Terumot 9

Kapitel 9

א הַזּוֹרֵעַ תְּרוּמָה, שׁוֹגֵג, יוֹפַךְ. וּמֵזִיד, יְקַיֵּם. אִם הֵבִיאָה שְׁלִישׁ, בֵּין שׁוֹגֵג בֵּין מֵזִיד, יְקַיֵּם. וּבְפִשְׁתָּן, מֵזִיד, יוֹפַךְ:
1 Wenn Jemand <span dir="rtl">תרומה</span> säet, so darf man das Feld, wenn es aus Versehen geschah, umackern; wenn aber mit Wissen, muss man es stehen lassen. Hat es schon ein Drittel getragen, so muss man es stehen lassen, es möge aus Versehen oder mit Wissen geschehen sein. Flachs jedoch muss, selbst wissentlich gesäet, überackert werden.
ב וְחַיֶּבֶת בְּלֶקֶט וּבְשִׁכְחָה וּבְפֵאָה. וַעֲנִיֵּי יִשְׂרָאֵל וַעֲנִיֵּי כֹהֲנִים, מְלַקְּטִים. וַעֲנִיֵּי יִשְׂרָאֵל, מוֹכְרִין אֶת שֶׁלָּהֶם לַכֹּהֲנִים בִּדְמֵי תְרוּמָה, וְהַדָּמִים שֶׁלָּהֶם. רַבִּי טַרְפוֹן אוֹמֵר, לֹא יְלַקְּטוּ אֶלָּא עֲנִיֵּי כֹהֲנִים, שֶׁמָּא יִשְׁכְּחוּ וְיִתְּנוּ לְתוֹךְ פִּיהֶם. אָמַר לוֹ רַבִּי עֲקִיבָא, אִם כֵּן, לֹא יְלַקְּטוּ אֶלָּא טְהוֹרִים:
2 Doch gilt bei der gesäeten <span dir="rtl">תרומה</span> das Gesetz der Nachlese, des Vergessenen und der Ecke; sowohl arme <span dir="rtl">ישראלים</span>, als arme Priester, können auflesen; nur müssen jene das Ihrige an Priester für den Preis der <span dir="rtl">תרומה</span> verkaufen, aber das Geld gehört ihnen. R. Tarphon sagt: Nur die armen Priester sollen auflesen, denn vielleicht vergessen sich jene und essen davon. Allein K. Akiba wendete ihm ein: Wenn dieses zu besorgen wäre, so dürften nur reine Personen auflesen.
ג וְחַיֶּבֶת בְּמַעַשְׂרוֹת וּבְמַעֲשַׂר עָנִי, וַעֲנִיֵּי יִשְׂרָאֵל וַעֲנִיֵּי כֹהֲנִים נוֹטְלִים, וַעֲנִיֵּי יִשְׂרָאֵל מוֹכְרִין אֶת שֶׁלָּהֶם לְכֹהֲנִים בִּדְמֵי תְרוּמָה, וְהַדָּמִים שֶׁלָּהֶם. הַחוֹבֵט מְשֻׁבָּח. וְהַדָּשׁ כֵּיצַד יַעֲשֶׂה, תּוֹלֶה כְפִיפוֹת בְּצַוְּארֵי בְהֵמָה וְנוֹתֵן לְתוֹכָן מֵאוֹתוֹ הַמִּין, נִמְצָא לֹא זוֹמֵם אֶת הַבְּהֵמָה וְלֹא מַאֲכִיל אֶת הַתְּרוּמָה:
3 Ferner gilt dabei das Gesetz vom Zehnt und Armenzehnt, Sowohl arme <span dir="rtl">ישראלים</span> als auch arme Priester können diesen annehmen; nur müssen erstere das Ihrige an Priester für den Preis von <span dir="rtl">תרומה</span> verkaufen, und das Geld gehört ihnen. — Wer solche Früchte mit dem Flegel drischt ist lobenswert. Wie soll es aber der mit dem Vieh Dreschende machen? Er hänge Körbe um den Hals des Dreschviehes und tue dieselbe Fruchtart hinein, dadurch verbindet er dem Viehe nicht das Maul, und giebt demselben doch nicht <span dir="rtl">תרומה</span> zu fressen.
ד גִּדּוּלֵי תְרוּמָה, תְּרוּמָה. וְגִּדּוּלֵי גִדּוּלִין, חֻלִּין. אֲבָל הַטֶּבֶל וּמַעֲשֵׂר רִאשׁוֹן וּסְפִיחֵי שְׁבִיעִית וּתְרוּמַת חוּצָה לָאָרֶץ וְהַמְדֻמָּע וְהַבִּכּוּרִים, גִּדּוּלֵיהֶן, חֻלִּין. גִּדּוּלֵי הֶקְדֵּשׁ וּמַעֲשֵׂר שֵׁנִי, חֻלִּין, וּפוֹדֶה אוֹתָם בִּזְמַן זַרְעָם:
4 Was von <span dir="rtl">תרומה</span>-Aussaat wächst ist <span dir="rtl">תרומה</span>; was aber von dem Ertrage abermals wächst, ist <span dir="rtl">חולין</span>. Auch ist <span dir="rtl">חולין</span>, was von <span dir="ltr">טבל</span>,von erstem Zehnt, von dem, was im siebenten Jahre von selbst gewachsen, von ausländischer <span dir="rtl">תרומה</span>, von <span dir="rtl">מדומע</span>, von Erstlingen, gewachsen. Was von Geheiligtem und zweitem Zehnt gewachsen, ist <span dir="rtl">חולין</span>, aber man muss sie nach dem Wert der Aussaat auslösen.
ה מֵאָה לִגְנָה שֶׁל תְּרוּמָה וְאַחַת שֶׁל חֻלִּין, כֻּלָּן מֻתָּרִין בְּדָבָר שֶׁזַּרְעוֹ כָלֶה. אֲבָל בְּדָבָר שֶׁאֵין זַרְעוֹ כָלֶה, אֲפִלּוּ מֵאָה שֶׁל חֻלִּין וְאַחַת שֶׁל תְּרוּמָה, כֻּלָּן אֲסוּרִין:
5 Sind in einem Garten hundert Beete Hebe-Saaten und ein Beet <span dir="ltr">חולין</span>, so ist alles erlaubt, in so fern es Saaten sind, deren Samen zergeht; dagegen bei Dingen, deren Samen nicht zergeht, sind, selbst wenn hundert Teile <span dir="rtl">חולין</span> und nur ein Teil <span dir="rtl">תרומה</span> darunter ist, alle verboten.
ו הַטֶּבֶל, גִּדּוּלָיו מֻתָּרִין בְּדָבָר שֶׁזַּרְעוֹ כָלֶה. אֲבָל בְּדָבָר שֶׁאֵין זַרְעוֹ כָלֶה, גִּדּוּלֵי גִדּוּלִין, אֲסוּרִין. אֵיזֶהוּ דָבָר שֶׁאֵין זַרְעוֹ כָלֶה, כְּגוֹן הַלּוּף וְהַשּׁוּם וְהַבְּצָלִים. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, הַשּׁוּם, כַּשְּׂעוֹרִים:
6 Was aus <span dir="rtl">טבל</span> wächst, ist erlaubt, in Dingen, deren Samen zergeht; aber in Dingen, deren Samen nicht zergeht, ist selbst das, was aus dem von <span dir="rtl">טבל</span> Erwachsenen, abermals wächst, verboten. Was aber sind Dinge, deren Samen nicht zergeht? Z. B. Arum, Knoblauch, Zwiebeln. R. Jehudah sagt: Knoblauch gilt der Gerste gleich.
ז הַמְנַכֵּשׁ עִם הַנָּכְרִי בַּחֲסִיּוֹת, אַף עַל פִּי שֶׁפֵּרוֹתָיו טֶבֶל, אוֹכֵל מֵהֶם עֲרַאי. שְׁתִילֵי תְרוּמָה שֶׁנִטְמְאוּ, שְׁתָלָן, טָהֲרוּ מִלְּטַמֵּא, וַאֲסוּרִין מִלֶּאֱכֹל עַד שֶׁיָּגֹם אֶת הָאֹכֶל. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר עַד שֶׁיָגֹם וְיִשְׁנֶה:
7 Wenn Jemand bei einem Heiden unter Zwiebelgewächsen mit ausjätet, darf er, obgleich dessen Früchte <span dir="rtl">טבל</span> sind, doch zum augenblicklichen Bedarf davon essen. — Wenn man verunreinigte Kohlpflanzen wieder einpflanzt, so sind sie dadurch in so fern rein, dass sie nicht verunreinigen, aber es ist nicht erlaubt, sie zu essen, wofern man nicht das Essbare weggeschnitten hat. R. Jehudah sagt: Wofern man nicht auch das nach dem Wegschneiden Gewachsene abermals weggeschnitten hat.