Yevamot 15

Kapitel 15

א הָאִשָּׁה שֶׁהָלְכָה הִיא וּבַעְלָהּ לִמְדִינַת הַיָּם, שָׁלוֹם בֵּינוֹ לְבֵינָהּ וְשָׁלוֹם בָּעוֹלָם, וּבָאתָה וְאָמְרָה, מֵת בַּעְלִי, תִּנָּשֵׂא. מֵת בַּעְלִי, תִּתְיַבֵּם. שָׁלוֹם בֵּינוֹ לְבֵינָהּ וּמִלְחָמָה בָעוֹלָם, קְטָטָה בֵינוֹ לְבֵינָהּ וְשָׁלוֹם בָּעוֹלָם, וּבָאתָה וְאָמְרָה, מֵת בַּעְלִי, אֵינָהּ נֶאֱמֶנֶת. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, לְעוֹלָם אֵינָהּ נֶאֱמֶנֶת, אֶלָּא אִם כֵּן בָּאתָה בוֹכָה וּבְגָדֶיהָ קְרוּעִין. אָמְרוּ לוֹ, אַחַת זוֹ וְאַחַת זוֹ, תִּנָּשֵׂא:
1 Wenn eine Frau mit ihrem Gatten nach einem fernen Laude gegangen ist, so darf sie, wenn Frieden zwischen ihm und ihr und auch Frieden in der Welt herrscht und sie zurückkommt und sagt: „mein Gatte ist gestorben“, sich wieder verheiraten; [wenn sie sagt:] „mein Gatte ist gestorben,“ so darf sie den Levir heiraten. Wenn jedoch Frieden zwischen ihm und ihr, aber Krieg in der Welt herrscht, oder wenn Zwist zwischen ihm und ihr, aber Frieden in der Welt herrscht und sie zurückkommt und sagt: „mein Gatte ist gestorben,“ so ist sie nicht beglaubt, R. Jehuda sagt: sie ist niemals beglaubt, es sei denn, dass sie weinend und mit zerrissenen Kleidern zurückkehrt. Da sagten sie (die Weisen) zu ihm: in jedem Falle darf sie wieder heiraten.
ב בֵּית הִלֵּל אוֹמְרִים, לֹא שָׁמַעְנוּ אֶלָּא בְּבָאָה מִן הַקָּצִיר, וּבְאוֹתָהּ מְדִינָה, וּכְמַעֲשֶׂה שֶׁהָיָה. אָמְרוּ לָהֶן בֵּית שַׁמַּאי, אַחַת הַבָּאָה מִן הַקָּצִיר, וְאַחַת הַבָּאָה מִן הַזֵּיתִים, וְאַחַת הַבָּאָה מִן הַבָּצִיר, וְאַחַת הַבָּאָה מִמְּדִינָה לִמְדִינָה. לֹא דִבְּרוּ חֲכָמִים בַּקָּצִיר אֶלָּא בַהֹוֶה. חָזְרוּ בֵית הִלֵּל לְהוֹרוֹת כְּבֵית שַׁמָּאי:
2 Bet-Hillel sagt: wir haben dieses nur für den Fall gehört, dass sie von der Ernte kommt und zwar in demselben Lande und wie die Begebenheit sich wirklich einmal zugetragen hat. Darauf sagte Bet-Schammai zu ihnen: es ist gleich, ob sie von der Ernte oder vom Oliven-Sammeln oder von der Weinlese oder auch von einem andren Lande kommt; die Weisen haben nur darum von der „Ernte“ gesprochen, weil sich der Fall in Wirklichkeit so zugetragen hat. Da entschied Bet-Hillel wieder wie Bet-Schammai.
ג בֵּית שַׁמַּאי אוֹמְרִים, תִּנָּשֵׂא וְתִטֹּל כְּתֻבָּתָהּ. בֵּית הִלֵּל אוֹמְרִים, תִּנָּשֵׂא וְלֹא תִטֹּל כְּתֻבָּתָהּ. אָמְרוּ לָהֶן בֵּית שַׁמַּאי, הִתַּרְתֶּם עֶרְוָה חֲמוּרָה, לֹא תַתִּירוּ אֶת מָמוֹן הַקַּל. אָמְרוּ לָהֶן בֵּית הִלֵּל, מָצִינוּ שֶׁאֵין הָאַחִים נִכְנָסִים לַנַּחֲלָה עַל פִּיהָ. אָמְרוּ לָהֶם בֵּית שַׁמַּאי, וַהֲלֹא מִסֵּפֶר כְּתֻבָּתָהּ נִלְמֹד, שֶׁהוּא כוֹתֵב לָהּ, שֶׁאִם תִּנָּשְׂאִי לְאַחֵר, תִּטְּלִי מַה שֶׁכָּתוּב לִיכִי. וְחָזְרוּ בֵית הִלֵּל לְהוֹרוֹת כְּדִבְרֵי בֵית שַׁמָּאי:
3 Bet-Schammai sagt: sie darf wieder heiraten und erhält ihre Ketuba. Bet-Hillel aber sagt: sie darf wieder heiraten, erhält aber ihre Ketuba nicht. Darauf sagte Bet-Schammai zu ihnen: bei dem wichtigen Eheverbot habt Ihr erleichtert, werdet Ihr da nicht bei der minder wichtigen Geldsache [gewiss] erleichtern? Da sagte Bet-Hillel zu ihnen: wir finden, dass die Brüder auf ihre Aussage die Erbschaft nicht antreten. Darauf sagte Bet-Schammai zu ihnen: können wir es nicht aus dem Scheine ihrer Ketuba ableiten? Er (der Gatte) verschreibt ihr doch: „wenn Du einen Andren heiratest, so erhältst Du, was Dir verschrieben ist.“ Da entschied Bet-Hillel wieder wie Bet-Schammai.
ד הַכֹּל נֶאֱמָנִים לַהֲעִידָהּ, חוּץ מֵחֲמוֹתָהּ, וּבַת חֲמוֹתָהּ, וְצָרָתָהּ, וִיבִמְתָּהּ, וּבַת בַּעְלָהּ. מַה בֵּין גֵּט לְמִיתָה, שֶׁהַכְּתָב מוֹכִיחַ. עֵד אוֹמֵר מֵת, וְנִשֵּׂאת, וּבָא אַחֵר וְאָמַר לֹא מֵת, הֲרֵי זוֹ לֹא תֵצֵא. עֵד אוֹמֵר מֵת, וּשְׁנַיִם אוֹמְרִים לֹא מֵת, אַף עַל פִּי שֶׁנִּשֵּׂאת, תֵּצֵא. שְׁנַיִם אוֹמְרִים מֵת, וְעֵד אוֹמֵר לֹא מֵת, אַף עַל פִּי שֶׁלֹּא נִשֵּׂאת, תִּנָּשֵׂא:
4 Alle sind beglaubt für sie Zeugnis abzulegen, ausser ihrer Schwiegermutter, der Tochter ihrer Schwiegermutter, ihrer Nebenfrau, ihrer Schwägerin und der Tochter ihres Gatten. Warum ist es anders bei [der Aussage über einen] Scheidebrief als bei [der über einen] Todesfall? Weil [dort] die geschriebene Urkunde beweisend ist. Wenn ein Zeuge sagt: „er (der Gatte) ist gestorben,“ sie sich daraufhin verheiratet und dann ein Andrer kommt und sagt: „er ist nicht gestorben,” so braucht sie die Ehe nicht zu trennen. Wenn ein Zeuge sagt: „er ist gestorben,“ und zwei sagen: „er ist nicht gestorben,“ so muss sie, selbst wenn sie sich schon wieder verheiratet hat, die Ehe trennen. Wenn Zwei sagen: „er ist gestorben,“ und Einer sagt: „er ist nicht gestorben,“ so darf sie, selbst wenn sie noch nicht wieder verheiratet ist, wieder heiraten.
ה אַחַת אוֹמֶרֶת מֵת וְאַחַת אוֹמֶרֶת לֹא מֵת, זוֹ שֶׁאוֹמֶרֶת מֵת תִּנָּשֵׂא וְתִטֹּל כְּתֻבָּתָהּ. וְזוֹ שֶׁאוֹמֶרֶת לֹא מֵת לֹא תִנָּשֵׂא וְלֹא תִטֹּל כְּתֻבָּתָהּ. אַחַת אוֹמֶרֶת מֵת וְאַחַת אוֹמֶרֶת נֶהֱרָג, רַבִּי מֵאִיר אוֹמֵר, הוֹאִיל וּמַכְחִישׁוֹת זוֹ אֶת זוֹ, הֲרֵי אֵלּוּ לֹא יִנָּשֵׂאוּ. רַבִּי יְהוּדָה וְרַבִּי שִׁמְעוֹן אוֹמְרִים, הוֹאִיל וְזוֹ וָזוֹ מוֹדוֹת שֶׁאֵינוֹ קַיָּם, יִנָּשֵׂאוּ. עֵד אוֹמֵר מֵת וְעֵד אוֹמֵר לֹא מֵת, אִשָּׁה אוֹמֶרֶת מֵת וְאִשָּׁה אוֹמֶרֶת לֹא מֵת, הֲרֵי זוֹ לֹא תִנָּשֵׂא:
5 Wenn eine Frau sagt: „er (mein Gatte) ist gestorben,“ und die andre sagt: „er ist nicht gestorben,“ so darf diejenige, die gesagt hat: „er ist gestorben“, wieder heiraten und erhält ihre Ketuba, diejenige aber, die gesagt hat: „er ist nicht gestorben,“ darf nicht wieder heiraten und erhält ihre Ketuba nicht. Wenn eine sagt: „er ist gestorben,“ und die andre sagt: „er ist erschlagen,“ so sagt R. Meir: da sie einander widersprechen, dürfen sie beide nicht wieder heiraten; R. Jehuda und R. Simon aber sagen: da sie beide darin übereinstimmen, dass er nicht mehr am Leben ist, so dürfen sie wieder heiraten. Wenn ein Zeuge sagt: er ist gestorben“, und ein andrer Zeuge sagt: „er ist nicht gestorben,“ [oder] wenn eine Frau sagt: „er ist gestorben,“ und eine andre Frau sagt; „er ist nicht gestorben“, so darf sie nicht wieder heiraten.
ו הָאִשָּׁה שֶׁהָלְכָה הִיא וּבַעְלָהּ לִמְדִינַת הַיָּם, וּבָאָה וְאָמְרָה מֵת בַּעְלִי, תִּנָּשֵׂא וְתִטֹּל כְּתֻבָּתָהּ, וְצָרָתָהּ אֲסוּרָה. הָיְתָה בַת יִשְׂרָאֵל לְכֹהֵן, תֹּאכַל בַּתְּרוּמָה, דִּבְרֵי רַבִּי טַרְפוֹן. רַבִּי עֲקִיבָא אוֹמֵר, אֵין זוֹ דֶרֶךְ מוֹצִיאַתָּה מִידֵי עֲבֵרָה, עַד שֶׁתְּהֵא אֲסוּרָה לִנָּשֵׂא, וַאֲסוּרָה מִלֶּאֱכֹל בַּתְּרוּמָה:
6 Wenn eine Frau mit ihrem Gatten nach einem fernen Lande gegangen ist und dann zurückkehrt und sagt: „mein Gatte ist gestorben,“ so darf sie wieder heiraten und erhält ihre Ketuba, ihrer Nebenfrau aber ist es verboten. War sie die Tochter eines Israeliten und mit einem Priester verheiratet, so darf sie Hebe geniessen; dies sind die Worte des R. Tarphon. R Akiba aber sagt: dies ist nicht der rechte Weg, sie vor einer Sünde zu bewahren; es muss ihr vielmehr verboten sein, zu heiraten und Hebe zu geniessen.
ז אָמְרָה מֵת בַּעְלִי וְאַחַר כָּךְ מֵת חָמִי, תִּנָּשֵׂא וְתִטֹּל כְּתֻבָּתָהּ, וַחֲמוֹתָהּ אֲסוּרָה. הָיְתָה בַת יִשְׂרָאֵל לְכֹהֵן, תֹּאכַל בַּתְּרוּמָה, דִּבְרֵי רַבִּי טַרְפוֹן. רַבִּי עֲקִיבָא אוֹמֵר, אֵין זוֹ דֶרֶךְ מוֹצִיאַתָּה מִידֵי עֲבֵרָה, עַד שֶׁתְּהֵא אֲסוּרָה לִנָּשֵׂא, וַאֲסוּרָה לֶאֱכֹל בַּתְּרוּמָה. קִדֵּשׁ אַחַת מֵחָמֵשׁ נָשִׁים וְאֵינוֹ יוֹדֵעַ אֵיזוֹ קִדֵּשׁ, כָּל אַחַת אוֹמֶרֶת אוֹתִי קִדֵּשׁ, נוֹתֵן גֵּט לְכָל אַחַת וְאֶחָת, וּמַנִּיחַ כְּתֻבָּה בֵּינֵיהֶן וּמִסְתַּלֵּק, דִּבְרֵי רַבִּי טַרְפוֹן. רַבִּי עֲקִיבָא אוֹמֵר, אֵין זוֹ דֶרֶךְ מוֹצִיאַתּוּ מִידֵי עֲבֵרָה, עַד שֶׁיִּתֵּן גֵּט וּכְתֻבָּה לְכָל אַחַת וְאֶחָת. גָּזַל אֶחָד מֵחֲמִשָּׁה וְאֵין יוֹדֵעַ מֵאֵיזֶה גָזַל, כָּל אֶחָד אוֹמֵר אוֹתִי גָזַל, מַנִּיחַ גְּזֵלָה בֵּינֵיהֶן וּמִסְתַּלֵּק, דִּבְרֵי רַבִּי טַרְפוֹן. רַבִּי עֲקִיבָא אוֹמֵר, אֵין זוֹ דֶרֶךְ מוֹצִיאַתּוּ מִידֵי עֲבֵרָה, עַד שֶׁיְּשַׁלֵּם גְּזֵלָה לְכָל אֶחָד וְאֶחָד:
7 Wenn sie sagt: „mein Gatte ist [zuerst] gestorben, und nachher ist mein Schwiegervater gestorben,“ so darf sie wieder heiraten und erhält ihre Ketuba, ihrer Schwiegermutter aber ist es verboten. War sie die Tochter eines Israeliten und mit einem Priester verheiratet, so darf sie Hebe geniessen; dies sind die Worte des R. Tarfon. R. Akiba aber sagt: dies ist nicht der rechte Weg, sie vor einer Sünde zu bewahren; es muss ihr vielmehr verboten sein, wieder zu heiraten und Hebe zu geniessen. Wenn Jemand sich eine von fünf Frauen angetraut und dann nicht mehr weiss, welche er sich angetraut, jede aber behauptet: „mich hat er sich angetraut“: so erteilt er jeder Einzelnen einen Scheidebrief, legt den Betrag der Ketuba für sie nieder und entfernt sich; dies sind die Worte des R. Tarphon. R. Akiba aber sagt: dies ist nicht der rechte Weg, ihn vor einer Sünde zu bewahren; er muss vielmehr jeder Einzelnen einen Scheidebrief und die Ketuba geben. Wenn Jemand einem von Fünfen etwas geraubt hat und nicht mehr weiss, wem von ihnen er es geraubt hat, jeder Einzelne aber behauptet: „mich hat er beraubt“: so legt er den Raub für sie nieder und entfernt sich; dies sind die Worte des R. Tarphon. R. Akiba aber sagt: dies ist nicht der rechte Weg, ihn vor einer Sünde zu bewahren; er muss vielmehr jedem Einzelnen den Raub ersetzen.
ח הָאִשָּׁה שֶׁהָלְכָה הִיא וּבַעְלָהּ לִמְדִינַת הַיָּם וּבְנָהּ עִמָּהֶם, וּבָאָה וְאָמְרָה מֵת בַּעְלִי וְאַחַר כָּךְ מֵת בְּנִי, נֶאֱמֶנֶת. מֵת בְּנִי וְאַחַר כָּךְ מֵת בַּעְלִי, אֵינָהּ נֶאֱמֶנֶת, וְחוֹשְׁשִׁים לִדְבָרֶיהָ, וְחוֹלֶצֶת וְלֹא מִתְיַבֶּמֶת:
8 Wenn eine Frau mit ihrem Gatten und ihrem Sohne nach einem fernen Lande gegangen ist und dann zurückkommt, und sagt: „mein Mann ist [zuerst] gestorben, und nachher ist mein Sohn gestorben“: so ist sie beglaubt. [Sagt sie aber:] „mein Sohn ist [zuerst] gestorben, und nachher ist mein Mann gestorben“: so ist sie nicht beglaubt, man berücksichtigt jedoch ihre Worte, und sie muss die Chaliza vollziehen, darf aber den Levir nicht heiraten.
ט נִתַּן לִי בֵן בִּמְדִינַת הַיָּם, וְאָמְרָה מֵת בְּנִי וְאַחַר כָּךְ מֵת בַּעְלִי, נֶאֱמֶנֶת. מֵת בַּעְלִי וְאַחַר כָּךְ מֵת בְּנִי, אֵינָהּ נֶאֱמֶנֶת, וְחוֹשְׁשִׁים לִדְבָרֶיהָ, וְחוֹלֶצֶת וְלֹא מִתְיַבֶּמֶת:
9 [Sagt sie:] „ein Sohn ward mir im fernen Lande geschenkt“, und erklärt: „mein Sohn ist [zuerst] gestorben, und nachher ist mein Mann gestorben“: so ist sie beglaubt. [Sagt sie aber:] „mein Mann ist [zuerst] gestorben, und nachher ist mein Sohn gestorben“: so ist sie nicht beglaubt, man berücksichtigt jedoch ihre Worte, und sie muss die Chaliza vollziehen, darf aber den Levir nicht heiraten.
י נִתַּן לִי יָבָם בִּמְדִינַת הַיָּם, אָמְרָה מֵת בַּעְלִי וְאַחַר כָּךְ מֵת יְבָמִי, יְבָמִי וְאַחַר כָּךְ בַּעְלִי, נֶאֱמֶנֶת. הָלְכָה הִיא וּבַעְלָהּ וִיבָמָהּ לִמְדִינַת הַיָּם, אָמְרָה מֵת בַּעְלִי וְאַחַר כָּךְ מֵת יְבָמִי, יְבָמִי וְאַחַר כָּךְ בַּעְלִי, אֵינָהּ נֶאֱמֶנֶת. שֶׁאֵין הָאִשָּׁה נֶאֱמֶנֶת לוֹמַר מֵת יְבָמִי, שֶׁתִּנָּשֵׂא. וְלֹא, מֵתָה אֲחוֹתִי, שֶׁתִּכָּנֵס לְבֵיתוֹ. וְאֵין הָאִישׁ נֶאֱמָן לוֹמַר מֵת אָחִי, שֶׁיְּיַבֵּם אִשְׁתּוֹ. וְלֹא, מֵתָה אִשְׁתִּי, שֶׁיִּשָּׂא אֲחוֹתָהּ:
10 [Sagt sie:] „ein Levir ward mir im fernen Lande geboren,“ und erklärt: „mein Mann ist [zuerst] gestorben, und nachher ist mein Schwager gestorben“, [oder:] „mein Schwager [ist zuerst gestorben] und nachher mein Mann“: so ist sie beglaubt. Wenn sie mit ihrem Gatten und ihrem Schwager nach einem fernen Lande gegangen ist und dann sagt: „mein Mann ist [zuerst] gestorben, und nachher ist mein Schwager gestorben“, [oder:] mein „Schwager [ist gestorben] und nachher mein Mann“: so ist sie nicht beglaubt; denn wenn die Frau sagt: „mein Schwager ist gestorben“, so ist sie nicht beglaubt sich wieder zu verheiraten, desgleichen, [wenn sie sagt:] „mein Schwager ist gestorben“, [so ist sie] nicht [beglaubt] in sein Haus einzutreten, und wenn der Mann sagt: „mein Bruder ist gestorben“, so ist er nicht beglaubt dessen Frau zu heiraten, desgleichen [wenn er sagt:] „meine Frau ist gestorben“, [so ist er] nicht [beglaubt], deren Schwester zu heiraten.