Sotah 9

Kapitel 9

א עֶגְלָה עֲרוּפָה, בִּלְשׁוֹן הַקֹּדֶשׁ, שֶׁנֶּאֱמַר (דברים כא) כִּי יִמָּצֵא חָלָל בָּאֲדָמָה וְגוֹ' וְיָצְאוּ זְקֵנֶיךָ וְשֹׁפְטֶיךָ, שְׁלשָׁה מִבֵּית דִּין הַגָּדוֹל שֶׁבִּירוּשָׁלַיִם הָיוּ יוֹצְאִין. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר חֲמִשָּׁה, שֶׁנֶּאֱמַר זְקֵנֶיךָ, שְׁנַיִם, וְשֹׁפְטֶיךָ, שְׁנַיִם, וְאֵין בֵּית דִּין שָׁקוּל, מוֹסִיפִין עֲלֵיהֶן עוֹד אֶחָד:
1 Der Abschnitt vom genickbrochenen Kalbe in der Heiligensprache, denn es heißt: wenn ein Erschlagener gefunden wird auf der Erde &c., so sollen deine Ältesten und deine Richter hinausgehen. Es gehen drei vom hohen Gerichte in Jerušalem hinaus; R. Jehuda sagt, fünf, denn es heißt: deine Ältesten, zwei, und deine Richter, zwei, und da das Gericht nicht aus einer geraden Zahl zusammengesetzt sein darf, so kommt noch einer hinzu.
ב נִמְצָא טָמוּן בְּגַל, אוֹ תָלוּי בְּאִילָן, אוֹ צָף עַל פְּנֵי הַמַּיִם, לֹא הָיוּ עוֹרְפִין, שֶׁנֶּאֱמַר (שם) בָּאֲדָמָה, וְלֹא טָמוּן בְּגַל. נֹפֵל, וְלֹא תָלוּי בְּאִילָן. בַּשָּׂדֶה, וְלֹא צָף עַל פְּנֵי הַמָּיִם. נִמְצָא סָמוּךְ לַסְּפָר, אוֹ לְעִיר שֶׁרֻבָּהּ נָכְרִים, אוֹ לְעִיר שֶׁאֵין בָּהּ בֵּית דִּין, לֹא הָיוּ עוֹרְפִין. אֵין מוֹדְדִין אֶלָּא מֵעִיר שֶׁיֵּשׁ בָּהּ בֵּית דִּין. נִמְצָא מְכֻוָּן בֵּין שְׁתֵּי עֲיָרוֹת, שְׁתֵּיהֶן מְבִיאוֹת שְׁתֵּי עֲגָלוֹת, דִּבְרֵי רַבִּי אֱלִיעֶזֶר. וְאֵין יְרוּשָׁלַיִם מְבִיאָה עֶגְלָה עֲרוּפָה:
2 Wird er in einem Steinhaufen versteckt, an einem Baume hängend oder auf dem Wasser schwimmend gefunden, so erfolgt das Genickbrechen nicht, denn es heißt: auf der Erde, nicht aber in einem Steinhaufen versteckt; liegend, nicht aber an einem Baume hangend; auf dem Felde. nicht aber im Wasser schwimmend. Wird er nahe der Grenze, neben einer Stadt, deren meiste Einwohner Nichtjuden sind, oder neben einer Stadt, in der kein Gericht vorhanden ist, gefunden, so erfolgt das Genickbrechen nicht. Man messe nur nach einer Stadt, in der ein Gericht vorhanden ist. Wird er genau zwischen zwei Städten gefunden, so bringen beide zwei Kälber – so R. Elie͑zer. Jerušalem bringt das genickbrochene Kalb nicht.
ג נִמְצָא רֹאשׁוֹ בְּמָקוֹם אֶחָד וְגוּפוֹ בְּמָקוֹם אַחֵר, מוֹלִיכִין הָרֹאשׁ אֵצֶל הַגּוּף, דִּבְרֵי רַבִּי אֱלִיעֶזֶר. רַבִּי עֲקִיבָא אוֹמֵר, הַגּוּף אֵצֶל הָרֹאשׁ:
3 Wenn der Kopf an einer Stelle und der Rumpf an einer anderen Stelle gefunden wird, so bringe man den Kopf zum Rumpfe – so R. Elie͑zer; R. A ͑qiba sagt, den Rumpf zum Kopfe.
ד מֵאַיִן הָיוּ מוֹדְדִין. רַבִּי אֱלִיעֶזֶר אוֹמֵר, מִטִּבּוּרוֹ. רַבִּי עֲקִיבָא אוֹמֵר, מֵחָטְמוֹ. רַבִּי אֱלִיעֶזֶר בֶּן יַעֲקֹב אוֹמֵר, מִמְּקוֹם שֶׁנַּעֲשֶׂה חָלָל, מִצַּוָּארוֹ:
4 Von wo aus misst man? R. Elie͑zer sagt, von seinem Nabel, R. A͑qiba sagt, von seiner Nase, R. Elie͑zer b. Ja ͑qob sagt, von der Stelle, an der er Erschlagener worden ist, von seinem Halse.
ה נִפְטְרוּ זִקְנֵי יְרוּשָׁלַיִם וְהָלְכוּ לָהֶן. זִקְנֵי אוֹתָהּ הָעִיר מְבִיאִין עֶגְלַת בָּקָר אֲשֶׁר לֹא עֻבַּד בָּהּ אֲשֶׁר לֹא מָשְׁכָה בְּעֹל (שם), וְאֵין הַמּוּם פּוֹסֵל בָּהּ, וּמוֹרִידִין אוֹתָהּ לְנַחַל אֵיתָן. וְאֵיתָן כְּמַשְׁמָעוֹ, קָשֶׁה. אַף עַל פִּי שֶׁאֵינוֹ אֵיתָן, כָּשֵׁר. וְעוֹרְפִין אוֹתָהּ בְּקוֹפִיץ מֵאֲחוֹרֶיהָ. וּמְקוֹמָהּ אָסוּר מִלִּזְרֹעַ וּמִלַּעֲבֹד, וּמֻתָּר לִסְרֹק שָׁם פִּשְׁתָּן וּלְנַקֵּר שָׁם אֲבָנִים:
5 Sobald die Ältesten von Jerušalem sich verabschiedet haben und fortgegangen sind, holen die Ältesten der betreffenden Stadt ein Rinderkalb, das noch nicht am Joche gezogen hat, das aber durch ein Gebrechen nicht untauglich wird, und bringen es in ein felsiges Tal hinab. ‘Felsig’, sinngemäss: hart; jedoch ist es zulässig, auch wenn es nicht felsig ist. Da bricht man ihm von hinten das Genick mit einem Hackemesser. Diese Stelle darf nicht mehr besät und bearbeitet werden, wohl aber darf man da Flachs hecheln und Steine hauen.
ו זִקְנֵי אוֹתָהּ הָעִיר רוֹחֲצִין אֶת יְדֵיהֶן בַּמַּיִם בִּמְקוֹם עֲרִיפָה שֶׁל עֶגְלָה, וְאוֹמְרִים, (שם) יָדֵינוּ לֹא שָׁפְכֻה אֶת הַדָּם הַזֶּה וְעֵינֵינוּ לֹא רָאוּ. וְכִי עַל דַּעְתֵּנוּ עָלְתָה, שֶׁזִּקְנֵי בֵית דִּין שׁוֹפְכֵי דָמִים הֵן, אֶלָּא שֶׁלֹּא בָא לְיָדֵינוּ וּפְטַרְנוּהוּ בְלֹא מָזוֹן, וְלֹא רְאִינוּהוּ וְהִנַּחְנוּהוּ בְלֹא לְוָיָה. וְהַכֹּהֲנִים אוֹמְרִים, (שם) כַּפֵּר לְעַמְּךָ יִשְׂרָאֵל אֲשֶׁר פָּדִיתָ ה' וְאַל תִּתֵּן דָּם נָקִי בְּקֶרֶב עַמְּךָ יִשְׂרָאֵל. לֹא הָיוּ צְרִיכִים לוֹמַר (שם) וְנִכַּפֵּר לָהֶם הַדָּם, אֶלָּא רוּחַ הַקֹּדֶשׁ מְבַשַּׂרְתָּן, אֵימָתַי שֶׁתַּעֲשׂוּ כָּכָה, הַדָּם מִתְכַּפֵּר לָהֶם:
6 Die Ältesten dieser Stadt waschen die Hände mit Wasser an der Stelle, wo das Genickbrechen des Kalbes erfolgt ist, und sprechen: Unsere Hände haben dieses Blut nicht vergossen und unsere Augen haben nichts gesehen. Könnte es uns denn in den Sinn kommen, daß die Ältesten des Gerichtes Blut vergießen!? Vielmehr: nicht ist er an uns herangetreten und haben wir ihn ohne Nahrung abgewiesen, nicht haben wir ihn gesehen und ohne Geleit gelassen. Die Priester sprechen dann: Vergib deinem Volke Jisraél, das du erlöst hast, o Herr, und gib nicht unschuldiges Blut in die Mitte deines Volkes Jisraél. Die Worte: das Blut soll ihnen vergeben werden, brauchen sie nicht zu sprechen, vielmehr verkündet es ihnen der heilige Geist: wenn ihr dies tut, so wird euch das Blut vergeben.
ז נִמְצָא הַהוֹרֵג עַד שֶׁלֹּא נֶעֶרְפָה הָעֶגְלָה, תֵּצֵא וְתִרְעֶה בָעֵדֶר. מִשֶּׁנֶּעֶרְפָה הָעֶגְלָה, תִּקָּבֵר בִּמְקוֹמָהּ, שֶׁעַל סָפֵק בָּאתָה מִתְּחִלָּתָהּ, כִּפְּרָה סְפֵקָהּ וְהָלְכָה לָהּ. נֶעֶרְפָה הָעֶגְלָה וְאַחַר כָּךְ נִמְצָא הַהוֹרֵג, הֲרֵי זֶה יֵהָרֵג:
7 Wird der Totschläger entdeckt, bevor man dem Kalbe das Genick gebrochen hat, so komme es wieder in die Herde und Weide, wenn aber nachdem ihm das Genick gebrochen worden ist, so ist es an der Stelle zu begraben, denn es wurde von vornherein wegen des Zweifels dargebracht, und die Sühne des Zweifels ist nun vollzogen. Wenn dem Kalbe das Genick gebrochen worden ist und darauf der Totschläger entdeckt wird, so ist er hinzurichten.
ח עֵד אֶחָד אוֹמֵר רָאִיתִי אֶת הַהוֹרֵג, וְעֵד אֶחָד אוֹמֵר לֹא רָאִיתָ, אִשָּׁה אוֹמֶרֶת רָאִיתִי וְאִשָּׁה אוֹמֶרֶת לֹא רָאִית, הָיוּ עוֹרְפִין. עֵד אֶחָד אוֹמֵר רָאִיתִי, וּשְׁנַיִם אוֹמְרִים לֹא רָאִיתָ, הָיוּ עוֹרְפִין. שְׁנַיִם אוֹמְרִים רָאִינוּ וְאֶחָד אוֹמֵר לָהֶן לֹא רְאִיתֶם, לֹא הָיוּ עוֹרְפִין:
8 Wenn ein Zeuge sagt: ich habe den Totschläger gesehen, und einer sagt: du hast ihn nicht gesehen, wenn eine Frau sagt: ich habe ihn gesehen, und eine andere sagt: du hast ihn nicht gesehen, so erfolgt das Genickbrechen. Wenn ein Zeuge sagt: ich habe ihn gesehen, und zwei sagen: du hast ihn nicht gesehen, so erfolgt das Genickbrechen.
ט מִשֶּׁרַבּוּ הָרַצְחָנִים, בָּטְלָה עֶגְלָה עֲרוּפָה, מִשֶּׁבָּא אֶלִיעֶזֶר בֶּן דִּינַאי, וּתְחִינָה בֶּן פְּרִישָׁה הָיָה נִקְרָא, חָזְרוּ לִקְרוֹתוֹ בֶּן הָרַצְחָן. מִשֶּׁרַבּוּ הַמְנָאֲפִים, פָּסְקוּ הַמַּיִם הַמָּרִים, וְרַבָּן יוֹחָנָן בֶּן זַכַּאי הִפְסִיקָן, שֶׁנֶּאֱמַר (הושע ד) לֹא אֶפְקוֹד עַל בְּנוֹתֵיכֶם כִּי תִזְנֶינָה וְעַל כַּלּוֹתֵיכֶם כִּי תְנָאַפְנָה כִּי הֵם וְגוֹ'. מִשֶּׁמֵּת יוֹסֵי בֶן יוֹעֶזֶר אִישׁ צְרֵדָה וְיוֹסֵי בֶן יוֹחָנָן אִישׁ יְרוּשָׁלַיִם, בָּטְלוּ הָאֶשְׁכּוֹלוֹת, שֶׁנֶּאֱמַר (מיכה ז) אֵין אֶשְׁכּוֹל לֶאֱכֹל בִּכּוּרָה אִוְּתָה נַפְשִׁי:
9 Als die Mörder sich mehrten, wurde das Genickbrechen des Kalbes abgeschafft. [Dies erfolgte] als Elie͑zer, Sohn Dinajs, der auch Tehina, Sohn Perišas genannt wurde, auftrat; später aber nannte man ihn den Mördersohn. Als die Ehebrecher sich mehrten, wurde das Fluchwasser abgeschafft, und zwar schaffte es R. Joḥanan b. Zakkaj ab, denn es heißt: ich ahnde es nicht mehr an euren Töchtern, wenn sie huren, und nicht an euren jungen Weibern, wenn sie ehebrechen, denn &c. Mit dem Tode des Jose b. Joe͑zer aus Çereda und des Jose b. Jehuda aus Jerušalem hörten die Trauben auf, denn es heißt: es ist keine Traube da zum Essen, nach einer reifen Frucht verlangt meine Seele. Joḥanan der Hochpriester schaffte das Zehntbekenntnis ab. Dieser schaffte auch die Weckenden und die Betäubenden ab.
י יוֹחָנָן כֹּהֵן גָּדוֹל הֶעֱבִיר הוֹדָיַת הַמַּעֲשֵׂר. אַף הוּא בִטֵּל אֶת הַמְעוֹרְרִין וְאֶת הַנּוֹקְפִין. עַד יָמָיו הָיָה פַטִּישׁ מַכֶּה בִירוּשָׁלַיִם. וּבְיָמָיו אֵין אָדָם צָרִיךְ לִשְׁאֹל עַל הַדְּמָאי:
10 Bis zu seinentagen war in Jerušalem der Hammer in Tätigkeit, auch brauchte man in seinen Tagen nicht wegen des Demaj zu fragen.
יא מִשֶּׁבָּטְלָה סַנְהֶדְרִין, בָּטְלָה הַשִּׁיר מִבֵּית הַמִּשְׁתָּאוֹת, שֶׁנֶּאֱמַר (ישעיה כד) בַּשִּׁיר לֹא יִשְׁתּוּ יָיִן וְגוֹ':
11 Mit dem Aufhören des Synedriums hörte der Gesang bei den Festmählern auf, wie es heißt: nicht mehr wird bei Gesang Wein getrunken &c.
יב מִשֶּׁמֵּתוּ נְבִיאִים הָרִאשׁוֹנִים, בָּטְלוּ אוּרִים וְתֻמִּים. מִשֶּׁחָרַב בֵּית הַמִּקְדָּשׁ, בָּטַל הַשָּׁמִיר וְנֹפֶת צוּפִים, וּפָסְקוּ אַנְשֵׁי אֲמָנָה, שֶׁנֶּאֱמַר (תהלים יב) הוֹשִׁיעָה ה' כִּי גָמַר חָסִיד וְגוֹ'. רַבָּן שִׁמְעוֹן בֶּן גַּמְלִיאֵל אוֹמֵר מִשּׁוּם רַבִּי יְהוֹשֻׁעַ, מִיּוֹם שֶׁחָרַב בֵּית הַמִּקְדָּשׁ, אֵין יוֹם שֶׁאֵין בּוֹ קְלָלָה, וְלֹא יָרַד הַטַּל לִבְרָכָה, וְנִטַּל טַעַם הַפֵּרוֹת. רַבִּי יוֹסֵי אוֹמֵר, אַף נִטַּל שֹׁמֶן הַפֵּרוֹת:
12 Mit dem Tode der ersten Propheten hörten Urim und Tummim auf. Mit der Zerstörung des zweiten Tempels verschwand der Šamir, auch der süße Seim, und Männer des Vertrauens haben aufgehört, wie es heißt: hilf, Herr, denn es gibt keinen Frommen mehr &c. R. Šimo͑n b. Gamliél sagte im Namen R. Jehošua͑s: Seit dem Tage, an dem der Tempel zerstört worden ist, gibt es keinen Tag ohne Fluch, der Tau fällt nicht zum Segen und den Früchten ist der Geschmack genommen. R. Jose sagte: Auch das Mark der Früchte ist dahin.
יג רַבִּי שִׁמְעוֹן בֶּן אֶלְעָזָר אוֹמֵר, הַטָּהֳרָה נָטְלָה אֶת הַטַּעַם וְאֶת הָרֵיחַ. הַמַּעַשְׂרוֹת נָטְלוּ אֶת שֹׁמֶן הַדָּגָן. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, הַזְּנוּת וְהַכְּשָׁפִים כִּלּוּ אֶת הַכֹּל:
13 R. Šimo͑n b. Elea͑zar sagte: Mit der Reinheit verschwanden auch Geschmack und Geruch, und mit dem Zehnten das Mark des Getreides. Die Weisen sagen: Hurerei und Zauberei haben alles zugrunde gerichtet.
יד בַּפֻּלְמוֹס שֶׁל אַסְפַּסְיָנוּס גָּזְרוּ עַל עַטְרוֹת חֲתָנִים, וְעַל הָאֵרוּס. בַּפֻּלְמוֹס שֶׁל טִיטוּס גָּזְרוּ עַל עַטְרוֹת כַּלּוֹת, וְשֶׁלֹא יְלַמֵּד אָדָם אֶת בְּנוֹ יְוָנִית. בַּפֻּלְמוֹס הָאַחֲרוֹן גָּזְרוּ שֶׁלֹּא תֵצֵא הַכַּלָּה בָּאַפִּרְיוֹן בְּתוֹךְ הָעִיר, וְרַבּוֹתֵינוּ הִתִּירוּ שֶׁתֵּצֵא הַכַּלָּה בָּאַפִּרְיוֹן בְּתוֹךְ הָעִיר:
14 Bei der Invasion des Vespasian Verbot man die Bräutigamskränze und die Handtrommel. Bei der Invasion des Quietus Verbot man die Brautkränze und seinen Sohn griechisch zu unterrichten. Bei Der Letzten Invasion Verbot man, die Braut unter einem Baldachin durch die Stadt zu führen; unsere Meister aber erlaubten, die Braut unter einem Baldachin durch die Stadt zu führen.
טו מִשֶּׁמֵּת רַבִּי מֵאִיר, בָּטְלוּ מוֹשְׁלֵי מְשָׁלִים. מִשֶּׁמֵּת בֶּן עַזַּאי, בָּטְלוּ הַשַּׁקְדָּנִים. מִשֶּׁמֵּת בֶּן זוֹמָא, בָּטְלוּ הַדַּרְשָׁנִים. מִשֶּׁמֵּת רַבִּי יְהוֹשֻׁעַ, פָּסְקָה טוֹבָה מִן הָעוֹלָם. מִשֶּׁמֵּת רַבָּן שִׁמְעוֹן בֶּן גַּמְלִיאֵל, בָּא גוֹבַי וְרַבּוּ צָרוֹת. מִשֶּׁמֵּת רַבִּי אֶלְעָזָר בֶּן עֲזַרְיָה, פָּסַק הָעשֶׁר מִן הַחֲכָמִים. מִשֶּׁמֵּת רַבִּי עֲקִיבָא, בָּטַל כְּבוֹד הַתּוֹרָה. מִשֶּׁמֵּת רַבִּי חֲנִינָא בֶּן דּוֹסָא, בָּטְלוּ אַנְשֵׁי מַעֲשֶׂה. מִשֶּׁמֵּת רַבִּי יוֹסֵי קַטְנוּתָא, פָּסְקוּ חֲסִידִים. וְלָמָּה נִקְרָא שְׁמוֹ קַטְנוּתָא, שֶׁהָיָה קַטְנוּתָן שֶׁל חֲסִידִים. מִשֶּׁמֵּת רַבָּן יוֹחָנָן בֶּן זַכַּאי, בָּטַל זִיו הַחָכְמָה. מִשֶּׁמֵּת רַבָּן גַּמְלִיאֵל הַזָּקֵן, בָּטַל כְּבוֹד הַתּוֹרָה וּמֵתָה טָהֳרָה וּפְרִישׁוּת. מִשֶּׁמֵּת רַבִּי יִשְׁמָעֵאל בֶּן פָּאבִי, בָּטַל זִיו הַכְּהֻנָּה. מִשֶּׁמֵּת רַבִּי, בָּטְלָה עֲנָוָה וְיִרְאַת חֵטְא. רַבִּי פִנְחָס בֶּן יָאִיר אוֹמֵר, מִשֶּׁחָרַב בֵּית הַמִּקְדָּשׁ, בּוֹשׁוּ חֲבֵרִים וּבְנֵי חוֹרִין, וְחָפוּ רֹאשָׁם, וְנִדַּלְדְּלוּ אַנְשֵׁי מַעֲשֶׂה, וְגָבְרוּ בַעֲלֵי זְרוֹעַ וּבַעֲלֵי לָשׁוֹן, וְאֵין דּוֹרֵשׁ וְאֵין מְבַקֵּשׁ, וְאֵין שׁוֹאֵל, עַל מִי לָנוּ לְהִשָּׁעֵן, עַל אָבִינוּ שֶׁבַּשָּׁמָיִם. רַבִּי אֱלִיעֶזֶר הַגָּדוֹל אוֹמֵר, מִיּוֹם שֶׁחָרַב בֵּית הַמִּקְדָּשׁ, שָׁרוּ חַכִּימַיָּא לְמֶהֱוֵי כְסָפְרַיָּא, וְסָפְרַיָּא כְּחַזָּנָא, וְחַזָּנָא כְּעַמָּא דְאַרְעָא, וְעַמָּא דְאַרְעָא אָזְלָא וְדַלְדְּלָה, וְאֵין מְבַקֵּשׁ, עַל מִי יֵשׁ לְהִשָּׁעֵן, עַל אָבִינוּ שֶׁבַּשָּׁמָיִם. בְּעִקְּבוֹת מְשִׁיחָא חֻצְפָּא יִסְגֵּא, וְיֹקֶר יַאֲמִיר, הַגֶּפֶן תִּתֵּן פִּרְיָהּ וְהַיַּיִן בְּיֹקֶר, וְהַמַּלְכוּת תֵּהָפֵךְ לְמִינוּת, וְאֵין תּוֹכֵחָה, בֵּית וַעַד יִהְיֶה לִזְנוּת, וְהַגָּלִיל יֶחֱרַב, וְהַגַּבְלָן יִשּׁוֹם, וְאַנְשֵׁי הַגְּבוּל יְסוֹבְבוּ מֵעִיר לְעִיר וְלֹא יְחוֹנָּנוּ, וְחָכְמַת סוֹפְרִים תִּסְרַח, וְיִרְאֵי חֵטְא יִמָּאֲסוּ, וְהָאֱמֶת תְּהֵא נֶעְדֶּרֶת. נְעָרִים פְּנֵי זְקֵנִים יַלְבִּינוּ, זְקֵנִים יַעַמְדוּ מִפְּנֵי קְטַנִּים. (מיכה ז) בֵּן מְנַבֵּל אָב, בַּת קָמָה בְאִמָּהּ, כַּלָּה בַּחֲמֹתָהּ, אֹיְבֵי אִישׁ אַנְשֵׁי בֵיתוֹ. פְּנֵי הַדּוֹר כִּפְנֵי הַכֶּלֶב, הַבֵּן אֵינוֹ מִתְבַּיֵּשׁ מֵאָבִיו. וְעַל מִי יֵשׁ לָנוּ לְהִשָּׁעֵן, עַל אָבִינוּ שֶׁבַּשָּׁמָיִם. רַבִּי פִנְחָס בֶּן יָאִיר אוֹמֵר, זְרִיזוּת מְבִיאָה לִידֵי נְקִיּוּת, וּנְקִיּוּת מְבִיאָה לִידֵי טָהֳרָה, וְטָהֳרָה מְבִיאָה לִידֵי פְרִישׁוּת, וּפְרִישׁוּת מְבִיאָה לִידֵי קְדֻשָּׁה, וּקְדֻשָּׁה מְבִיאָה לִידֵי עֲנָוָה, וַעֲנָוָה מְבִיאָה לִידֵי יִרְאַת חֵטְא, וְיִרְאַת חֵטְא מְבִיאָה לִידֵי חֲסִידוּת, וַחֲסִידוּת מְבִיאָה לִידֵי רוּחַ הַקֹּדֶשׁ, וְרוּחַ הַקֹּדֶשׁ מְבִיאָה לִידֵי תְחִיַּת הַמֵּתִים, וּתְחִיַּת הַמֵּתִים בָּא עַל יְדֵי אֵלִיָּהוּ זָכוּר לַטּוֹב, אָמֵן:
15 Mit dem Tode R. Meírs hörten die Fabeldichter auf. Mit dem Tode Ben Ázajs hörten die Fleißigen auf. Mit dem Tode Ben Zomas hörten die Schriftausleger auf. Mit dem Tode R. Áqibas hörte die Ehrung der Tora auf. Mit dem Tode des R. Ḥanina b. Dosa hörten die Männer der Tat auf. Mit dem Tode des R. Jose Qeṭunta hörten die Frommen auf. Er hieß deshalb Qeṭunta, weil er der Jüngste Qeṭunta unter den Frommen war. Mit dem Tode des R. Joḥanan b. Zakkaj hörte der Glanz der Weisheit auf. Mit dem Tode R. Gamliél des Älteren hörte die Ehrung der Tora auf und Reinheit und Enthaltsamkeit erlosch. Mit dem Tode des R. Jišma͑él b. Phabi hörte der Glanz der Priesterschaft auf. Mit dem Tode Rabbis hörten Demut und Sündenscheu auf. R. Pinḥas b. Jaír sagte: Seitdem der Tempel zerstört worden ist, sind die Gelehrten und Vornehmen beschämt und verhüllten Hauptes; die Männer der Tat sind verkümmert, und die Faustmenschen und Zungenmenschen nehmen überhand. Niemand forscht, niemand sucht und niemand fragt. Auf wen anders sollten wir uns verlassen, als auf unseren Vater im Himmel!? R. Eliézer der Große sagte: Seitdem der Tempel zerstört worden ist, gleichen die Weisen den Kinderlehrern, die Kinderlehrer den Synagogendienern, die Synagogendiener dem gemeinen Volke, und das gemeine Volk verkümmert fortwährend. Niemand fragt und niemand sucht. Auf wen anders sollten wir uns verlassen, als auf unseren Vater im Himmel!? An den Fusspuren des Messias wird Frechheit wachsen und Achtung schwinden. Der Weinstock wird seine Früchte geben, doch wird der Wein teuer sein. Die Regierung wird sich in Häresie verwandeln, eine Zurechtweisung wird es nicht geben, und das Versammlungshaus wird zum Hurenhause werden. Galiläa wird zerstört werden, Gablan verwüstet, und die Grenzbewohner werden von Stadt zu Stadt wandern, ohne Mitleid zu finden. Die Weisheit der Gelehrten wird entarten, die Sündenscheuen verachtet, und die Wahrheit wird vermißt werden. Knaben werden Greise beschämen und Greise werden vor Knaben aufstehen; der Sohn wird den Vater besudeln, die Tochter gegen ihre Mutter sich auflehnen, und gegen ihre Schwiegermutter die Schwiegertochter; die Feinde eines Menschen werden seine Hausgenossen sein. Das Gesicht des Zeitalters wird dem Gestchte eines Hundes gleichen, und der Sohn wird sich vor seinem Vater nicht schämen. Auf wen anders sollten wir uns verlassen, als auf unseren Vater im Himmel!?