Terumot 8

Kapitel 8

א הָאִשָּׁה שֶׁהָיְתָה אוֹכֶלֶת בִּתְרוּמָה, בָּאוּ וְאָמְרוּ לָהּ, מֵת בַּעְלִיךְ אוֹ גֵרְשֵׁךְ, וְכֵן הָעֶבֶד שֶׁהָיָה אוֹכֵל בִּתְרוּמָה, וּבָאוּ וְאָמְרוּ לוֹ, מֵת רַבָּךְ, אוֹ מְכָרָךְ לְיִשְׂרָאֵל, אוֹ נְתָנָךְ בְּמַתָּנָה, אוֹ עֲשָׂאָךְ בֶּן חוֹרִין. וְכֵן כֹּהֵן שֶׁהָיָה אוֹכֵל בִּתְרוּמָה, וְנוֹדַע שֶׁהוּא בֶן גְּרוּשָׁה אוֹ בֶן חֲלוּצָה, רַבִּי אֱלִיעֶזֶר מְחַיֵּב קֶרֶן וְחֹמֶשׁ, וְרַבִּי יְהוֹשֻׁעַ פּוֹטֵר. הָיָה עוֹמֵד וּמַקְרִיב עַל גַּבֵּי הַמִּזְבֵּחַ, וְנוֹדַע שֶׁהוּא בֶן גְּרוּשָׁה אוֹ בֶן חֲלוּצָה, רַבִּי אֱלִיעֶזֶר אוֹמֵר, כָּל הַקָּרְבָּנוֹת שֶׁהִקְרִיב עַל גַּבֵּי הַמִּזְבֵּחַ, פְּסוּלִים. וְרַבִּי יְהוֹשֻׁעַ מַכְשִׁיר. נוֹדַע שֶׁהוּא בַעַל מוּם, עֲבוֹדָתוֹ פְּסוּלָה:
1 Wenn zu eines Priesters Frau, während sie <span dir="rtl">תרומה</span> isst, Jemand kommt und zu ihr sagt: Dein Mann ist gestorben, oder hat Dich von sich geschieden; ferner wenn zu einem Sklaven eines Priesters, während er <span dir="rtl">תרומה</span> isst, Jemand kommt und zu ihm sagt: Dein Herr ist gestorben, oder er hat Dich einem <span dir="rtl">ישראל</span> verkauft, oder hat Dich verschenkt, oder hat Dich frei gelassen; ferner wenn ein Priester, während er <span dir="rtl">תרומה</span> isst, erfährt, er sei der Sohn einer Geschiedenen, oder einer <span dir="ltr">חלוצה</span>, so erklärt R. Elieser die Essenden für verpflichtet, den Wert und das Fünftel zu erlegen. R. Josua spricht sie davon frei. — Steht ein Priester opfernd am Altar und man erfährt, er sei der Sohn einer Geschiedenen oder <span dir="rtl">חלוצה</span>, so erklärt R. Elieser: Alle von ihm auf dem Altar dargebrachten Opfer seien unheilig. R. Josua erklärt sie für gültig. Erfährt man aber, er sei mit Gebrechen behaftet, so ist seine Opferung unheilig.
ב וְכֻלָּם, שֶׁהָיְתָה תְרוּמָה בְתוֹךְ פִּיהֶם, רַבִּי אֱלִיעֶזֶר אוֹמֵר, יִבְלְעוּ. וְרַבִּי יְהוֹשֻׁעַ אוֹמֵר, יִפְלֹטוּ. אָמְרוּ לוֹ, נִטְמֵאתָ וְנִטְמֵאת תְּרוּמָה, רַבִּי אֱלִיעֶזֶר אוֹמֵר, יִבְלָע. וְרַבִּי יְהוֹשֻׁעַ אוֹמֵר, יִפְלֹט. טָמֵא הָיִיתָ וּטְמֵאָה הָיְתָה תְרוּמָה, אוֹ נוֹדַע שֶׁהוּא טֶבֶל, וּמַעֲשֵׂר רִאשׁוֹן שֶׁלֹּא נִטְּלָה תְרוּמָתוֹ, וּמַעֲשֵׂר שֵׁנִי וְהֶקְדֵּשׁ שֶׁלֹּא נִפְדּוּ, אוֹ שֶׁטָּעַם טַעַם פִּשְׁפֵּשׁ לְתוֹךְ פִּיו, הֲרֵי זֶה יִפְלֹט:
2 Und in beiden ersten Fällen, wenn sie noch die <span dir="rtl">תרומה</span> im Munde haben, sollen sie solche nach R. Elieser herunterschlucken; aber R. Josua sagt: Sie sollen sie ausspeien. Sagt man einem Hebeessenden: Du bist unrein geworden, oder die <span dir="rtl">תרומה</span> ist unrein geworden, so soll er sie nach R. Elieser herunterschlucken. R. Josua sagt: Er soll sie ausspeien. (Sagt man ihm): Du warst unrein oder die <span dir="rtl">תרומה</span> war unrein, oder man erfährt, dass die Speise <span dir="rtl">טבל</span> war, oder erster Zehnt, dessen <span dir="rtl">תרומה</span> nicht abgesondert worden; oder zweiter Zehnt oder Geheiligtes, die nicht ausgelöst worden; oder man merkt im Munde den Geschmack einer Wanze, so soll man es gleich ausspeien.
ג הָיָה אוֹכֵל בְּאֶשְׁכּוֹל וְנִכְנַס מִן הַגִּנָּה לֶחָצֵר, רַבִּי אֱלִיעֶזֶר אוֹמֵר, יִגְמֹר. וְרַבִּי יְהוֹשֻׁעַ אוֹמֵר, לֹא יִגְמֹר. חֲשֵׁכָה לֵילֵי שַׁבָּת, רַבִּי יְהוֹשֻׁעַ אוֹמֵר, יִגְמֹר. וְרַבִּי אֱלִיעֶזֶר אוֹמֵר, לֹא יִגְמֹר:
3 Wenn Jemand an einer Traube essend, aus dem Garten in den Hof eintritt, so kann er solche nach R. Elieser gänzlich aufessen; nach R. Josua aber nicht. Wenn eben der Abend zum Sabbat eintritt, so kann er nach R. Elieser nach Sabbat dieselbe aufessen; nach R. Josua aber nicht.
ד יַיִן שֶׁל תְּרוּמָה שֶׁנִּתְגַּלָּה, יִשָּׁפֵךְ, וְאֵין צָרִיךְ לוֹמַר שֶׁל חֻלִּין. שְׁלֹשָׁה מַשְׁקִין אֲסוּרִים מִשּׁוּם גִּלּוּי, הַמַּיִם וְהַיַּיִן וְהֶחָלָב. וּשְׁאָר כָּל הַמַּשְׁקִין מֻתָּרִים. כַּמָּה יִשְׁהוּ וְיִהְיוּ אֲסוּרִין, כְּדֵי שֶׁיֵּצֵא הָרַחַשׁ מִמָּקוֹם קָרוֹב וְיִשְׁתֶּה:
4 Wenn Wein von <span dir="rtl">תרומה</span> aufgedeckt gestanden, muss er ausgegossen werden und versteht sich noch viel eher <span dir="rtl">חולין</span>. Dreierlei Getränke sind, wenn sie unbedeckt standen verboten: Wasser, Wein und Milch; andere Getränke sind erlaubt. Wie lange müssen sie gestanden haben, um verboten zu sein? So lange, dass ein Schleichtier aus der Nähe herangekommen und trinken könnte.
ה שִׁעוּר הַמַּיִם הַמְגֻלִּין, כְּדֵי שֶׁתֹּאבַד בָּהֶם הַמָּרָה. רַבִּי יוֹסֵי אוֹמֵר, בְּכֵלִים, כָּל שֶׁהֵן, וּבַקַּרְקָעוֹת, אַרְבָּעִים סְאָה:
5 Das Maass von stillem Wasser, das offen gestanden, muss, um dennoch erlaubt zu sein, gross genug sein, dass sich darin das Gift verliere. R. Jose sagt in Gefässen, sie seien noch so gross, in der Erde hingegen, bis zu vierzig <span dir="ltr">סאה</span>.
ו נִקּוּרֵי תְאֵנִים וַעֲנָבִים וְקִשּׁוּאִין וְהַדְּלוּעִין וְהָאֲבַטִּיחִים וְהַמְּלָפְפוֹנוֹת, אֲפִלּוּ הֵם כִּכָּר, אֶחָד גָּדוֹל וְאֶחָד קָטָן, אֶחָד תָּלוּשׁ וְאֶחָד מְחֻבָּר, כָּל שֶׁיֶּשׁ בּוֹ לֵחָה, אָסוּר. וּנְשׁוּכַת הַנָּחָשׁ, אֲסוּרָה, מִפְּנֵי סַכָּנַת נְפָשׁוֹת:
6 Löcher habende Feigen, Weinbeeren, Gurken, Kürbisse, Melonen oder Melophephen (von <span dir="rtl">תרומה</span>) wären sie auch ein <span dir="ltr">ככר</span> gross, die Früchte seien gross oder klein, abgepflückt oder haftend, sind, so lange noch Saft darin sind, verboten; auch von einer Schlange gebissenes Vieh, ist wegen Lebensgefahr verboten.
ז הַמְשַׁמֶּרֶת שֶׁל יַיִן, אֲסוּרָה מִשּׁוּם גִּלּוּי. רַבִּי נְחֶמְיָה מַתִּיר:
7 Eine Weinseihe macht, wenn sie unbedeckt geblieben, den Wein auch im untern Gefässe, verboten; R. Nechemja hält ihn für erlaubt.
ח חָבִית שֶׁל תְּרוּמָה שֶׁנּוֹלַד בָּהּ סְפֵק טֻמְאָה, רַבִּי אֱלִיעֶזֶר אוֹמֵר, אִם הָיְתָה מֻנַּחַת בִּמְקוֹם תֻּרְפָּה, יַנִּיחֶנָּה בְּמָקוֹם הַמֻּצְנָע, וְאִם הָיְתָה מְגֻלָּה, יְכַסֶּנָּה. וְרַבִּי יְהוֹשֻׁעַ אוֹמֵר, אִם הָיְתָה מֻנַּחַת בְּמָקוֹם מֻצְנָע, יַנִּיחֶנָּה בִּמְקוֹם תֻּרְפָּה, וְאִם הָיְתָה מְכֻסָּה, יְגַלֶּנָּה. רַבָּן גַּמְלִיאֵל אוֹמֵר, אַל יְחַדֵּשׁ בָּהּ דָּבָר:
8 Wenn an einem Fasse mit <span dir="rtl">תרומה</span> ein Zweifel wegen Verunreinigung entsteht, so sagt R. Elieser: Hat es an einem unsauberen Orte gestanden, so muss man es an einen wohlverwahrten Ort bringen, und war es aufgedeckt, so soll man es zudecken. R. Josua sagt: Stand es an einem wohlverwahrten Orte, so bringe man es an einen unsauberen; war es aber bedeckt, so decke man es auf. Rabban Gamliel sagt: Man darf nichts daran ändern.
ט חָבִית שֶׁנִּשְׁבְּרָה בַּגַּת הָעֶלְיוֹנָה, וְהַתַּחְתּוֹנָה טְמֵאָה, מוֹדֶה רַבִּי אֱלִיעֶזֶר וְרַבִּי יְהוֹשֻׁעַ, שֶׁאִם יְכוֹלִים לְהַצִּיל מִמֶּנָּה רְבִיעִית בְּטָהֳרָה, יַצִּיל. וְאִם לָאו, רַבִּי אֱלִיעֶזֶר אוֹמֵר, תֵּרֵד וְתִטַּמֵּא, וְאַל יְטַמְּאֶנָּה בְיָדָיו:
9 Wenn ein Fass (von <span dir="rtl">תרומה</span>) oben in der Kelter zerbricht und der untere Wein ist unrein, so stimmen R. Elieser und R. Josua darin überein, dass man, wenn es möglich ist, ein Viertel (<span dir="rtl">לוג</span>) Wein in Reinheit zu retten, es retten solle, wo nicht, so möge nach R. Elieser, Alles hinunterlaufen und unrein werden, nur trage man nicht mit eignen Händen dazu bei.
י וְכֵן חָבִית שֶׁל שֶׁמֶן שֶׁנִּשְׁפְּכָה, מוֹדֶה רַבִּי אֱלִיעֶזֶר וְרַבִּי יְהוֹשֻׁעַ, שֶׁאִם יָכוֹל לְהַצִּיל מִמֶּנָּה רְבִיעִית בְּטָהֳרָה, יַצִּיל. וְאִם לָאו, רַבִּי אֱלִיעֶזֶר אוֹמֵר, תֵּרֵד וְתִבָּלַע, וְאַל יְבַלְּעֶנָּה בְיָדָיו:
10 Eben so, wenn ein Gefäss mit Öl von <span dir="rtl">תרומה</span> verschüttet worden, stimmen Beide darin überein, dass man, wenn man ein Viertel Öl in Reinheit noch retten kann, es retten müsse; wo aber nicht, möge nach R. Elieser, Alles hinabfliessen und in die Erde gesogen werden, nur trage man nicht mit eignen Händen dazu bei.
יא וְעַל זוֹ וְעַל זוֹ אָמַר רַבִּי יְהוֹשֻׁעַ, לֹא זוֹ הִיא תְרוּמָה שֶׁאֲנִי מֻזְהָר עָלֶיהָ מִלְּטַמְּאָהּ, אֶלָּא מִלְּאָכְלָהּ. וּבַל תְּטַמְּאָהּ כֵּיצַד, הָיָה עוֹבֵר מִמָּקוֹם לְמָקוֹם וְכִכָּרוֹת שֶׁל תְּרוּמָה בְיָדוֹ, אָמַר לוֹ נָכְרִי, תֶּן לִי אַחַת מֵהֶן וַאֲטַמְּאָהּ, וְאִם לָאו, הֲרֵי אֲנִי מְטַמֵּא אֶת כֻּלָּהּ, רַבִּי אֱלִיעֶזֶר אוֹמֵר, יְטַמֵּא אֶת כֻּלָּהּ, וְאַל יִתֶּן לוֹ אַחַת מֵהֶן וִיטַמֵּא. רַבִּי יְהוֹשֻׁעַ אוֹמֵר, יַנִּיחַ לְפָנָיו אַחַת מֵהֶן עַל הַסָּלַע:
11 In Beziehung auf beide Fälle sagt R. Josua, das ist nicht solche <span dir="rtl">תרומה</span>, vor der ich gewarnt werde, nicht zu verunreinigen; vielmehr ist nur sie zu essen verboten. Aber was heisst denn der Ausdruck: Du sollst sie nicht verunreinigen? Wenn z. B. Jemand von einem Orte zum andern reist und Brote von <span dir="rtl">תרומה</span> in der Hand hat; spricht ein Götzendiener zu ihm: Gieb mir eins davon, dass ich es verunreinige, wo nicht, so verunreinige ich alle. In diesem Falle sagt R. Elieser: Man lasse lieber alle verunreinigen, als dass man eins dazu hingebe; R. Josua aber sagt: Er lege ihm eins auf einen Stein hin!
יב וְכֵן נָשִׁים שֶׁאָמְרוּ לָהֶם נָכְרִים, תְּנוּ אַחַת מִכֶּם וּנְטַמֵּא, וְאִם לָאו, הֲרֵי אָנוּ מְטַמְּאִים אֶת כֻּלְּכֶם, יְטַמְּאוּ אֶת כֻּלָּן, וְאַל יִמְסְרוּ לָהֶם נֶפֶשׁ אַחַת מִיִּשְׂרָאֵל:
12 Eben so, wenn Götzendiener zu mehreren Frauen sagen: Gebt uns Eine her, dass wir sie entehren, wo nicht, so entehren wir Euch Alle; so mögen sie lieber Alle gewaltsam entehren, als dass man ihnen eine Person Israels überliefere.