Sanhedrin 9

Kapitel 9

א וְאֵלּוּ הֵן הַנִּשְׂרָפִין, הַבָּא עַל אִשָּׁה וּבִתָּהּ, וּבַת כֹּהֵן שֶׁזִּנְּתָה. יֵשׁ בִּכְלָל אִשָּׁה וּבִתָּהּ, בִּתּוֹ, וּבַת בִּתּוֹ, וּבַת בְּנוֹ, וּבַת אִשְׁתּוֹ, וּבַת בִּתָּהּ, וּבַת בְּנָהּ, חֲמוֹתוֹ, וְאֵם חֲמוֹתוֹ, וְאֵם חָמִיו. וְאֵלּוּ הֵן הַנֶּהֱרָגִים, הָרוֹצֵחַ וְאַנְשֵׁי עִיר הַנִּדָּחַת. רוֹצֵחַ שֶׁהִכָּה אֶת רֵעֵהוּ בְאֶבֶן אוֹ בְבַרְזֶל, וְכָבַשׁ עָלָיו לְתוֹךְ הַמַּיִם אוֹ לְתוֹךְ הָאוּר וְאֵינוֹ יָכוֹל לַעֲלוֹת מִשָּׁם, וָמֵת, חַיָּב. דְּחָפוֹ לְתוֹךְ הַמַּיִם אוֹ לְתוֹךְ הָאוּר וְיָכוֹל לַעֲלוֹת מִשָּׁם, וָמֵת, פָּטוּר. שִׁסָּה בוֹ אֶת הַכֶּלֶב, שִׁסָּה בוֹ אֶת הַנָּחָשׁ, פָּטוּר. הִשִּׁיךְ בּוֹ אֶת הַנָּחָשׁ, רַבִּי יְהוּדָה מְחַיֵּב, וַחֲכָמִים פּוֹטְרִין. הַמַּכֶּה אֶת חֲבֵרוֹ בֵּין בְּאֶבֶן בֵּין בְּאֶגְרוֹף וַאֲמָדוּהוּ לְמִיתָה, וְהֵקֵל מִמַּה שֶּׁהָיָה וּלְאַחַר מִכָּאן הִכְבִּיד וָמֵת, חַיָּב. רַבִּי נְחֶמְיָה אוֹמֵר, פָּטוּר, שֶׁרַגְלַיִם לַדָּבָר:
1 Folgende werden verbrannt: Wer einer Frau und ihrer Tochter beiwohnt und die Tochter eines Priesters, die Unzucht getrieben hat. Unter „einer Fran und ihrer Tochter “ sind begriffen: Seine Tochter, seiner Tochter Tochter, seines Sohnes Tochter, seiner Frau Tochter, ihrer Tochter Tochter und ihres Sohnes Tochter; (seine Schwiegermutter, die Mutter seiner Schwiegermutter und die Mutter seines Schwiegervaters. — Folgende werden enthauptet: Der Mörder und die Einwohner einer verderbten Stadt. Ein Mörder, der seinen Nächsten mit einem Schwerte oder mit einem Eisen geschlagen oder ihn ins Wasser oder ins Feuer so eingedrückt hat, dass er von da nicht herauskommen kann, und er ist gestorben, — der ist schuldig. Hat er ihn ins Wasser oder ins Feuer hineingestossen, doch so dass er von da noch herauskommen konnte, und er ist gestorben, — so ist er frei. Hat er einen Hund auf ihn gehetzt, hat er eine Schlange auf ihn gehetzt, so ist er frei. Hat er ihn von der Schlange beissen lassen, so erklärt ihn R. Jehuda für schuldig, die Weisen aber erklären ihn für frei. Schlägt Jemand seinen Nächsten, sei es mit einem Steine, sei es mit der Faust, und man schätzt ihn, dass er sterben müsse, es wird ihm aber leichter, als ihm (vorher) war, und hernach wird es ihm wieder schwerer und er stirbt, so ist er schuldig. R. Nechemja sagt: Er ist frei, denn die Sache ist wohlbegründet.
ב נִתְכַּוֵּן לַהֲרֹג אֶת הַבְּהֵמָה וְהָרַג אֶת הָאָדָם, לַנָּכְרִי וְהָרַג אֶת יִשְׂרָאֵל, לִנְפָלִים, וְהָרַג בֶּן קְיָמָא, פָּטוּר. נִתְכַּוֵּן לְהַכּוֹתוֹ עַל מָתְנָיו וְלֹא הָיָה בָהּ כְּדֵי לְהָמִית עַל מָתְנָיו וְהָלְכָה לָהּ עַל לִבּוֹ וְהָיָה בָהּ כְּדֵי לְהָמִית עַל לִבּוֹ, וָמֵת, פָּטוּר. נִתְכַּוֵּן לְהַכּוֹתוֹ עַל לִבּוֹ וְהָיָה בָהּ כְּדֵי לְהָמִית עַל לִבּוֹ וְהָלְכָה לָהּ עַל מָתְנָיו וְלֹא הָיָה בָהּ כְּדֵי לְהָמִית עַל מָתְנָיו, וָמֵת, פָּטוּר. נִתְכַּוֵּן לְהַכּוֹת אֶת הַגָּדוֹל וְלֹא הָיָה בָהּ כְּדֵי לְהָמִית הַגָּדוֹל וְהָלְכָה לָהּ עַל הַקָּטָן וְהָיָה בָהּ כְּדֵי לְהָמִית אֶת הַקָּטָן, וָמֵת, פָּטוּר. נִתְכַּוֵּן לְהַכּוֹת אֶת הַקָּטָן וְהָיָה בָהּ כְּדֵי לְהָמִית אֶת הַקָּטָן וְהָלְכָה לָהּ עַל הַגָּדוֹל וְלֹא הָיָה בָהּ כְּדֵי לְהָמִית אֶת הַגָּדוֹל, וָמֵת, פָּטוּר. אֲבָל נִתְכַּוֵּן לְהַכּוֹת עַל מָתְנָיו וְהָיָה בָהּ כְּדֵי לְהָמִית עַל מָתְנָיו וְהָלְכָה לָהּ עַל לִבּוֹ, וָמֵת, חַיָּב. נִתְכַּוֵּן לְהַכּוֹת אֶת הַגָּדוֹל וְהָיָה בָהּ כְּדֵי לְהָמִית אֶת הַגָּדוֹל וְהָלְכָה לָהּ עַל הַקָּטָן, וָמֵת, חַיָּב. רַבִּי שִׁמְעוֹן אוֹמֵר, אֲפִלּוּ נִתְכַּוֵּן לַהֲרֹג אֶת זֶה וְהָרַג אֶת זֶה, פָּטוּר:
2 Beabsichtigte er, ein Tier zu töten, und er tötete einen Menschen; (beabsichtigte er), einen Heiden (zu töten), und er tötete einen Israeliten; (beabsichtigte er), eine Frühgeburt (zu töten), und er tötete ein lebensfähiges Kind, so ist er frei. Beabsichtigte er, Jemand auf seine Lenden zu schlagen, und es war nicht ausreichend, ihn auf seinen Lenden zu töten, es traf aber das Herz, und es war ausreichend, ihn auf seinem Herzen zu töten, und er starb, so ist er frei. Beabsichtigte er, ihn auf sein Herz zu schlagen, und es war ausreichend, ihn auf seinem Herzen zu töten, es traf aber die Lenden, und es war nicht ausreichend, ihn auf seinen Lenden zu töten, und er starb, so ist er frei. Beabsichtigte er, einen Grossen zu schlagen, und es war nicht ausreichend, den Grossen zu töten, es traf aber einen Kleinen, und es war ausreichend, einen Kleinen zu töten, und er starb, so ist er frei. Beabsichtigte er, einen Kleinen zu schlagen, und es war ausreichend, den Kleinen zu töten, es traf aber einen Grossen, und es war nicht ausreichend, den Grossen zu töten, und er starb, so ist er frei. Beabsichtigte er dagegen, ihn auf seine Lenden zu schlagen, und es war ausreichend, ihn auf seinen Lenden zu töten, es traf aber das Herz, und er starb, so ist er schuldig. Beabsichtigte er, einen Grossen zu schlagen, und es war ausreichend, den Grossen zu töten, es traf aber einen Kleinen, und er starb, so ist er schuldig. R. Simon sagt: Selbst wenn er beabsichtigte, diesen zu erschlagen, und er erschlug einen Anderen, ist er frei.
ג רוֹצֵחַ שֶׁנִּתְעָרֵב בַּאֲחֵרִים, כֻּלָּן פְּטוּרִין. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, כּוֹנְסִין אוֹתָן לְכִפָּה. כָּל חַיָּבֵי מִיתוֹת שֶׁנִּתְעָרְבוּ זֶה בָזֶה, נִדּוֹנִין בַּקַּלָּה. הַנִּסְקָלִין בַּנִּשְׂרָפִין, רַבִּי שִׁמְעוֹן אוֹמֵר, נִדּוֹנִין בִּסְקִילָה, שֶׁהַשְּׂרֵפָה חֲמוּרָה. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, נִדּוֹנִין בִּשְׂרֵפָה, שֶׁהַסְּקִילָה חֲמוּרָה. אָמַר לָהֶן רַבִּי שִׁמְעוֹן, אִלּוּ לֹא הָיְתָה שְׂרֵפָה חֲמוּרָה, לֹא נִתְּנָה לְבַת כֹּהֵן שֶׁזִּנְּתָה. אָמְרוּ לוֹ, אִלּוּ לֹא הָיְתָה סְקִילָה חֲמוּרָה, לֹא נִתְּנָה לַמְגַדֵּף וְלָעוֹבֵד עֲבוֹדָה זָרָה. הַנֶּהֱרָגִין בַּנֶּחֱנָקִין, רַבִּי שִׁמְעוֹן אוֹמֵר, בְּסַיִף. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, בְּחֶנֶק:
3 Wenn ein Mörder unter andern vermengt ist, so sind alle frei. R. Jehuda sagt: Man bringt sie in das Gefängnis. Alle des Todes Schuldigen, die mit einander vermengt worden sind, werden mit der leichteren Todesart bestraft. Sind die zu Steinigenden mit den zu Verbrennenden vermengt, so sagt R. Simon: Sie werden mit Steinigung bestraft, denn das Verbrennen ist schärfer. Die Weisen aber sagen: Sie werden mit Verbrennen bestraft, denn die Steinigung ist schärfer. Da sagte R. Simon zu ihnen: Wenn das Verbrennen nicht schärfer wäre, so würde es nicht für eines Priesters Tochter, die Unzucht getrieben hat, bestimmt worden sein! Da sagten sie zu ihm: Wenn das Steinigen nicht schärfer wäre, so würde es nicht für den Gotteslästerer und den Götzendiener bestimmt worden sein. Sind die zu enthauptenden (Verbrecher) mit den zu erdrosselnden vermengt, so sagt R. Simon: (Sie werden) mit dem Schwerte (hingerichtet). Die Weisen aber sagen: Durch Erdrosselung.
ד מִי שֶׁנִּתְחַיֵּב בִּשְׁתֵּי מִיתוֹת בֵּית דִּין, נִדּוֹן בַּחֲמוּרָה. עָבַר עֲבֵרָה שֶׁנִּתְחַיֵּב בָּהּ שְׁתֵּי מִיתוֹת, נִדּוֹן בַּחֲמוּרָה. רַבִּי יוֹסֵי אוֹמֵר, נִדּוֹן בַּזִקָּה הָרִאשׁוֹנָה שֶׁבָּאָה עָלָיו:
4 Wer zwei gerichtliche Todesstrafen schuldig geworden ist, wird mit der schärfern (Todesstrafe) belegt. Hat Jemand ein Verbrechen begangen, wodurch er zwei Todesstrafen schuldig geworden ist, so wird er mit der schärferen bestraft. R. Jose sagt: Er wird gemäss der Verpflichtung, die ihm zuerst obgelegen hat, bestraft.
ה מִי שֶׁלָּקָה וְשָׁנָה, בֵּית דִּין מַכְנִיסִים אוֹתוֹ לְכִפָּה וּמַאֲכִילִין אוֹתוֹ שְׂעֹרִין עַד שֶׁכְּרֵסוֹ מִתְבַּקָּעַת. הַהוֹרֵג נֶפֶשׁ שֶׁלֹּא בְעֵדִים, מַכְנִיסִין אוֹתוֹ לְכִפָּה וּמַאֲכִילִין אוֹתוֹ לֶחֶם צַר וּמַיִם לָחַץ:
5 Wenn Einer die Geisselstrafe erlitten hat und sie an ihm wiederholt worden ist, so lässt ihn das Gericht ins Gefängnis sperren, und man gibt ihm Gerste zu essen, bis ihm der Bauch platzt. Wenn Jemand einen Menschen ohne Zeugen umgebracht hat, so sperrt man ihn ins Gefängnis und gibt ihm notdürftig Brot und knapp Wasser.
ו הַגּוֹנֵב אֶת הַקַּסְוָה וְהַמְקַלֵּל בַּקּוֹסֵם וְהַבּוֹעֵל אֲרַמִּית, קַנָּאִין פּוֹגְעִין בּוֹ. כֹּהֵן שֶׁשִּׁמֵּשׁ בְּטֻמְאָה, אֵין אֶחָיו הַכֹּהֲנִים מְבִיאִין אוֹתוֹ לְבֵית דִּין, אֶלָּא פִרְחֵי כְהֻנָּה מוֹצִיאִין אוֹתוֹ חוּץ לָעֲזָרָה וּמַפְצִיעִין אֶת מֹחוֹ בִּגְזִירִין. זָר שֶׁשִּׁמֵּשׁ בַּמִּקְדָּשׁ, רַבִּי עֲקִיבָא אוֹמֵר, בְּחֶנֶק. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, בִּידֵי שָׁמָיִם:
6 Wenn jemand die Opferschale stiehlt, mit dem Kosem flucht, oder einer Römerin beiwohnt, so können Eiferer ihn niederstossen. Wenn ein Priester in Unreinigkeit den Dienst verrichtet, so führen ihn seine Brüder, die (andern) Priester, nicht zu Gerichte, sondern die Priester-Jünglinge führen ihn aus dem Vorhofe hinaus und zerschmettern ihm mit Holzscheiten das Gehirn. Wenn ein Nichtpriester im Heiligtum den Dienst verrichtet, so sagt R. Akiba: (Er wird) mit Erdrosselung (bestraft). Die Weisen aber sagen: (Er erleidet den Tod) durch Gottes Hand.