Orlah 3

Kapitel 3

א בֶּגֶד שֶׁצְּבָעוֹ בִקְלִפֵּי עָרְלָה, יִדָּלֵק. נִתְעָרֵב בַּאֲחֵרִים, כֻּלָּם יִדָּלֵקוּ, דִּבְרֵי רַבִּי מֵאִיר. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, יַעֲלֶה בְּאֶחָד וּמָאתָיִם:
1 Ein Kleid, das man mit Schalen von <span dir="rtl">ערלה</span> gefärbt hat, muss verbrannt werden, ist es unter andere vermengt worden, so müssen alle verbrannt werden; so R. Meïr. Die Weisen aber sagen: Es geht unter zwei hundert und einem auf.
ב הַצּוֹבֵעַ מְלֹא הַסִּיט בִּקְלִפֵּי עָרְלָה, וַאֲרָגוֹ בְבֶגֶד, וְאֵין יָדוּעַ אֵיזֶה הוּא, רַבִּי מֵאִיר אוֹמֵר, יִדָּלֵק הַבֶּגֶד. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, יַעֲלֶה בְאֶחָד וּמָאתָיִם:
2 Wenn Jemand einen Faden von der Länge eines <span dir="ltr">סיט</span> mit Schalen von <span dir="rtl">ערלה</span> färbt und in ein Kleid einwebt, er weise aber nicht, welches der Faden sei; so muss nach R. Meïr das Kleid verbrannt werden. Nach den Weisen geht es in zwei hundert und einem auf.
ג הָאוֹרֵג מְלֹא הַסִּיט מִצֶּמֶר הַבְּכוֹר בְּבֶגֶד, יִדָּלֵק הַבֶּגֶד. וּמִשְּׂעַר הַנָּזִיר וּמִפֶּטֶר חֲמוֹר בְּשַׂק, יִדָּלֵק הַשָּׂק. וּבְמֻקְדָּשִׁין, מְקַדְּשִׁין כָּל שֶׁהֵן:
3 Wenn Jemand einen ganzen <span dir="rtl">סיט</span> von der Wolle einer Erstgeburt in ein Kleid einwebt, so muss dieses verbrannt werden. Wenn eben so viel vom Haar eines <span dir="rtl">נזיר</span>, oder vom Erstling des Esels am Sacke sich befindet, muss der Sack verbrannt werden. Bei andern geheiligten Dingen, bewirkt die geringste Beimischung Heiligkeit.
ד תַּבְשִׁיל שֶׁבִּשְּׁלוֹ בִקְלִפֵּי עָרְלָה, יִדָּלֵק. נִתְעָרֵב בַּאֲחֵרִים, יַעֲלֶה בְּאֶחָד וּמָאתָיִם:
4 Ein Gericht, das mit Schalen von <span dir="rtl">ערלה</span> gekocht worden, muss verbrannt werden; wurde es unter andere vermengt, so geht es unter zweihundert und einem auf.
ה תַּנּוּר שֶׁהִסִּיקוּהוּ בִקְלִפֵּי עָרְלָה וְאָפָה בוֹ אֶת הַפַּת, תִּדָּלֵק הַפָּת. נִתְעָרְבָה בַאֲחֵרוֹת, תַּעֲלֶה בְּאֶחָד וּמָאתָיִם:
5 Wenn man einen Ofen mit Schalen von <span dir="rtl">ערלה</span> geheizt und darin Brot gebacken hat, muss das Brot verbrannt werden; ist es unter anderes vermengt worden, so geht es unter zweihundert und einem auf.
ו מִי שֶׁהָיוּ לוֹ חֲבִילֵי תִלְתָּן שֶׁל כִּלְאֵי הַכֶּרֶם, יִדָּלֵקוּ. נִתְעָרְבוּ בַאֲחֵרִים, כֻּלָּם יִדָּלֵקוּ, דִּבְרֵי רַבִּי מֵאִיר. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, יַעֲלוּ בְּאֶחָד וּמָאתָיִם:
6 Wenn Jemand Gebinde von griechischem Heu hat, die <span dir="rtl">כלאים</span> im Weinberge waren, so müssen sie verbrannt werden; sind sie unter andere vermengt worden, so müssen nach R. Meïr alle verbrannt werden, die Weisen sagen: Sie gehen in zweihundert und einem auf.
ז שֶׁהָיָה רַבִּי מֵאִיר אוֹמֵר, אֶת שֶׁדַּרְכּוֹ לִמָּנוֹת, מְקַדֵּשׁ. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, אֵינוֹ מְקַדֵּשׁ אֶלָּא שִׁשָּׁה דְבָרִים בִּלְבָד. וְרַבִּי עֲקִיבָא אוֹמֵר, שִׁבְעָה. וְאֵלּוּ הֵם, אֱגוֹזֵי פֶרֶךְ, רִמּוֹנֵי בָדָן, וְחָבִיּוֹת סְתוּמוֹת, וְחֻלְפוֹת תְּרָדִין, וְקֻלְסֵי כְרוּב, וּדְלַעַת יְוָנִית. רַבִּי עֲקִיבָא אוֹמֵר, אַף כִּכָּרוֹת שֶׁל בַּעַל הַבָּיִת. הָרָאוּי לְעָרְלָה, עָרְלָה. לְכִלְאֵי הַכֶּרֶם, כִּלְאֵי הַכָּרֶם:
7 R. Meïr sagte nämlich: Was man gewöhnlich nach Zahl verkauft, wird durch Vermengung geheiligt; die Weisen aber sagen: Nur sechs zählbare Dinge bewirken Heiligung und R. Akiba behauptet: sieben, nämlich folgende: Nüsse von <span dir="ltr">פרך</span>, Granatäpfel von <span dir="rtl">בדן</span>, zugemachte Fässer mit Wein, Blätter von Mangold, Stengel von Kohl und griechischer Kürbis. R. Akiba fügt hinzu: Auch ausgebackene grosse Brote; was von diesen dem Gesetze der <span dir="rtl">ערלה</span> unterliegt, erlangt die Heiligung der <span dir="rtl">ערלה</span>, und was <span dir="rtl">כלאים</span> im Weinberg ist, die von <span dir="rtl">כלאים</span> im Weinberge.
ח כֵּיצַד. נִתְפַּצְּעוּ הָאֱגוֹזִים, נִתְפָּרְדוּ הָרִמּוֹנִים, נִתְפַּתְּחוּ הֶחָבִיּוֹת, נִתְחַתְּכוּ הַדְּלוּעִים, נִתְפָּרְסוּ הַכִּכָּרוֹת, יַעֲלוּ בְּאֶחָד וּמָאתָיִם:
8 Wie z. B.? Wenn die Nüsse aufgeschlagen, die Granatäpfel abgesondert, die Fässer geöffnet, die Kürbisse angeschnitten, die Brote angebrochen worden sind, so gehen sie wieder in zweihundert und einem auf.
ט סְפֵק עָרְלָה, בְּאֶרֶץ יִשְׂרָאֵל אָסוּר, וּבְסוּרְיָא מֻתָּר, וּבְחוּצָה לָאָרֶץ יוֹרֵד וְלוֹקֵחַ, וּבִלְבַד שֶׁלֹּא יִרְאֶנּוּ לוֹקֵט. כֶּרֶם נָטוּעַ יָרָק, וְיָרָק נִמְכָּר חוּצָה לוֹ, בְּאֶרֶץ יִשְׁרָאֵל אָסוּר, וּבְסוּרְיָא מֻתָּר, וּבְחוּצָה לָאָרֶץ יוֹרֵד וְלוֹקֵט, וּבִלְבַד שֶׁלֹּא יִלְקֹט בַּיָּד. הֶחָדָשׁ, אָסוּר מִן הַתּוֹרָה בְּכָל מָקוֹם. וְהָעָרְלָה, הֲלָכָה. וְהַכִּלְאַיִם, מִדִּבְרֵי סוֹפְרִים:
9 Früchte, bei welchen man zweifelhaft ist, ob sie von <span dir="rtl">ערלה</span> sind; darf man im Lande Israel nicht geniessen, in Syrien ist es erlaubt, im Auslande kann man in den Garten gehen und sie kaufen, nur darf man sie nicht erst abbrechen sehen. Wenn in einem Weinberge Kohlkraut steht und ähnliches Kraut ausserhalb des Weinberges feil geboten wird, so ist dieses im Lande Israel unerlaubt, in Syrien erlaubt, im Auslande darf man sogar hingehen und sammeln lassen, nur nicht mit eigner Hand sammeln. Neue Frucht ist nach der <span dir="rtl">תורה</span> überall verboten; die eben erwähnte Verordnung wegen <span dir="rtl">ערלה</span> ist Gesetz vom Sinai her; und die, betreffend <span dir="rtl">כלאים</span> im Weinberge, im Auslande, ist Satzung der Schriftkundigen.