Sheviit 8

Kapitel 8

א כְּלָל גָּדוֹל אָמְרוּ בַּשְּׁבִיעִית, כָּל הַמְיֻחָד לְמַאֲכַל אָדָם, אֵין עוֹשִׂין מִמֶּנּוּ מְלוּגְמָא לָאָדָם, וְאֵין צָרִיךְ לוֹמַר לַבְּהֵמָה. וְכָל שֶׁאֵינוֹ מְיֻחָד לְמַאֲכַל אָדָם, עוֹשִׂין מִמֶּנּוּ מְלוּגְמָא לְאָדָם, אֲבָל לֹא לִבְהֵמָה. וְכָל שֶׁאֵינוֹ מְיֻחָד לֹא לְמַאֲכַל אָדָם וְלֹא לְמַאֲכַל בְּהֵמָה, חָשַׁב עָלָיו לְמַאֲכַל אָדָם וּלְמַאֲכַל בְּהֵמָה, נוֹתְנִין עָלָיו חֻמְרֵי אָדָם וְחֻמְרֵי בְהֵמָה. חָשַׁב עָלָיו לְעֵצִים, הֲרֵי הוּא כְעֵצִים, כְּגוֹן הַסִּיאָה וְהָאֵזוֹב וְהַקּוֹרָנִית:
1 Als wichtige Regel in Betreff des <span dir="rtl">שביעית</span> hat man festgestellt: Von allem demjenigen, das nur zur Speise des Menschen dient, soll man kein Erweichungsmittel für Menschen, und wie sich von selbst versteht, nicht für Vieh machen. Von dem, was nicht lediglich für Menschen zur Speise dient, darf man ein Erweichungsmittel für Menschen, aber nicht für Vieh machen. Dasjenige aber, was sich nicht zur Speise für Menschen und auch nicht für das Vieh eignet, unterliegt, wenn es zu diesen beiden Zwecken bereits bestimmt war, der strengem Regel beider; waren sie aber lediglich als Holz zum Gebrauche bestimmt, so werden sie nur als Holz betrachtet z. B. wilder Rosmarin, Ysop, Tymian.
ב שְׁבִיעִית, נִתְּנָה לַאֲכִילָה וְלִשְׁתִיָּה וּלְסִיכָה, לֶאֱכֹל דָּבָר שֶׁדַּרְכּוֹ לֶאֱכֹל, וְלָסוּךְ דָּבָר שֶׁדַּרְכּוֹ לָסוּךְ. לֹא יָסוּךְ יַיִן וָחֹמֶץ, אֲבָל סָךְ הוּא אֶת הַשָּׁמֶן. וְכֵן בִּתְרוּמָה וּבְמַעֲשֵׂר שֵׁנִי. קַל מֵהֶם שְׁבִיעִית, שֶׁנִּתְּנָה לְהַדְלָקַת הַנֵּר:
2 Was im siebenten Jahre wächst, ist zum Essen, zum Trinken und zum Salben frei gegeben; doch nur zum Speisen, was gewöhnlich dazu dient, und zum Salben, womit man sich gewöhnlich salbt. So darf man sich nicht mit Wein und Essig salben, sondern mit Öl. Dasselbe gilt von <span dir="rtl">תרומה</span> (Hebe) und vom Zweitzehnt; nur ist <span dir="rtl">שביעית</span> in dieser Hinsicht leichter, dass man das Öl auch unbedingt zum Brennen brauchen darf.
ג אֵין מוֹכְרִין פֵּרוֹת שְׁבִיעִית, לֹא בְמִדָּה, וְלֹא בְמִשְׁקָל, וְלֹא בְמִנְיָן, וְלֹא תְאֵנִים בְּמִנְיָן, וְלֹא יָרָק בְּמִשְׁקָל. בֵּית שַׁמַּאי אוֹמְרִים, אַף לֹא אֲגֻדּוֹת. וּבֵית הִלֵּל אוֹמְרִים, אֶת שֶׁדַּרְכּוֹ לֶאֱגֹד בַּבַּיִת, אוֹגְדִין אוֹתוֹ בַּשּׁוּק, כְּגוֹן הַכְּרֵשִׁין וְנֵץ הֶחָלָב:
3 Man darf die verkaufbaren <span dir="rtl">שביעית</span>-Früchte nicht nach Maass, Gewicht oder Zahl verkaufen; auch Feigen nicht nach Zahl und Kräuter nicht nach Gewicht. Bet Samai sagt: Auch nicht in Gebinden. Bet Hillel dagegen lehrt: Dasjenige, was man gewöhnlich auch zu Hause zu binden pflegt, darf man auch auf dem Markte binden, wie z. B. Lauch und Milchblume.
ד הָאוֹמֵר לַפּוֹעֵל, הֵא לָךְ אִסָּר זֶה וּלְקֹט לִי יָרָק הַיּוֹם, שְׂכָרוֹ מֻתָּר. לְקֹט לִי בּוֹ יָרָק הַיּוֹם, שְׂכָרוֹ אָסוּר. לָקַח מִן הַנַּחְתּוֹם כִּכָּר בְּפוּנְדְּיוֹן, כְּשֶׁאֶלְקֹט יַרְקוֹת שָׂדֶה אָבִיא לָךְ, מֻתָּר. לָקַח מִמֶּנּוּ סְתָם, לֹא יְשַׁלֵּם לוֹ מִדְּמֵי שְׁבִיעִית, שֶׁאֵין פּוֹרְעִין חוֹב מִדְּמֵי שְׁבִיעִית:
4 Sagt Jemand zum Arbeiter: Da hast Du einen Issar und sammle mir heute Kräuter, so ist dieser Arbeitslohn erlaubt. (Sagt er aber): Sammle mir für einen Issar Kräuter, so ist dieser verboten. Nimmt Jemand vom Bäcker ein Brot für ein Pondion, (und sagt): Wenn ich Feldkräuter sammle, will ich Dir einige mitbringen, so ist das erlaubt. Hat er es aber ohne Weiteres genommen, so darf er ihn nicht mit <span dir="rtl">שביעית</span>-Gelde bezahlen weil man mit <span dir="rtl">שביעית</span>-Gelde keine Schuld bezahlen darf.
ה אֵין נוֹתְנִים, לֹא לְבַיָּר, וְלֹא לְבַלָּן, וְלֹא לְסַפָּר, וְלֹא לְסַפָּן. אֲבָל נוֹתֵן הוּא לְבַיָּר לִשְׁתּוֹת. וּלְכֻלָּן, הוּא נוֹתֵן מַתְּנַת חִנָּם:
5 Man darf damit nicht den Brunnenmeister, den Bademeister, den Barbier, den Schiffer bezahlen; wohl aber darf man es dem Brunnenmeister für Trinkwasser geben. Überhaupt auch Jedem derselben, als freiwilliges Geschenk.
ו תְּאֵנִים שֶׁל שְׁבִיעִית, אֵין קוֹצִין אוֹתָן בְּמֻקְצֶה, אֲבָל קוֹצֶה אוֹתָם בַּחַרְבָּה. אֵין דּוֹרְכִין עֲנָבִים בַּגַּת, אֲבָל דּוֹרֵךְ הוּא בָּעֲרֵבָה. וְאֵין עוֹשִׂין זֵיתִים בַּבַּד וּבַקֹּטֶב, אֲבָל כּוֹתֵשׁ הוּא וּמַכְנִיס לַבּוֹדִידָה. רַבִּי שִׁמְעוֹן אוֹמֵר, אַף טוֹחֵן הוּא בְּבֵית הַבַּד וּמַכְנִיס לַבּוֹדִידָה:
6 Feigen des siebenten Jahres darf man nicht mit dem Feigenmesser schneiden, aber wohl mit jedem anderen Schneidewerkzeuge. Man darf Weinbeeren nicht in der Kelter, aber wohl in einem Troge auspressen. Oliven darf man nicht in der Ölkelter und mit dem Kelterbaum pressen, sondern nur zerquetschen und in einen Zober einlassen. R. Simeon sagt: Man könne sie in der Ölkelter zermalmen und dann in einen Zober einlassen.
ז אֵין מְבַשְּׁלִין יָרָק שֶׁל שְׁבִיעִית בְּשֶׁמֶן שֶׁל תְּרוּמָה, שֶׁלֹּא יְבִיאֶנּוּ לִידֵי פְסוּל. רַבִּי שִׁמְעוֹן מַתִּיר. וְאַחֲרוֹן אַחֲרוֹן, נִתְפָּשׂ בַּשְּׁבִיעִית. וְהַפְּרִי עַצְמוֹ, אָסוּר:
7 Man darf nicht Kräuter des siebenten Jahres in Öl von <span dir="rtl">תרומה</span> kochen um sie nicht dem Verderben auszusetzen. R. Simeon erlaubt es. Der jedesmalige letzte Umsatz der <span dir="rtl">שביעית</span>-Früchte verfällt dem Gesetze und die Frucht selbst bleibt verboten.
ח אֵין לוֹקְחִים עֲבָדִים וְקַרְקָעוֹת וּבְהֵמָה טְמֵאָה מִדְּמֵי שְׁבִיעִית. וְאִם לָקַח, יֹאכַל כְּנֶגְדָּן. אֵין מְבִיאִין קִנֵּי זָבִים וְקִנֵּי זָבוֹת וְקִנֵּי יוֹלְדוֹת מִדְּמֵי שְׁבִיעִית. וְאִם הֵבִיא, יֹאכַל כְּנֶגְדָּן. אֵין סָכִין כֵּלִים בְּשֶׁמֶן שֶׁל שְׁבִיעִית. וְאִם סָךְ, יֹאכַל כְּנֶגְדּוֹ:
8 Man darf für <span dir="rtl">שביעית</span>-Geld nicht Sklaven, nicht Grundstücke, nicht unreines Vieh kaufen; wenn man jedoch schon gekauft hat, muss man den Wert dafür als <span dir="rtl">שביעית</span>-Geld verzehren. Eben so darf man keine Geflügel-Opfer für genesene Fluss - Kranke, oder Wöchnerinnen für <span dir="rtl">שביעית</span>-Geld darbringen. Ist es aber geschehen, muss man den Wert dafür verzehren. Man darf Gefässe nicht mit <span dir="rtl">שביעית</span> - Öl bestreichen; ist es geschehen, muss man den Wert dafür verzehren.
ט עוֹר שֶׁסָּכוֹ בְּשֶׁמֶן שֶׁל שְׁבִיעִית, רַבִּי אֱלִיעֶזֶר אוֹמֵר, יִדָּלֵק. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, יֹאכַל כְּנֶגְדּוֹ. אָמְרוּ לִפְנֵי רַבִּי עֲקִיבָא, אוֹמֵר הָיָה רַבִּי אֱלִיעֶזֶר, עוֹר שֶׁסָּכוֹ בְשֶׁמֶן שֶׁל שְׁבִיעִית, יִדָּלֵק. אָמַר לָהֶם, שְׁתֹקוּ, לֹא אוֹמַר לָכֶם מַה שֶּׁרַבִּי אֱלִיעֶזֶר אוֹמֵר בּוֹ:
9 Hat man mit <span dir="rtl">שביעית</span>-Öl eine Haut bestrichen, so sagt R. Elieser, sie müsse verbrannt werden, die Weisen aber sagen: Man verzehre den Wert dafür. Man erzählte von R. Akiba, dass R. Elieser gesagt habe, eine mit <span dir="rtl">שביעית</span>-Öl bestrichene Haut, müsse verbrannt werden. Da erwiederte er: Schweiget: Ich mag Euch, nicht sagen, was R. Elieser darüber gelehrt hat.
י וְעוֹד אָמְרוּ לְפָנָיו, אוֹמֵר הָיָה רַבִּי אֱלִיעֶזֶר, הָאוֹכֵל פַּת כּוּתִים כְּאוֹכֵל בְּשַׂר חֲזִיר. אָמַר לָהֶם, שְׁתֹקוּ, לֹא אוֹמַר לָכֶם מַה שֶּׁרַבִּי אֱלִיעֶזֶר אוֹמֵר בּוֹ:
10 Gleicher Weise erzählte man ihm, dass R. Elieser gelehrt habe: Wer das Brot eines Götzendieners esse, ist gleich dem, der Schweinefleisch isst. Und er erwiederte: Schweiget! Ich mag Euch nicht sagen, was R. Elieser darüber gelehrt hat.
יא מֶרְחָץ שֶׁהֻסְּקָה בְּתֶבֶן אוֹ בְקַשׁ שֶׁל שְׁבִיעִית, מֻתָּר לִרְחֹץ בָּהּ. וְאִם מִתְחַשֵּׁב הוּא, הֲרֵי זֶה לֹא יִרְחֹץ:
11 In einem mit Stroh oder Stoppeln von <span dir="rtl">שביעית</span> geheizten Bade darf man baden. Ein angesehener Mann jedoch soll nicht darin baden.