Nazir 9

Kapitel 9

א הַגּוֹיִם אֵין לָהֶם נְזִירוּת. נָשִׁים וַעֲבָדִים יֵשׁ לָהֶם נְזִירוּת. חֹמֶר בַּנָּשִׁים מִבָּעֲבָדִים, שֶׁהוּא כוֹפֶה אֶת עַבְדּוֹ וְאֵינוֹ כוֹפֶה אֶת אִשְׁתּוֹ. חֹמֶר בָּעֲבָדִים מִבַּנָּשִׁים, שֶׁהוּא מֵפֵר נִדְרֵי אִשְׁתּוֹ וְאֵינוֹ מֵפֵר נִדְרֵי עַבְדּוֹ. הֵפֵר לְאִשְׁתּוֹ, הֵפֵר עוֹלָמִית. הֵפֵר לְעַבְדּוֹ, יָצָא לְחֵרוּת מַשְׁלִים נְזִירוּתוֹ. עָבַר מִכְּנֶגֶד פָּנָיו, רַבִּי מֵאִיר אוֹמֵר, לֹא יִשְׁתֶּה, וְרַבִּי יוֹסֵי אוֹמֵר, יִשְׁתֶּה:
1 Bei den Nichtjuden hat das Nazirat keine Geltung, bei Frauen und Sklaven hat das Nazirat Geltung. Strenger ist es bei Frauen als bei Sklaven, denn man kann seinen Sklaven zwingen, nicht aber kann man seine Frau zwingen. Strenger ist es bei Sklaven als bei Frauen, benn bas Gelübbe seiner Frau kann man aufheben, nicht aber kann man bas Gelübbe seines Sklaven aufheben. Hat man bas Gelübbe seiner Frau aufgehoben, so gilt bies ewig, hat man das Gelübbe seines Sklaven aufgehoben, so muss er, wenn er frei wirb, das Nazirat beenbigen. Ist er von ihm fort, so darf er, wie R. Meír sagt, keinen Wein trinken, und wie R. Jose sagt, wohl trinken.
ב נָזִיר שֶׁגִּלַּח וְנוֹדַע לוֹ שֶׁהוּא טָמֵא, אִם טֻמְאָה יְדוּעָה, סוֹתֵר. וְאִם טֻמְאַת הַתְּהוֹם, אֵינוֹ סוֹתֵר. אִם עַד שֶׁלֹּא גִלַּח, בֵּין כָּךְ וּבֵין כָּךְ סוֹתֵר. כֵּיצַד, יָרַד לִטְבֹּל בִּמְעָרָה וְנִמְצָא מֵת צָף עַל פִּי הַמְּעָרָה, טָמֵא. נִמְצָא מְשֻׁקָּע בְּקַרְקַע הַמְּעָרָה, יָרַד לְהָקֵר, טָהוֹר. לִטַּהֵר מִטֻּמְאַת מֵת, טָמֵא, שֶׁחֶזְקַת טָמֵא טָמֵא וְחֶזְקַת טָהוֹר טָהוֹר, שֶׁרַגְלַיִם לַדָּבָר:
2 Wenn ein Nazir sich geschoren hat und erfährt, daß er unrein sei, so sind die früheren Tage, wenn es eine sichtbare Unreinheit war, hinfällig, und wenn es eine unbekannte Unreinheit war, nicht hinfällig; erfährt er es bevor er sich schert, so sind sie auf jeden Fall hinfällig. Zum Beispiel! wenn er in eine Höhle hinabgestiegen war, um da ein Reinheitsbad zu nehmen, und eine schwimmende Leiche am Elngange der Höhle gefunden wird, so ist er unrein; Wenn Sie Aber Auf Dem Grunde der Höhle gesunken gefunden wird, so ist er, falls er zur Abkühlung hinabgestiegen war, rein, und falls zur Reinigung von der Unreinheit einer Leiche, unrein, denn der Unreine bleibt im Zustande der Unreinheit und der Reine bleibt im Zustande der Reinheit, weil die Sache einen Grund hat.
ג הַמּוֹצֵא מֵת בִּתְחִלָּה מֻשְׁכָּב כְּדַרְכּוֹ, נוֹטְלוֹ וְאֶת תְּבוּסָתוֹ. מָצָא שְׁנַיִם, נוֹטְלָן וְאֶת תְּבוּסָתָן. מָצָא שְׁלשָׁה, אִם יֵשׁ בֵּין זֶה לָזֶה מֵאַרְבַּע אַמּוֹת וְעַד שְׁמֹנֶה, הֲרֵי זוֹ שְׁכוּנַת קְבָרוֹת. בּוֹדֵק הֵימֶנּוּ וּלְהַלָּן עֶשְׂרִים אַמָּה. מָצָא אֶחָד בְּסוֹף עֶשְׂרִים אַמָּה, בּוֹדֵק הֵימֶנּוּ וּלְהַלָּן עֶשְׂרִים אַמָּה, שֶׁרַגְלַיִם לַדָּבָר, שֶׁאִלּוּ מִתְּחִלָּה מְצָאוֹ, נוֹטְלוֹ וְאֶת תְּבוּסָתוֹ:
3 Wenn jemand einen Toten auf gewöhnliche Weise liegen findet, so schaffe er ihn samt der Erdunterlage fort; Wenn Zwei, So Schaffe Er Sie Samt Ihrer Erdünterlage fort. Findet er drei, so ist der Platz, wenn sie von einander vier bis acht Ellen entfernt sind, eine Gräberstätte und er muss von diesem ab noch zwanzig Ellen untersuchen; findet er eine Leiche in einer Entfernung von zwanzig Ellen, so untersuche er weitere zwanzig Ellen, denn die Sache hat einen Grund, obgleich er ihn, wenn er ihn zuerst gefunden hätte, samt der Erdunterlage fortschaffen dürfte.
ד כָּל סְפֵק נְגָעִים בַּתְּחִלָּה, טָהוֹר עַד שֶׁלֹּא נִזְקַק לַטֻּמְאָה. מִשֶּׁנִּזְקַק לַטֻּמְאָה, סְפֵקוֹ טָמֵא. בְּשִׁבְעָה דְרָכִים בּוֹדְקִין אֶת הַזָּב עַד שֶׁלֹּא נִזְקַק לַזִּיבָה. בְּמַאֲכָל, וּבְמִשְׁתֶּה, בְּמַשָּׂא, וּבִקְפִיצָה, וּבְחֹלִי, וּבְמַרְאֶה, וּבְהִרְהוּר. מִשֶּׁנִּזְקַק לַזִּיבָה, אֵין בּוֹדְקִין אוֹתוֹ. אָנְסוֹ וּסְפֵקוֹ וְשִׁכְבַת זַרְעוֹ, טְמֵאִין, שֶׁרַגְלַיִם לַדָּבָר. הַמַּכֶּה אֶת חֲבֵרוֹ וַאֲמָדוּהוּ לְמִיתָה, וְהֵקֵל מִמַּה שֶּׁהָיָה, לְאַחַר מִכָּאן הִכְבִּיד וּמֵת, חַיָּב. רַבִּי נְחֶמְיָה אוֹמֵר, פָּטוּר, שֶׁרַגְלַיִם לַדָּבָר:
4 Der zweifelhafte Aussatz ist bei der Entstehung, bevor die Unreinheit festgestellt ist, rein; ist die Unreinheit festgestellt, so ist er bei einem Zweifel unrein. Nach sieben Richtungen ist der Flußbehaftete vor Feststellung der Flussbehaftung zu untersuchen: übermassiges EsSEN und Trinken, Überlastung, Springen, Krankheit, Erscheinung, wollüstige Gedanken; Ist Die Flussbehaftung festgestellt worden, so untersuche man ihn nicht mehr. Sein unfreiwilliger Fluß, sein zweifelhafter Fluß und sein Samenerguß sind unrein, denn die Sache hat einen Grund. Wenn jemand seinem Nächsten einen Schlag versetzt hat, den man als tötlich schätzt, die Krankheit aber nachläßt, später jedoch zunimmt und jener stirbt, so ist er schuldig; R. Neḥemja sagt, er sei frei, denn die Sache hat einen Grund.
ה נָזִיר הָיָה שְׁמוּאֵל, כְּדִבְרֵי רַבִּי נְהוֹרַאי, שֶׁנֶּאֱמַר (שמואל א א) וּמוֹרָה לֹא יַעֲלֶה עַל רֹאשׁוֹ, נֶאֱמַר בְּשִׁמְשׁוֹן (שופטים יג) וּמוֹרָה, וְנֶאֱמַר בִּשְׁמוּאֵל וּמוֹרָה, מַה מּוֹרָה הָאֲמוּרָה בְשִׁמְשׁוֹן, נָזִיר, אַף מוֹרָה הָאֲמוּרָה בִשְׁמוּאֵל, נָזִיר. אָמַר רַבִּי יוֹסֵי, וַהֲלֹא אֵין מוֹרָה אֶלָּא שֶׁל בָּשָׂר וָדָם. אָמַר לוֹ רַבִּי נְהוֹרַאי, וַהֲלֹא כְבָר נֶאֱמַר (שמואל א טז) וַיֹּאמֶר שְׁמוּאֵל אֵיךְ אֵלֵךְ וְשָׁמַע שָׁאוּל וַהֲרָגָנִי, שֶׁכְּבָר הָיָה עָלָיו מוֹרָה שֶׁל בָּשָׂר וָדָם:
5 Šemuél war, wie R. Nehoraj sagt, ein Nazir, denn es heißt: ein Schermesser komme nicht über sein Haupt. Bei Šimšon wird das Wort mora Schermesser gebraucht, und bei Šemuél wird das Wort mora gebraucht, wie Šimšon, bei dem das Wort mora gebraucht wird, Nazir war, ebenso war Šemuél, bei dem das Wort mora gebraucht wird, Nazir. R. Jose sprach: Unter mora ist ja die Furcht vor einem Menschen aus Fleisch und Blut zu verstehen!? R. Nehoraj erwiderte ihm: Es heißt bereits: Šemuél sprach: Wie kann ich hingehen, wenn Šaúl dies erfährt, bringt er mich um. Demnach kam über ihn die Furcht vor einem Menschen aus Fleisch und Blut.