Beitzah 2

Kapitel 2

א יוֹם טוֹב שֶׁחָל לִהְיוֹת עֶרֶב שַׁבָּת, לֹא יְבַשֵּׁל אָדָם בַּתְּחִלָּה מִיּוֹם טוֹב לַשַּׁבָּת, אֲבָל מְבַשֵּׁל הוּא לְיוֹם טוֹב, וְאִם הוֹתִיר, הוֹתִיר לַשַּׁבָּת, וְעוֹשֶׂה תַבְשִׁיל מֵעֶרֶב יוֹם טוֹב וְסוֹמֵךְ עָלָיו לַשַּׁבָּת. בֵּית שַׁמַּאי אוֹמְרִים, שְׁנֵי תַבְשִׁילִין. וּבֵית הִלֵּל אוֹמְרִים, תַּבְשִׁיל אֶחָד. וְשָׁוִין בְּדָג וּבֵיצָה שֶׁעָלָיו שֶׁהֵן שְׁנֵי תַבְשִׁילִין. אֲכָלוֹ אוֹ שֶׁאָבַד, לֹא יְבַשֵּׁל עָלָיו בַּתְּחִלָּה. וְאִם שִׁיֵּר מִמֶּנּוּ כָל שֶׁהוּא, סוֹמֵךְ עָלָיו לַשַּׁבָּת:
1 Wenn ein Feiertag auf den Rüsttag des Schabbat fällt, koche man nicht von Anfang an am Feiertage für den Schabbat, sondern man kocht für den Feiertag und lässt das, was etwa übrig geblieben, für den Schabbat stehen, oder man bereitet am Rüsttage des Feiertages ein Gericht, auf das man sich für den Schabbat stützt. Die Schule Schammais lehrt: zwei Gerichte, die Schule Hillels lehrt: ein Gericht; sie stimmen aber darin überein, dass ein mit Ei bestrichener Fisch ein Doppelgericht ist. Hat man es aufgegessen, oder ist es abhanden gekommen, so koche man daraufhin nicht von Anfang an; hat man aber noch so wenig davon übrig behalten, so stützt man sich darauf für den Schabbat.
ב חָל לִהְיוֹת אַחַר הַשַּׁבָּת, בֵּית שַׁמַּאי אוֹמְרִים, מַטְבִּילִין אֶת הַכֹּל מִלִּפְנֵי הַשַּׁבָּת, וּבֵית הִלֵּל אוֹמְרִים, כֵּלִים מִלִּפְנֵי הַשַּׁבָּת, וְאָדָם בַּשַּׁבָּת:
2 Fällt er auf den Tag nach Schabbat, so muss man nach der Ansicht der Schule Schammais alles vor Schabbat ins Reinigungsbad tauchen; die Schule Hillels aber meint: Geräte vor Schabbat, Menschen am Schabbat.
ג וְשָׁוִין שֶׁמַּשִּׁיקִין אֶת הַמַּיִם בִּכְלִי אֶבֶן לְטַהֲרָן, אֲבָל לֹא מַטְבִּילִין. וּמַטְבִּילִין מִגַּב לְגַב וּמֵחֲבוּרָה לַחֲבוּרָה:
3 Und sie stimmen darin überein, dass man mit Wasser, um es zu reinigen, die Haschaḳa in einem Gefässe aus Stein vornehmen darf, aber nicht die Ṭeḇila, und dass jede Reinigung, die nur für eine andere Bestimmung oder wegen einer andern Gesellschaft erfolgt, gestattet ist.
ד בֵּית שַׁמַּאי אוֹמְרִים, מְבִיאִין שְׁלָמִים וְאֵין סוֹמְכִין עֲלֵיהֶן, אֲבָל לֹא עוֹלוֹת. וּבֵית הִלֵּל אוֹמְרִים, מְבִיאִין שְׁלָמִים וְעוֹלוֹת וְסוֹמְכִין עֲלֵיהֶם:
4 Die Schule Schammais lehrt: Man bringt Friedensopfer dar, ohne ihnen die Hände aufzustützen, aber nicht Ganzopfer; die Schule Hillels lehrt: Man bringt sowohl Friedens- als Ganzopfer dar und stützt ihnen die Hände auf.
ה בֵּית שַׁמַּאי אוֹמְרִים, לֹא יָחֵם אָדָם חַמִּין לְרַגְלָיו, אֶלָּא אִם כֵּן רְאוּיִין לִשְׁתִיָּה. וּבֵית הִלֵּל מַתִּירִין. עוֹשֶׂה אָדָם מְדוּרָה וּמִתְחַמֵּם כְּנֶגְדָּהּ:
5 Die Schule Schammais lehrt: Man bereite kein warmes Wasser für die Füsse, wenn es sich nicht auch zum Trinken eignet; die Schule Hillels aber erlaubt es. Man darf Feuer machen, um sich daran zu wärmen.
ו שְׁלשָׁה דְבָרִים רַבָּן גַּמְלִיאֵל מַחֲמִיר כְּדִבְרֵי בֵית שַׁמַּאי, אֵין טוֹמְנִין אֶת הַחַמִּין מִיּוֹם טוֹב לַשַּׁבָּת, וְאֵין זוֹקְפִין אֶת הַמְּנוֹרָה בְיוֹם טוֹב, וְאֵין אוֹפִין פִּתִּין גְּרִיצִין אֶלָּא רְקִיקִין. אָמַר רַבָּן גַּמְלִיאֵל, מִימֵיהֶן שֶׁל בֵּית אַבָּא לֹא הָיוּ אוֹפִין פִּתִּין גְּרִיצִין, אֶלָּא רְקִיקִין. אָמְרוּ לוֹ, מַה נַּעֲשֶׂה לְבֵית אָבִיךָ, שֶׁהָיוּ מַחֲמִירִין עַל עַצְמָן וּמְקִלִּין לְכָל יִשְׂרָאֵל, לִהְיוֹת אוֹפִין פִּתִּין גְּרִיצִין וְחֹרִי:
6 In drei Dingen erschwert Rabban Gamliel gemäss den Worten der Schule Schammais: Man darf am Feiertage kein heisses Wasser für den Schabbat warmstellen; man richtet am Feiertage keinen Leuchter auf; man bäckt das Brot nicht in grossen Laiben, sondern in dünnen Kuchen. Rabban Gamliel sagte: Ihre Lebtage haben die Leute meines Vaterhauses ihr Brot nicht in grossen Laiben, sondern nur in dünnen Kuchen gebacken. Man erwiderte ihm: Was fangen wir mit deinem Vaterhause an? Sie legten sich selbst Erschwerungen auf, gewährten aber ganz Israel die Erleichterung, das Brot in grossen Laiben und als Kohlenkuchen zu backen.
ז אַף הוּא אָמַר שְׁלֹשָׁה דְבָרִים לְהָקֵל, מְכַבְּדִין בֵּין הַמִּטּוֹת, וּמַנִּיחִין אֶת הַמֻּגְמָר בְּיוֹם טוֹב, וְעוֹשִׂין גְּדִי מְקֻלָּס בְּלֵילֵי פְסָחִים. וַחֲכָמִים אוֹסְרִין:
7 Er trug aber auch drei Sätze in erleichterndem Sinne vor: Man darf am Feiertage zwischen den Ruhebetten fegen und die Kohlenpfanne hinstellen und in den Pesachnächten ein Böcklein in seiner Ganzheit zubereiten, was die Weisen verbieten.
ח שְׁלשָׁה דְבָרִים רַבִּי אֶלְעָזָר בֶּן עֲזַרְיָה מַתִּיר, וַחֲכָמִים אוֹסְרִין. פָּרָתוֹ יוֹצְאָה בִרְצוּעָה שֶׁבֵּין קַרְנֶיהָ, וּמְקָרְדִין אֶת הַבְּהֵמָה בְיוֹם טוֹב, וְשׁוֹחֲקִין אֶת הַפִּלְפְּלִין בָּרֵחַיִם שֶׁלָּהֶם. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, אֵין מְקָרְדִין אֶת הַבְּהֵמָה בְיוֹם טוֹב, מִפְּנֵי שֶׁעוֹשֶׂה חַבּוּרָה, אֲבָל מְקַרְצְפִין. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, אֵין מְקָרְדִין, אַף לֹא מְקַרְצְפִין:
8 Drei Dinge gestattet Rabbi El‘azar ben ‘Azarja, während die Weisen sie verbieten: Eine Kuh darf mit dem Riemen zwischen ihren Hörnern ausgehen; man darf das Vieh am Feiertage striegeln; man darf Pfeffer in der dazu bestimmten Mühle mahlen. Rabbi Juda sagt: Man darf das Vieh am Feiertage nicht striegeln, weil man eine Verletzung herbeiführt; doch darf man es kratzen. Die Weisen aber sagen: Man darf es weder striegeln noch kratzen.
ט הָרֵחַיִם שֶׁל פִּלְפְּלִין טְמֵאָה, מִשּׁוּם שְׁלשָׁה כֵלִים, מִשּׁוּם כְּלִי קִבּוּל, וּמִשּׁוּם כְּלִי מַתָּכוֹת, וּמִשּׁוּם כְּלִי כְבָרָה:
9 Die Pfeffermühle kann wegen dreier Geräte unrein sein: wegen des Aufnahmegerätes, wegen des Metallgerätes und wegen des siebartigen Gerätes.
י עֲגָלָה שֶׁל קָטָן טְמֵאָה מִדְרָס וְנִטֶּלֶת בְּשַׁבָּת, וְאֵינָהּ נִגְרֶרֶת אֶלָּא עַל גַּבֵּי כֵלִים. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, כָּל הַכֵּלִים אֵין נִגְרָרִין חוּץ מִן הָעֲגָלָה, מִפְּנֵי שֶׁהִיא כוֹבֶשֶׁת:
10 Ein Kinderwagen kann als Midrâs unrein werden und darf am Schabbat in die Hand genommen, aber nur über Geräten geschleift werden. Rabbi Juda sagt: Kein Gerät darf geschleift werden, mit Ausnahme des Wagens, weil er nur eindrückt.