Pesachim 5

Kapitel 5

א תָּמִיד נִשְׁחָט בִּשְׁמֹנֶה וּמֶחֱצָה וְקָרֵב בְּתֵשַׁע וּמֶחֱצָה. בְּעַרְבֵי פְסָחִים נִשְׁחָט בְּשֶׁבַע וּמֶחֱצָה וְקָרֵב בִּשְׁמֹנֶה וּמֶחֱצָה, בֵּין בְּחֹל בֵּין בְּשַׁבָּת. חָל עֶרֶב פֶּסַח לִהְיוֹת בְּעֶרֶב שַׁבָּת, נִשְׁחָט בְּשֵׁשׁ וּמֶחֱצָה וְקָרֵב בְּשֶׁבַע וּמֶחֱצָה, וְהַפֶּסַח אַחֲרָיו:
1 Das ständige Opfer wird um achteinhalb geschlachtet und um neuneinhalb dargebracht. An den Vorabenden des Pesach wird es um siebeneinhalb geschlachtet und um achteinhalb dargebracht, es sei Wochentag oder Sabbat. Fällt der Vorabend des Pesach auf den Vorabend des Sabbat, so wird es um sechseinhalb geschlachtet und um siebeneinhalb dargebracht. Nach ihm das Pesachopfer!
ב הַפֶּסַח שֶׁשְּׁחָטוֹ שֶׁלֹּא לִשְׁמוֹ, וְקִבֵּל וְהִלֵּךְ וְזָרַק שֶׁלֹּא לִשְׁמוֹ, אוֹ לִשְׁמוֹ וְשֶׁלֹּא לִשְׁמוֹ, אוֹ שֶׁלֹּא לִשְׁמוֹ וְלִשְׁמוֹ, פָּסוּל. כֵּיצַד לִשְׁמוֹ וְשֶׁלֹּא לִשְׁמוֹ, לְשֵׁם פֶּסַח וּלְשֵׁם שְׁלָמִים. שֶׁלֹּא לִשְׁמוֹ וְלִשְׁמוֹ, לְשֵׁם שְׁלָמִים וּלְשֵׁם פָּסַח:
2 Das Pesachopfer, das man nicht für seine Bestimmung geschlachtet, oder dessen Blut man nicht für seine Bestimmung, oder für seine Bestimmung und nicht für seine Bestimmung, oder nicht für seine Bestimmung und für seine Bestimmung aufgefangen, hingetragen und gesprengt hat, ist untauglich. Wieso für seine Bestimmung und nicht für seine Bestimmung? Als Pesachopfer und als Friedensopfer; nicht für seine Bestimmung und für seine Bestimmung? Als Friedensopfer und als Pesachopfer.
ג שְׁחָטוֹ שֶׁלֹּא לְאוֹכְלָיו וְשֶׁלֹּא לִמְנוּיָיו, לַעֲרֵלִים וְלִטְמֵאִים, פָּסוּל. לְאוֹכְלָיו וְשֶׁלֹּא לְאוֹכְלָיו, לִמְנוּיָיו וְשֶׁלֹּא לִמְנוּיָיו, לְמוּלִים וְלַעֲרֵלִים, לִטְמֵאִים וְלִטְהוֹרִים, כָּשֵׁר. שְׁחָטוֹ קֹדֶם חֲצוֹת, פָּסוּל, מִשּׁוּם שֶׁנֶּאֱמַר (שמות יב) בֵּין הָעַרְבָּיִם. שְׁחָטוֹ קֹדֶם לַתָּמִיד, כָּשֵׁר, וּבִלְבַד שֶׁיְּהֵא אֶחָד מְמָרֵס בְּדָמוֹ עַד שֶׁיִּזָּרֵק דַּם הַתָּמִיד. וְאִם נִזְרַק, כָּשֵׁר:
3 Hat man es für Essensunfähige geschlachtet oder für Unbeteiligte, für Unbeschnittene oder Unreine, so ist es untauglich; für Essensfähige und Essensunfähige, für Beteiligte und Unbeteiligte, für Beschnittene und Unbeschnittene, für Unreine und Reine, so ist es tauglich. Hat man es vor Mittag geschlachtet, so ist es untauglich; denn es heisst: »zwischen den Abenden«. Hat man es vor dem ständigen Opfer geschlachtet, so ist es tauglich; nur muss jemand dessen Blut umrühren, bis man das Blut des ständigen Opfers gesprengt hat; ist es auch bereits gesprengt worden, so ist es doch tauglich.
ד הַשּׁוֹחֵט אֶת הַפֶּסַח עַל הֶחָמֵץ, עוֹבֵר בְּלֹא תַעֲשֶׂה. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, אַף הַתָּמִיד. רַבִּי שִׁמְעוֹן אוֹמֵר, הַפֶּסַח בְּאַרְבָּעָה עָשָׂר, לִשְׁמוֹ חַיָּב, וְשֶׁלֹּא לִשְׁמוֹ פָּטוּר. וּשְׁאָר כָּל הַזְּבָחִים, בֵּין לִשְׁמָן וּבֵין שֶׁלֹּא לִשְׁמָן, פָּטוּר. וּבַמּוֹעֵד, לִשְׁמוֹ פָּטוּר, וְשֶׁלֹּא לִשְׁמוֹ חַיָּב, וּשְׁאָר כָּל הַזְּבָחִים, בֵּין לִשְׁמָן וּבֵין שֶׁלֹּא לִשְׁמָן, חַיָּב, חוּץ מִן הַחַטָּאת שֶׁשְּׁחָטָהּ שֶׁלֹּא לִשְׁמָהּ:
4 Wenn man das Pesachopfer bei Chamesz schlachtet, übertritt man ein Verbot. R. Juda sagt: Auch das ständige Opfer. R. Simon sagt: Das Pesachopfer am Vierzehnten für seine Bestimmung …, so ist man strafbar, nicht für seine Bestimmung …, so ist man frei, alle anderen Opfer aber, gleichviel ob für ihre Bestimmung oder nicht für ihre Bestimmung …, so ist man frei; am Feste für seine Bestimmung …, ist man frei, nicht für seine Bestimmung…, ist man strafbar, alle anderen Opfer aber, gleichviel ob für ihre Bestimmung oder nicht für ihre Bestimmung …, so ist man strafbar, das Sündopfer ausgenommen, das man nicht für seine Bestimmung geschlachtet.
ה הַפֶּסַח נִשְׁחָט בְּשָׁלֹשׁ כִּתּוֹת, שֶׁנֶּאֱמַר וְשָׁחֲטוּ אֹתוֹ כֹּל קְהַל עֲדַת יִשְׂרָאֵל, (שמות יב) קָהָל וְעֵדָה וְיִשְׂרָאֵל. נִכְנְסָה כַת הָרִאשׁוֹנָה, נִתְמַלֵּאת הָעֲזָרָה, נָעֲלוּ דַלְתוֹת הָעֲזָרָה. תָּקְעוּ, הֵרִיעוּ וְתָקָעוּ. הַכֹּהֲנִים עוֹמְדִים שׁוּרוֹת שׁוּרוֹת, וּבִידֵיהֶם בָּזִיכֵי כֶסֶף וּבָזִיכֵי זָהָב. שׁוּרָה שֶׁכֻּלָּהּ כֶּסֶף כֶּסֶף, וְשׁוּרָה שֶׁכֻּלָּהּ זָהָב זָהָב. לֹא הָיוּ מְעֹרָבִין. וְלֹא הָיוּ לַבָּזִיכִין שׁוּלַיִם, שֶׁמָּא יַנִּיחוּם וְיִקְרַשׁ הַדָּם:
5 Das Pesachopfer wird in drei Gruppen geschlachtet; denn es heisst: Und es sollen es schlachten die ganze Versammlung der Gemeinde Israels« — Versammlung, Gemeinde, Israel! Es tritt die erste Gruppe ein, die Vorhalle füllt sich, man schliesst die Türen der Halle. Ein gedehnter, ein schmetternder und wieder ein gedehnter Posaunenruf! Die Priester stellen sich in Reihen auf, in ihren Händen silberne Schalen und goldene Schalen, die eine Reihe ganz Silber, die andere Reihe ganz Gold. Da war kein durcheinander. Auch hatten die Schalen keinen Fuss, damit sie dieselben nicht hinstellen und das Blut gerinne.
ו שָׁחַט יִשְׂרָאֵל וְקִבֵּל הַכֹּהֵן, נוֹתְנוֹ לַחֲבֵרוֹ וַחֲבֵרוֹ לַחֲבֵרוֹ, וּמְקַבֵּל אֶת הַמָּלֵא וּמַחֲזִיר אֶת הָרֵיקָן. כֹּהֵן הַקָּרוֹב אֵצֶל הַמִּזְבֵּחַ זוֹרְקוֹ זְרִיקָה אַחַת כְּנֶגֶד הַיְסוֹד:
6 Ein Israelite schlachtet, und der Priester fängt das Blut auf; er gibt es seinem Nebenmanne, der Nebenmann wieder seinem Nebenmanne, und nimmt das Volle und gibt zurück das Leere. Der Priester, der dem Altar am nächsten ist, sprengt es eine Sprengung gegen den Altargrund.
ז יָצְתָה כַת רִאשׁוֹנָה וְנִכְנְסָה כַת שְׁנִיָּה. יָצְתָה שְׁנִיָּה, נִכְנְסָה שְׁלִישִׁית. כְּמַעֲשֵׂה הָרִאשׁוֹנָה כָּךְ מַעֲשֵׂה הַשְּׁנִיָּה וְהַשְּׁלִישִׁית. קָרְאוּ אֶת הַהַלֵּל. אִם גָּמְרוּ שָׁנוּ, וְאִם שָׁנוּ שִׁלְּשׁוּ, אַף עַל פִּי שֶׁלֹּא שִׁלְּשׁוּ מִימֵיהֶם. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, מִימֵיהֶם שֶׁל כַּת שְׁלִישִׁית לֹא הִגִּיעַ לְאָהַבְתִּי כִּי יִשְׁמַע ה', מִפְּנֵי שֶׁעַמָּהּ מֻעָטִין:
7 Jetzt kommt die erste Gruppe heraus, und die zweite Gruppe tritt ein; es kommt die zweite heraus, die dritte tritt ein. Wie das Verfahren der ersten, so das Verfahren der zweiten und der dritten. Sie lesen das Hallel. Haben sie es vollendet, so wiederholen sie es, haben sie es wiederholt, so beginnen sie zum dritten Male, obgleich sie es im Leben nicht dreimal sagten. R. Juda sagt: Im Leben ist die dritte Gruppe nicht zu Ahabti ki jischma‘ gelangt, weil bei ihr nur wenige waren.
ח כְּמַעֲשֵׂהוּ בְחֹל כָּךְ מַעֲשֵׂהוּ בְשַׁבָּת, אֶלָּא שֶׁהַכֹּהֲנִים מְדִיחִים אֶת הָעֲזָרָה שֶׁלֹּא בִרְצוֹן חֲכָמִים. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, כּוֹס הָיָה מְמַלֵּא מִדַּם הַתַּעֲרֹבוֹת, זְרָקוֹ זְרִיקָה אַחַת עַל גַּבֵּי הַמִּזְבֵּחַ, וְלֹא הוֹדוּ לוֹ חֲכָמִים:
8 Wie das Verfahren am Wochentage, so ist das Verfahren am Sabbat, nur dass die Priester da gegen den Willen der Weisen die Vorhalle abspülten. R. Juda sagt: Einen Becher füllte man mit dem Blute des Gemenges und sprengte eine Sprengung auf den Altar; doch stimmten ihm die Weisen nicht bei.
ט כֵּיצַד תּוֹלִין וּמַפְשִׁיטִין, אֻנְקְלָיוֹת שֶׁל בַּרְזֶל הָיוּ קְבוּעִים בַּכְּתָלִים וּבָעַמּוּדִים, שֶׁבָּהֶן תּוֹלִין וּמַפְשִׁיטִין. וְכָל מִי שֶׁאֵין לוֹ מָקוֹם לִתְלוֹת וּלְהַפְשִׁיט, מַקְלוֹת דַּקִּים חֲלָקִים הָיוּ שָׁם, וּמֵנִיחַ עַל כְּתֵפוֹ וְעַל כֶּתֶף חֲבֵרוֹ, וְתוֹלֶה וּמַפְשִׁיט. רַבִּי אֱלִיעֶזֶר אוֹמֵר, אַרְבָּעָה עָשָׂר שֶׁחָל לִהְיוֹת בְּשַׁבָּת, מֵנִיחַ יָדוֹ עַל כֶּתֶף חֲבֵרוֹ, וְיַד חֲבֵרוֹ עַל כְּתֵפוֹ, וְתוֹלֶה וּמַפְשִׁיט:
9 Auf welche Art hängt man auf und zieht die Haut ab? Eiserne Haken waren an den Wänden und Säulen befestigt, an denen man aufhängte und abhäutete; und für jeden der keinen Platz mehr hatte anzuhängen und abzuhäuten, waren dort dünne, glatte Stäbe, davon legte er auf seine Schulter und die Schulter seines Genossen, hängte an und zog die Haut ab. R. Eli‘ezer sagt: Wenn der Vierzehnte auf einen Sabbat fällt, so legt er seine Hand auf die Schulter seines Nebenmannes und die Hand seines Nebenmannes auf die eigene Schulter, hängt an und zieht die Haut ab.
י קְרָעוֹ וְהוֹצִיא אֵמוּרָיו, נְתָנוֹ בְמָגִיס וְהִקְטִירָן עַל גַּבֵּי הַמִּזְבֵּחַ. יָצְתָה כַת רִאשׁוֹנָה וְיָשְׁבָה לָהּ בְּהַר הַבַּיִת, שְׁנִיָּה בַּחֵיל, וְהַשְּׁלִישִׁית בִּמְקוֹמָהּ עוֹמֶדֶת. חֲשֵׁכָה, יָצְאוּ וְצָלוּ אֶת פִּסְחֵיהֶן:
10 Hat man es aufgerissen und seine Opferteile herausgenommen, so legt mau sie in eine Schüssel und lässt sie auf dem Altare verbrennen. Die erste Gruppe kam heraus und liess sich auf dem Tempelberge nieder, die zweite am Chêl, die dritte verharrte an ihrer Stelle. Mit Anbruch der Nacht gingen sie hinweg und brieten ihre Pesachopfer.