Sanhedrin 6

Kapitel 6

א נִגְמַר הַדִּין, מוֹצִיאִין אוֹתוֹ לְסָקְלוֹ. בֵּית הַסְּקִילָה הָיָה חוּץ לְבֵית דִּין, שֶׁנֶּאֱמַר (ויקרא כד) הוֹצֵא אֶת הַמְקַלֵּל. אֶחָד עוֹמֵד עַל פֶּתַח בֵּית דִּין וְהַסּוּדָרִין בְּיָדוֹ, וְאָדָם אֶחָד רוֹכֵב הַסּוּס רָחוֹק מִמֶּנּוּ כְּדֵי שֶׁיְּהֵא רוֹאֵהוּ. אוֹמֵר אֶחָד יֶשׁ לִי לְלַמֵּד עָלָיו זְכוּת, הַלָּה מֵנִיף בַּסּוּדָרִין וְהַסּוּס רָץ וּמַעֲמִידוֹ. וַאֲפִלּוּ הוּא אוֹמֵר יֶשׁ לִי לְלַמֵּד עַל עַצְמִי זְכוּת, מַחֲזִירִין אוֹתוֹ אֲפִלּוּ אַרְבָּעָה וַחֲמִשָּׁה פְעָמִים, וּבִלְבַד שֶׁיֵּשׁ מַמָּשׁ בִּדְבָרָיו. מָצְאוּ לוֹ זְכוּת, פְּטָרוּהוּ, וְאִם לָאו, יוֹצֵא לִסָּקֵל. וְכָרוֹז יוֹצֵא לְפָנָיו, אִישׁ פְּלוֹנִי בֶּן פְּלוֹנִי יוֹצֵא לִסָּקֵל עַל שֶׁעָבַר עֲבֵרָה פְלוֹנִית, וּפְלוֹנִי וּפְלוֹנִי עֵדָיו, כָּל מִי שֶׁיּוֹדֵעַ לוֹ זְכוּת יָבֹא וִילַמֵּד עָלָיו:
1 Sobald das Urteil gesprochen ist, führt man ihn hinaus zum Steinigen. Das Steinigungshaus war draussen (fern) vom Gerichtshause, denn es heisst (Lev. 24, 14): „Führe den Lästerer hinaus!“ Einer stand am Eingange des Gerichtshauses mit einem Tuche in der Hand, und ein anderer Mann sass zu Pferde fern von ihm, so dass er jenen sehen kann. Sagt einer: „ich habe etwas zu seiner Rechtfertigung vorzubringen“, so schwenkt jener mit dem Tuche, und der Reiter rennt fort und heisst ihn stehen bleiben. Auch wenn er selbst sagt: „ich habe Etwas zu meiner Rechtfertigung vorzubringen“, führt man ihn zurück, sogar vier- bis fünfmal; nur muss an seinen Worten etwas Erhebliches sein. Findet man für ihn die Rechtfertigung, so entlässt man ihn, wo nicht, so wird er zur Steinigung ausgeführt. Ein Ausrufer geht vor ihm her (rufend): „Der Mann N., Sohn des N., wird zur Steinigung ausgeführt, weil er das und das Verbrechen begangen hat, N. und N. sind Zeugen; wer etwas zu seiner Rechtfertigung weiss, der komme und bringe es vor!“
ב הָיָה רָחוֹק מִבֵּית הַסְּקִילָה כְּעֶשֶׂר אַמּוֹת, אוֹמְרִים לוֹ הִתְוַדֵּה, שֶׁכֵּן דֶּרֶךְ הַמּוּמָתִין מִתְוַדִּין, שֶׁכָּל הַמִּתְוַדֶּה יֶשׁ לוֹ חֵלֶק לָעוֹלָם הַבָּא. שֶׁכֵּן מָצִינוּ בְעָכָן שֶׁאָמַר לוֹ יְהוֹשֻׁעַ, בְּנִי שִׂים נָא כָבוֹד לַה' אֱלֹהֵי יִשְׂרָאֵל וְתֶן לוֹ תוֹדָה וְגוֹ' וַיַּעַן עָכָן אֶת יְהוֹשֻׁעַ וַיֹּאמַר אָמְנָה אָנֹכִי חָטָאתִי לַה' אֱלֹהֵי יִשְׂרָאֵל וְכָזֹאת וְגוֹ' (יהושע ז). וּמִנַּיִן שֶׁכִּפֶּר לוֹ וִדּוּיוֹ, שֶׁנֶּאֱמַר (שם) וַיֹּאמֶר יְהוֹשֻׁעַ מֶה עֲכַרְתָּנוּ יַעְכָּרְךָ ה' בַּיּוֹם הַזֶּה. הַיּוֹם הַזֶּה אַתָּה עָכוּר, וְאִי אַתָּה עָכוּר לָעוֹלָם הַבָּא. וְאִם אֵינוֹ יוֹדֵעַ לְהִתְוַדּוֹת, אוֹמְרִים לוֹ, אֱמֹר תְּהֵא מִיתָתִי כַפָּרָה עַל כָּל עֲוֹנוֹתָי. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, אִם הָיָה יוֹדֵעַ שֶׁהוּא מְזֻמָּם, אוֹמֵר תְּהֵא מִיתָתִי כַּפָּרָה עַל כָּל עֲוֹנוֹתַי חוּץ מֵעָוֹן זֶה. אָמְרוּ לוֹ, אִם כֵּן, יְהוּ כָל אָדָם אוֹמְרִים כָּךְ כְּדֵי לְנַקּוֹת אֶת עַצְמָן:
2 Wenn er vom Steinigungshause ungefähr zehn Ellen entfernt ist, sagt man zu ihm: Lege dein Sündenbekenntnis ab!; denn so gehört es sich, dass alle Hingerichteten vorher ihre Sünden bekennen, da Jeder, der seine Sünde bekennt, Teil hat an der zukünftigen Welt. “ So finden wir auch bei ‘Achan, dass Josua zu ihm sagte (Jos. 7, 19): „Mein Sohn, tue doch dem Ewigen dem Gott Israel’s Ehre an und gib ihm ein Bekenntnis u. s. w. Und ‘Achan antwortete dem Josua und sprach: Fürwahr ich habe gesündigt, so und so u. s. w.“ — Woher wissen wir, dass sein Bekenntnis ihn sühnte? Es heisst (das. 25): „Josua sprach: Wie hast du uns verderbt! so verderbe dich der Ewige an diesem Tage!“ (Dies bedeutet:) An diesem Tage bist du verderbt, du bist aber nicht verderbt in der zukünftigen Welt. Wenn er nicht ein Bekenntnis abzulegen weiss, sagt man zu ihm: „Sprich: mein Tod sei eine Sühne wegen aller meiner Sünden!“ R. Jehuda sagt: Wenn er weiss, dass wider ihn falsches Zeugnis abgelegt worden ist, so kann er sagen: „mein Tod sei eine Sühne wegen aller meiner Sünden, mit Ausnahme dieser Sünde! “ Da sagten sie zu ihm: Wenn so (gesagt werden dürfte), so würde Jeder so sagen, um sich als unschuldig hinzustellen.
ג הָיָה רָחוֹק מִבֵּית הַסְּקִילָה אַרְבַּע אַמּוֹת, מַפְשִׁיטִין אוֹתוֹ אֶת בְּגָדָיו. הָאִישׁ, מְכַסִּין אוֹתוֹ מִלְּפָנָיו. וְהָאִשָּׁה, מִלְּפָנֶיהָ וּמֵאַחֲרֶיהָ, דִּבְרֵי רַבִּי יְהוּדָה. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, הָאִישׁ נִסְקָל עָרֹם וְאֵין הָאִשָּׁה נִסְקֶלֶת עֲרֻמָּה:
3 Wenn er vom Steinigungshause vier Ellen entfernt ist, zieht man ihm die Kleider aus; den Mann bedeckt man vorn, das Weib vorn und hinten. Dies die Worte R. Jehuda’s. Die Weisen aber sagen: Der Mann wird nackt gesteinigt, das Weib aber wird nicht nackt gesteinigt
ד בֵּית הַסְּקִילָה הָיָה גָבוֹהַּ שְׁתֵּי קוֹמוֹת. אֶחָד מִן הָעֵדִים דּוֹחֲפוֹ עַל מָתְנָיו. נֶהְפַּךְ עַל לִבּוֹ, הוֹפְכוֹ עַל מָתְנָיו. אִם מֵת בָּהּ, יָצָא. וְאִם לָאו, הַשֵּׁנִי נוֹטֵל אֶת הָאֶבֶן וְנוֹתְנָהּ עַל לִבּוֹ. אִם מֵת בָּהּ, יָצָא. וְאִם לָאו, רְגִימָתוֹ בְכָל יִשְׂרָאֵל, שֶׁנֶּאֱמַר (דברים יז) יַד הָעֵדִים תִּהְיֶה בּוֹ בָרִאשֹׁנָה לַהֲמִיתוֹ וְיַד כָּל הָעָם בָּאַחֲרֹנָה. כָּל הַנִּסְקָלִין נִתְלִין, דִּבְרֵי רַבִּי אֱלִיעֶזֶר. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, אֵינוֹ נִתְלֶה אֶלָּא הַמְגַדֵּף וְהָעוֹבֵד עֲבוֹדָה זָרָה. הָאִישׁ תּוֹלִין אוֹתוֹ פָּנָיו כְּלַפֵּי הָעָם, וְהָאִשָּׁה פָּנֶיהָ כְלַפֵּי הָעֵץ, דִּבְרֵי רַבִּי אֱלִיעֶזֶר. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, הָאִישׁ נִתְלֶה וְאֵין הָאִשָּׁה נִתְלֵית. אָמַר לָהֶן רַבִּי אֱלִיעֶזֶר, וַהֲלֹא שִׁמְעוֹן בֶּן שָׁטָח תָּלָה נָשִׁים בְּאַשְׁקְלוֹן. אָמְרוּ לוֹ, שְׁמֹנִים נָשִׁים תָּלָה, וְאֵין דָּנִין שְׁנַיִם בְּיוֹם אֶחָד. כֵּיצַד תּוֹלִין אוֹתוֹ, מְשַׁקְּעִין אֶת הַקּוֹרָה בָאָרֶץ וְהָעֵץ יוֹצֵא מִמֶּנָּה, וּמַקִּיף שְׁתֵּי יָדָיו זוֹ עַל גַּבֵּי זוֹ וְתוֹלֶה אוֹתוֹ. רַבִּי יוֹסֵי אוֹמֵר, הַקּוֹרָה מֻטָּה עַל הַכֹּתֶל, וְתוֹלֶה אוֹתוֹ כְּדֶרֶךְ שֶׁהַטַּבָּחִין עוֹשִׂין. וּמַתִּירִין אוֹתוֹ מִיָּד. וְאִם לָן, עוֹבֵר עָלָיו בְּלֹא תַעֲשֶׂה, שֶׁנֶּאֱמַר (דברים כא) לֹא תָלִין נִבְלָתוֹ עַל הָעֵץ כִּי קָבוֹר תִּקְבְּרֶנּוּ כִּי קִלְלַת אֱלֹהִים תָּלוּי וְגוֹ'. כְּלוֹמַר, מִפְּנֵי מָה זֶה תָלוּי, מִפְּנֵי שֶׁבֵּרַךְ אֶת הַשֵּׁם, וְנִמְצָא שֵׁם שָׁמַיִם מִתְחַלֵּל:
4 Das Steinigungshaus hat zwei Mannshöhen. Einer der Zeugen stösst ihn auf die Hüften, so dass er auf das Herz fällt; dann wendet er ihn um, (legt ihn) auf die Hüften. Ist er schon tot so ist der Pflicht genügt, wo nicht, so nimmt der zweite den Stein und wirft ihn ihm auf’s Herz; ist er dann tot, so ist der Pflicht genügt, wo nicht, so geschieht seine Steinigung durch ganz Israel, denn es heisst (Deut. 17, 7): „Die Hand der Zeugen sei zuerst an ihm, ihn zu töten, und die Hand des ganzen Volkes zuletzt.“ Alle Gesteinigten werden gehenkt. Dies die Worte R. Eliësers. Die Weisen aber sagen: Nur der Gotteslästerer und der Götzendiener werden gehenkt. Einen Mann henkt man mit dem Gesichte gegen das Volk, das Weib aber mit dem Gesichte gegen das Holz. Dies die Worte R. Eliésers. Die Weisen aber sagen: Nur der Mann wird gehenkt, das Weib aber wird nicht gehenkt. Da sagte R. Eliéser zu ihnen: Simon, Sohn Schetach’s, hat doch in Askelon Weiber hängen lassen? Da sagten sie zu ihm: Er hat achtzig Weiber hängen lassen, und man darf doch nicht zwei an Einem Tage richten! Auf welche Weise henkt man ihn? Man senkt einen Balken in die Erde, von welchem ein Querholz ausgeht; man bringt dann die beiden Hände nahe aneinander und hängt ihn auf. R. Jose sagt: Der Balken war an die Wand gelehnt, und man henkte ihn (daran), wie es die Schlächter machen. Man löst ihn sogleich ab; wenn man ihn (hängend) über Nacht lässt, übertritt man ein Verbot, denn es heisst (Deut. 21, 23): „Seine Leiche soll nicht übernachten an dem Holze, sondern begraben sollst du ihn an demselben Tage, denn eine Entwürdigung Gottes ist ein Gehenkter u. s. w.,“ das will sagen, (man würde sprechen:) „Warum wurde dieser gehenkt? Weil er Gott gelästert hat!, wodurch der Name Gottes entweiht würde.
ה אָמַר רַבִּי מֵאִיר, בְּשָׁעָה שֶׁאָדָם מִצְטַעֵר, שְׁכִינָה מַה הַלָּשׁוֹן אוֹמֶרֶת כִּבְיָכוֹל, קַלַּנִי מֵרֹאשִׁי, קַלַּנִי מִזְּרוֹעִי. אִם כֵּן הַמָּקוֹם מִצְטַעֵר עַל דָּמָם שֶׁל רְשָׁעִים שֶׁנִּשְׁפַּךְ, קַל וָחֹמֶר עַל דָּמָם שֶׁל צַדִּיקִים. וְלֹא זוֹ בִלְבַד, אֶלָּא כָּל הַמֵּלִין אֶת מֵתוֹ, עוֹבֵר בְּלֹא תַעֲשֶׂה. הֱלִינוֹ לִכְבוֹדוֹ לְהָבִיא לוֹ אָרוֹן וְתַכְרִיכִים, אֵינוֹ עוֹבֵר עָלָיו. וְלֹא הָיוּ קוֹבְרִין אוֹתוֹ בְּקִבְרוֹת אֲבוֹתָיו, אֶלָּא שְׁתֵּי בָתֵּי קְבָרוֹת הָיוּ מְתֻקָּנִין לְבֵית דִּין, אַחַת לַנֶּהֱרָגִין וְלַנֶּחֱנָקִין וְאַחַת לַנִּסְקָלִין וְלַנִּשְׂרָפִין:
5 Es sagt R. Meïr: Wenn der Mensch sich grämt, wie drückt er sich aus: „Mein Kopf ist mir schwer, mein Arm ist mir schwer!“ Wenn Gott sich so wegen des Blutes der Frevler grämt, dass es vergossen wird, wie viel mehr wegen des Blutes der Gerechten. — Nicht bloß hierbei, sondern Jeder, der seinen Toten über Nacht liegen lässt, übertritt ein Verbot; lässt man ihn dessen Ehre wegen über Nacht liegen, um ihm einen Sarg und Totenkleider zu bringen, so übertritt man nicht (das Verbot). Man begrub ihn nicht in der Grabstätte seiner Väter, sondern das Gericht hatte zwei Begräbnisplätze eingerichtet, Einen für die durchs Schwert Hingerichteten und die Erdrosselten und Einen für die Gesteinigten und Verbrannten.
ו נִתְעַכֵּל הַבָּשָׂר, מְלַקְּטִין אֶת הָעֲצָמוֹת וְקוֹבְרִין אוֹתָן בִּמְקוֹמָן. וְהַקְּרוֹבִים בָּאִים וְשׁוֹאֲלִין בִּשְׁלוֹם הַדַּיָּנִים וּבִשְׁלוֹם הָעֵדִים, כְּלוֹמַר שֶׁאֵין בְּלִבֵּנוּ עֲלֵיכֶם כְּלוּם, שֶׁדִּין אֱמֶת דַּנְתֶּם. וְלֹא הָיוּ מִתְאַבְּלִין, אֲבָל אוֹנְנִין, שֶׁאֵין אֲנִינוּת אֶלָּא בַלֵּב:
6 Nachdem das Fleisch verwest ist, liest man die Gebeine zusammen und begräbt sie an ihrem Orte. Die Verwandten kommen und bieten den Richtern und den Zeugen den Friedensgruss, um gleichsam zu sagen: „wir hegen im Herzen keinen Groll gegen euch, denn ihr habt nach dem wahren Rechte gerichtet!“ Sie hielten keine Trauer; doch verhielten sie sich wie Leidtragende, denn das Leidtragen geschieht nur im Herzen.
ז אמר רבי מאיר, בזמן שאדם מצטער, שכינה מה הלשון אומרת. כביכול קלני מראשי, קלני מזרועי. אם כן המקום מצטער על דמם שלרשעים שנשפך, קל וחמר על דמן שלצדיקים. ולא זו בלבד, אלא כל המלין את מתו עובר בלא תעשה. הלינו לכבודו, להביא לו ארון ותכריכים, אינו עובר עליו. ולא היו קוברין אותו בקברות אבותיו, אלא שני בתי קברות היו מתקנין לבית דין, אחד לנהרגין ולנחנקין ואחד לנסקלין ולנשרפין.
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ח נתעכל הבשר, מלקטין את העצמות וקוברין אותן במקומן. והקרובים באים ושואלין בשלום הדינין ובשלום העדים, כלומר שאין בלבנו עליכם כלום, שדין אמת דנתם. ולא היו מתאבלין, אבל אוננין, שאין אנינות אלא בלב.
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