Makkot 3

Kapitel 3

א וְאֵלּוּ הֵן הַלּוֹקִין, הַבָּא עַל אֲחוֹתוֹ, וְעַל אֲחוֹת אָבִיו, וְעַל אֲחוֹת אִמּוֹ, וְעַל אֲחוֹת אִשְׁתּוֹ, וְעַל אֵשֶׁת אָחִיו, וְעַל אֵשֶׁת אֲחִי אָבִיו, וְעַל הַנִּדָּה, אַלְמָנָה לְכֹהֵן גָּדוֹל, גְּרוּשָׁה וַחֲלוּצָה לְכֹהֵן הֶדְיוֹט, מַמְזֶרֶת וּנְתִינָה לְיִשְׂרָאֵל, בַּת יִשְׂרָאֵל לְנָתִין וּלְמַמְזֵר. אַלְמָנָה וּגְרוּשָׁה, חַיָּבִין עָלֶיהָ מִשּׁוּם שְׁנֵי שֵׁמוֹת. גְּרוּשָׁה וַחֲלוּצָה, אֵינוֹ חַיָּב אֶלָּא מִשֵּׁם אֶחָד בִּלְבָד:
1 Folgende erleiden die Geißelstrafe: Wer seiner Schwester, der Schwester seines Vaters, der Schwester seiner Mutter, der Schwester seiner Frau, der Frau seines Bruders, der Frau seines Vater-Bruders oder einem menstruierenden Weibe beiwohnt; ein Hohepriester, der eine Witwe, ein gemeiner Priester, der eine Verstoßene oder eine Chaluza, ein Israelit, der eine Mamseret oder Nethina, oder eine Israeliten-Tochter, die einen Nathin oder Mamser geheiratet hat. Wenn eine Witwe zugleich eine Verstoßene ist, so ist man ihretwegen wegen (Übertretung) zweier Verbote strafbar; ist eine Verstoßene zugleich eine Chaluza, so ist man ihretwegen bloß wegen (Übertretung) eines Verbotes schuldig.
ב הַטָּמֵא שֶׁאָכַל אֶת הַקֹּדֶשׁ, וְהַבָּא אֶל הַמִּקְדָּשׁ טָמֵא, וְהָאוֹכֵל חֵלֶב, וְדָם, וְנוֹתָר, וּפִגּוּל, וְטָמֵא, הַשּׁוֹחֵט וְהַמַּעֲלֶה בַחוּץ, וְהָאוֹכֵל חָמֵץ בְּפֶסַח, וְהָאוֹכֵל וְהָעוֹשֶׂה מְלָאכָה בְּיוֹם הַכִּפּוּרִים, וְהַמְפַטֵּם אֶת הַשֶּׁמֶן, וְהַמְפַטֵּם אֶת הַקְּטֹרֶת, וְהַסָּךְ בְּשֶׁמֶן הַמִּשְׁחָה, וְהָאוֹכֵל נְבֵלוֹת וּטְרֵפוֹת, שְׁקָצִים וּרְמָשִׂים. אָכַל טֶבֶל וּמַעֲשֵׂר רִאשׁוֹן שֶׁלֹּא נִטְּלָה תְרוּמָתוֹ, וּמַעֲשֵׂר שֵׁנִי וְהֶקְדֵּשׁ שֶׁלֹּא נִפְדּוּ. כַּמָּה יֹאכַל מִן הַטֶּבֶל וִיהֵא חַיָּב, רַבִּי שִׁמְעוֹן אוֹמֵר כָּל שֶׁהוּא, וַחֲכָמִים אוֹמְרִים כַּזַּיִת. אָמַר לָהֶם רַבִּי שִׁמְעוֹן, אֵין אַתֶּם מוֹדִים לִי בְּאוֹכֵל נְמָלָה כָּל שֶׁהוּא חַיָּב. אָמְרוּ לוֹ, מִפְּנֵי שֶׁהִיא כִבְרִיָּתָהּ. אָמַר לָהֶן, אַף חִטָּה אַחַת כִּבְרִיָּתָהּ:
2 (Ferner) ein Unreiner, der Heiliges gegessen, ein ins Heiligtum gekommener Unreiner; wer Unschlitt, Blut, (vom Opferfleische) Übriggebliebenes, Verworfenes, oder Unreines gegessen; wer (Opfer) außerhalb des Heiligtums geschlachtet oder dargebracht; wer Gesäuertes am Pesach gegessen; wer am Versöhnungstage gegessen oder eine Arbeit verrichtet hat; wer das Salböl oder das Räucherwerk nachgemacht; wer sich mit dem (heiligen) Salböle salbt; wer Aas, Zerrissenes, Geschmeiss oder Gewürm gegessen; wer Tebel, ersten Zehnt, dessen Hebe noch nicht abgesondert war, oder zweiten Zehnt oder Geheiligtes, die nicht ausgelöst waren, gegessen. Wie viel muss man vom Tebel gegessen haben, um schuldig zu sein? R. Simon sagt: Es mag noch so wenig sein. Die Weisen aber sagen: (Es muss) wie eine Olive (groß sein). Da sagte R. Simon zu ihnen: Gestehet ihr mir nicht zu, dass der, welcher eine noch so kleine Ameise isst, schuldig sei? Da sagten sie zu ihm: Weil diese so ist, wie sie geschaffen ward. Da sagte er zu ihnen: Auch Ein Weizenkorn ist so, wie es geschaffen ward.
ג הָאוֹכֵל בִּכּוּרִים עַד שֶׁלֹּא קָרָא עֲלֵיהֶן, קָדְשֵׁי קָדָשִׁים חוּץ לַקְּלָעִים, קָדָשִׁים קַלִּים וּמַעֲשֵׂר שֵׁנִי חוּץ לַחוֹמָה, הַשּׁוֹבֵר אֶת הַעֶצֶם בַּפֶּסַח הַטָּהוֹר, הֲרֵי זֶה לוֹקֶה אַרְבָּעִים. אֲבָל הַמּוֹתִיר בַּטָּהוֹר וְהַשּׁוֹבֵר בַּטָּמֵא, אֵינוֹ לוֹקֶה אַרְבָּעִים:
3 Wenn Jemand Erstlinge, bevor er (den Schriftabschnitt) dabei gelesen, hochheilige Opfer außerhalb der Umhänge, leichtere Opfer oder zweiten Zehnt außerhalb der Mauer gegessen, oder einen Knochen von einem reinen Pesach-Opfer zerbrochen hat, so empfängt er vierzig (Geißelhiebe); wer aber (etwas) von einem reinen Pesach-Opfer übrig lässt oder von einem unreinen (einen Knochen) zerbricht, empfängt nicht vierzig (Geißelhiebe).
ד הַנּוֹטֵל אֵם עַל הַבָּנִים, רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, לוֹקֶה וְאֵינוֹ מְשַׁלֵּחַ. וַחֲכָמִים אוֹמְרִים, מְשַׁלֵּחַ וְאֵינוֹ לוֹקֶה. זֶה הַכְּלָל, כָּל מִצְוַת לֹא תַעֲשֶׂה שֶׁיֶּשׁ בָּהּ קוּם עֲשֵׂה, אֵין חַיָּבִין עָלֶיהָ:
4 Wenn Jemand eine Vogel-Mutter samt den Jungen nimmt, so sagt R. Jehuda: Er erleidet die Geißelung und braucht (die Mutter) nicht wegfliegen zu lassen. Die Weisen aber sagen: Er lässt (die Mutter) wegfliegen und wird nicht gegeißelt. Dies ist die Regel: Wegen jedes Verbotes, bei dem (nach dessen Übertretung) ein Gebot auszuüben ist, erleidet man nicht die Geißelstrafe.
ה הַקּוֹרֵחַ קָרְחָה בְרֹאשׁוֹ, וְהַמַּקִּיף פְּאַת רֹאשׁוֹ, וְהַמַּשְׁחִית פְּאַת זְקָנוֹ, וְהַשּׂוֹרֵט שְׂרִיטָה אַחַת עַל הַמֵּת, חַיָּב. שָׂרַט שְׂרִיטָה אַחַת עַל חֲמִשָּׁה מֵתִים אוֹ חָמֵשׁ שְׂרִיטוֹת עַל מֵת אֶחָד, חַיָּב עַל כָּל אַחַת וְאֶחָת. עַל הָרֹאשׁ, שְׁתַּיִם, אַחַת מִכָּאן וְאַחַת מִכָּאן. עַל הַזָּקָן, שְׁתַּיִם מִכָּאן וּשְׁתַּיִם מִכָּאן וְאַחַת מִלְּמָטָּה. רַבִּי אֱלִיעֶזֶר אוֹמֵר, אִם נְטָלוֹ כֻלּוֹ כְאַחַת, אֵינוֹ חַיָּב אֶלָּא אֶחָת. וְאֵינוֹ חַיָּב עַד שֶׁיִּטְּלֶנּוּ בְתָעַר. רַבִּי אֱלִיעֶזֶר אוֹמֵר, אֲפִלּוּ לִקְּטוֹ בְמַלְקֵט אוֹ בִרְהִיטְנִי, חַיָּב:
5 Wer sich eine Glatze am Kopfe schert, wer die Seitenenden seines Haupthaares rund abnimmt, wer die Enden seines Bartes zerstört und wer um einen Toten sich einen Einschnitt macht, ist schuldig. Macht sich Jemand Einen Einschnitt um fünf Tote, oder fünf Einschnitte um Einen Toten, so ist er für jeden Einzelnen schuldig. Wegen (der Enden) des Haupthaares zweimal, einmal für die eine und einmal für die andere Seite. Wegen (der Enden) des Bartes zweimal für die eine, zweimal für die andere Seite und einmal für unten. R. Elieser sagt: Wenn Einer sie alle auf einmal abnimmt, so ist er nur einmal schuldig. Man ist nur schuldig, wenn man ihn mit einem Schermesser abnimmt. R. Elieser sagt: Selbst wenn er ihn mit einer Zange oder einem Glätter entfernt, ist er schuldig.
ו הַכּוֹתֵב כְּתֹבֶת קַעֲקַע, כָּתַב וְלֹא קִעֲקַע, קִעֲקַע וְלֹא כָתַב, אֵינוֹ חַיָּב, עַד שֶׁיִּכְתֹּב וִיקַעֲקֵעַ בִּדְיוֹ וּבִכְחֹל וּבְכָל דָּבָר שֶׁהוּא רוֹשֵׁם. רַבִּי שִׁמְעוֹן בֶּן יְהוּדָה מִשּׁוּם רַבִּי שִׁמְעוֹן אוֹמֵר, אֵינוֹ חַיָּב עַד שֶׁיִּכְתּוֹב שָׁם הַשֵּׁם, שֶׁנֶּאֱמַר (ויקרא יט) וּכְתֹבֶת קַעֲקַע לֹא תִתְּנוּ בָּכֶם אֲנִי ה':
6 Wer eine eingegrabene Schrift (an sich) macht, (ist schuldig). Hat er geschrieben aber nicht eingegraben, oder hat er eingegraben aber nicht geschrieben, so ist er nicht schuldig, sondern nur, wenn er geschrieben und eingegraben, (und zwar) mit Tinte, Augenschwärze oder was sonst ein (bleibendes) Zeichen macht. R. Simon, Sohn Jehudas, sagt im Namen R. Simons: Man ist nur dann schuldig, wenn man dort den Namen hingeschrieben hat, denn es heißt (Lev. 19, 28): „Eine eingegrabene Schrift sollt ihr an euch nicht machen, ich bin der Ewige.“
ז נָזִיר שֶׁהָיָה שׁוֹתֶה בַיַּיִן כָּל הַיּוֹם, אֵינוֹ חַיָּב אֶלָּא אֶחָת. אָמְרוּ לוֹ אַל תִּשְׁתֶּה אַל תִּשְׁתֶּה וְהוּא שׁוֹתֶה, חַיָּב עַל כָּל אַחַת וְאֶחָת:
7 Wenn ein Nasir den ganzen Tag über Wein trinkt, so ist er nur einmal schuldig. Sagte man aber (jedes Mal) zu ihm: „trinke nicht!“, und er trank, so ist er für jedes (Trinken) besonders schuldig.
ח הָיָה מִטַּמֵּא לְמֵתִים כָּל הַיּוֹם, אֵינוֹ חַיָּב אֶלָּא אֶחָת. אָמְרוּ לוֹ אַל תִּטַּמֵּא, אַל תִּטַּמֵּא, וְהָיָה מִטַּמֵּא, חַיָּב עַל כָּל אַחַת וְאֶחָת. הָיָה מְגַלֵּחַ כָּל הַיּוֹם, אֵינוֹ חַיָּב אֶלָּא אֶחָת. אָמְרוּ לוֹ אַל תְּגַלֵּחַ אַל תְּגַלֵּחַ וְהוּא מְגַלֵּחַ, חַיָּב עַל כָּל אַחַת וְאֶחָת. הָיָה לָבוּשׁ בְּכִלְאַיִם כָּל הַיּוֹם, אֵינוֹ חַיָּב אֶלָּא אֶחָת. אָמְרוּ לוֹ אַל תִּלְבָּשׁ אַל תִּלְבָּשׁ וְהוּא פוֹשֵׁט וְלוֹבֵשׁ, חַיָּב עַל כָּל אַחַת וְאֶחָת:
8 Hat er sich den ganzen Tag über an Toten verunreinigt, so ist er nur einmal schuldig. Sagte man aber (jedes Mal) zu ihm: „verunreinige dich nicht!“, und er verunreinigte sich, so ist er wegen jeder (Verunreinigung) besonders schuldig. Hat er sich den ganzen Tag geschoren, so ist er nur einmal schuldig. Sagte man aber (jedes Mal) zu ihm: „schere dich nicht!“, und er schor sich, so ist er wegen jedes (Scherens) besonders schuldig. Hat Jemand den ganzen Tag über Gewänder von gemischten Arten angezogen, so ist er nur einmal schuldig. Sagte man aber (jedes Mal) zu ihm: „Ziehe es nicht an!“, und er zog es aus und wieder an, so ist er wegen jedes (Anziehens) besonders schuldig.
ט יֵשׁ חוֹרֵשׁ תֶּלֶם אֶחָד וְחַיָּב עָלָיו מִשּׁוּם שְׁמֹנָה לָאוִין, הַחוֹרֵשׁ בְּשׁוֹר וַחֲמוֹר, וְהֵן מֻקְדָּשִׁים, בְּכִלְאַיִם בַּכֶּרֶם, וּבַשְּׁבִיעִית, וְיוֹם טוֹב, וְכֹהֵן וְנָזִיר בְּבֵית הַטֻּמְאָה. חֲנַנְיָא בֶּן חֲכִינַאי אוֹמֵר, אַף הַלּוֹבֵשׁ כִּלְאָיִם. אָמְרוּ לוֹ, אֵינוֹ הַשֵּׁם. אָמַר לָהֶם, אַף לֹא הַנָּזִיר הוּא הַשֵּׁם:
9 Mancher pflügt eine Furche und wird dabei wegen acht Verbote schuldig, nämlich wenn er pflügt mit einem Ochsen und einem Esel zusammen, welche geheiligt sind, bei gemischten Saaten im Weinberge, und zwar im Feier-Jahre, an einem Festtage, und er ist ein Priester und ein Nasir, und es geschieht an unreiner Stätte. Chananja, Sohn Chakhinai’s, sagt: (Es könnte) noch (hinzukommen), dass er dabei mit einem Gewande von gemischten Arten bekleidet ist. Da sagten sie zu ihm: Dies gehört nicht zu diesem Namen. Da sagte er zu ihnen: Auch der Nasir gehört nicht zu diesem Namen.
י כַּמָּה מַלְקִין אוֹתוֹ, אַרְבָּעִים חָסֵר אַחַת. שֶׁנֶּאֱמַר (דברים כה) בְּמִסְפָּר אַרְבָּעִים, מִנְיָן שֶׁהוּא סָמוּךְ לְאַרְבָּעִים. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, אַרְבָּעִים שְׁלֵמוֹת הוּא לוֹקֶה. וְהֵיכָן הוּא לוֹקֶה אֶת הַיְתֵרָה, בֵּין כְּתֵפָיו:
10 Wie viel Hiebe gibt man ihm? Vierzig weniger Einen, denn es heißt (Deut. 25, 2—3): „an der Zahl vierzig“, d. h. eine Anzahl, die nahe an vierzig ist. R. Jehuda sagt: Er bekommt vierzig Hiebe vollständig. Wohin bekommt er den (letzten)überschüssigen? Zwischen die Schultern.
יא אֵין אוֹמְדִין אוֹתוֹ אֶלָּא בְמַכּוֹת הָרְאוּיוֹת לְהִשְׁתַּלֵּשׁ. אֲמָדוּהוּ לְקַבֵּל אַרְבָּעִים, לָקָה מִקְצָת וְאָמְרוּ שֶׁאֵינוֹ יָכוֹל לְקַבֵּל אַרְבָּעִים, פָּטוּר. אֲמָדוּהוּ לְקַבֵּל שְׁמֹנֶה עֶשְׂרֵה, מִשֶּׁלָּקָה אָמְרוּ שֶׁיָּכוֹל הוּא לְקַבֵּל אַרְבָּעִים, פָּטוּר. עָבַר עֲבֵרָה שֶׁיֶּשׁ בָּהּ שְׁנֵי לָאוִין, אֲמָדוּהוּ אֹמֶד אֶחָד, לוֹקֶה וּפָטוּר. וְאִם לָאו, לוֹקֶה וּמִתְרַפֵּא וְחוֹזֵר וְלוֹקֶה:
11 Man schätzt, ihm immer nur eine solche Anzahl Hiebe zu, die sich in drei Teile teilen lässt. Hat man ihn geschätzt, dass er vierzig aushalten könne, und nachdem er einen Teil empfangen, sagt man, er würde keine vierzig aushalten, so ist er frei. Hat man ihn geschätzt, dass er nur achtzehn aushalten könne, und nachdem er diese empfangen, sagt man, er könne vierzig aushalten, so ist er frei. Hat er eine Sünde begangen, worauf zwei Verbote stehen, und man hat für ihn (wegen beider) nur Eine Schätzung gemacht, so wird er gegeißelt und ist dann frei; wo nicht so wird er gegeißelt, und nachdem er geheilt ist, wird er nochmals gegeißelt.
יב כֵּיצַד מַלְקִין אוֹתוֹ, כּוֹפֵת שְׁתֵּי יָדָיו עַל הָעַמּוּד הֵילָךְ וְהֵילָךְ, וְחַזַּן הַכְּנֶסֶת אוֹחֵז בִּבְגָדָיו, אִם נִקְרְעוּ נִקְרָעוּ, וְאִם נִפְרְמוּ נִפְרָמוּ, עַד שֶׁהוּא מְגַלֶּה אֶת לִבּוֹ. וְהָאֶבֶן נְתוּנָה מֵאַחֲרָיו, חַזַּן הַכְּנֶסֶת עוֹמֵד עָלֶיהָ. וּרְצוּעָה שֶׁל עֵגֶל בְּיָדוֹ, כְּפוּלָה אֶחָד לִשְׁנַיִם וּשְׁנַיִם לְאַרְבָּעָה, וּשְׁתֵּי רְצוּעוֹת עוֹלוֹת וְיוֹרְדוֹת בָּהּ:
12 Auf welche Weise geißelt man ihn? Man bindet ihm beide Hände an eine Säule nach beiden Seiten; der Diener der Synagoge fasst an seine Kleider, mögen sie auch (dadurch) zerrissen oder zerfetzt werden, bis er ihm das Herz entblößt; hinter ihm wird ein Stein gelegt, auf den der Synagogen - Diener sich stellt, mit einem Riemen von Kalbleder in der Hand, zusammengelegt zu zwei Riemen, und diese wieder zu vier; und zwei (andere) Riemen ziehen sich daran auf und ab.
יג יָדָהּ טֶפַח וְרָחְבָּהּ טֶפַח, וְרֹאשָׁהּ מַגַּעַת עַל פִּי כְרֵסוֹ. וּמַכֶּה אוֹתוֹ שְׁלִישׁ מִלְּפָנָיו וּשְׁתֵּי יָדוֹת מִלְּאַחֲרָיו. וְאֵינוֹ מַכֶּה אוֹתוֹ לֹא עוֹמֵד וְלֹא יוֹשֵׁב אֶלָּא מֻטֶּה, שֶׁנֶּאֱמַר (דברים כה) וְהִפִּילוֹ הַשֹּׁפֵט. וְהַמַּכֶּה מַכֶּה בְיָדוֹ אַחַת בְּכָל כֹּחוֹ:
13 Der Handgriff (der Geißel) ist eine Handbreit (lang), und die Breite derselben ist (ebenfalls) eine Handbreit, und deren Ende muss bis an den Nabel reichen. Man gibt ihm ein Drittel der Hiebe vorn und zwei Drittel auf den Rücken. Während man ihn schlägt, soll er weder stehen, noch sitzen, sondern hingebeugt sein, denn es heißt (Deut. 25, 2): „Der Richter soll ihn hinlegen lassen“. Der Geissler geißele ihn mit Einer Hand und aus ganzer Kraft.
יד וְהַקּוֹרֵא קוֹרֵא (שם כח) אִם לֹא תִשְׁמֹר לַעֲשׂוֹת וְגוֹ' וְהִפְלָא ה' אֶת מַכֹּתְךָ וְאֵת מַכּוֹת וְגוֹ', וְחוֹזֵר לִתְחִלַּת הַמִּקְרָא (שם כט) וּשְׁמַרְתֶּם אֶת דִּבְרֵי הַבְּרִית הַזֹּאת וְגוֹ', וְחוֹתֵם (תהלים עח) וְהוּא רַחוּם יְכַפֵּר עָוֹן וְגוֹ', וְחוֹזֵר לִתְחִלַּת הַמִּקְרָא. וְאִם מֵת תַּחַת יָדוֹ, פָּטוּר. הוֹסִיף לוֹ עוֹד רְצוּעָה אַחַת וָמֵת, הֲרֵי זֶה גוֹלֶה עַל יָדוֹ. נִתְקַלְקֵל בֵּין בְּרֶעִי בֵּין בְּמַיִם, פָּטוּר. רַבִּי יְהוּדָה אוֹמֵר, הָאִישׁ בְּרֶעִי וְהָאִשָּׁה בְּמָיִם:
14 Der Vorleser liest vor (die Verse Deut. 28, 58—59): „Wenn Du nicht beobachten wirst auszuüben u. s. w.; so wird der Ewige auszeichnen Deine Schläge und die Schläge u. s. w.“; und er fängt wieder den Anfang der Verse an; ferner Deut. 29,8: „Beobachtet die Worte dieses Bundes etc.“, und er schließt mit Ps. 78,38: „Er, der Barmherzige, vergibt die Sünde etc.“; und er fängt wieder den Anfang des Verses an. Stirbt er unter seiner Hand, so ist der Geissler nicht schuldig. Gibt er ihm aber einen Streich zu viel und er stirbt, so muss er seinetwegen ins Exil wandern. Hat er sich verunreinigt, sei es durch Leibesöffnung, sei es durch Urinlassen, so wird er frei. R. Jehuda sagt: Ein Mann nur wegen Leibesöffnung, eine Frau auch wegen Urinlassens.
טו כָּל חַיָּבֵי כְרֵתוֹת שֶׁלָּקוּ, נִפְטְרוּ יְדֵי כְרֵתָתָן, שֶׁנֶאֱמַר (דברים כה) וְנִקְלָה אָחִיךָ לְעֵינֶיךָ, כְּשֶׁלָּקָה הֲרֵי הוּא כְאָחִיךָ, דִּבְרֵי רַבִּי חֲנַנְיָא בֶּן גַּמְלִיאֵל. אָמַר רַבִּי חֲנַנְיָא בֶּן גַּמְלִיאֵל, מָה אִם הָעוֹבֵר עֲבֵרָה אַחַת, נוֹטֵל נַפְשׁוֹ עָלֶיהָ, הָעוֹשֶׂה מִצְוָה אַחַת, עַל אַחַת כַּמָּה וְכַמָּה שֶׁתִּנָּתֵן לוֹ נַפְשׁוֹ. רַבִּי שִׁמְעוֹן אוֹמֵר, מִמְּקוֹמוֹ הוּא לָמֵד, שֶׁנֶּאֱמַר (ויקרא יח) וְנִכְרְתוּ הַנְּפָשׁוֹת הָעֹשֹׂת וְגוֹ', וְאוֹמֵר (שם) אֲשֶׁר יַעֲשֶׂה אֹתָם הָאָדָם וָחַי בָּהֶם. הָא, כָּל הַיּוֹשֵׁב וְלֹא עָבַר עֲבֵרָה, נוֹתְנִין לוֹ שָׂכָר כְּעוֹשֶׂה מִצְוָה. רַבִּי שִׁמְעוֹן בַּר רַבִּי אוֹמֵר, הֲרֵי הוּא אוֹמֵר (דברים יב) רַק חֲזַק לְבִלְתִּי אֲכֹל הַדָּם כִּי הַדָּם הוּא הַנָּפֶשׁ וְגוֹ', וּמָה אִם הַדָּם שֶׁנַּפְשׁוֹ שֶׁל אָדָם קָצָה מִמֶּנּוּ, הַפּוֹרֵשׁ מִמֶּנּוּ מְקַבֵּל שָׂכָר, גָּזֵל וַעֲרָיוֹת שֶׁנַּפְשׁוֹ שֶׁל אָדָם מִתְאַוָּה לָהֶן וּמְחַמַּדְתָּן, הַפּוֹרֵשׁ מֵהֶן עַל אַחַת כַּמָּה וְכַמָּה שֶׁיִּזְכֶּה לוֹ וּלְדוֹרוֹתָיו וּלְדוֹרוֹת דּוֹרוֹתָיו עַד סוֹף כָּל הַדּוֹרוֹת:
15 Alle, welche die Ausrottungsstrafe verwirkt haben und gegeißelt werden, sind (dadurch) von der Ausrottung befreit, denn es heißt (Deut. 25,3): „Es würde entwürdigt dein Bruder vor deinen Augen;“ d. sagt, nachdem er gegeißelt wurde, ist er wie dein Bruder; dies die Worte des R. Chananja, Sohn Gamliels. Ferner sagte R. Chananja, Sohn Gamliels: Wenn Jemand, der eine Sünde begeht, sein Leben dadurch verwirkt; wie viel mehr muss dem, der ein Gebot ausübt, sein Leben geschenkt werden. R. Simon sagt: Man kann Folgendes aus derselben Stelle entnehmen: Da es nämlich heißt (Lev. 18,29): „Es sollen ausgerottet werden die Personen, die tun u. s. w.“ und es heißt (Lev. 18, 5): „Die der Mensch tue, dass er durch sie lebe“; so folgt daraus, dass man dem, der da sitzt und keine Sünde begeht, ebenso einen Lohn gibt, wie dem, der ein Gebot ausübt. R. Simon, Sohn Rabbi’s, sagt: Es heißt (Deut. 12,23): „Sei nur stark, kein Blut zu essen, denn das Blut ist das Leben u. s. w.“; wenn schon beim Blute, vor dem es den Menschen ekelt, (gesagt wird:) wer sich davon fern hält, empfängt einen Lohn; wie viel mehr wird, wer von Raub und Blutschande, wozu das Gemüt des Menschen Lust und Begierde hat, sich fern hält, für sich, für seine Nachkommen und für die Nachkommen seiner Nachkommen, bis ans Ende aller Geschlechter, Verdienste erwerben.
טז רַבִּי חֲנַנְיָא בֶּן עֲקַשְׁיָא אוֹמֵר, רָצָה הַקָּדוֹשׁ בָּרוּךְ הוּא לְזַכּוֹת אֶת יִשְׂרָאֵל, לְפִיכָךְ הִרְבָּה לָהֶם תּוֹרָה וּמִצְוֹת, שֶׁנֶּאֱמַר (ישעיה מב) יְיָ חָפֵץ לְמַעַן צִדְקוֹ יַגְדִּיל תּוֹרָה וְיַאְדִּיר:
16 R. Chananja, Sohn Akaschja’s, sagt: Der Heilige, gebenedeiet sei er, wollte Israel zur Gerechtigkeit führen; deshalb hat er ihm viele Lehren und Gebote erteilt, wie es heißt (Jes. 42,21): Der Ewige hat es gewollt um seiner Gerechtigkeit willen, dass er die Lehre groß und ausgedehnt mache.