Sukkah 1

Kapitel 1

א סֻכָּה שֶׁהִיא גְבוֹהָה לְמַעְלָה מֵעֶשְׂרִים אַמָּה, פְּסוּלָה. רַבִּי יְהוּדָה מַכְשִׁיר. וְשֶׁאֵינָהּ גְּבוֹהָה עֲשָׂרָה טְפָחִים, וְשֶׁאֵין לָהּ שְׁלֹשָׁה דְּפָנוֹת, וְשֶׁחַמָּתָהּ מְרֻבָּה מִצִּלָּתָהּ, פְּסוּלָה. סֻכָּה יְשָׁנָה, בֵּית שַׁמַּאי פּוֹסְלִין, וּבֵית הִלֵּל מַכְשִׁירִין. וְאֵיזוֹ הִיא סֻכָּה יְשָׁנָה, כָּל שֶׁעֲשָׂאָהּ קֹדֶם לֶחָג שְׁלשִׁים יוֹם. אֲבָל אִם עֲשָׂאָהּ לְשֵׁם חָג, אֲפִלּוּ מִתְּחִלַּת הַשָּׁנָה, כְּשֵׁרָה:
1 Eine Festhütte, deren Höhe mehr als zwanzig Ellen beträgt, ist unbrauchbar. R. Juda erklärt sie für geeignet. Ist sie weniger als zehn Handbreiten hoch, besitzt sie keine drei Wände, hat sie mehr Sonne als Schatten, so ist sie untauglich. Eine alte Hütte erklärt die Schule Schammais für ungeeignet, die Schule Hillels für geeignet. Und wann gilt eine Hütte als alt? Wenn sie dreissig Tage vor dem Feste hergestellt wurde. Hat man sie aber für das Fest errichtet, wäre es auch am Anfang des Jahres, so ist sie brauchbar.
ב הָעוֹשֶׂה סֻכָּתוֹ תַחַת הָאִילָן, כְּאִלּוּ עֲשָׂאָהּ בְּתוֹךְ הַבָּיִת. סֻכָּה עַל גַּבֵּי סֻכָּה, הָעֶלְיוֹנָה כְשֵׁרָה, וְהַתַּחְתּוֹנָה פְּסוּלָה. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, אִם אֵין דִּיּוּרִין בָּעֶלְיוֹנָה, הַתַּחְתּוֹנָה כְּשֵׁרָה:
2 Macht man die Hütte unter einem Baume, so ist es genau so, als ob man sie im Hause errichtet hätte. Von zwei über einander befindlichen Hütten ist die obere brauchbar, die untere ungeeignet. R. Juda meint: Wenn die obere keine Einwohner hat, kann die untere benutzt werden.
ג פֵּרַס עָלֶיהָ סָדִין מִפְּנֵי הַחַמָּה, אוֹ תַּחְתֶּיהָ מִפְּנֵי הַנְּשָׁר, אוֹ שֶׁפֵּרַס עַל גַּבֵּי הַקִּינוֹף, פְּסוּלָה. אֲבָל פּוֹרֵס הוּא עַל גַּבֵּי נַקְלִיטֵי הַמִּטָּה:
3 Hat man oberhalb wegen der Sonne oder unterhalb wegen des Blätterfalls ein Tuch ausgebreitet, desgleichen wenn man ein solches über das Mückennetz spannt, ist sie untauglich; wohl aber darf man es über die Winkelstangen des Bettes breiten.
ד הִדְלָה עָלֶיהָ אֶת הַגֶּפֶן וְאֶת הַדְּלַעַת וְאֶת הַקִּסּוֹם וְסִכֵּךְ עַל גַּבָּהּ, פְּסוּלָה. וְאִם הָיָה סִכּוּךְ הַרְבֵּה מֵהֶן, אוֹ שֶׁקְּצָצָן, כְּשֵׁרָה. זֶה הַכְּלָל, כֹּל שֶׁהוּא מְקַבֵּל טֻמְאָה וְאֵין גִּדּוּלוֹ מִן הָאָרֶץ, אֵין מְסַכְּכִין בּוֹ. וְכָל דָּבָר שֶׁאֵינוֹ מְקַבֵּל טֻמְאָה וְגִדּוּלוֹ מִן הָאָרֶץ, מְסַכְּכִין בּוֹ:
4 Hat man einen Weinstock, einen Kürbis oder Epheu über sie gerankt und [geeignete Stoffe] darüber gedeckt, so ist sie unbrauchbar; wenn aber diese Stoffe überwiegen, oder man hat die Ranken abgeschnitten, so ist sie geeignet. Die Regel lautet: Was für Unreinheit empfänglich ist oder nicht aus der Erde wächst, kann als Decke nicht verwendet werden; was dagegen für Unreinheit unempfänglich und aus der Erde hervorgewachsen ist, eignet sich als Decke.
ה חֲבִילֵי קַשׁ וַחֲבִילֵי עֵצִים וַחֲבִילֵי זְרָדִין, אֵין מְסַכְּכִין בָּהֶן. וְכֻלָּן שֶׁהִתִּירָן, כְּשֵׁרוֹת. וְכֻלָּן כְּשֵׁרוֹת לַדְּפָנוֹת:
5 Strohbündel, Holzbündel oder Reisigbündel kann man als Decke nicht gebrauchen; wenn man sie aber aufgelöst hat, sind sie dazu verwendbar. Zu Wänden eignet sich alles dieses.
ו מְסַכְּכִין בִּנְסָרִים, דִּבְרֵי רַבִּי יְהוּדָה. וְרַבִּי מֵאִיר אוֹסֵר. נָתַן עָלֶיהָ נֶסֶר שֶׁהוּא רָחָב אַרְבָּעָה טְפָחִים, כְּשֵׁרָה, וּבִלְבַד שֶׁלֹא יִישַׁן תַּחְתָּיו:
6 Man kann die Decke aus Brettern herstellen. Das ist die Meinung des R. Juda; R. Meïr aber verbietet es. Hat man ein Brett aufgelegt, dessen Breite vier Handbreiten misst, so ist sie brauchbar; doch darf man unter diesem nicht schlafen
ז תִּקְרָה שֶׁאֵין עָלֶיהָ מַעֲזִיבָה, רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, בֵּית שַׁמַּאי אוֹמְרִים, מְפַקְפֵּק וְנוֹטֵל אַחַת מִבֵּינְתַיִם, וּבֵית הִלֵּל אוֹמְרִים, מְפַקְפֵּק אוֹ נוֹטֵל אַחַת מִבֵּינְתַיִם. רַבִּי מֵאִיר אוֹמֵר, נוֹטֵל אַחַת מִבֵּינְתַיִם, וְאֵין מְפַקְפֵּק:
7 Was ein Gebälk betrifft, über welchem kein Estrich ist, so meint R. Juda, das Haus Schammais lehre, man müsse es lockern und einen Balken zwischen je zweien entfernen, während das Haus Hillels lehre, man brauche nur zu lockern oder einen Balken zwischen je zweien zu entfernen; R. Meïr dagegen meint, man müsse je einen zwischen zweien beseitigen, brauche aber im übrigen nicht zu lockern.
ח הַמְקָרֶה סֻכָּתוֹ בְשַׁפּוּדִין אוֹ בַאֲרֻכּוֹת הַמִּטָּה, אִם יֵשׁ רֶוַח בֵּינֵיהֶן כְּמוֹתָן, כְּשֵׁרָה. הַחוֹטֵט בְּגָדִישׁ לַעֲשׂוֹת בּוֹ סֻכָּה, אֵינָהּ סֻכָּה:
8 Verwendet man Bratspiesse oder Seitenwände eines Bettes zum Gebälk der Hütte in der Weise, dass zwischen ihnen ein Abstand ist, der ihnen gleichkommt, so ist sie brauchbar. Höhlt man einen Garbenhaufen aus, um eine Hätte in ihm herzustellen, so ist das keine Hütte.
ט הַמְשַׁלְשֵׁל דְּפָנוֹת מִלְמַעְלָה לְמַטָּה, אִם גָּבוֹהַּ מִן הָאָרֶץ שְׁלֹשָׁה טְפָחִים, פְּסוּלָה. מִלְּמַטָּה לְמַעְלָה, אִם גָּבוֹהַּ מִן הָאָרֶץ עֲשָׂרָה טְפָחִים, כְּשֵׁרָה. רַבִּי יוֹסֵי אוֹמֵר, כְּשֵׁם שֶׁמִּלְּמַטָּה לְמַעְלָה עֲשָׂרָה טְפָחִים, כָּךְ מִלְמַעְלָה לְמַטָּה עֲשָׂרָה טְפָחִים. הִרְחִיק אֶת הַסִּכּוּךְ מִן הַדְּפָנוֹת שְׁלשָׁה טְפָחִים, פְּסוּלָה:
9 Lässt man die Wände von oben hinab, so ist sie, wenn der Abstand vom Boden drei Handbreiten beträgt, untauglich; [zieht man jene] von unten hinauf, so ist sie, wenn die Höhe (über dem Boden) zehn Handbreiten misst, brauchbar. R. Josê meint: Wie von unten nach oben zehn Handbreiten, so von oben nach unten zehn Handbreiton. Hat man die Decke drei Handbreiten von den Wänden entfernt, so ist sie untauglich.
י בַּיִת שֶׁנִּפְחַת וְסִכֵּךְ עַל גַּבָּיו, אִם יֵשׁ מִן הַכֹּתֶל לַסִּכּוּךְ אַרְבַּע אַמּוֹת, פְּסוּלָה. וְכֵן חָצֵר שֶׁהִיא מֻקֶּפֶת אַכְסַדְרָה. סֻכָּה גְדוֹלָה, שֶׁהִקִּיפוּהָ בְדָבָר שֶׁאֵין מְסַכְּכִים בּוֹ, אִם יֵשׁ תַּחְתָּיו אַרְבַּע אַמּוֹת, פְּסוּלָה:
10 Hat man über einem schadhaften Gebäude ein Hüttendach hergestellt, so ist es, wenn die Decke vier Ellen von der Mauer absteht, ungeeignet. Dasselbe gilt von einem Hofraum, der von einem Säulengang umgeben ist. Hat man eine grössere Hütte rings mit Stoffen umgeben, die sich als Decke nicht eignen, so ist sie, wenn sie einen Raum von vier Ellen einnehmen, unbrauchbar.
יא הָעוֹשֶׂה סֻכָּתוֹ כְּמִין צְרִיף, אוֹ שֶׁסְּמָכָהּ לְכֹתֶל, רַבִּי אֱלִיעֶזֶר פּוֹסֵל, מִפְּנֵי שֶׁאֵין לָהּ גָּג, וַחֲכָמִים מַכְשִׁירִין. מַחְצֶלֶת קָנִים גְּדוֹלָה, עֲשָׂאָהּ לִשְׁכִיבָה, מְקַבֶּלֶת טֻמְאָה וְאֵין מְסַכְּכִין בָּהּ. לְסִכּוּךְ, מְסַכְּכִין בָּהּ וְאֵינָהּ מְקַבֶּלֶת טֻמְאָה. רַבִּי אֱלִיעֶזֶר אוֹמֵר, אַחַת קְטַנָּה וְאַחַת גְּדוֹלָה, עֲשָׂאָהּ לִשְׁכִיבָה, מְקַבֶּלֶת טֻמְאָה וְאֵין מְסַכְּכִין בָּהּ. לְסִכּוּךְ, מְסַכְּכִין בָּהּ וְאֵינָהּ מְקַבֶּלֶת טֻמְאָה:
11 Wenn man die Hütte kegelförmig macht oder an eine Mauer lehnt, so ist sie nach R. Eli‘ezer untauglich, weil sie kein Dach hat, nach den Weisen aber brauchbar. Eine grosse Schilfmatte ist, wenn sie zum Lager bestimmt wurde, für Unreinheit empfänglich und als Decke ungeeignet; wurde sie aber zur Decke bestimmt, kann sie als solche verwendet werden und ist für Unreinheit nicht empfänglich. R. Eli‘ezer sagt: Ob klein oder gross, wurde sie zum Lager bestimmt, so ist sie für Unreinheit empfänglich und als Decke ungeeignet; wurde sie dagegen zur Decke bestimmt, so kann sie als solche gebraucht werden und ist für Unreinheit nicht empfänglich.