Yoma 3

Kapitel 3

א אָמַר לָהֶם הַמְמֻנֶּה, צְאוּ וּרְאוּ אִם הִגִּיעַ זְמַן הַשְּׁחִיטָה. אִם הִגִּיעַ, הָרוֹאֶה אוֹמֵר, בַּרְקַאי. מַתִּתְיָא בֶּן שְׁמוּאֵל אוֹמֵר, הֵאִיר פְּנֵי כָל הַמִּזְרָח עַד שֶׁבְּחֶבְרוֹן. וְהוּא אוֹמֵר הֵן:
1 Der Beamte sprach zu ihnen: Gehet hinaus und sehet, ob die Zeit des Schlachtens schon gekommen ist. Sowie sie eintritt, sagt der Beobachter: „Es tagt “. Matitja ben Schemuel berichtet: „Es hat sich der ganze Ostrand erhellt.“ „Bis gen Hebron?“ Worauf er mit „Ja“ antwortet.
ב וְלָמָה הֻצְרְכוּ לְכָךְ, שֶׁפַּעַם אַחַת עָלָה מְאוֹר הַלְּבָנָה וְדִמּוּ שֶׁהֵאִיר מִזְרָח, וְשָׁחֲטוּ אֶת הַתָּמִיד, וְהוֹצִיאוּהוּ לְבֵית הַשְּׂרֵפָה. הוֹרִידוּ כֹהֵן גָּדוֹל לְבֵית הַטְּבִילָה. זֶה הַכְּלָל הָיָה בַמִּקְדָּשׁ, כָּל הַמֵּסֵךְ אֶת רַגְלָיו טָעוּן טְבִילָה, וְכָל הַמַּטִּיל מַיִם טָעוּן קִדּוּשׁ יָדַיִם וְרַגְלָיִם:
2 Und warum sah man sich dazu genötigt? Weil man einmal, als das Licht des Mondes aufstieg, in der Meinung, dass der Morgen aufleuchte, das tägliche Opfer schlachtete, das man hernach in den Verbrennungsraum schaffen musste. — Man führte den Hohenpriester ins Badehaus. Folgende Regel galt im Heiligtum: Wer seine Füsse bedeckt, muss baden; wer Wasser auswirft, muss sich Hände und Füsse heiligen.
ג אֵין אָדָם נִכְנָס לָעֲזָרָה לָעֲבוֹדָה, אֲפִלּוּ טָהוֹר, עַד שֶׁיִּטְבֹּל. חָמֵשׁ טְבִילוֹת וַעֲשָׂרָה קִדּוּשִׁין טוֹבֵל כֹּהֵן גָּדוֹל וּמְקַדֵּשׁ בּוֹ בַיּוֹם, וְכֻלָּן בַּקֹּדֶשׁ עַל בֵּית הַפַּרְוָה, חוּץ מִזּוֹ בִלְבָד:
3 Keiner darf die Opferhalle zu einer Dienstverrichtung betreten, wenn er auch rein ist, ehe er ein Bad genommen. An diesem Tage musste der Hohepriester fünfmal ins Bad steigen und zehnmal die „Heiligung“ vornehmen, alles dies im Heiligtum auf dem Parwahause mit Ausnahme dieses ersten Bades.
ד פֵּרְסוּ סָדִין שֶׁל בּוּץ בֵּינוֹ לְבֵין הָעָם. פָּשַׁט, יָרַד וְטָבַל, עָלָה וְנִסְתַּפֵּג. הֵבִיאוּ לוֹ בִגְדֵי זָהָב, וְלָבַשׁ וְקִדֵּשׁ יָדָיו וְרַגְלָיו. הֵבִיאוּ לוֹ אֶת הַתָּמִיד. קְרָצוֹ, וּמֵרַק אַחֵר שְׁחִיטָה עַל יָדוֹ. קִבֵּל אֶת הַדָּם וּזְרָקוֹ. נִכְנַס לְהַקְטִיר קְטֹרֶת שֶׁל שַׁחַר, וּלְהֵטִיב אֶת הַנֵּרוֹת, וּלְהַקְרִיב אֶת הָרֹאשׁ וְאֶת הָאֵבָרִים וְאֶת הַחֲבִתִּין וְאֶת הַיָּיִן:
4 Man breitete zwischen ihm und dem Volke ein Tuch aus Byssus aus, worauf er sich entkleidete, um ins Bad hinabzusteigen. Nachdem er heraufgestiegen war und sich abgetrocknet hatte, brachte man ihm die goldenen Gewänder; er legte sie an und heiligte sich Hände und Füsse. Nun brachte man ihm das tägliche Opferlamm, er schlachtete es, und während ein anderer an seiner Seite den Schnitt vollendete, fing er das Blut auf, um es sogleich zu sprengen. Dann ging er dazu über, das Morgenräucherwerk zu verbrennen, die Lämpchen in Ordnung zu bringen und den Kopf nebst den übrigen Gliedern samt den Opferbroten und dem Weine darzubringen.
ה קְטֹרֶת שֶׁל שַׁחַר הָיְתָה קְרֵבָה בֵּין דָּם לָאֵבָרִים. שֶׁל בֵּין הָעַרְבַּיִם, בֵּין אֵבָרִים לַנְּסָכִים. אִם הָיָה כֹהֵן גָּדוֹל זָקֵן אוֹ אִסְטְנִיס, מְחַמִּין לוֹ חַמִּין וּמְטִילִין לְתוֹךְ הַצּוֹנֵן, כְּדֵי שֶׁתָּפוּג צִנָּתָן:
5 Das Morgenräucherwerk wurde zwischen dem Blut und den Gliedern dargebracht, das Abendräucherwerk zwischen den Gliedern und dem Weinopfer. — War der Hohepriester alt oder schwächlich, bereitete man heisses Wasser vor, welches in das kalte gegossen wurde, damit dessen Kälte sich mildere.
ו הֱבִיאוּהוּ לְבֵית הַפַּרְוָה, וּבַקֹּדֶשׁ הָיְתָה. פָּרְסוּ סָדִין שֶׁל בּוּץ בֵּינוֹ לְבֵין הָעָם, קִדֵּשׁ יָדָיו וְרַגְלָיו וּפָשַׁט. רַבִּי מֵאִיר אוֹמֵר, פָּשַׁט, קִדֵּשׁ יָדָיו וְרַגְלָיו. יָרַד וְטָבַל, עָלָה וְנִסְתַּפֵּג. הֵבִיאוּ לוֹ בִגְדֵי לָבָן, לָבַשׁ וְקִדֵּשׁ יָדָיו וְרַגְלָיו:
6 Darauf brachte man ihn in das Parwahaus, das auf geheiligtem Boden stand, und breitete ein Tuch aus Byssus zwischen ihm und dem Volke aus. Er heiligte Hände und Füsse und entkleidete sich. R. Meïr meint, dass er zuerst sich entkleidet und nachher Hände und Füsse geheiligt habe. Nachdem er ins Bad gestiegen, wieder heraufgekommen war und sich abgetrocknet hatte, brachte man ihm die weissen Gewänder, nach deren Anlegung er aufs neue seine Hände und Füsse heiligte.
ז בַּשַּׁחַר הָיָה לוֹבֵשׁ פִּלּוּסִין שֶׁל שְׁנֵים עָשָׂר מָנֶה, וּבֵין הָעַרְבַּיִם הִנְדְּוִין שֶׁל שְׁמֹנֶה מֵאוֹת זוּז, דִּבְרֵי רַבִּי מֵאִיר. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, בַּשַּׁחַר הָיָה לוֹבֵשׁ שֶׁל שְׁמֹנָה עָשָׂר מָנֶה, וּבֵין הָעַרְבַּיִם שֶׁל שְׁנֵים עָשָׂר מָנֶה, הַכֹּל שְׁלשִׁים מָנֶה. אֵלּוּ מִשֶּׁל צִבּוּר. וְאִם רָצָה לְהוֹסִיף, מוֹסִיף מִשֶּׁלּוֹ:
7 Am Morgen legte er pelusisches Linnen an im Werte von zwölf Minen, nachmittags indisches Linnen im Werte von achthundert Denaren. Dies die Worte des R. Meïr. Die Weisen sagen: Am Morgen legte er Gewänder im Werte von achtzehn Minen an, nachmittags solche, die zwölf Minen kosteten. Der Gesamtwert betrug dreissig Minen. Soviel wurde aus öffentlichen Mitteln bewilligt; wollte er aber mehr aufwenden, so musste er aus eigenem Vermögen hinzufügen.
ח בָּא לוֹ אֵצֶל פָּרוֹ, וּפָרוֹ הָיָה עוֹמֵד בֵּין הָאוּלָם וְלַמִּזְבֵּחַ, רֹאשׁוֹ לַדָּרוֹם וּפָנָיו לַמַּעֲרָב, וְהַכֹּהֵן עוֹמֵד בַּמִּזְרָח וּפָנָיו לַמַּעֲרָב, וְסוֹמֵךְ שְׁתֵּי יָדָיו עָלָיו וּמִתְוַדֶּה. וְכָךְ הָיָה אוֹמֵר, אָנָּא הַשֵּׁם, עָוִיתִי פָּשַׁעְתִּי חָטָאתִי לְפָנֶיךָ אֲנִי וּבֵיתִי. אָנָּא הַשֵּׁם, כַּפֶּר נָא לָעֲוֹנוֹת וְלַפְּשָׁעִים וְלַחֲטָאִים, שֶׁעָוִיתִי וְשֶׁפָּשַׁעְתִּי וְשֶׁחָטָאתִי לְפָנֶיךָ אֲנִי וּבֵיתִי, כַּכָּתוּב בְּתוֹרַת משֶׁה עַבְדֶּךָ (ויקרא טז), כִּי בַיּוֹם הַזֶּה יְכַפֵּר עֲלֵיכֶם לְטַהֵר אֶתְכֶם מִכֹּל חַטֹּאתֵיכֶם לִפְנֵי יְיָ תִּטְהָרוּ. וְהֵן עוֹנִין אַחֲרָיו, בָּרוּךְ שֵׁם כְּבוֹד מַלְכוּתוֹ לְעוֹלָם וָעֶד:
8 Zunächst begab er sich zu seinem Stiere. Dieser stand zwischen dem Ulam und dem Altar mit dem Kopfe nach Süden und dem Gesichte nach Westen. Der Priester stand im Osten, das Antlitz nach Westen gerichtet. Er stützte beide Hände auf ihn und sprach das Sündenbekenntnis Und so sprach er: Ach, Ewiger! ich habe vor dir gesündigt, gefrevelt und gefehlt, ich und mein Haus. O, Ewiger! Verzeihe doch die Sünden, Frevel und Verfehlungen, wie sehr ich auch vor dir gesündigt, gefrevelt und gefehlt haben mag, ich und mein Haus, wie geschrieben steht in der Tora deines Dieners Mosche: Denn an diesem Tage wird er euch verzeihen, um euch zu reinigen; von all euren Sünden vor Gott sollt ihr rein werden. Sie aber stimmten mit den Worten ein: Gepriesen sei der Name der Herrlichkeit seines Reiches für und für.
ט בָּא לוֹ לְמִזְרַח הָעֲזָרָה, לִצְפוֹן הַמִּזְבֵּחַ, הַסְּגָן מִימִינוֹ וְרֹאשׁ בֵּית אָב מִשְּׂמֹאלוֹ. וְשָׁם שְׁנֵי שְׂעִירִים, וְקַלְפִּי הָיְתָה שָׁם וּבָהּ שְׁנֵי גוֹרָלוֹת. שֶׁל אֶשְׁכְּרוֹעַ הָיוּ, וַעֲשָׂאָן בֶּן גַּמְלָא שֶׁל זָהָב, וְהָיוּ מַזְכִּירִין אוֹתוֹ לְשָׁבַח:
9 Darauf trat er nach Osten zurück an die Nordseite des Altars, der Vorsteher zu seiner Rechten und das Familienoberhaupt zu seiner Linken. Dort standen zwei Ziegenböcke, und eine Urne befand sich daselbst, in der zwei Lose lagen. Sie waren aus Buchsbaum; Ben Gamla aber machte welche aus Gold, wofür man ihn lobend erwähnte.
י בֶּן קָטִין עָשָׂה שְׁנֵים עָשָׂר דַּד לַכִּיּוֹר, שֶׁלֹּא הָיוּ לוֹ אֶלָּא שְׁנַיִם. וְאַף הוּא עָשָׂה מוּכְנִי לַכִּיּוֹר, שֶׁלֹּא יִהְיו מֵימָיו נִפְסָלִין בְּלִינָה. מֻנְבַּז הַמֶּלֶךְ הָיָה עוֹשֶׂה כָל יְדוֹת הַכֵּלִים שֶׁל יוֹם הַכִּפּוּרִים שֶׁל זָהָב. הִילְנִי אִמּוֹ עָשְׂתָה נִבְרֶשֶׁת שֶׁל זָהָב עַל פִּתְחוֹ שֶׁל הֵיכָל. וְאַף הִיא עָשְׂתָה טַבְלָא שֶׁל זָהָב שֶׁפָּרָשַׁת סוֹטָה כְתוּבָה עָלֶיהָ. נִיקָנוֹר נַעֲשׂוּ נִסִּים לְדַלְתוֹתָיו, וְהָיוּ מַזְכִּירִין אוֹתוֹ לְשָׁבַח:
10 Ben Ḳâṭîn liess zwölf Hähne am Waschbecken anbringen, das früher deren nur zwei hatte; auch liess er für das Waschbecken eine Vorrichtung herstellen, dass sein Wasser nicht durch Übernachten unbrauchbar werde. König Monobaz liess die Griffe aller für den Versöhnungstag bestimmten Geräte aus Gold anfertigen. Seine Mutter Helenê liess über dem Eingang des Hêchâl einen goldenen Leuchter anbringen; auch liess sie eine goldene Tafel anfertigen, auf welcher der Schriftabschnitt von der des Ehebruchs Verdächtigen verzeichnet war. Nikanor erfuhr an seinen Türen Wunder, und man erwähnte ihn zum Lobe.
יא וְאֵלּוּ לִגְנַאי, שֶׁל בֵּית גַּרְמוּ לֹא רָצוּ לְלַמֵּד עַל מַעֲשֵׂה לֶחֶם הַפָּנִים. שֶׁל בֵּית אַבְטִינָס לֹא רָצוּ לְלַמֵּד עַל מַעֲשֵׂה הַקְּטֹרֶת. הֻגְרַס בֶּן לֵוִי הָיָה יוֹדֵעַ פֶּרֶק בַּשִּׁיר וְלֹא רָצָה לְלַמֵּד. בֶּן קַמְצָר לֹא רָצָה לְלַמֵּד עַל מַעֲשֵׂה הַכְּתָב. עַל הָרִאשׁוֹנִים נֶאֱמַר (משלי י), זֵכֶר צַדִּיק לִבְרָכָה. וְעַל אֵלּוּ נֶאֱמַר (שם) וְשֵׁם רְשָׁעִים יִרְקָב:
11 Folgende aber zum Tadel: Die Angehörigen des Hauses Garmo wollten in Bezug auf die Bereitung des innern Brotes nichts lehren, die des Hauses Abtinas nichts über die Anfertigung des Räucherwerks; Hygros ben Lewi war ein Meister der Kadenz im Gesange, wollte sie aber nicht lehren; Ben Ḳamṣar wollte niemand in seiner Schreibkunst unterweisen. Von den Erstgenannten heisst es: das Andenken des Gerechten ist zum Segen; von diesen aber heisst es: der Name der Ruchlosen vergeht.