Beitzah 3

Kapitel 3

א אֵין צָדִין דָּגִים מִן הַבֵּיבָרִין בְּיוֹם טוֹב, וְאֵין נוֹתְנִין לִפְנֵיהֶם מְזוֹנוֹת. אֲבָל צָדִין חַיָּה וָעוֹף מִן הַבֵּיבָרִין, וְנוֹתְנִין לִפְנֵיהֶם מְזוֹנוֹת. רַבָּן שִׁמְעוֹן בֶּן גַּמְלִיאֵל אוֹמֵר, לֹא כָל הַבֵּיבָרִין שָׁוִין. זֶה הַכְּלָל, כָּל הַמְחֻסָּר צִידָה אָסוּר, וְשֶׁאֵינוֹ מְחֻסָּר צִידָה מֻתָּר:
1 Man darf am Feiertage keine Fische aus den Vivarien fangen und ihnen kein Futter vorsetzen; wohl aber darf man Wild und Geflügel aus den Vivarien fangen und ihnen Futter vorsetzen. Rabban Simon ben Gamliel sagt: Nicht alle Vivarien sind einander gleichzustellen; die Regel lautet vielmehr: Wenn erst gejagt werden muss, ist es verboten; braucht nicht erst gejagt zu werden, so ist es erlaubt.
ב מְצוּדוֹת חַיָּה וָעוֹף וְדָגִים שֶׁעֲשָׂאָן מֵעֶרֶב יוֹם טוֹב, לֹא יִטֹּל מֵהֶן בְּיוֹם טוֹב, אֶלָּא אִם כֵּן יוֹדֵעַ שֶׁנִּצּוֹדוּ מֵעֶרֶב יוֹם טוֹב. וּמַעֲשֶׂה בְנָכְרִי אֶחָד, שֶׁהֵבִיא דָגִים לְרַבָּן גַּמְלִיאֵל, וְאָמַר, מֻתָּרִין הֵן, אֶלָּא שֶׁאֵין רְצוֹנִי לְקַבֵּל הֵימֶנּוּ:
2 Hat man Wild-, Vogel- oder Fischnetze am Vorabend des Feiertages aufgestellt, darf man aus ihnen am Feiertage nur das nehmen, wovon man weiss, dass es sich schon am Vorabend des Festes gefangen hat. Es ereignete sich aber, dass ein Heide Rabban Gamliel Fische brachte, wobei dieser äusserte: Erlaubt sind sie, nur habe ich keine Lust, etwas von ihm anzunehmen.
ג בְּהֵמָה מְסֻכֶּנֶת לֹא יִשְׁחֹט, אֶלָּא אִם כֵּן יֵשׁ שָׁהוּת בַּיּוֹם לֶאֱכֹל מִמֶּנָּה כַּזַּיִת צָלִי. רַבִּי עֲקִיבָא אוֹמֵר, אֲפִלּוּ כַזַּיִת חַי מִבֵּית טְבִיחָתָהּ. שְׁחָטָהּ בַּשָּׂדֶה, לֹא יְבִיאֶנָּה בְמוֹט וּבְמוֹטָה. אֲבָל מֵבִיא בְיָדוֹ אֵבָרִים אֵבָרִים:
3 Vieh darf man, selbst wenn es dem Tode nahe ist, nur schlachten, wenn die Zeit noch ausreicht, am selben Tage Gebratenes von der Grösse einer Ölbeere davon zu essen. Rabbi ‘Aḳiba meint: wenn auch nur Rohes von Olivengrösse aus der Schlachtstelle. Hat man es auf dem Felde geschlachtet, soll man es nicht an einer Stange oder auf einer Bahre hereinbringen, sondern man schaffe es gliederweise in der Hand herein.
ד בְּכוֹר שֶׁנָּפַל לְבוֹר, רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, יֵרֵד מֻמְחֶה וְיִרְאֶה, אִם יֶשׁ בּוֹ מוּם, יַעֲלֶה וְיִשְׁחֹט. וְאִם לָאו, לֹא יִשְׁחֹט. רַבִּי שִׁמְעוֹן אוֹמֵר, כֹּל שֶׁאֵין מוּמוֹ נִכָּר מִבְּעוֹד יוֹם, אֵין זֶה מִן הַמּוּכָן:
4 Ist ein erstgeborenes Tier in eine Grube gefallen, soll nach der Meinung des Rabbi Juda ein Sachkundiger hinabsteigen und es untersuchen; hat es einen Leibesfehler, holt man es herauf und schlachtet es; wenn aber nicht, darf man es nicht schlachten. Rabbi Simon lehrt: Sofern sein Leibesfehler nicht schon, solange es noch Tag war, erkannt wurde, gilt es nicht als vorbereitet.
ה בְּהֵמָה שֶׁמֵּתָה, לֹא יְזִיזֶנָּה מִמְּקוֹמָהּ. וּמַעֲשֶׂה וְשָׁאֲלוּ אֶת רַבִּי טַרְפוֹן עָלֶיהָ וְעַל הַחַלָּה שֶׁנִּטְמְאָה, וְנִכְנַס לְבֵית הַמִּדְרָשׁ וְשָׁאַל, וְאָמְרוּ לוֹ, לֹא יְזִיזֵם מִמְּקוֹמָם:
5 Verendetes Vieh darf man nicht von der Stelle rühren. Von Rabbi Tarfon wird erzählt, dass er darüber und über verunreinigte Brothebe befragt wurde, worauf er ins Lehrhaus ging, um anzufragen, wo man ihm sagte: Man rühre sie nicht von der Stelle.
ו אֵין נִמְנִין עַל הַבְּהֵמָה לְכַתְּחִלָּה בְּיוֹם טוֹב, אֲבָל נִמְנִין עָלֶיהָ מֵעֶרֶב יוֹם טוֹב וְשׁוֹחֲטִין וּמְחַלְּקִין בֵּינֵיהֶן. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, שׁוֹקֵל אָדָם בָּשָׂר כְּנֶגֶד הַכְּלִי אוֹ כְנֶגֶד הַקּוֹפִיץ. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, אֵין מַשְׁגִּיחִין בְּכַף מֹאזְנַיִם כָּל עִקָּר:
6 Man darf am Feiertage keine Bestellungen auf Vieh von Anfang an machen, aber sie können es schlachten und unter sich verteilen, wenn sie schon am Vorabend des Festes ihre Bestellung angemeldet hatten. Rabbi Juda sagt: Man darf Fleisch gegen ein Gerät oder ein Hackmesser wägen. Die Weisen aber sagen: Man darf auf die Waagschale überhaupt nicht schauen.
ז אֵין מַשְׁחִיזִין אֶת הַסַּכִּין בְּיוֹם טוֹב, אֲבָל מַשִּׂיאָהּ עַל גַּבֵּי חֲבֶרְתָּהּ. לֹא יֹאמַר אָדָם לַטַּבָּח, שְׁקוֹל לִי בְדִינָר בָּשָׂר. אֲבָל שׁוֹחֵט וּמְחַלְּקִים בֵּינֵיהֶן:
7 Man darf am Feiertage kein Messer schleifen, man darf es aber an einem andern Messer abziehen. Man sage nicht zum Metzger: Verkaufe mir für einen Denar Fleisch, sondern er schlachtet und sie teilen unter sich.
ח אוֹמֵר אָדָם לַחֲבֵרוֹ, מַלֵּא לִי כְלִי זֶה, אֲבָל לֹא בַמִּדָּה. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, אִם הָיָה כְלִי שֶׁל מִדָּה, לֹא יְמַלְאֶנּוּ. מַעֲשֶׂה בְאַבָּא שָׁאוּל בֶּן בָּטְנִית, שֶׁהָיָה מְמַלֵּא מִדּוֹתָיו מֵעֶרֶב יוֹם טוֹב וְנוֹתְנָן לַלָּקוֹחוֹת בְּיוֹם טוֹב. אַבָּא שָׁאוּל אוֹמֵר, אַף בַּמּוֹעֵד עוֹשֶׂה כֵן, מִפְּנֵי בֵרוּרֵי הַמִּדּוֹת. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, אַף בְּחֹל עוֹשֶׂה כֵן, מִפְּנֵי מִצּוּי הַמִּדּוֹת. הוֹלֵךְ אָדָם אֵצֶל חֶנְוָנִי הָרָגִיל אֶצְלוֹ, וְאוֹמֵר לוֹ, תֵּן לִי בֵּיצִים וֶאֱגוֹזִים בְּמִנְיָן, שֶׁכֵּן דֶּרֶךְ בַּעַל הַבַּיִת לִהְיוֹת מוֹנֶה בְּתוֹךְ בֵּיתוֹ:
8 Man darf zum Krämer sagen: Fülle mir dieses Gefäss, aber nicht: mit dem Maasse. Rabbi Juda meint: Wenn es ein Maassgefäss ist, soll er es nicht vollgiessen. Von Abba Schâûl ben Boṭnit wird erzählt, dass er seine Maasse am Vorabend des Feiertages füllte und am Feiertage den Käufern übergab. Abba Schâûl berichtet, dass er auch am Zwischenfeste so verfuhr, wegen der Klärung der Maasse. Die Weisen meinen, dass er auch an Werktagen so verfuhr, wegen der Genauigkeit der Maasse. Man darf zum Krämer, mit dem man vertraut ist, hingehen und ihm sagen: Gib mir Eier oder Nüsse nach Zahl, denn es ist auch die Art des Privatmannes, zu Hause zu zählen.