Nedarim 1

Kapitel 1

א כָּל כִּנּוּיֵי נְדָרִים כִּנְדָרִים, וַחֲרָמִים כַּחֲרָמִים, וּשְׁבוּעוֹת כִּשְׁבוּעוֹת, וּנְזִירוּת כִּנְזִירוּת. הָאוֹמֵר לַחֲבֵרוֹ, מֻדָּרְנִי מִמְּךָ, מֻפְרָשְׁנִי מִמְּךָ, מְרֻחָקְנִי מִמְּךָ, שֶׁאֵינִי אוֹכֵל לָךְ, שֶׁאֵינִי טוֹעֵם לָךְ, אָסוּר. מְנֻדֶּה אֲנִי לָךְ, רַבִּי עֲקִיבָא הָיָה חוֹכֵךְ בָּזֶה לְהַחֲמִיר. כְּנִדְרֵי רְשָׁעִים, נָדַר בְּנָזִיר, וּבְקָרְבָּן, וּבִשְׁבוּעָה. כְּנִדְרֵי כְשֵׁרִים, לֹא אָמַר כְּלוּם. כְּנִדְבוֹתָם, נָדַר בְּנָזִיר וּבְקָרְבָּן:
1 Alle Umschreibungen der Gelübdeformeln sind gleich den Gelübdeformeln selbst, die der Bannformeln den Bannformeln selbst, die der Eidformeln den Eidformeln selbst und die der Nasiratformeln den Nasiratformeln selbst. Wenn einer zum andren sagt: „es sei mir durch Gelübde verboten, (oder) ich will von Dir abgesondert sein, (oder) ich will von Dir entfernt sein, dass ich nichts von dem Deinigen essen werde, (oder) dass ich nichts von dem Deinigen kosten werde,“ so ist es ihm verboten. [Wenn einer zum andren sagt:] „ich will von Dir verstossen sein,“ so zögerte R. Akiba hierbei in erschwerendem Sinne zu entscheiden. [Wenn jemand sagt:] „wie die Gelübde der Frevler…,“ so ist er durch Gelübde verpflichtet hin- sichtlich des Nasirats, des Opfers und des Eides. [Wenn er aber sagt:] „wie die Gelübde der Frommen…,“ so hat er damit nichts gesagt. [Sagt er:] „wie ihre freiwilligen Gaben…,“ so ist er durch Gelübde verpflichtet hinsichtlich des Nasirats und des Opfers.
ב הָאוֹמֵר לַחֲבֵרוֹ, קוֹנָם קוֹנָח, קוֹנָס, הֲרֵי אֵלּוּ כִנּוּיִין לְקָרְבָּן. חֵרֶק חֵרֶךְ, חֵר ֵף, הֲרֵי אֵלּוּ כִנּוּיִין לְחֵרֶם. נָזִיק נָזִיחַ, פָּזִיחַ, הֲרֵי אֵלּוּ כִנּוּיִין לִנְזִירוּת. שְׁבוּתָה, שְׁקוּקָה, נָדַר בְּמוֹתָא, הֲרֵי אֵלּוּ כִנּוּיִין לִשְׁבוּעָה:
2 Wenn einer zum andren sagt: „Konam, Konach, Konas…“, so sind dies Umschreibungen für „Opfer“. [Wenn jemand sagt:] „Cherek, Cherech, Chereph…“, so sind dies Umschreibungen für „Banngelöbnis“. [Wenn jemand sagt:] „Nasik, Nasiach, Pasiach…“, so sind dies Umschreibungen für Nasiratformeln. [Wenn jemand sagt:] „Schebuta, Schekuka“, oder wenn jemand mit [der Formel] „Mota“ gelobt, so sind dies Umschreibungen für „Eid“.
ג הָאוֹמֵר לֹא חֻלִּין לֹא אֹכַל לָךְ, לֹא כָשֵׁר, וְלֹא דְכֵי, טָהוֹר, וְטָמֵא, נוֹתָר, וּפִגּוּל, אָסוּר. כְּאִמְּרָא, כַּדִּירִין, כָּעֵצִים, כָּאִשִּׁים, כַּמִּזְבֵּחַ, כַּהֵיכָל, כִּירוּשָׁלָיִם, נָדַר בְּאֶחָד מִכָּל מְשַׁמְּשֵׁי הַמִּזְבֵּחַ, אַף עַל פִּי שֶׁלֹּא הִזְכִּיר קָרְבָּן, הֲרֵי זֶה נָדַר בְּקָרְבָּן. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, הָאוֹמֵר יְרוּשָׁלַיִם, לֹא אָמַר כְּלוּם:
3 Wenn jemand sagt: „nicht profan soll sein, was ich von dem Deinigen essen werde, [oder] nicht tauglich, nicht erlaubt, rein [und] unrein, Übriggebliebenes [und] Verworfenes“, so ist es ihm verboten. [Sagt er:] „wie das Lamm, wie die Schuppen, wie das Holz, wie die Feueropfer, wie der Altar, wie der Tempel, wie Jerusalem…“, oder wenn er gelobt bei einem von den Werkzeugen des Altars, obgleich er [das Wort] „Opfer“ nicht erwähnt, so ist das ein Gelübde wie mit [dem Worte] „Opfer“. R. Jehuda sagt: Wenn jemand sagt: „.. Jerusalem…“, so hat er damit nichts gesagt.
ד הָאוֹמֵר, קָרְבָּן, עוֹלָה, מִנְחָה, חַטָּאת, תּוֹדָה, שְׁלָמִים שֶׁאֵינִי אוֹכֵל לָךְ, אָסוּר. רַבִּי יְהוּדָה מַתִּיר. הַקָּרְבָּן, כְּקָרְבָּן, קָרְבָּן שֶׁאֹכַל לָךְ, אָסוּר. לְקָרְבָּן לֹא אֹכַל לָךְ, רַבִּי מֵאִיר אוֹסֵר. הָאוֹמֵר לַחֲבֵרוֹ, קוֹנָם פִּי הַמְדַבֵּר עִמָּךְ, יָדִי עוֹשָׂה עִמָּךְ, רַגְלִי מְהַלֶּכֶת עִמָּךְ, אָסוּר:
4 Wenn jemand sagt: „ein Ganzopfer, [oder] Speiseopfer, Sündopfer, Dankopfer, Friedensopfer sei, was ich von dem Deinigen essen sollte“, so ist es ihm verboten; R. Jehuda aber erlaubt es. [Wenn er sagt:] „das Opfer, [oder] wie Opfer, Opfer sei, was ich von dem Deinigen essen sollte“, so ist es ihm verboten. [Sagt er:] „zum Opfer, ich werde von dem Deinigen nicht essen“, so erklärt es ihm R. Meir für verboten. Wenn einer zum andren sagt: „Konam sei mein Mund, der mit Dir spricht, meine Hand, die mit Dir arbeitet, mein Fuss, der mit Dir geht“, so sind sie ihm verboten.