborenen und des Zehnten zu ihren Gunsten gegen Standardgewichte gewogen werden. Der Vorteil disqualifizierter geheiligter Tiere geht in den Tempel. In Bezug auf einen Erstgeborenen wiegen wir eine Portion gegen eine [nicht heilige] Portion.
בֵית שַׁמַּאי אוֹמְרִים, לֹא יִמָּנָה יִשְׂרָאֵל עִם הַכֹּהֵן עַל הַבְּכוֹר. בֵּית הִלֵּל מַתִּירִין, וַאֲפִלּוּ נָכְרִי. בְּכוֹר שֶׁאֲחָזוֹ דָם, אֲפִלּוּ הוּא מֵת, אֵין מַקִּיזִין לוֹ דָם, דִּבְרֵי רַבִּי יְהוּדָה. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, יַקִּיז, וּבִלְבַד שֶׁלֹּא יַעֲשֶׂה בוֹ מוּם. וְאִם עָשָׂה בוֹ מוּם, הֲרֵי זֶה לֹא יִשָּׁחֵט עָלָיו. רַבִּי שִׁמְעוֹן אוֹמֵר יַקִּיז, אַף עַל פִּי שֶׁהוּא עוֹשֶׂה בוֹ מוּם:
Beit Shammai sagt, ein Israelit sollte sich nicht einem Priester anschließen, der einen disqualifizierten Erstgeborenen isst. Beit Hillel erlaubt es sogar einem Nichtjuden. Wenn ein Erstgeborener von [überschüssigem] Blut ergriffen wird, lassen wir sein Blut nicht, auch wenn es laut Rabbi Yehudah sterben wird. Die Weisen sagen: Man darf sein Blut lassen, aber man darf keinen Makel machen. Wenn man einen Makel gemacht hat, kann man ihn nicht auf dieser [Basis] schlachten. Rabbi Shim'on sagt: Man sollte sein Blut lassen, auch wenn er einen Makel machen wird.
הַצּוֹרֵם בְּאֹזֶן הַבְּכוֹר, הֲרֵי זֶה לֹא יִשָּׁחֵט עוֹלָמִית, דִּבְרֵי רַבִּי אֱלִיעֶזֶר. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, כְּשֶׁיִּוָּלֵד לוֹ מוּם אַחֵר, יִשָּׁחֵט עָלָיו. מַעֲשֶׂה בְזָכָר שֶׁל רְחֵלִים זָקֵן וּשְׂעָרוֹ מְדֻלְדָּל, רָאָהוּ קַסְדּוֹר אֶחָד, אָמַר, מַה טִּיבוֹ שֶׁל זֶה. אָמְרוּ לוֹ, בְּכוֹר הוּא וְאֵינוֹ נִשְׁחָט אֶלָּא אִם כֵּן הָיָה בּוֹ מוּם. נָטַל פִּגְיוֹן וְצָרַם בְּאָזְנוֹ, וּבָא מַעֲשֶׂה לִפְנֵי חֲכָמִים וְהִתִּירוּהוּ. רָאָה שֶׁהִתִּירוּ, וְהָלַךְ וְצָרַם בְּאָזְנֵי בְכוֹרוֹת אֲחֵרִים, וְאָסָרוּ. פַּעַם אַחַת הָיוּ תִינוֹקוֹת מְשַׂחֲקִין בַּשָּׂדֶה וְקָשְׁרוּ זַנְבוֹת טְלָאִים זֶה לָזֶה, וְנִפְסְקָה זְנָבוֹ שֶׁל אֶחָד מֵהֶם וַהֲרֵי הוּא בְכוֹר, וּבָא מַעֲשֶׂה לִפְנֵי חֲכָמִים וְהִתִּירוּהוּ. רָאוּ שֶׁהִתִּירוּ, וְהָלְכוּ וְקָשְׁרוּ זַנְבוֹת בְּכוֹרוֹת אֲחֵרִים, וְאָסָרוּ. זֶה הַכְּלָל, כֹּל שֶׁהוּא לְדַעְתּוֹ, אָסוּר. וְשֶׁלֹּא לְדַעְתּוֹ, מֻתָּר:
Wenn man einem Erstgeborenen das Ohr aufschlitzt, darf es laut Rabbi Eli'ezer niemals geschlachtet werden. Die Weisen sagen: Sobald es einen weiteren Makel entwickelt, kann es auf dieser [Basis] geschlachtet werden. Es kam einmal vor, dass ein römischer Beamter einen alten Widder mit verfilzter Wolle sah und fragte: "Was ist mit diesem?" Sie antworteten: "Es ist ein Erstgeborener und darf nicht geschlachtet werden, es sei denn, es entwickelt einen Makel." Er nahm einen Dolch und schnitt ihm ins Ohr. Es kam vor den Weisen und sie erlaubten es. Als er sah, dass [die Weisen] es erlaubten, ging er und machte Schlitze in die Ohren anderer Erstgeborener, und [die Weisen] verboten ihnen. Es war einmal so, dass Kinder auf einem Feld spielten und die Schwänze zweier Lämmer aneinander banden. Einer der Schwänze eines Erstgeborenen wurde abgetrennt. Dieser Fall kam vor den Weisen und sie erlaubten es. Als [das Volk] sah, dass [die Weisen] es erlaubten, gingen [das Volk] und banden die Schwänze anderer Erstgeborener zusammen, aber [die Weisen] verboten es ihnen. Dies ist die Regel, alles, was beabsichtigt ist, ist verboten, und das, was unbeabsichtigt ist, ist erlaubt.
הָיָה בְכוֹר רוֹדְפוֹ, וּבְעָטוֹ וְעָשָׂה בוֹ מוּם, הֲרֵי זֶה יִשְׁחוֹט עָלָיו. כָּל הַמּוּמִין הָרְאוּיִין לָבוֹא בִידֵי אָדָם, רוֹעִים יִשְׂרָאֵל נֶאֱמָנִים, וְרוֹעִים כֹּהֲנִים אֵינָן נֶאֱמָנִים. רַבָּן שִׁמְעוֹן בֶּן גַּמְלִיאֵל אוֹמֵר, נֶאֱמָן הוּא עַל שֶׁל חֲבֵרוֹ וְאֵינוֹ נֶאֱמָן עַל שֶׁל עַצְמוֹ. רַבִּי מֵאִיר אוֹמֵר, הֶחָשׁוּד עַל דָּבָר, לֹא דָנוֹ וְלֹא מְעִידוֹ:
Wenn man von einem Erstgeborenen verfolgt wird und ihn tritt und einen Makel verursacht, kann man ihn auf dieser [Basis] schlachten. Den israelitischen Hirten wird vertraut, was alle Schönheitsfehler betrifft, die durch menschliche Ursachen verursacht werden könnten, aber den Priestern, die Hirten sind, wird nicht vertraut. Rabban Shim'on ben Gamliel sagt: [Dem Priester] wird in Bezug auf [den Erstgeborenen] eines Freundes vertraut, in Bezug auf [den Priester] jedoch nicht. Rabbi Meir sagt: Wer in Bezug auf etwas verdächtigt wird, kann [Fälle] nicht beurteilen und nicht [darüber] aussagen.
נֶאֱמָן הַכֹּהֵן לוֹמַר הֶרְאֵיתִי בְּכוֹר זֶה וּבַעַל מוּם הוּא. הַכּל נֶאֱמָנִים עַל מוּמֵי הַמַּעֲשֵׂר. בְּכוֹר שֶׁנִּסְמֵית עֵינוֹ, שֶׁנִּקְטְעָה יָדוֹ, שֶׁנִּשְׁבְּרָה רַגְלוֹ, הֲרֵי זֶה יִשָּׁחֵט עַל פִּי שְׁלשָׁה בְנֵי הַכְּנֶסֶת, רַבִּי יוֹסֵי אוֹמֵר, אֲפִלּוּ יֵשׁ שָׁם עֶשְׂרִים וּשְׁלשָׁה, לֹא יִשָּׁחֵט אֶלָּא עַל פִּי מֻמְחֶה:
Einem Priester wird vertraut, dass er sagt: "Ich habe diesen Erstgeborenen untersucht und er ist fehlerhaft." Jedem wird in Bezug auf die Schönheitsfehler der Zehnten vertraut. Ein Erstgeborener, der geblendet war oder dessen Bein abgeschnitten oder gebrochen war, kann durch das Wort von drei [regulären Teilnehmern] der Synagoge geschlachtet werden. Rabbi Yossi sagt: Selbst wenn es dreiundzwanzig Menschen gibt, kann es nur durch das Wort eines Experten geschlachtet werden.
הַשּׁוֹחֵט אֶת הַבְּכוֹר (וּמְכָרוֹ) וְנוֹדַע שֶׁלֹּא הֶּרְאָהוּ, מַה שֶּׁאָכְלוּ אָכְלוּ וְהוּא יַחֲזִיר לָהֶם אֶת הַדָּמִים. וּמַה שֶׁלֹּא אָכְלוּ, הַבָּשָׂר יִקָּבֵר וְהוּא יַחֲזִיר לָהֶם אֶת הַדָּמִים. וְכֵן הַשּׁוֹחֵט אֶת הַפָּרָה וּמְכָרָהּ וְנוֹדַע שֶׁהִיא טְרֵפָה, מַה שֶׁאָכְלוּ אָכְלוּ וְיַחֲזִיר לָהֶם אֶת הַדָּמִים. וּמַה שֶּׁלֹּא אָכְלוּ, הֵן יַחֲזִירוּ לוֹ אֶת הַבָּשָׂר וְהוּא יַחֲזִיר לָהֶם אֶת הַדָּמִים. מְכָרוּהוּ לַנָּכְרִים אוֹ הִטִּילוּהוּ לַכְּלָבִים, יְשַׁלְּמוּ לוֹ דְמֵי הַטְּרֵפָה:
Wenn man einen Erstgeborenen schlachtet und verkauft und bekannt wird, dass er nicht untersucht wurde, wurde das, was gegessen wurde, gegessen und man muss das Geld zurückgeben. Von dem, was nicht gegessen wurde, sollte das Fleisch begraben werden, und man muss das Geld zurückgeben. Wenn man eine Kuh schlachtet und verkauft und dann informiert wird, dass sie zerrissen wurde, wurde das, was gegessen wurde, gegessen und man muss das Geld zurückgeben. Von dem, was nicht gegessen wurde, wird das Fleisch zurückgegeben und man muss das Geld zurückgeben. Wenn es an Nichtjuden verkauft oder an Hunde geworfen wird, erhält man den Preis eines zerrissenen Tieres.