Nedarim 7

Kapitel 7

א הַנּוֹדֵר מִן הַיָּרָק, מֻתָּר בִּדְלוּעִין. וְרַבִּי עֲקִיבָא אוֹסֵר. אָמְרוּ לוֹ לְרַבִּי עֲקִיבָא, וַהֲלֹא אוֹמֵר אָדָם לִשְׁלוּחוֹ קַח לִי יָרָק וְהוּא אוֹמֵר לֹא מָצָאתִי אֶלָּא דְלוּעִין. אָמַר לָהֶם, כֵּן הַדָּבָר, אוֹ שֶׁמָּא אוֹמֵר הוּא לוֹ לֹא מָצָאתִי אֶלָּא קִטְנִית, אֶלָּא שֶׁהַדְּלוּעִין בִּכְלָל יָרָק, וְקִטְנִית אֵינָן בִּכְלָל יָרָק. וְאָסוּר בְּפוֹל הַמִּצְרִי לַח, וּמֻתָּר בַּיָּבֵשׁ:
1 Wer sich durch Gelübde Kraut versagt, dem sind Kürbisse erlaubt; R. Akiba aber verbietet sie ihm. Da sagten sie (die Weisen) zu ihm: geschieht es nicht, dass man zu seinem Boten sagt: „hole mir Kraut!“ und dieser erwidert: „ich habe nur Kürbisse gefunden!“ Darauf entgegnete er ihnen: dies ist richtig, aber würde er ihm vielleicht erwidern: „ich habe nur Hülsenfrüchte gefunden!“ Es werden vielmehr Kürbisse unter Kraut miteinbegriffen, Hülsenfrüchte aber werden nicht unter Kraut miteinbegriffen. Auch ist ihm frische ägyptische Bohne verboten, trockene aber erlaubt.
ב הַנּוֹדֵר מִן הַדָּגָן, אָסוּר בְּפוֹל הַמִּצְרִי יָבֵשׁ, דִּבְרֵי רַבִּי מֵאִיר. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, אֵינוֹ אָסוּר אֶלָּא בַחֲמֵשֶׁת הַמִּינִין. רַבִּי מֵאִיר אוֹמֵר, הַנּוֹדֵר מִן הַתְּבוּאָה, אֵינוֹ אָסוּר אֶלָּא מֵחֲמֵשֶׁת הַמִּינִין. אֲבָל הַנּוֹדֵר מִן הַדָּגָן, אָסוּר בַּכֹּל, וּמֻתָּר בְּפֵרוֹת הָאִילָן וּבְיָרָק:
2 Wer sich Getreide versagt, dem ist trockene ägyptische Bohne verboten; dies sind die Worte des R. Meir. Die Weisen aber sagen: nur die fünf [Getreide-] Arten sind ihm verboten. R. Meir sagt: wer sich den [Feld-] Ertrag versagt, dem sind nur die fünf Arten verboten; wer sich aber Getreide versagt, dem ist alles [Ähnliche] verboten und nur Baumfrüchte und Kraut sind ihm erlaubt.
ג הַנּוֹדֵר מִן הַכְּסוּת, מֻתָּר בְּשַׂק, בִּירִיעָה, וּבַחֲמִילָה. אָמַר קוֹנָם צֶמֶר עוֹלֶה עָלָי, מֻתָּר לְהִתְכַּסּוֹת בְּגִזֵּי צֶמֶר. פִּשְׁתָּן עוֹלֶה עָלָי, מֻתָּר לְהִתְכַּסּוֹת בַּאֲנִיצֵי פִשְׁתָּן. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, הַכֹּל לְפִי הַנּוֹדֵר. טָעַן וְהִזִּיעַ וְהָיָה רֵיחוֹ קָשֶׁה, אָמַר קוֹנָם צֶמֶר וּפִשְׁתִּים עוֹלֶה עָלָי, מֻתָּר לְהִתְכַּסּוֹת וְאָסוּר לְהַפְשִׁיל לַאֲחוֹרָיו:
3 Wer sich Kleidung versagt, dem ist ein härenes Gewand, ein Tuch und ein Überwurf erlaubt. Wenn jemand sagt: Konam sei mir die Wolle, die auf meinen Leib kommt, so darf er sich mit geschorener Wolle bedecken. [Wenn jemand sagt: Konam sei mir] der Flachs, der auf meinen Leib kommt, so darf er sich mit Flachsbündeln bedecken. R. Jehuda sagt: alles richtet sich nach dem Gelobenden; wenn er beladen war, in Schweiss geriet und der Geruch ihm lästig war und [darum] sagt: Konam seien mir die Wolle und der Flachs, die auf mich kommen, so darf er sich damit bedecken, sie aber nicht über den Rücken herabhängen lassen.
ד הַנּוֹדֵר מִן הַבַּיִת, מֻתָּר בָּעֲלִיָּה, דִּבְרֵי רַבִּי מֵאִיר. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, עֲלִיָּה בִּכְלָל הַבָּיִת. הַנּוֹדֵר מִן הָעֲלִיָּה, מֻתָּר בַּבָּיִת:
4 Wer sich ein Haus versagt, dem ist der Söller erlaubt; dies sind die Worte des R. Meir. Die Weisen aber sagen: der Söller ist im Haus miteinbegriffen. Wer sich [nur] den Söller versagt, dem ist das Haus erlaubt.
ה הַנּוֹדֵר מִן הַמִּטָּה, מֻתָּר בְּדַרְגָּשׁ, דִּבְרֵי רַבִּי מֵאִיר. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, דַּרְגָּשׁ בִּכְלָל מִטָּה. הַנּוֹדֵר מִן הַדַּרְגָּשׁ, מֻתָּר בְּמִטָּה. הַנּוֹדֵר מִן הָעִיר, מֻתָּר לִכָּנֵס לִתְחוּמָהּ שֶׁל עִיר, וְאָסוּר לִכָּנֵס לְעִבּוּרָהּ. אֲבָל הַנּוֹדֵר מִן הַבַּיִת, אָסוּר מִן הָאֲגַף וְלִפְנִים:
5 Wer sich das Bett versagt, dem ist das Sofa erlaubt; dies sind die Worte des R. Meir. Die Weisen aber sagen: Sofa ist in Bett miteinbegriffen. Wer sich [nur] das Sofa versagt, dem ist das Bett erlaubt. Wer sich eine Stadt versagt, dem ist es erlaubt, den Bezirk dieser Stadt zu betreten, aber verboten, ihr Weichbild zu betreten; wer sich jedoch ein Haus versagt, dem ist es verboten, [es] von der Oberschwelle einwärts [zu betreten].
ו קוֹנָם פֵּרוֹת הָאֵלּוּ עָלָי, קוֹנָם הֵן עַל פִּי, קוֹנָם הֵן לְפִי, אָסוּר בְּחִלּוּפֵיהֶן וּבְגִדּוּלֵיהֶן. שֶׁאֲנִי אוֹכֵל וְשֶׁאֲנִי טוֹעֵם, מֻתָּר בְּחִלּוּפֵיהֶן וּבְגִדּוּלֵיהֶן, בְּדָבָר שֶׁזַּרְעוֹ כָלֶה. אֲבָל בְּדָבָר שֶׁאֵין זַרְעוֹ כָלֶה, אֲפִלּוּ גִדּוּלֵי גִדּוּלִין אֲסוּרִין:
6 [Wenn jemand sagt:] Konam seien mir diese Früchte, [oder] Konam seien sie für meinen Mund, (oder Konam seien sie meinem Munde), so ist ihm das verboten, was dafür eingetauscht wird oder was daraus hervorwächst. [Wenn er aber sagt: Konam], dass ich sie nicht essen oder dass ich sie nicht kosten werde, so ist ihm das erlaubt, was dafür eingetauscht wird oder daraus hervorwächst; [dies gilt aber nur] von Dingen, deren Samen zergeht; bei Dingen aber, deren Samen nicht zergeht, sind [ihm] auch die Erzeugnisse ihrer Erzeugnisse verboten.
ז הָאוֹמֵר לְאִשְׁתּוֹ, קוֹנָם מַעֲשֵׂה יָדַיִךְ עָלָי, קוֹנָם הֵן עַל פִּי, קוֹנָם הֵן לְפִי, אָסוּר בְּחִלּוּפֵיהֶן וּבְגִדּוּלֵיהֶן. שֶׁאֵינִי אוֹכֵל, שֶׁאֵינִי טוֹעֵם, מֻתָּר בְּחִלּוּפֵיהֶן וּבְגִדּוּלֵיהֶן, בְּדָבָר שֶׁזַּרְעוֹ כָלֶה. אֲבָל בְּדָבָר שֶׁאֵין זַרְעוֹ כָלֶה, אֲפִלּוּ גִדּוּלֵי גִדּוּלִין אֲסוּרִים:
7 Wenn jemand zu seiner Frau sagt: Konam sei mir deiner Hände Arbeit, Konam sei sie für meinen Mund, Konam sei sie meinem Munde, so ist ihm das verboten, was dafür eingetauscht wird oder was daraus hervorwächst. [Wenn er aber sagt: Konam,] dass ich sie nicht essen oder dass ich sie nicht kosten werde, so ist ihm das erlaubt, was dafür eingetauscht wird oder daraus hervorwächst; [dies gilt aber nur] von Dingen, deren Samen zergeht, aber bei Dingen, deren Samen nicht zergeht, sind ihm auch die Erzeugnisse ihrer Erzeugnisse verboten.
ח שֶׁאַתְּ עוֹשָׂה אֵינִי אוֹכֵל עַד הַפֶּסַח, שֶׁאַתְּ עוֹשָׂה אֵינִי מִתְכַּסֶּה עַד הַפֶּסַח, עָשְׂתָה לִפְנֵי הַפֶּסַח, מֻתָּר לֶאֱכֹל וּלְהִתְכַּסּוֹת אַחַר הַפֶּסַח. שֶׁאַתְּ עוֹשָׂה עַד הַפֶּסַח אֵינִי אוֹכֵל, וְשֶׁאַתְּ עוֹשָׂה עַד הַפֶּסַח אֵינִי מִתְכַּסֶּה, עָשְׂתָה לִפְנֵי הַפֶּסַח, אָסוּר לֶאֱכֹל וּלְהִתְכַּסּוֹת אַחַר הַפָּסַח:
8 [Wenn jemand zu seiner Frau sagt: Konam,] dass ich das, was du bereitest, bis Pessach nicht geniessen werde, [oder] dass ich das, was du bereitest, bis Pessach nicht anziehen werde, so darf er das, was sie vor Pessach bereitet hat, nach Pessach geniessen oder anziehen. [Wenn er aber sagt: Konam,] dass ich das, was du bis Pessach bereitest, nicht essen werde, [oder] dass ich das, was du bis Pessach bereitest, nicht anziehen werde, so darf er das, was sie vor Pessach bereitet hat, [auch] nach Pessach nicht geniessen oder anziehen.
ט שֶׁאַתְּ נֶהֱנֵית לִי עַד הַפֶּסַח אִם תֵּלְכִי לְבֵית אָבִיךְ עַד הֶחָג, הָלְכָה לִפְנֵי הַפֶּסַח, אֲסוּרָה בַהֲנָאָתוֹ עַד הַפֶּסַח. אַחַר הַפֶּסַח, בְּלֹא יַחֵל דְּבָרוֹ. שֶׁאַתְּ נֶהֱנֵית לִי עַד הֶחָג אִם תֵּלְכִי לְבֵית אָבִיךְ עַד הַפֶּסַח, וְהָלְכָה לִפְנֵי הַפֶּסַח, אֲסוּרָה בַהֲנָאָתוֹ עַד הֶחָג, וּמֻתֶּרֶת לֵילֵךְ אַחַר הַפָּסַח:
9 [Wenn jemand zu seiner Frau sagt: Konam sei,] was du von mir vor Pessach geniessen solltest, wenn du vor dem Hüttenfest in das Haus deines Vaters gehst, so darf sie, wenn sie vor Pessach [dorthin] ging, bis Pessach von ihm keinen Genuss haben; [wenn sie] nach Pessach [dorthin ging], [so tritt das Verbot in Kraft:] „er darf sein Wort nicht entweihen.“ (Num. 30, 3). [Wenn er sagt: Konam sei,] was du bis zum Hüttenfest von mir geniessest, wenn du bis Pessach in das Haus deines Vaters gehst, so darf sie, wenn sie vor Pessach [dorthin] ging, bis zum Hüttenfest keinen Genuss von ihm haben, nach Pessach aber darf sie [dorthin] gehen.